AusPackliste: Diese 7 Sachen brauchst Du nicht als Backpacker

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Packlisten gibt es auf jedem Reiseblog. Aber es geht vor allem darum, was Du nicht mitnimmst. Willkommen bei der AusPackliste.

„Eleganz ist Verweigerung“
(Coco Chanel)

Du musst kein Minimalist sein um diesem Zitat etwas abzugewinnen. 30 Minuten mit einem 15kg Rucksack unter tropischer Sonne reichen aus ;)

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Lies ruhig alle Reise-Packlisten und dann pack diese 7 Dinge gleich wieder aus.

1. Rucksack größer als 50 Liter

Mein erster Backpacking-Rucksack fasste 75+10 Liter. Der Rucksack wog leer schon 2,5kg!

Natürlich habe ich den Rucksack bis obenhin vollgepackt, es hat ja so viel reingepasst. Das meiste von dem Gelump habe ich nie gebraucht.

Mehr als 50 Liter Rucksackvolumen braucht kein Mensch, egal ob 2 Wochen oder 2 Jahre!

Wenn Du die 50 Liter auf 35l Handgepäck und 15l Personal Item aufteilst, dann kannst Du Dir sogar das Aufgabegepäck sparen. Du musst nie wieder auf’s Gepäck warten, es geht nichts verloren, Du kannst später einchecken und Du sparst bei vielen Airlines sogar noch Geld.

Es gibt keine „Handgepäck Zulassung„. So lange ein Gepäckstück Gewicht (7-10kg) und Maximalmaße (meistens 55 cm × 40 cm × 20 cm) nicht überschreitet, ist es als Handgepäck zugelassen, auch ohne „Handgepäck-Siegel“. Rucksäcke sind flexibel und Du bekommst jeden 50l Rucksack auf Handgepäck Größe. Fall bitte nicht auf so eine Bauernfängerei wie die „Handgepäck-Zulassung“ herein.

Genauso mit dem Tragekomfort-Marketing. Das Einzige, was Du für guten Tragekomfort unbedingt brauchst, ist ein Hüftgurt. Du solltest 3/4 vom Rucksack-Gewicht auf der Hüfte tragen, sonst wird es schnell unangenehm. Dein Körper ist es gewohnt an der Hüfte Gewicht zuzulegen, nicht am Rücken.

Sei bitte cool genug um den Hüftgurt auch zu verwenden, obwohl es als „uncool“ gilt. Weißt Du was uncool ist? Schulterschmerzen um „cool“ auszusehen.

Profi-Tipp Daypack
Ein Daypack löst 3 Probleme:

  1. Alles was wertvoll ist, hängt vorne am Bauch und ist immer im Blick. Alles was einfach ersetzbar ist, hängt am Rücken und ist Langfingern ausgeliefert.
  2. Im Bus und im Zug hast Du Deine Wertsachen und Elektronik immer bei Dir, selbst wenn Deine Kleidung und der andere ersetzbare Kram im Gepäckabteil liegt.
  3. In den Flieger kannst Du ein Daypack als „Personal Item“ mitnehmen und den großen Rucksack als Handgepäck. So musst Du nie wieder Gepäck aufgeben, auch nicht bei Airlines mit 7kg Limit wie Air Asia oder Jetstar. Mehr zu 7kg Handgepäck und Sicherheit im Bus

Empfehlung:
Nimm einen Rucksack aus haltbarem Dyneema Ripstop (DXG, Spectra) oder Trishield, mit max. 1 kg Gewicht, in Handgepäck Größe (~35 Liter). Bitte achte unbedingt auf einen Hüftgurt.

Dyneema Rucksäcke sind nicht billig, aber sehr haltbar. Dyneema ist 15x so belastbar wie Stahl und wird sonst für Kletterseile verwendet. Meine Dyneema Rucksäcke begleiten mich seit 8 Jahren, mehr als 4 Jahre Dauerreise. Sie schauen nicht mehr neu aus, machen aber sicher noch die nächsten 4 Reisejahre mit.

Meine Freundin und ich haben beide einen Golite Jam 35+15l – 620g aus 210D Dyneema Ripstop. Als Daypack hat meine Freundin einen Ticket to The Moon Seidenpack 15l – 90g und ich habe einen Golite Ion 25l – 270g aus Dyneema (ähnlich Nigor Moyo).

Golite gibt’s leider nicht mehr. Aktuelle Rucksäcke aus Dyneema oder Trishield sind z.B.:

Für das ganz kleine Budget, empfiehlt sich ein 40l Quechua Rucksack von Decathlon für 40 Euro oder die Billigversion für nur 20 Euro. Decathlon ist ok, aber bei Rucksäcken gilt auf lange Sicht: kaufst Du billig, kaufst Du zwei Mal…

Als Daypack für Elektronik, würde ich den Nigor Moyo 25l oder einen leichten SIL Seidenpack 15l für rund 25 Euro nehmen, z.B. von Osprey* oder Sea to Summit*.

weiterführende Infos

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Das geht auch kleiner (in Bagan)

2. DSLR-Kamera

Nur große Kameras machen gute Bilder. Am besten Du schleppst eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) mit, mindestens 1kg Gewicht, besser 2kg – 3kg für die extra guten Fotos. Oder?

Dass nur große Kameras gute Bilder machen, hat noch nie gestimmt. Leica hatte schon immer sehr gute Kameras für die kleine Tasche, leider auch für’s große Geld.

In den letzten 5 Jahren hat Leica viel Konkurrenz bekommen, sowohl durch Systemkameras als auch seit 3 Jahren durch Profi-Kompaktkameras. Vor allem für Reisende sind die leichten Kompakten alternativlos.

Die Profi-Kompakten Canon G7X und Sony RX-100 sind bei 300g Gewicht besser als schwere DSLRs mit Kit-Objektiv! Es sind die idealen Reisekameras.

Selbst für professionelle Ansprüche musst Du im Jahr 2015 keine Spiegelreflex mehr mitschleppen. Für fast jeden Anwendungsfall, gibt es eine Systemkamera.

Empfehlung:
Bei kleinem Budget bekommst Du eine ältere Sony RX100 I schon* für 350 Euro. Eine Canon G7X* gibt’s für 460 Euro und eine Sony RX100 III* für 675 Euro. Mehr zu den Unterschieden von G7X und RX100.

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1.000 Bücher und noch viel mehr (am Bromo)

3. Bücher

Wir können stundenlang über die Vor- und Nachteile von gedruckten Büchern diskutieren genauso wie über Religion, Politik oder das Wetter. Es ist Gewöhnungssache und eine persönliche Vorliebe, ob Du e-Ink oder Ink lieber magst.

Aber beim Reisen gibt es keinen Grund mehr ein Buch aus Papier oder gar einen fetten Reiseführer mitzunehmen. Mit einem eBook Reader hast Du eine umfangreiche Bibliothek, Deine Lieblingsblogs und alle Reiseführer der Welt immer dabei. Der Akku hält Wochen bis Monate.

Profi-Tipp kostenloses Internet
Die älteren Kindle Keyboard 3G haben noch weltweit kostenlosen 3G Internetzugang, z.B. um Deine Email zu checken, egal in welchem Land, egal ob Dschungel oder Strand. Auf eBay kannst Du für 60-70 Euro einen gebrauchten Keyboard 3G ersteigern. Die Akkus von den 10 Jahre alten Geräten sind aber nicht die besten.

Empfehlung:
Amazon Kindle* ist der am besten unterstützte eBook Reader (z.B. Blog-Abos über Readability). Auch technisch und vom Preis-Leistungsverhältnis gehören Kindle zur Spitzenklasse. Kaufe unbedingt eine Schutzhülle dazu.

Einen Kindle Paperwhite brauchst Du nicht unbedingt, wobei die Hintergrund-Beleuchtung bei Dunkelheit sehr nützlich ist. 3G ist bei den neuen Modellen sinnlos, die blockieren alles außer Wikipedia und amazon. (außer wenn Du einen Paperwhite der 1. Generation findest)

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Lass lieber den Arzt machen (in Laos)

4. Erste-Hilfe-Set

Erste-Hilfe-Sets gibt es fertig zu kaufen, mit 300g-400g Gewicht. Ich hatte die ersten Jahre auch immer eins dabei. Sicher ist sicher!

Als ich nach Jahren endlich einmal ein Pflaster auf einer Wanderung gebraucht hätte, war das Erste-Hilfe-Pack gar nicht mit im Daypack, weil ich es ja eh nie brauche. Das war mein Schlüsselerlebnis, das Erste-Hilfe-Pack künftig weg zu lassen.

Der Witz ist, Du läufst ja daheim auch nicht mit so einem Pack herum, oder?

Auch woanders werden Menschen krank und verletzen sich. Deswegen gibt es Apotheken an jeder Strassenecke , überall auf der Welt!

Empfehlung:
Pack ein Durchfallmittel wie Imodium ein und als Fieber- und Schmerzmittel Ibuprofen (besser kein Paracetamol, bloss kein Aspirin) und ganz wichtig: ein Fieberthermometer. Alles andere bekommst Du vor Ort. Gehe bei Krankheiten zum Arzt und versuche nicht Dich selbst zu kurieren.

Verzichte ruhig auf Malaria-Prophylaxe und auf Standby-Mittel wie Malarone, siehe auch dieses Experteninterview zur Malaria. Bei Fieber, gehe bitte zum Arzt. Es kann Dengue sein, es kann eine Grippe sein, es kann alles Mögliche sein.

Verschreibe Dir bitte niemals selbst Antibiotika, schon gar nicht bei Durchfall. Bei Fieber, geh bitte zum Arzt. Es kann alles Mögliche sein.

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Kein Schuhprofil aber hoch hinaus, that's my girl (in Patagonien)

5. Trekking-Ausrüstung

Ist Dir das auch schon passiert?

  • Wanderstiefel: check
  • Goretex-Jacke: check
  • Campinggeschirr: check
  • Funktionskleidung: check
  • Imprägnierte Zip-Off-Hose: check
  • Zelt, Isomatte, Schlafsack: check

Wie oft planst Du eigentlich Wandern zu gehen? Mehr als 3-4 Mal?

Wenn Du nicht gerade ein Basecamp besuchen willst, brauchst Du gar keine spezielle Ausrüstung oder Wanderschuhe.

Selbst die beliebte Annapurna-Runde ist technisch anspruchslos und mit Turnschuhen zu machen. Ich bin sogar mit dem Fahrrad um die Annapurnas gefahren. Bitte vorher die Schneelage checken, aber bei Schnee helfen Wanderschuhe auch nix.

Überall, wo es coole Wandertouren gibt, kannst Du außerdem Ausrüstung leihen, egal ob Anden oder Himalayas.

Und wenn Du eh Ausrüstung kaufen willst, dann kaufe sie bitte nicht vor der Reise. Es gibt nirgendwo so günstige Daunenjacken wie in Kathmandu, Nepal oder so günstige Alpaca-Kleidung wie in Bolivien und Peru. Auch anderen Outdoor-Kram findest Du, aber Vorsicht wegen Fälschungen.

Zelt, Isomatte und Schlafsack mitschleppen, macht wirklich nur dann Sinn, wenn Dein Schwerpunkt das Wandern ist oder wenn Du per Anhalter unterwegs bist. Als normaler Reisender brauchst Du keinen Übernachtungskram.

Ich habe schon auf der chinesischen Mauer gepennt, ohne das ganze Zeug. Es war Sommer und sehr heiß ;)

Profi-Tipp Windstopper und Netzunterhemd
Als Minimalausstattung für Aktive empfehle ich eine superleichte Windstopper-Jacke (160g) und ein Netzunterhemd (100g). Beides transportiert Schweiss und hält warm. Tipps aus meiner Zeit als Radsportler.

Frag mal den Radsportler Deines Vertrauens, was er von wasserdichten Goretex-Jacken hält…

Empfehlung
Lass den schweren Trekking-Kram lieber daheim und leih lieber bei Bedarf aus. In beliebten Ländern für Trekking wie Peru und Bolivien oder Nepal und Indien sind die Leihgebühren ein Witz.

Nimm feste Halbschuhe mit, einen Regenponcho und eine Grundausstattung an warmen Sachen. Leih oder kauf den Rest. Ein Regenponcho ist leichter, vielseitiger und atmungsaktiver als jede Jacke.

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Sleeper Abteil in der indischen Eisenbahn

6. Hüttenschlafsack / Inlay

Viele Packlisten empfehlen einen kleinen Schlafsack, wegen der Hygiene. Ich hatte so ein Ding auch ein paar Jahre dabei und habe es ausschließlich in Indien gebraucht und auch da fast nur im Sleeper-Abteil der indischen Eisenbahn.

Ich habe kein Inlay mehr mit. Nur wenn Du absolut Ultra-Low Budget unterwegs bist, wirst Du das noch brauchen. Sauberes Bettzeug gibt es auch in der Absteige für 4 Euro. Wenn Du unbedingt lieber für 3 Euro übernachten willst, dann seh die 20 Euro, die ein Inlay kostet doch als Vorschuss für 20 Upgrades ;)

Für die indische Eisenbahn kaufst Du einfach ein paar schöne Decken auf dem ersten Basar nach Deiner Ankunft, Kostenpunkt 5 Euro – mit Verhandlungsgeschick auch weniger.

Profi-Tipp Hängematte
Meine Freundin hat immer ihre Hängematte dabei. Hängematten sind saucool und lassen sich in vielen Zimmern, auf Balkonen und an Bäumen/Palmen aufhängen. Die alten Mayas wussten, wie man lebt!

In der indischen Eisenbahn kannst Du die Hängematte als Decke zweitverwenden.

Ticket To The Moon Hängematten* made in Indonesia ab ca. 50 Euro, 600g. Ticket to the Moon hat auch einen tollen Seiden-Daypack mit nur 90g Gewicht für $20. 2 Leute in der Double Hängematte kannste übrigens vergessen außer es soll intim werden ;)

Wenn Du eh in Bali bist, in Ubud gibt’s nen Laden von Ticket to the Moon: Hauptstrasse nahe Abzweig Hanoman Rd vor der Bäckerei. In Bangkok in der Rambuttri Road ist kurz nach dem Linkseck vom Kloster ein „We buy everything“-Laden gegenüber „Madame Musur“ Die haben auch Ticket to the Moon Hängematten.

In Yucatan oder Zentralamerika kannst Du auch eine originale Maya-Hängematte kaufen. Aber Vorsicht, in Cancun und vor allem in Merida wirst Du schnell über’s Ohr gehauen. Wenn sie Dir eine traditionelle Hängematte aus Sisal Kakteen aufschwatzen wollen, verlasse sofort den Laden. Das sind Quacksalber und davon gibt es viele in Merida. (Infos zu Hamacas).

Empfehlung:
Lass den Hüttenschlafsack daheim, Du brauchst ihn nicht.

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Erstmal Facebook checken (in Penang)

7. Smartphone / iPhone

Auf das Smartphone verzichten? Warum das denn?
Ganz einfach, weil Du es kannst!

Im Alltag ohne Smartphone ist heute fast unvorstellbar. Aber wenn Du reist, brauchst Du kein Smartphone. Du musst nicht erreichbar sein, Du musst niemanden anrufen oder whatsappen. Facebook ist noch sinnloser als daheim. Du kannst einfach nur sein.

Ich sage nicht, dass Du beim Reisen unbedingt auf Dein geliebtes Smartphone verzichten musst. Ein Smartphone kann dank Reise-Apps sogar sehr nützlich sein. Ich sage eine Reise ist eine gute Gelegenheit dafür.

Wenn Du mal Bock auf eine Digital Detox hast, ist eine Reise der ideale Zeitpunkt.

Wie eine Digital Detox so ist? Keine Ahnung, ich hatte noch nie ein Smartphone! Ich bin seit bald 6 Jahren Aussteiger und habe den Trend zum Smartphone als Alltags-Gegenstand einfach verpasst ;)

Empfehlung:
Lass den Aufmerksamkeits-Stehler einfach daheim und lebe lieber selbstbestimmt im Hier und Jetzt. Oder verzichte zumindest auf die SIM-Karte im Ausland und benutze nur Wifi, wenn es sich anbietet.

Wenn Du Dir wegen Notfällen unsicher bist, nimm alternativ ein Dumb-Phone von Nokia* für 12 Euro ohne Sim-Lock mit. Das musst Du auch nur alle paar Wochen aufladen.

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Ein Mensch kann auch 50kg tragen, aber muss das sein? (in Kathmandu)

Noch mehr zum Weglassen

Nicht in’s Handgepäck dürfen:

  • Taschenmesser, stattdessen: Flaschenöffner ohne Messer
  • Kamerastativ, stattdessen: Seilstativ* und/oder Gorillapod*
  • Duschgel 200ml, stattdessen Duschgel 100ml
  • Sonnencreme 200ml, stattdessen Sonnencreme 100ml (usw. mit allen Flüssigkeiten bis 1 Liter gesamt)
  • Nagelschere, stattdessen Nagelclipper

Mehr zu Handgepäck Tricks und Bestimmungen.

Andere Sachen, die Du nicht brauchst:

  • Shampoo, stattdessen: Duschgel
  • Rasierschaum, stattdessen: Duschgel
  • Handwaschmittel, stattdessen: Duschgel
  • Schlafmaske, stattdessen: Buff Schlauchtuch*
  • Halstuch, stattdessen: Buff Schlauchtuch*
  • Mütze, stattdessen: Buff Schlauchtuch*
  • Geldbeutel, stattdessen: Geldkatze* unter der Hose
  • Rucksack-Regenhülle, stattdessen Regenschirm und Poncho (für Outdoor)
  • Nähzeug, 2 Mal professionell nähen lassen kostet weniger als Dein Nähset und hält besser.
  • kurze Hose, noch deutscher wird es nicht. Woanders tragen nur kleine Kinder kurze Hosen.
  • Handtuch, stattdessen: T-Shirt
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Für Thai Mönche ist die Handtuchfrage klar

Die Handtuchfrage

Jetzt hagelt es sicher Handtuch Referenzen aus dem Hitchhiker’s Guide.

Ja liebe Handtuch-Fans, ein Handtuch ist „so ziemlich das Nützlichste“, was man mitnehmen kann. Don’t Panic! ;)

Meine Freundin schwört übrigens auf ihr Reisehandtuch*.

Ich nehm statt dem kratzigen Ding lieber ein Baumwoll T-Shirt. T-Shirts habe ich eh dabei und so komme ich nicht in Versuchung das Handtuch zu werfen ;)

Trotzdem freue ich mich über jede Unterkunft, die ein Handtuch zur Verfügung stellt. Das ist aber so selten, dass wir jedes Mal einen „How did we get so lucky“-Freudentanz aufführen ;)

Fazit

Es liegt in unserer deutschen Natur für alles vorsorgen zu wollen, aber es ist unnötig. Auf einer Reise bist Du nicht aus der Welt, als Tourist schon gar nicht.

Du kannst in Lateinamerika oder Asien Gebrauchsgegenstände kaufen, wie hier in Deutschland.

Leitfaden auf Reisen:

Was Du daheim nicht brauchst,
brauchst Du auch auf einer Reise nicht!

Es ist übrigens ganz egal, ob Du 2 Wochen auf Reisen gehst oder 2 Jahre. Am Gepäck ändert das nichts.

Andere Auspacklisten

Die Idee mit der AusPackliste stammt von Carina @ Travel Run Play mit ihrer Video-AusPackliste

Weitere AusPacklisten gibt es bei Planet Backpack, Tripwolf, Coconuthunter , Reise-Mosaik, Travelisi und Bamboo Blog (für China).

Ironisch ist: der eine Reiseblogger sagt „das brauchst Du unbedingt“ und der nächste sagt: „nimm das bloß nicht mit“.

Ich würde z.B. mein Moskitonetz nicht daheim lassen. Als Backpacker brauchst Du das Netz halt doch im Schnitt einmal die Woche, in Südasien eher 2-3 Mal pro Woche. Mosquitos sind kein Spass, Malaria und Dengue erst recht nicht.

Was von meiner AusPackliste würdest Du nicht daheim lassen? Was fehlt noch?

Schau auch mal in die EinPackliste. Die ist interaktiv, optimiert auf Handgepäck und frisch aktualisiert.

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Deine Meinung? Sei freundlich. Verlinke ruhig.
  1. Tanja sagt:

    Hallo Flo,

    ich lese und staune. Wenn ich mal soweit bin, hab ich es geschafft. Ich bin ja immer diejenige, die am Gepäckband Stau verursacht, weil der blöde Koffer die 20 Kilo überschreitet.

    Wegen der Arzt Empfehlung. Musstest du auf Reisen schon öfters mal einen aufsuchen? Hast du Tipps? Ich musste noch NIE im Ausland zum Arzt und hab jedes mal Panik davor. Geh da ja in Deutschland schon nicht gerne hin.

    Das mit dem Handtuch ist übrigens mein Higlight! Ein T-Shirt stattdessen?! Du scherzt!

    Was für mich als Frau mit langen Haaren gar nicht ginge ist Duschgel statt Shampoo, ich würde ja nicht mal ohne Spülung und Kur reisen ;-)

    Super Artikel von dem ich sooo viel lernen könnte, kein Wunder kann ich packen nicht leiden und verzichte daher (bisher) großzügig auf eine Packliste in meinem Blog :-)

    Viele liebe Grüße
    Tanja

    Antworten
    • Hi Tanja, Glückwunsch zum einzigen Blog OHNE Packliste ;)

      Ja das mit dem Handtuch. Ehrlich gesagt habe ich meins einfach verloren und fand dann den Trick mit dem T-Shirt so gut, dass ich dabei geblieben bin.

      Ärzte-Tipps
      Ich war schon sehr oft beim Zahnarzt und habe gemischte Erfahrungen gemacht. In Kambodscha wollten sie mir nach 5 Minuten Untersuchung ne Wurzelbehandlung verpassen, sofort und gleich. Da habe ich trotz Schmerzen dankend verzichtet und es war auch unnötig. Die anderen Zahnärzte waren alle super, egal ob Indien oder Ecuador.

      Meine Freundin war schon hin und wieder beim Arzt, einmal in einer „Privatklinik“ in Bagan wegen Verdacht auf Dengue. Die haben mit so einem Fertigtest Dengue festgestellt, obwohl es ne Grippe war. Kann man ihnen nicht vorwerfen, immerhin hatten sie den Test.

      Wir sind als Kurzschlusshandlung sofort nach Bangkok getürmt, wo sie es nach einer Blutuntersuchung richtig diagnostiziert haben. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie viele Leute in der Situation einfach Malarone geschluckt hätten ohne irgendwen zu konsultieren…

      Für kleine Sachen sind lokale Ärzte kein Thema, aber bei Fieber am besten möglichst schnell in ne größere Stadt schauen, Yangon wäre auch in Ordnung gewesen (habe ich hinterher recherchiert).

      In Penang, Bangkok und Chengdu habe ich schon Krankenhäuser von innen gesehen. Da gibt es super Privatkliniken, moderner als in Deutschland. Teuer, aber die AKV zahlt’s

      Profi-Tipp:
      In einer größeren Stadt auf der Webseite der deutschen Botschaft schauen. Die haben oft eine Ärzteliste mit Empfehlungen.

    • Tanja sagt:

      Danke Flo für die schnelle Antwort und die ausführlichen Ärzte Tipps. Hoffe, dass ich die Tipps nie brauche, aber man weiß ja nicht.

      Mal sehen, wie lange ich auf dem Blog noch ohne Packliste bleibe. Jedenfalls hast du mich gerade zu folgendem Thema inspiriert: „Meine Antipackliste oder warum packen doof ist!“. Der Beitrag ist fast fertig. Mal sehen, wann er online geht und mal sehen, ob nicht doch irgendwann eine Packliste kommt. ;-) So lange bin ich stolz, mehr als ein Jahr ohne durchgeahalten zu haben!

      Habe übrigens schon einige Male Packlisten für mich erstellt, aber mich nie daran gehalten ;-)

      Viele liebe Grüße
      Tanja

  2. Ulrike sagt:

    Danke für die Verlinkung! Habe Deinen Artikel gerne gelesen und mich gut amüsiert. Diese Schaluchtücher mag ich gar nicht. Deshalb ist eine Schlafmaske für mich unerlässlich! Du hast mich auch daran erinnert, dass ich schon längst aml über mein treues, schönes Reisehandtuch schreiben wollte. Das muss immer mit. T-Shirt statt dessen?? Ne, das will ich doch anziehen! ;)
    Ich freue mich jedes Mal, wenn ich lese, dass jemand empfiehlt, sein Smartphone o.ä. zuhause zu lassen. Klingt so herrlich altmodisch!
    Keine Trekking-Ausrüstung? Na klar! Hab ich auch nicht gehabt, als ich am Annapurna gewandert bin. Ordentliche Schuhe sollte man schon mitnehmen, am besten welche, die bis über die Knöchel gebe und ein gutes Profil haben. Dann hat man auf unebenen Wegen mehr Halt.
    Ich hab auf meiner großen Asienreise einen 60l-Rucksack dabei gehabt. Und meistens 20 bis 25 kg drin. Ich hab mich schnell dran gewöhnt und empfand den nicht mehr als zu schwer. Die Blicke, wenn jemand versucht hat, meinen Rucksack mal hochzuheben, so unterwegs! Hach, herrlich!
    Aber Du hast völlig recht! Ich sag meinen Kunden auch immer, sie sollen nicht mehr als 20kg einpacken. Mehr muss man nicht haben. Aber ich beneide die Leute, die mti weniger auskommen. Ich hab damals für mein Annapurna Trekking das Gewicht meines rucksacks auf rund 12kg reduziert (inkl. Kamera). Das fand ich wirklich zu wenig und hab mich sehr gefreut, als ich wieder mit meinem Restgepäck vereint war. Ich hab auch das Gefühl, dass Männer mit weniger auskommen als Frauen…
    Noch einmal: Herzlichen Dank für Deinen Artikel.
    Liebe Grüße
    Ulrike

    Antworten
    • 20kg finde ich schon krass für eine Rucksackreise. Wenn’s nur vom Flieger zum Taxi zum Hotel geht, ist es natürlich egal. Aber mir sind selbst meine ca. 10kg zu schwer ehrlich gesagt.

      Mein Annapurna Rucksack wog etwa 6kg, inkl. Ersatzschläuche, Flickzeug, Radpumpe und Radwerkzeug. Ich musste zweimal im Teehaus nach ner extra Decke fragen, weil ich natürlich keinen Schlafsack mit hatte, aber das war kein Problem.

      Mit’m Rad braucht man aber auch nur 1 Woche und nicht 3 Wochen, da kann man schon auf n bissl Wäsche verzichten.

    • Dass man ohne Smartphone als altmodisch gilt, ist mir übrigens erst letztes Jahr zum ersten Mal aufgefallen.

      Aber mittlerweile schauen sie Dich schon in Malaysia komisch an, wenn Du sagst Du hast kein Whatsapp. So schnell wird sowas normal.

      Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Ich bin ja extrem connected. Ich will nur nicht auf Abruf erreichbar sein, das entspricht einfach nicht meiner Auffassung von Selbstbestimmtheit. Asynchron, per Email gerne.

      Außerdem wäre ich ganz sicher einer von den Leuten, die alle 2 Minuten Facebook checken. Das erspar ich mir lieber. ;)

    • Ilona sagt:

      Na, dem Abschluss deines Kommentars muss ich aber widersprechen ;) Ich hatte letztes Jahr einmal 20kg Gepäck – das beinhaltete die gesamte Campingausrüstung. Ansonsten habe ich durch das Radwandern das minimalpacken gelernt und haben selbst im normalen Trolley-Urlaub nie mehr als 12kg. Und da ist das Schminkzeug mit drin ;)

  3. Oli sagt:

    Ein Moskitonetz hatte ich noch nie im Leben dabei und habe es auch noch nie vermisst. Das wäre auf meiner Auspackliste wohl an oberster Stelle. Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten: 1.) Die Unterkunft hat keines, weil es keines braucht. Zum Beispiel weil es in der Höhe keine Moskitos gibt oder das Zimmer klimatisiert ist. Dann muss ich aber auch keines aufstellen. 2.) Das Hotel hat eines. Dann brauch ich meines auch nicht. Praktischer wäre da ein Klebband, um allfällige Löcher zu stopfen. 3. Es gibt gefährliche Moskitos und das Netz fehlt. Nunja, dann gehe ich einfach 10 Meter weiter und nehme das nächste Hotel, denn das hat bestimmt eines. Oder ich bezahle halt ausnahmsweise einen Euro mehr fürs Zimmer… ;)

    Antworten
    • Hi Oli,

      und wenn Du 1) annimmst und des Nachts 3) eintritt, dann hängst Du Dein Moskitonetz auf ;)

      Bis nachher am Flughafen, ich hab ein Moskitonetz für 2 dabei.

  4. Wolfgang sagt:

    Moin, sehr schöner Artikel. Man merkt, dass da jahrelange eigene Erfahrung von Dir drin steckt! Viele nützliche Tipps, werde noch mal in Ruhe drüber schauen. Eine Packliste verwende ich selbst sonst nicht. Mein „Basispaket“ (Pass, Kreditkarten / Bargeld, „mobiles Büro“ / Macbook, Kamera) ist das wesentliche. Wenn ich vom Rest was vergessen sollte: so what!!! Und eine Packliste wird mir nicht nur deswegen auch nie auf meine Seite kommen … ;)

    Antworten
  5. Yvette sagt:

    I always felt like such a rebel because my backpack is the kind with wheels and detachable straps. I honestly only need to use it as a backpack so rarely that I prefer the little bit of extra weight those times!

    I also carry plasters in my daypack because apparently I’m more accident prone than you and def need them pretty regularly. ;-)

    Antworten
  6. Ich stimme Dir zu: Weniger ist mehr. Aber auf Wanderschuhewurwürde ich selbst bei nur einer anspruchsvollen Wanderung nicht verzichten. Wenn ich sehe, wie viele Leute mit Sandalen die Berge hoch laufen, krieg ich die Krise. Auch Medikamente sind bei mir immer dabei, nachdem ich in Peru mit verschriebenen Medikamenten so richtig schlechte Erfahrungen gemacht habe. Aber nun, so hat jeder seine eigene Prioritäten ;-)

    Antworten
  7. Philippe sagt:

    Hallo Florian
    „kurze Hose, noch deutscher wird es nicht. Woanders tragen nur kleine Kinder kurze Hosen.“
    Haha, da musste ich lachen. Ohne kurze Hosen (speziell beim Wandern) könnte ich gar nicht :-)
    Mit „woanders“ beziehst du dich ja z.B. auf Asien. Hier in Australien oder auch in Neuseeland gehört die kurze Hose aber zur Standardausrüstung ;-) Kurze Hosen + Gaiters, so wandert man hier.
    „Und wenn Du eh Ausrüstung kaufen willst, dann kaufe sie bitte nicht vor der Reise..“
    Mir fällt auf, dass du dich in punkto Länder v.a. auf „günstige“ Gebiete wie Asien und Südamerika beziehst. In Australien und Europa kommt dich ein Neukauf oder die Miete selten günstig. Zudem kann es bei Outdooraktivitäten von Vorteil sein, wenn du deine Ausrüstung kennst.
    Und zum Thema Antibiotika und Selbstmedikation. Gerade Frauen, die in der Vergangenheit mit schweren Blasenentzündungen zu kämpfen hatten, ist es angeraten, für den Notfall, ein Antibiotikum mitzunehmen. Meine Freundin konnte bei zwei längeren Reisen bereits davon Gebrauch machen.
    Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen in Sachen unnötiger Reisegegenstände. War spannend zu lesen, auch wenn ich nicht alles so machen würde ;-) (Baumwoll-T-Shirt-Handtuch x-D)

    Antworten
    • Hi Philippe, das mit Antibiotika wusste ich nicht. Grundsätzlich sind verschriebene Medikamente natürlich alles andere als sinnlos und sollten auf keine Auspackliste der Welt.

      Du hast recht. Ich spreche in meinem Blog fast ausschließlich von Lateinamerika und Asien. Das ist aber in einem Low Budget Backpacking-Blog Absicht und kein Versehen. Hätte ich aber klarer machen können, das stimmt schon.

      Heute ist zu Asien und Lateinamerika noch Afrika dazugenommen, zumindest Äthiopien! Viele Grüsse aus dem wunderschönen Lalibela ;)

  8. Susanne H. sagt:

    „Verzichte ruhig auf Malaria-Prophylaxe und auf Standby-Mittel wie Malarone,…“
    Dies als allgemeinen Tipp ins Internet zu stellen ist unverantwortlich und kann schnell tödlich enden!

    Antworten
  9. Ilona sagt:

    Hmm, bei mir ists die Hängematte, die irgendwann wieder rausflog aus den Satteltaschen – denn es gestaltete sich als weitaus komplizierter als gedacht, einen Platz zu finden, wo man sich auch tatsächlich vernünftig aufhängen konnte. Also kam sie raus ;)

    Ohne DSLR reise ich dagegen nicht mehr. Dazu mag ich die fotografischen Spielereien zu gerne, die man damit machen kann.
    Und zum Glück komme ich beim Reisen so selten zum Lesen, dass das eine Buch auch nicht stört :D (ja, ich bin kein e-book-Freund. mag sowas nicht. Dann lieber während der Reise immer Bücher tauschen)

    Antworten
    • Ilona sagt:

      Auch die Sache mit dem Nähzeug… das ist wie mit den Apotheken. Klar, meist kriegt man, was man braucht schon irgendwo. Aber professionell nähen lassen? Ich weiß nicht, wie oft ich irgendwo war, wo weit und breit niemand war, der etwas hätte nähen können. Also Flickzeug raus (das kostet ein paar Euro) und selbst genäht. Auch Apotheken gibt meiner Erfahrung nach genau dann nicht, wenn man sie ganz dringend braucht … eine Grundausrüstung hab ich deshalb immer dabei.

    • Am Nähzeug soll’s nun wirklich nicht scheitern, aber aus meiner Erfahrung brauchst Du in Asien, Lateinamerika und Afrika nie weit gehen, bis Du jemanden an der Nähmaschine sitzen siehst. Habe schon wirklich oft nähen lassen. Zur Not im Hostel fragen.

    • Meine Freundin findet irgendwie immer was zum Aufhängen. Wir sind aber oft wochenlang am selben Ort und suchen dann auch schonmal gezielt was mit Balkon.

      Mit Systemkameras haste genau die gleichen Möglichkeiten wie mit DSLR. Sie sind aber halb so schwer.

    • Ilona sagt:

      GENAU die gleichen ganz sicher nicht, sonst müsste man eine Systemkamera nicht als zweite Möglichkeit neben der DSLR anbieten – es gäbe ja keinen Grund, sie nebeneinander existieren zu lassen, wenn sie EXAKT das selbe wären.

      Abgesehen davon wüsste ich auch nicht, warum ich eine Kamera austauschen sollte, mit der ich sehr zufrieden bin, wenn sie doch noch sehr gut funktioniert. Weil die andere leichter ist? DAS Gewicht nehme ich auf mich. ;)

    • Hi Ilona, bis auf den Unterschied von analogen zum digitalen Sucher genau die gleichen Möglichkeiten. Ob ein digitaler Sucher oder gar kein Sucher ein Nachteil oder Vorteil ist, liegt an Dir.

      Natürlich sollst Du Deine Kamera nicht einfach so austauschen, aber bei der nächsten weisstes. Sei froh, dass Du nicht an meinen Kameraverschleiss von ca. 1 pro Jahr rankommst. ;)

  10. Daniel sagt:

    Schöner Artikel, werde mein erste Hilfe Kit wohl auch ausrangieren ;) Das Moskitonetz, das hatte ich bisher noch nie dabei. Was Trekkingausrüstung angeht: Jein. Ich hatte meine Stiefel 6 Monate mit mir rumgeschleppt und mich jeden Tag über deren Gewicht geärgert. Als ich dann allerdings im Karakoram war, war ich froh, dass ich sie hatte. keine Chance, dort in Pakistan vernünftige Bergschuhe zu besorgen. Das gleiche galt für’s Zelt. Ich hatte es in ganzen 3 Monaten nicht geschafft ein gescheites Zelt zu finden. Also, das kommt wohl wirklich darauf an, wo man sich so rumtreibt ;)
    Wo ich dir absolut zustimmen kann: Wer heute noch eine dieser klobigen DSLRs mit sich schleppt, ist doch wirklich selber Schuld! Wer sich bei mal bei Fuji, Olympus oder Sony (oder zu viel Geld hat, Leica) umsieht, der findet wunderschöne Systemkameras. Kleiner, leichter und sogar schon mit VF-Sensoren. Dazu superkompakte, lichtstarke Festbrennweiten, mit denen sich absolut tadellose Bilder machen lassen, die selbst Profiansprüchen gereicht werden. Meiner Meinung nach, haben die Spiegel bald ausgedient!

    Antworten
  11. Patrick sagt:

    Hey Florian,
    schöner Post. Fand viele Punkte ziemlich treffend – auch wenn nicht bei allen. Ist wohl immer abhängig davon wie man reist und wohin. Vor ein paar Tagen in der Kalahari war ich mehr als froh um meinen Schlafsack und das trotz voll ausgerüstetem Camper (die Minusgrade haben mich etwas überrascht…).
    Beim Bufftuch oder auch die DSLR bin ich voll und ganz bei dir. Auch wenn ich letztere weiter mit dabei habe. Leider sind die Objektive für die Systemkameras doch noch ziemlich teuer und die Auswahl recht eingeschränkt. Das ändert sich aber sicher in den nächsten Jahren. Versteh viele Leute nicht, die ne fette DSLR mitschleppen und dann beim Sonnenuntergang mit aufgeklappten Blitz knippsen…
    Viel Spass dir und Oli noch in Äthiopien. Bin auf eure Posts gespannt.
    Gruss
    Patrick

    Antworten
    • Hi Patrick,

      die Leute, die glauben mit ihrem Aufklapp-Blitz eine Burg 200m entfernt zu erleuchten sind mir ein Rätsel. Aber wie Du sagst, jeder glaubt heute eine DSLR zu brauchen, da ist das kein Wunder…

      Objektive gibt’s schon für Systemkameras und auch bezahlbar. Zugegeben, im Moment muss man halt die Systemkamera nach der Objektivauswahl kaufen und nicht umgekehrt. Wenn Du mir sagst, was Du suchst, versuch ich Dir gern nen Tipp zu geben. (wenn das Internet mal geht hier ;) )

    • Patrick sagt:

      Ach, der Internet-Wahnsinn verfolgt mich sogar in Kanada. „Wildnis“ und „Technik“ passen halt einfach nicht ;)
      Da ich ja Tierfotos liebe ist das Supertele fast schon ein „Must“. Wobei ich da auch mit 300mm leben kann. Die Sony Alpha A7 schwirrte mir vor meine Reise im kopf rum – aber eben die Preise für die Objektive…

    • Hm, Supertele ist schon eine Einschränkung, v.a. weil das Objektiv selbst schon so schwer ist. Damit kenne ich mich ehrlich gesagt auch nicht aus.

      Die Sony A7 ist ein gutes Totschlagsargument, dass es sogar FX-Systemkameras gibt. Aber wenn ich einen dicken Batzen Geld hätte würde ich eher die Fujis anschauen…

  12. Steffi sagt:

    Hallo Florian,
    Kein Brasilianer, der bei Sinnen ist, würde in seiner Freizeit eine lange Hose anziehen. Es sei denn er geht in die Kirche. Zumindest gilt das für die wärmeren Gegenden des Landes und das ist der Großteil.
    Alles andere: Danke, das ist hilfreich!
    Liebe Grüße
    Steffi

    Antworten
  13. Mein Tipp:
    Unbedingt ein großes Tuch mitnehmen (Typ Sarong, am besten aus Baumwolle und nicht aus Viscose)! Das muss bei mir auf jeder Reise mit! Es dient als Unterlage zum Drauf sitzen/-liegen, als leichte Decke, als Rock, Kleid oder Oberteil, als Vorhang, als Tischtuch, als Sack zum etwas transportieren, als Handtuch und Waschlappen (Zusatzvorteil: trocknet schnell, da fein gewebt, besonders wichtig in den Tropen- besser als ein T-Shirt), als Notfall-Damenbinde(!!), als Ersatzwindel für’s Baby (ich habe mit meinem damals 1-3-jährigen Sohn in Südamerika gelebt) und darüber hinaus wiegt es sehr wenig.

    Antworten
    • Sylvia sagt:

      Ach ja – und es eignet sich super, um es über schmutzige Sitze in Zügen oder Bussen zu legen, oder zusammengerollt als Kissen, oder….

    • Hi Sylvia, den Tipp mit dem Sarong habe ich jetzt schon mehrmals gehört. Finde ich eigtl. ne sehr gute Idee. Wo hast Du Deinen gekauft?

  14. Klara sagt:

    Eine Hängematte ist für mich auch unverzichtbar! Die Dinger sind erst erste Sahne!
    Ich hätte ich auch noch einen kleinen Tipp für euch, wo ich zum Beispiel meiner Ticket To The Moon Hängematte sehr günstig bekommen habe: haengemattenshop.com
    Liebe Grüße!

    Antworten
  15. Marko sagt:

    ein wirklich schöner Artikel! Nur was ich zu den Kameras noch loswerden möchte:
    Wenn man wirklich lange abseits der Zivilisation unterwegs ist, bietet eine Spiegelreflex einen unschlagbaren Vorteil, der hier nicht erwähnt wird. Die Akkulaufzeit! Display, elektrischer Sucher, teilweise automatischer Zoom etc kosten wahnsinnig viel Strom. Und manchmal kann es einen gewaltigen Unterschied machen, ob der Akku für (unter optimalen Bedingungen) 300 oder 1000 Fotos ausgelegt ist.

    Danke für deinen tollen Blog.

    Antworten
    • Hi Marko, die Akkulaufzeit ist bei DSLRs wirklich unschlagbar. Fotografen, die auf Mirrorless umsteigen kaufen oft noch einen ganzen Pack Akkus dazu.

      Ich habe für meine kleine G7X auch nen Ersatzakku, bei meiner DSLR war das früher nie notwendig.

  16. Rudy Drees sagt:

    Hallo Florian Habe heute all die schoenen Photos in deinen Spiegel online Artikel bewundert.Waere nett,wenn du uns die locations dazu noch mitteilst.Benjamin Franklin hat recht,oder.

    Antworten
    • Hi Rudy, die Bilder von SPON findest Du auch in meinen Reise-Kalendern für 2016

      Also gut, eine Aufschlüsselung für den SPON Artikel Abenteuer Langzeittrip: 20 Erkenntnisse eines Weltreisenden
      1. Eduardo Avaroa NP, Bolivien
      2. Salar Uyuni, Bolivien
      3. Langtang, Nepal
      4. Gosainkunda, Nepal
      5. Annapurna, Nepal
      6. Tiger Cave Temple, Krabi, Thailand
      7. „Airport Beach“, Phuket, Thailand
      8. Poten Tempel, Bromo-Tengger NP, Java, Indonesien
      9. Machu Picchu, Peru
      10. Eduardo Avaroa NP, Bolivien
      11. bei Chiang Mai, Thailand
      12. Ella, Sri Lanka
      13. bei Orkhon Wasserfall, Mongolei
      14. Sajama NP, Bolivien
      15. Eduardo Avaroa NP, Bolivien
      16. Phuket, Thailand
      17. Semi-Gobi, Mongolei
      18. Borobudur, Java, Indonesien
      19. Ko Mak/Ko Jum, Thailand
      20. Chiang Mai, Thailand

      Und ja: Benjaming Franklin wusste da was.

  17. steffen kreusch sagt:

    hallo,
    klasse blog, wo wir uns nicht einig werden ist die kamera, auf meine dslr möchte ich ungern verzichten, auch wenn mir diese hin und wieder schon lästig wurde ( das ist wie mit riesigen geländewagen für die Stadt, braucht keiner sieht aber geil aus ). Was ich klasse finde ist der Tipp Wanderschuhe weg zu lassen, ich selber trage mittlerweile Barfußschuhe und finde das diese schuhe den bedarf zu 95% abdecken, nur nässe ist nicht vorteilhaft, da hilft nur noch barfuß laufen ;)

    mfg steffen

    Antworten
    • Hi Steffen,

      über Kamera-Größen habe ich mich erst mit den beiden von 22 Places unterhalten. Ja, die kleine Kamera macht nicht viel her und diese Unauffälligkeit hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Wenn Du so richtig das „Fotografen-Feeling“ erleben willst, ist ne Kamera im Handyformat vielleicht nicht das Richtige.

      Ne DSLR oder Mirrorless mit Kit-Objektiv ist halt nicht besser als ne Canon G7X mit 300g und Faulheit siegt bei mir! ;)

      Barfußschuhe sind top! Aber ich kam auch schon von ner ganztägigen Bergwanderung mit Barfußschuhen zurück und konnte dann erstmal 3 Tage nicht auftreten. ;)

    • nidlana sagt:

      die sache ist halt, dass ne dslr erst deutliche vorteile bringt mit ordentlichen linsen, die ja dann meist nochmal so viel oder mehr viel wie der body kosten. mit minderwertigen linsen (oder ohne entsprechende skills) sehe ich keine vorteile einer dslr per se.

      von daher ist die entscheidung eher zwischen
      0. gar keine kamera oder smartphone
      1. geringwertige smartphone cam oder billigkamera
      2. höherwertige smartphone cam oder günstige kompaktkamera oder dslr mit minderwertigem objektiv/en
      3. hochwertige komptaktkamera oder dslr mit minderwertigem objektiv/en
      4. dslr mit hochwerrtigen objektiven

  18. Sirf sagt:

    Smartphone hin oder her. Sicher gewöhnt man sich auch mit dem Smartphone dinge an, die früher locker ohne gingen.

    Ich finde nicht, dass man überall erreichbar sein muss und dann noch dauernd aufs Smartphone schauen aus Gründen. Das mache ich zu Hause auch nicht.

    Aber ich finde es ist praktischer/stressfreier etwa mit anderen Reisenden in Kontakt zu treten, um sich etwa zu verabreden, über WhatsApp & Co. als über Email oder gar nicht.
    Ich habe auch schon Tauchtrips schnell von unterwegs per Whatsapp gebucht. Und natürlich Kontakt mit zu Hause halten, finde ich jetzt auch nicht soo doof.

    Emails mit Buchungen oder Buchungsbestätigungen von Hotels, Airlines etc. per Smartphone empfangen und verschicken, finde ich auch praktischer als mit Notebook, wenn man gerade unterwegs ist.

    Außerdem habe ich mit Google Maps etc. schon einige Male das Taxi gespart und mal ehrlich, finde ich es auch nach 18 Stunden Bus angebracht mal ne halbe Stunde zu laufen als auch noch im Taxi zu sitzen. Und zudem ist mir aufgefallen, dass viele Strecken, die man sonst mit Tuk Tuk und Co zurücklegt in deutlich weniger als 30 Minuten zu laufen sind.

    Dann wäre da noch die Sache mit der IP-Telefonie, z.B. MobileVoip. Damit kann man sehr günstig in viele Länder telefonieren.

    Ich schreibe jetzt schon viel zu viel und vermutlich lässt sich alles wegdiskutieren. Ich wollte nur drauf hinaus, dass es auch diverse produktive Einsatzgebiete für Smartphones gibt und nicht nur krankhafter Zwang in Kontakt zu bleiben und auf Facebook Leute zu stalken.

    Digitaler Detox schön und gut. Wenn ich mal ne Woche oder drei in der Wildnis bin, oder auch sonstwo. Aber auf ner mehrmonatigen Reise, weiß ich nicht, ob das so hilfreich ist.

    Just my 2 Cents…

    cooler Artikel übrigens!! Gibt mir viel auf und wird mir viel nützen, denke ich. Ich reise zwar auch schon die letzten Jahre mit Handgepäck, aber sehr amateurhaft, wie ich hier feststelle.

    Antworten
  19. Haereus sagt:

    Flo, du tätest demnach z.B. den Lowe Alpine – Attack 35+10 empfehlen. Also nur um mal klarzustellen. Der Hauptsrucksack bleibt mit Erweiterung unter 50L oder? Damit er auch als Handgepäck durchgeht…

    ICh bin bisher mit nem Mamut 30er Rucksack gereist aber hab den Daypack vergessen.
    Bis zu 15 Liter mehr (zB mit dem Attack 35+10) erscheint mir gut. So wie ich es verstehe habt ihr ja auch keine größeren Rucksäcke und seid zufrieden damit…

    Antworten
    • Ich finde gar nicht, dass das Maximalvolumen des Rucksacks so wichtig ist, eher die Bauart. Ein 60 Liter Rucksack, der sich mit Riemen usw. gut anpassen lässt kann durchaus besser als Handgepäck geeignet sein, als ein 35 Liter.

      Der Maßstab ist ja nicht das Maximalvolumen sondern Dimensionen und Gewicht. Nach IATA sind die Hangepäcksdimensionen 55-35-20 cm, wobei das noch nie kontrolliert wurde.

      Bei meinem 50 Liter Rucksack nutze ich ca. 80% und das reicht völlig.

  20. Radko sagt:

    Wird das Personal Item in der Praxis von jeder Airline akzeptiert? Auf skyscanner.net steht z.B., dass es da Unterschiede zwischen den Airlines gibt. https://www.skyscanner.net/news/cabin-luggage-guide-hand-baggage-sizes-and-weight-restrictions

    Antworten
    • In der Praxis hatte ich mit dem Personal Item noch keine Probleme. Am Check In wird das nicht hinterfragt und den Stewardessen ist das sowas von egal, so lange du alles schön unter dem Sitz oder überm Kopf verstaust.

      Mein Carry-On wurde auch noch nie gewogen, außer einmal bei Wow Air. Da hatte ich zum Glück vorher recherchiert, was bei denen Praxis ist und war vorbereitet mit allem extra Gewicht in den Jackentaschen…

      Blanko-Garantien gibt es leider keine und es kann theoretisch von Airline zu Airline verschieden gehandhabt werden und Regeln können sich auch ändern, z.B. bei Jetstar.

      Trotzdem, ich behaupte mit 10kg Gepäck bist du im grünen Bereich.

    • Hans A. Timnet sagt:

      Hi Florian!
      Ich bin begeistert von der Möglichkeit mit leichtem Gepäck zu reisen, wie du es hier beschreibst. Ich habe nur Probleme den „richtigen“ Rucksack zu wählen. Du schreibst dazu unter anderem „Rucksäcke sind flexibel und Du bekommst jeden 50l Rucksack auf Handgepäck Größe“. Wie ist das zu verstehen? Ich schaue nach den Maßangaben der Händler/Hersteller und verzweifle fast. Viele Rucksäcke mit 50 Litern und auch unter 50 Liter Volumen sind danach deutlich über den Grenzen für Handgepäck. So hat z.b der Lowe Alpine Attack 35 laut https://lowealpine.com/uk/alpine-attack-35-45-3 die Maße 65 x 32 x 31cm. Ich denke mal gerade in der Höhe dürfte sich dich Flexibilität doch in Grenzen halten, wenn es ein Rucksack mit Rückenplatte und evtl. Versteifungen ist.

    • Hi Hans,

      mit Rückenplatte hast Du sicher recht, wobei die ja nur einen Teil der Rückenfläche einnimmt, oder? Ich bin sehr zuversichtlich, dass du den Lowe Alpine 35l als Handgepäck verwenden kannst. Am besten natürlich einmal im Fachhandel anschauen, z.B. in der nächsten Globetrotter-Filiale (ein Erlebnis).

      Ich würde aber auf aufwendige Polsterung und Tragekonstruktion verzichten. Dadurch, dass die ein hohes Eigengewicht haben lohnt sich das imho erst ab höheren Gewichten, d.h. für Trekking mit Zelt, Schlafsack usw. im Bereich von 15-20kg. Wenn der Rucksack schon 2-3 kg wiegt ist er nicht gut fürs Handgepäck geeignet.

      Ich selbst habe einen Minimalrucksack, d.h. ohne aufwendige Tragekonstruktion und nur mit einer Mini-Isomatte als Polsterung. Bei den Gewichten von denen wir hier reden, also 10 kg und weniger ist das völlig ausreichend und ich trage den ohne Probleme mehrere Stunden auf dem Buckel. Es passiert ja gar nicht so oft, dass du als Indidivudalreisender wirklich mit dem Rucksack länger als 30 Minuten läufst.

      Wenn Du keine aufwendige Isolierung hast, ist der Rucksack natürlich auch viel besser in den Dimensionen verstellbar, vor allem in der Höhe. Ich kann meinen Rucksack extrem dünn und hoch einstellen, z.B. für Busse in Südamerika mit extrem engen Overhead-Gepäckfächern oder niedriger und breiter für Handgepäck.

      Du musst das auch nicht ganz so genau nehmen mit den 55x35x25cm. Mein Rucksack wurde noch nie gewogen oder kontrolliert und ich fliege nicht wenig und meistens mit Billigfliegern. Wenn der Rucksack bei einem flüchtigen Blick nicht zu groß wirkt, reicht das. Und in den Overhead-Bereich im Flugzeug muss er gut passen, aber das ist wenn überhaupt nur in Propellermaschinen ein Problem.

  21. Hans A. Timnet sagt:

    Danke dir für die schnelle Antwort. Sehr beruhigend. Ich war im Globetrotter und konnte da den Lowe Alpine 35er Rucksack anschauen und sogar probetragen – und zwar ordentlich bepackt. Der hat mir aber nicht so zugesagt. Ich habe jetzt mal den ÜLA CDT bestellt. Mit dem werde ich es wohl versuchen. Werde den nächste Woche mal bei eurowings testen. ;)

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