Fotografie für Neu-Einsteiger: Die Belichtungskorrektur (+/-)

Du willst als blutiger Einsteiger besser fotografieren, ohne viel Kameratechnik zu lernen? Eine der einfachsten und wichtigsten Kameraeinstellungen ist die Belichtungskorrektur.

unterbelichtet - richtig belichtet - überbelichtet (v.l.n.r)

Es gibt viele Tipps und Tricks zum Fotografieren und die wenigsten davon haben mit Kameratechnik zu tun.

Nur wenige Probleme mit deinen Fotos sind technischer Natur. Falscher Fokus und falsche Belichtung sind wahrscheinlich die häufigsten Fehler mit modernen Kameras.

Unterbelichtung heißt zu dunkle Bilder und schwarze, farblose Schatten. Oft kannst du unterbelichtete Bilder noch in der Nachbearbeitung retten. Wegen der schlechteren Bildqualität ist das aber nur eine Notfallmaßnahme.

Überbelichtung heißt zu helle Bilder und weiße, farblose Lichter. Überbelichtete Bilder kannst du nur selten in der Nachbearbeitung retten. Die weißen Flecken bleiben weiß oder grau und stören das ganze Bild.

Besonders abschreckend sind überbelichtete Himmel, wenn alle Farbinformationen im Himmel verloren sind. Macht ein weißer Himmel mehr als nur wenige Prozent vom Bild aus, gehört das Foto in den Papierkorb.

Überbelichtung und Unterbelichtung vermeidest du ganz einfach mit der Belichtungskorrektur an deiner Digitalkamera oder an deinem Smartphone.

Wenn du nur eine technische Funktion an deiner Kamera lernen willst, sollte es die Belichtungskorrektur sein.

Dieser Artikel ist für blutige Anfänger gedacht, wird aber gegen Ende recht fortgeschritten, spätestens ab dem Graphen. Lies so weit, wie du mitkommst.

Das Belichtungskorrektur-Wählrad von (-3) bis (+3)

Kameraeinstellung Belichtungskorrektur (+/-)

Die Belichtungskorrektur ist dein Feedback an die Kamera im Automatik- und Halbautomatikmodus. Du sagst der Kamera „Die automatischen Einstellungen passen ganz gut, aber bitte etwas dunkler/heller“.

Die meisten Digitalkameras haben ein Wählrad für die Belichtungskorrektur (+/-). Ansonsten kannst du eventuell eine Taste mit der Belichtungskorrektur belegen oder musst zur Not über das Menü gehen.

Für ein dunkleres Bild mit weniger Überbelichtung, nimm einen negativen Wert. Für ein helleres Bild mit weniger Unterbelichtung, nimm einen positiven Wert.

(-1) heißt das Bild ist nur noch halb so hell, (+1) das Bild ist doppelt so hell. Das ist ein krasser Unterschied. Meistens reichen 1 bis 2 Drittel von einer Verdopplung. Fast alle Digitalkameras haben Drittelwerte als Anschläge.

Meistens wirst du auf Negativwerte gehen. An bewölkten Tagen oder im Schnee kann es gerade bei älteren Kameras gut passieren, daß du dauerhaft mit (-2/3) fotografieren musst um Überbelichtung zu vermeiden.

Nutze den Bildschirm in der Nachschau

Digital Fotografieren mit dem Bildschirm

Digital Fotografieren heißt nicht einfach auf den Auslöser drücken und weitergehen. Schau sofort auf dem Bildschirm nach, ob das Foto in Ordnung ist.

Passt die Belichtung? Passen Fokus, Bildrauschen und Weißabgleich? Wenn nicht musst du dem Automatikmodus etwas nachhelfen und das Foto noch einmal machen.

Diese Feedback-Schleife ist der große Vorteil von Digitalkameras:

  1. Foto machen
  2. Bildschirm anschauen
  3. Wenn über-/unterbelichtet mit (+/-) 1 oder 2 Anschläge korrigieren und zurück zu 1)
  4. Fertig!

Diese 4 Schritte klingen sehr einfach und das sind sie auch. Trotzdem kontrollieren viele Fotografie-Anfänger ihre Bilder nicht ausreichend. Wenn du Fehler erst daheim siehst, ist es zu spät.

Manche Fehler kannst du auch in der Nachbearbeitung beheben, aber es dauert wahrscheinlich dreimal so lange und führt zu einem schlechteren Ergebnis. Mach es lieber vor Ort richtig.

Anzeige Überbelichtung und Unterbelichtung

Anzeige zu Unter- und Überbelichtung

Um schnell herauszufinden, ob und wieviel vom Foto überbelichtet ist, haben Kameras eine spezielle Überbelichtungswarnung, siehe animiertes Bild oben. Alle überbelichteten Stellen im Bild blinken in der Nachschau weiß.

Manche Kameras zeigen auch die unterbelichteten Stellen im Bild an, die blinken meistens schwarz. Generell findet das menschliche Auge Überbelichtung viel schlimmer als Unterbelichtung.

Üblicherweise kannst du mit dem Knopf „Disp“ oder „Info“ zu dieser „Highlights“-Anzeige wechseln. Eventuell musst du mehrmals weiterdrücken, bis du den richtigen Bildschirm hast.

Bei manchen Kameras wird die Überbelichtungswarnung unverständlicherweise nur in einem briefmarkengroßen Thumbnail angezeigt. Wirklich nervig. Ich schau Euch an, Canon und Sony!

Mach das Foto spätestens dann neu, wenn mehr als 5% weiß blinken, also überbelichtet sind. Bei der Unterbelichtung hast du mehr Spielraum.

R, G und B Histogramme in der Nachschau

Unter- und Überbelichtung im Histogramm

Profis verwenden das Histogramm um Überbelichtung festzustellen. Den lustigen Balken-Graphen hast du bestimmt schon beim Durchklicken des „Disp“ oder „Info“ Knopfes gesehen.

Im Histogramm siehst du die Häufigkeiten für verschiedene Tonwerte. Ganz links sind die Schwarztöne, ganz rechts die Weißtöne und dazwischen die Tiefen, Mitteltöne und Lichter.

Wenn es einen Ausschlag bei den Weißtönen ganz rechts am Histogramm gibt, dann hast du überbelichtete Stellen. Wenn das eine krasse Hockeyschlägerkurve ist, mach das Foto lieber neu. Analog läuft es mit der Unterbelichtung.

Wenn du es ganz genau wissen willst, musst du die Histogramme aller drei Farbkanäle Rot, Grün und Blau einzeln betrachten. Auch wenn das zusammengesetzte Histogramm richtig belichtet aussieht können einzelne Farbkanäle trotzdem überbelichtet sein und ihre Farbwerte verlieren.

Bei Reisen-Fotografie findest du mehr Infos zum Histogramm mit vielen Beispielen auch zu Über- und Unterbelichtung.

Dynamikbereich Kameras nach Sensorgröße

Dynamikbereich von Digitalkameras

Dynamikbereich oder Kontrastumfang bezeichnet den maximalen Unterschied zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Punkt in einer Szene, die gerade noch von der Kamera aufgenommen werden können.

Angeblich haben digitale Kameras einen viel kleineren Dynamikbereich als das menschliche Auge. Das stimmt aber nicht mehr. Top Digitalkameras schaffen heute 13 bis 14 Blendenstufen und das Auge ebenfalls ungefähr 13 bis 14 Blendenstufen.

Augen verwenden aber zusätzlich einen „Automatikmodus“. Du schaust von Moment zu Moment immer nur auf einen kleinen Teil des Sichtfeldes. Die Iris passt sich sofort an die Helligkeit an und das Gehirn setzt das Gesamtbild zusammen wie ein HDR.

Aber auch bei Digitalkameras gibt es Unterschiede im Dynamikbereich, je nach Sensorgröße. Laut DXOMark schaffen aktuelle Sensoren etwa folgende Kontrastumfänge:

  • CF 1,0 – DR 14,0 eV: z.B. Sony A7/A9, Nikon D5/D850, Canon 1D/6D
  • CF 1,5 – DR 13,5 eV: z.B. Nikon D3400/D5600/D7500, Sony A5100/A6500, Fuji X
  • CF 1,6 – DR 13,0 eV: z.B. Canon M6/M100, Canon 7D/80D/200D/760D/1200D
  • CF 2,0 – DR 12,5 eV: z.B. Olympus E-M1/E-M5/EM10/PEN, Panasonic GM5/GH5/GX8
  • CF 2,7 – DR 12,5 eV: z.B. Canon G7X, Sony RX100/RX10, Panasonic LX10/FZ2000
  • CF 6,0 – DR 11,0 eV: z.B. Actioncam, Drohne, aktuellste Smartphones

(Stand Januar 2018)

1 eV ist eine Verdopplung der Helligkeit. Das sind Werte für den Basis-ISO, also den kleinstmöglichen ISO. Je höher der ISO, desto geringer der Dynamikumfang. Versuche den ISO deshalb so klein wie möglich zu wählen.

Wie die Werte zeigen kommen Kameras mit kleineren Sensoren und erst recht Smartphones und Actioncams bei kontrastreichen Szenen an ihr Limit. Du hast ein entweder unter- oder überbelichtetes Bild und kannst eigentlich gar nicht richtig belichten.

Da hilft dann nur noch die Erhöhung des Dynamikbereichs durch eine Belichtungsserie mit z.B. (-2,0,+2). Zusammensetzen kannst du drei Einzelbilder mit einer Belichtungsfusion bzw. Pseudo HDR. Das ist eine realistische Variante der HDR-Fotografie ohne Tone-Mapping.

Dynamikbereicherweiterung mit Pseudo HDR

Automatik, Halbautomatik und manueller Modus

Die Belichtungskorrektur ist keine Magie. Sie muss sich an die Physik halten, also das Belichtungsdreieck befolgen. Deswegen funktioniert sie nur in einem automatischen oder halbautomatischen Modus.

Wenn du alle drei Belichtungswerte ISO, Blende und Belichtungszeit manuell wählst, hat die Belichtungskorrektur keinen Spielraum zu korrigieren und wird zwangsläufig funktionslos.

Im vollautomatischen Modus entscheidet die Kamera selbst, wie sie die Belichtungskorrektur umsetzt. Sie kann entweder an ISO, Blende oder Belichtungszeit regeln oder an allen dreien zusammen.

Im Prioritäten-Modus setzt du ISO, Blende oder Belichtungszeit fest und lässt die anderen beiden Werte von der Kamera entscheiden. Die Kamera teilt auch die Belichtungskorrektur auf diese zwei Werte auf.

In der Blendenautomatik, Zeitautomatik oder ISO-Automatik legst du zwei von drei Werten manuell fest. Die Kamera hat dann nur noch einen Wert um die Belichtungskorrektur umzusetzen.

Du kannst diesen dritten Wert also direkt über die Belichtungskorrektur steuern. So wird aus den drei Halbautomatiken ein smarter manueller Modus. Smart deshalb, weil er relativ zu den Vorschlägen der Kamera arbeitet.

In meinem eigenen Artikel dazu findest du alle Infos und Vorteile vom smarten manuellen Modus.

Für RAW-Daten gelten andere Belichtungs-Regeln

Belichtung im RAW-Format mit ETTR

Alle Infos in diesem Artikel beziehen sich auf die Belichtung im JPEG-Format. Um die Vorteile des RAW-Formats auszuspielen musst du eigentlich anders belichten als im JPEG-Format.

Beim Belichten von JPEG ist das Ziel ein ausgeglichenes Histogramm. Die optimierte Art RAW zu belichten steckt stattdessen möglichst viele Informationen in die Lichter, also rechts im Histogramm. Eingedeutscht heißt diese Methode Expose to the Right (ETTR).

Begründung dafür sind Photonenrauschen und die Linearität von Sensordaten. Für die Schatten stehen in einer RAW-Datei nur sehr wenige Bildinformationen zur Verfügung und das Grundrauschen schadet zusätzlich. Mit ETTR rettest du die Bildaten in die informationsreichen Lichter.

Ausführlich erklärt Tobias Gawrisch die ETTR-Methode. In der Praxis scheint diese Technik aus den ersten Tagen der Digitalkameras aber mit modernen Kameras kaum noch relevant zu sein.

Die Histogramme gelten übrigens ebenfalls nur für JPEG-Dateien. Es kann passieren, daß du aus der RAW-Datei noch mehr retten kannst als das JPEG-Histogramm vermuten lässt. Bei modernen Kameras mit aktivierter Dynamikbereich-Optimisierung sind die Unterschiede aber vernachlässigbar.

Nutzt du die Belichtungskorrektur schon?

Beitrags-Historie
16.01.2013: Veröffentlichung
31.12.2017: Rundum aktualisiert

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Dieser Beitrag hat 14 Kommentare

  1. Danke für den Artikel, ziemlich erhellend aber ich habe trotzdem noch so meine theoretischen Fragen dazu. Als ich Fotografieren gelernt habe mit einer Nikon D50 gabs keine Belichtungskorrektur. Meine Fuji X-E1 hatte so ein Rad, aber ich ging immer davon aus, dass das nur eine rein digitale Veränderung ist. Da ich da Purist bin, dachte ich, ich kann die Belichtung genauso gut später in Lightroom hochziehen oder absenken und habe dabei mehr Kontrolle. Vor Ort mache ich dann alles über Physik (Belichtungsdreieck).

    Durch deinen Artikel verstehe ich das alles etwas besser, aber ich sehe als fortgeschrittener Fotograf darin nicht so Recht den Vorteil. Angenommen ich lege Blende und ISO fest, dann kann ich die Zeit frei wählen. Genauso könnte ich mit der Belichtungskorrektur arbeiten, die dann aber auch „nur“ die Zeit verändert. Was ist also genau der Vorteil daran die Belichtungskorrektur zu nutzen? Priorisiert die Belichtungskorrektur irgendeinen Wert, wenn ich im Automatikmodus bin? Oder ist das tatsächlich eher an Einsteiger gerichtet?

    1. Die Belichtungskorrektur ist nicht das gleiche, wie ein Aufhellen oder Abdunkeln in der Nachbearbeitung. Du beeinflusst damit bei der Aufnahme die Belichtungseinstellungen, also das Belichtungsdreieck. Wenn du die Belichtung in deinen Worten „physikalisch“ triffst, hast du eine bessere Bildqualität, als durch eine Nachbearbeitung.

      Der große Vorteil der Belichtungskorrektur gegenüber manuellen Modi ist die Geschwindigkeit und Flexibilität. Du kannst ISO und Belichtungszeit auf Auto lassen. Wenn dir ein Bild nicht richtig belichtet erscheint, regelst du über die Belichtungskorrektur nach. Das ist ist viel schneller als die richtigen Belichtungswerte manuell einzustellen.

      Es ist ja so, dass du selbst in derselben Szene große Unterschiede bei den Belichtungseinstellungen hast. Zeitlich, also es zieht z.B. ne Wolke vorbei oder lokal, also du willst einen Ausschnitt belichten, der das Sonnenlicht stärker reflektiert. Mit dem manuellen Modus musst du ständig nachregeln. Mit der Belichtungskorrektur kannst du das die Automatiken der Kamera machen lassen und behältst trotzdem volle manuelle Kontrolle.

      Ich hab noch nen ausführlichen Artikel zum smarten manuellen Modus, der sich an Fortgeschrittene richtet.

  2. Schöner Artikel. Danke dafür.

    Die Behauptung, dass moderne Kameras, die 13-14 Blendenstufen im Dynamikumfang schaffen, mit dem menschlichen Auge gleichziehen, halte ich allerdings für ambitioniert. Meines Wissens nach erreicht das menschliche Auge – ohne Gegenlicht – etwa 20 Stops. Kombiniert mit der „Erinnerungsleistung“ des Gehirns, sind es sogar noch mehr (manche Wissenschaftler gehen sogar von rund 30 Stops aus). Moderne Kameras dagegen erreichen, wie du schon richtig schreibst, nur im niedrigsten ISO Bereich überhaupt diesen angegebenen, maximalen Dynamikumfang. Ich denke also, das menschliche Auge wird noch eine ganze Weile überlegen bleiben.

    Bezüglich deiner „Feedback-Schleife“ zur Über- und Unterbelichtung habe ich auch noch einen Tipp: Einfach die Serienbildaufnahme nutzen und jeweils +/- 1-2 Stops fotografieren. Geht deutlich schneller als die Feedback-Schleife mehrmals zu durchlaufen. Kombiniert mit dem RAW Modus ist das passende Bild dann in der Regel immer dabei und kann bequem daheim am Monitor ausgewählt oder gar noch weiter korrigiert werden. Spart meiner Erfahrung nach einfach Zeit beim Fotografieren auf Reisen.

    1. Das mit dem menschlichen Auge ist zugegeben umstritten. Sowas lässt sich kaum messen und ein Großteil des „Sehens“ findet im Gehirn statt. Wenn man nicht darauf achtet, fällt der limitierte Dynamikumfang ja gar nicht auf, so schnell passt sich das Auge an.

      Mehr Dynamikbereich ist auf jeden Fall besser, selbst bei der besten Digitalkamera ;)

  3. Sehr hilfreicher Artikel vor allem für Anfänger wie mich.

    Hast du auch Tips zu Fotografieren von stark unterschiedlich belichteten Orten wie etwa Höhlen?

    Höhlen sind ja eher unterbelichtet aber an einzelnen Stellen durch starke Lichtquellen dort dann überbelichtet oder?

    1. Bei kontrastreichen Orten wie Höhlen hilft nur HDR. Das kriegste selbst mit einer Vollformatkamera nicht in einer Ablichtung hin, außer du stehst auf krasses Rauschen in den Schatten. D.h. du musst 3 oder mehr Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungen machen. (meistens +/-2 EV)

      HDR wird von vielen Fotografen abgelehnt, weil man schnell bei unrealistischen Fantasiebildern ist, die wie schonmal gegessen ausschauen. Das muss aber nicht sein, selbst im Batch-Modus nicht.

      Ich nutze eine spezielle HDR-Technik namens Enfuse, die anders als Tonemapping fast immer realistisch wirkt und viele andere Vorteile gegenüber Tonemapping hat, z.B. Rauschreduzierung statt Rauschverstärkung.

      Als Freeware ist Enfuse bei der Hugin Panorama Software dabei (auch als Batch-Droplet) und ich war viele Jahre damit zufrieden. Vor wenigen Monaten bin ich aber auf das Enfuse in Photomatix Pro umgestiegen. Das bietet doch um einiges mehr Möglichkeiten und das Deghosting ist ein Segen.

      Ich versuch immer noch die Photomatix Optionen auszuloten und werde in etwa 4 Wochen einen Artikel dazu schreiben. HDR ist eine wichtige Technik, die jeder Fotograf im Repertoire haben sollte, v.a. wenn man keine Vollformatkamera hat.

      P.S.
      Andere Fotografen lehnen HDR und andere Multi-Shot-Techniken ab, weil sie die Bilder „unbearbeitet“ haben wollen. Dann dürfen sie aber gar keine Digitalkameras verwenden. Selbst Out Of Camera brauchste Bayer-Interpolation, Tonemapping, Schärfen, usw…

    2. Danke für die ausführliche Antwort. Das hilft mir sehr weiter.

  4. So kann mans auch machen. Aber wie ich mich kenne, vergesse ich den AF wieder anzuschalten vor dem nächsten Foto.

  5. Guter Punkt, den strukturierten Himmel vergisst man leicht beim Fotografieren. Was mir oft hilft ist dieser Trick:

    – Objekt scharf stellen (auto)
    – Fokus auf Manuell schalten (kleiner Schalter an Objektiv)
    – gewünschtes Licht messen (z.B. hellen Bereich), Auslöser andrücken
    – Bildausschnitt wählen, abdrücken

    Funktioniert gut bei Gegenlicht, Sonnenuntergang oder Mittagssonne. So kann man die Automatik der Kamera ein wenig austricksen.

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