Die 20 schönsten Orte aus 6 Jahren Weltreise

Welche sind die schönsten Orte der Welt? Hier sind meine 20 Reiseziel-Empfehlungen aus 6 Jahren Weltreise.

Ich reise seit mehr als 6 Jahren um die Welt. Habe ich bald alle Länder besucht? Ne ne, das wird nie passieren. ;)

Viele Reisende haben ihre persönlichen Lieblingsorte, zu denen sie immer wieder gerne zurückkehren. Das ist auch nicht schlimm. Sie wissen eben, was sie mögen.

Mir geht es ganz genauso. Wenn ich mich einmal in einen Ort verliebt habe, bekomme ich schnell Fernweh danach. Oder ist das dann Heimweh?

Ein weiterer Grund, warum ich nie alle Länder besuchen werde: Je länger du reist, desto langsamer wirst du.

Meine ersten beiden Reisejahre waren noch eine halsbrecherische Weltreise. Mittlerweile denke ich in Wochen und Monaten, nicht in Tagen. Aber wie heißt es so schön:

„Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen.“

Vielleicht kannst du ja von meinen Beobachtungen auf Langsamreise profitieren.

Hier sind meine 20 schönsten Orte der Welt sortiert nach

  • schönste Stadt
  • schönstes Land
  • schönstes Gebirge
  • schönster Ort/Region

Die schönsten Inseln und Strände suchst du bei mir vergebens. Ich mag viel lieber Kultur und Natur.

Schönstes Land der Welt

1. Indien

7 Besuche – 174 Tage

Goldener Tempel in Amritsar

Trommler in Madurai

Indien ist das faszinierendste Land der Welt. Nirgendwo anders siehst du eine so große Vielfalt zwischen einsamen Himalaya-Gipfeln, uraltem Welterbe, Paradiesstränden und dem fordernden indischen Chaos. Ein Reiz an Indien ist, daß es eben nicht auf Hochglanz poliert ist.

Das beste an Indien sind seine Bewohner. Die meisten Inder sind neugierig, weltoffen und voller Lebensfreude. Die Bevölkerung ist sehr jung und ich bin sicher die 1,3 Milliarden Inder werden in Zukunft unsere Welt verändern.

Gerade die Menschenmassen können aber auch schnell zu viel werden. Deshalb ist Indien für mich ein ideales Reiseland, aber kein gutes Land zum länger bleiben. Ich kehre aber seit dem ersten Besuch 2011 jedes Jahr zurück. Es ist wie eine Sucht.

Nicht nur Indien, sondern der ganze indische Subkontinent ist interessant. Von Indiens Nachbarländern lohnen sich besonders Nepal und Sri Lanka. Beide sind als „Indien light“ besser für Einsteiger geeignet.

2. Bolivien (mit Südperu)

2 Besuche – 121 Tage

Salzwüste Salar Uyuni

La Paz vom Chacaltaya

Das Herz von Südamerika liegt in der Heimat der Inkas in Bolivien und Südperu. Das Anden-Hochland „Altiplano“ beherbergt tolle Berge und sehenswerte Orte wie Salar Uyuni, Titicaca-See und Machu Picchu.

Die Jeep-Tour durch den Südwesten Boliviens ist mein absolutes Reise-Highlight. In nur 3 Tagen siehst du viele unglaubliche Landschaften zwischen Salzwüste, Vulkanen, Geysiren, heißen Quellen, Lagunen und der Atacama Wüste.

Die bolivianische Hauptstadt La Paz bietet auf 3.600 Meter riesige Märkte und unwirkliche Aussichten im urbanen Andental und im Vallee de la Luna. Auf Tagestouren besuchst du den 5.600 Meter hohen Chacaltaya und auf der Death Road den Regenwald in Coroico auf 1.500 Metern.

Von der Isla del Sol im Titicaca-See aus eroberten die Inkas die Pazifikküste vom heutigen Kolumbien bis Patagonien. Besuche das heilige Tal um Cuzco mit Sacsayhuaman und Ollantaytambo, sowie das „neue Weltwunder“ Machu Picchu.

3. Äthiopien

1 Besuch – 24 Tage

Blauer Nil Wasserfall

Felsenkirche in Lalibela

Das „echte Afrika“ zwischen Sahara und Südafrika wird wenig besucht und ich bin da keine Ausnahme. Aber Äthiopien ist ein afrikanisches Land, das ich unbedingt sehen wollte. Das leckere äthiopische Essen ist Schuld.

Das saure Injera-Brot mit vielen Curries gibt es nur in Äthiopien und dem Bruderland Eritrea. Wie gemacht für Vegetarier sind die vielen fleischlosen Fastentage und Fleischesser können sich an rohem Kitfo probieren. (halb so wild)

Ein Großteil des Landes liegt im grünen Hochland von Afrika. Schau aber auch in die Wüste im Osten und besuche den blauen Nil, den Abfluss des großen Tana Sees. Die Danakil Senke ganz im Norden ist ein einzigartiger Ort.

Abessina ist eine alte Zivilisation und gilt seit dem Fund von Lucy als Wiege der Menschheit. Äthiopien war das dritte christliche Land nach Armenien und Georgien. Die unglaublichen Felsenkirchen von Lalibela zeugen vom tiefen Glauben der Äthiopier.

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4. Italien

22 Besuche – 148 Tage

Manarola in Cinque Terre

Überraschender Ball in Brescia

Das Lieblings-Sommerreiseziel der Deutschen ist auch eines meiner Lieblingsländer. Vor meiner Langzeitreise war ich jedes Jahr mehrmals in Italien, meistens zum Rennradfahren in der Emilia Romana oder Mountainbiken am Gardasee.

Aber nicht nur als Aktiv-Reiseziel ist Italien phänomenal. Cinque Terre, Venedig und Rom sind zu Recht überlaufen. Ebenfalls lohnenswert sind die unbekannten Orte dazwischen, z.B. Brescia, Padova, Mantova oder Vicenza.

In den italienischen Alpen gibt es mehr zu entdecken als die zu Recht beliebten Dolomiten. Turin und seine Umgebung sind wunderschön, insbesondere die Alpentäler Susa und Aosta. Besuche unbedingt die „große Mauer der Alpen“ in Fenestrelle.

Nein, ich war noch nie weiter südlich als Rom, geschweige denn in Neapel oder gar Sizilien. Das Problem mit Süditalien ist, daß du auf dem Weg dorthin so viele tolle Orte entdeckst und spätestens in der Toskana hängenbleibst. ;)

5. Thailand

15 Besuche – 153 Tage

Longtailboot in der Andamanensee

Thailands höchster Berg Doi Inthanon

Thailand gilt als total überlaufen und jenseits seiner touristischen Blüte. Das klingt für mich als Thailandkenner absurd. Im Großteil des Landes bist du als Westler eine Attraktion, weil nur alle paar Tage oder Wochen einer vorbeikommt.

Die meisten Reisenden steuern die immer gleichen Orte im Golf von Thailand und den nördlichen Andamanen an. Inseln wie Ko Phi Phi, Ko Samui und Ko Phuket sind überlaufen. Aber Thailand hat mehr als 200 Inseln und die meisten sind untouristisch.

Auf dem Festland hast du noch viel mehr Auswahl um den Tourbussen zu entkommen. An den Stränden in Nakhon Si Thammarat und Songkhla bist du der einzige Farang und selbst im Postkarten-Paradiese Krabi gibt es noch einsame Flecken.

Auch die beliebten Städte Bangkok und Chiang Mai sind größtenteils untouristisch. Nur 5 Minuten vom Touristenviertel Khao San Road bist du im echten Bangkok. In die Naturparadiese Isaan und den wilden Westen von Thailand verirren sich sowieso kaum Touristen.

Schönste Stadt der Welt

1. Bangkok

15 Besuche – 530 Tage

Königspalast und Skyline

Talad Rot Fai Nachtmarkt

Beim ersten Besuch habe ich die Hauptstadt von Thailand gar nicht gemocht. Zu laut, zu hektisch, zu groß, zu modern, zu unfreundlich. Aber dann kam alles anders. Seit mehreren Jahren ist die Metropole meine Homebase und Lieblingsstadt.

Bangkok ist die meistbesuchte Stadt der Welt und gilt trotzdem als Moloch. Wenn du aber unter die Oberfläche schaust, findest du eine vielschichtige und sich immer wieder neu erfindende Metropole.

Thailands Metropole ist eine der abwechslungsreichsten Städte der Welt. Vom Weltkulturerbe am Fluss in der Altstadt sind es wenige Kilometer zu den Wolkenkratzern und Shopping Malls der glitzernden Innenstadt. Das Essen ist bekanntermaßen superlecker.

Mehr als 555 Dinge kannst du in Bangkok machen und das Preisniveau ist angenehm günstig. Wird die Stadt doch einmal langweilig oder zu viel? Ganz Zentralthailand liegt vor der Haustür mit Nationalparks, Stränden, kleinen Dörfern und alten Hauptstädten.

2. Hongkong

1 Besuch – 9 Tage

Nan Lian Garden

Tempel der 1.000 Buddhas

Daß Hongkong eine wunderbare Metropole ist, ist keine Überraschung. Man hört eigentlich nur Gutes von der kantonesischen Großstadt. Spätestens die bekannte vierminütige Hongkong-Sequenz aus dem Anime Ghost in the Shell macht Lust auf die Megastadt.

Aber Hongkong ist nicht nur Großstadtdschungel, ganz im Gegenteil. Ich kenne keine andere Metropole in der du so einfach und schnell wahlweise mitten in der Natur oder am Strand bist. Wir haben zum Beispiel den Dragons Back Hike auf Hongkong Island gemacht, ca. 20 Minuten Busfahrt von der Innenstadt.

Apropos Bus, Hongkong hat das was in Bangkok fehlt: Einen brauchbaren Nahverkehr. Die MTR fährt fast überallhin und wenn nicht gibt es verlässliche Busse und das alles recht günstig. Außer Transport ist Hongkong aber leider extrem teuer und du bekommst wahrscheinlich eine Schuhschachtel zum übernachten.

Trotzdem, ein Besuch lohnt sich und ein zweiter garantiert auch. Wegen der hohen Kosten wird es wahrscheinlich bei Kurzbesuchen bleiben. Aber selbst in 9 Tagen kannst du 99 supercoole Dinge erleben und ein Gefühl für Hongkong bekommen.

3. Istanbul

1 Besuch – 35 Tage

Hagia Sophia und blaue Moschee vom Galataturm

Cays vorm Leanderturm in Üsküdar

Die Stadt auf zwei Kontinenten hat eine lange Geschichte und ist heute die größte Stadt Europas. Istanbul war schon vor 2.000 Jahren als Byzanz und dann Konstantinopel (Ostrom) eine der größten und einflussreichsten Städte der Welt.

Europäische Städte sind ja oft recht austauschbar. Aber in Istanbul findest du neben europäischer Kultur und Geschichte auch viele Einflüsse aus Tausendundeiner Nacht. Am Bosporus trifft schon seit Jahrtausenden der Westen den Osten.

Die Aussicht an der Meerenge ist großartig, egal ob du vom europäischen Galata-Turm oder von der asiatischen Üsküdar-Promenade schaust. Auch vom Gemüt liegt Istanbul am Mittelmeer. Abends wirkt Kadiköy mediterraner als Rom oder Barcelona.

Türkisches Essen ist weit mehr als Döner, Köfte und Lahmacun. In den Lokantas brauchst du Wochen um alle Gerichte zu probieren und dann musst du dich noch durch die „Büfes“ und das Streetfood essen. Istanbul ist nicht nur beim Essen günstiger als viele andere Städte in Europa.

4. Los Angeles

3 Besuche – 11 Tage

Downtown Los Angeles vom Getty Center

Wanderung zur "Bridge to Nowhere", San Gabriel Mountains

Großstädte müssen abwechslungsreich sein und Los Angeles bietet mehr Vielfalt als die meisten Städte. Daß Kalifornien sehr lebenswert ist, muss ich nicht erklären und das gilt besonders für die Stadt der Engel.

Der Name Los Angeles weist schon auf die mexikanische Kultur hin. Du findest hier aber nicht nur Latinos, sondern auch andere Facetten wie Korea Town, Chinatown, Little Tokyo, Persian Square und das wahrscheinlich größte Thai Town der Welt.

Das heißt natürlich auch, daß du in L.A. fast jedes Gericht der Welt bekommst. L.A. ist auch Hollywood, Beverly Hills, Venice Beach und Mulholland Drive, aber verliebt habe ich mich beim Ausblick vom Getty Center und schon vor dem Besuch beim Lesen von Bukowski.

Ja, der Verkehr ist furchtbar. Aber mit Geduld und einer halbwegs zentralen Lage kannst du dich sogar mit dem Nahverkehr durchschlagen. Um der Stadt zu entfliehen hast du 30 Kilometer Strand direkt vor der Haustür und unzählige Wanderungen in den San Gabriel Mountains.

5. Kuala Lumpur

4 Besuche – 30 Tage

Helipad am Tag, Skybar bei Nacht

Pinke Moschee in Putrajaya

Die größte Stadt von Malaysia gilt als langweilig. Im Vergleich zu fast allen anderen Städten in Südostasien wirkt KL tatsächlich seelenlos. Aber verglichen mit Singapur ist Kuala Lumpur geradezu atmosphärisch und nur ein Drittel so teuer.

Singapurs Hawker Center sind super, aber Kuala Lumpurs Street Food und die Food Street Jalan Alor sind abwechslungsreicher und authentischer. Kuala Lumpur darf sich meinetwegen sogar das kulinarische Podest mit Penang teilen.

Zwischen den Mahlzeiten bist du mit dem chinesischen Riesentempel Thean Hou, dem indischen Tempel Sri Kandaswamy in Little India Brickfields und den Moscheen Wilayah und Negara beschäftigt. Abends locken das Amüsierviertel Bukit Bintang, der Chinatown Nachtmarkt und der Ausblick von der Heli Skybar.

Kuala Lumpur bietet abwechslungsreiche Tagesausflüge wie Batu Caves, Genting Highlands und Putrajaya, die Plan-Hauptstadt von Malaysia. Im Osten und Norden der Stadt bist du schnell in der Natur. Besser als für Reisende eignet sich die Stadt zugegeben für Expats und digitale Nomaden.

Schönstes Gebirge der Welt

1. Alpen

35 Besuche – 172 Tage

Einkehrschwung in den bayrischen Alpen

Sacra San Michele bei Turin

Die Alpen sind das schönste Gebirge der Welt. Unser europäisches Gebirge ist einfach zu bereisen, bietet viel Abwechslung und tolle Aussichten. Das ist nicht nur Heimatliebe, ich habe es mit vielen anderen Gebirgen versucht:

Ich war in den Himalayas, den Anden, den Rockies und den Pyrenäen. Ich habe heilige Berge in China erklettert, bin durch den Ural mit der Transsib gefahren und habe im Hochland von Afrika uralte Kirchen bestaunt.

Das waren alles tolle Erfahrungen, aber die Alpen sind nicht zu toppen. Immer wieder locken mich die Berge in der Mitte von Europa zum Klettersteigen, Mountainbiken oder einfach zum Chillen.

Es ist ziemlich egal was du machst. Selbst die Gondelfahrt auf die Zugspitze, die Seiser Alm in den Dolomiten und der super touristische Gardasee sind beeindruckend. Aber auch weniger bekannte Flecken lohnen sich.

2. Nordpatagonien

1 Besuch – 68 Tage

Osorno vom Arco Iris in Cochamo, Chile

Seen um Bariloche, Argentinien

Wenn du Patagonien hörst, denkst du wahrscheinlich an den Süden mit Torres del Paine, Perito Moreno und Feuerland. Aber du musst nicht bis ans südliche Ende der Welt. Auch der äußerste Norden von Patagonien ist sehr lohnenswert.

Nur 10 Busstunden von Santiago bist du in Pucon am Villarica Vulkan in Chiles Seenregion. Von dort ist es nicht weit bis Valdivia mit seiner deutschen Geschichte und Brauerei, einem beliebten Wochenendziel für Hauptstädter.

Schau unbedingt weiter südlich zum Llanquihue See. Das verschlafene Puerto Varas ist eine tolle Homebase für Ausflüge zum Vulkan Osorno, zum „deutschen Dorf“ Frutillar und zu den Petrohue Wasserfällen. Für mehrtägige Abstecher lohnen sich die Insel Chiloe und die Geheimtipps Cochamo und Futaleufu.

Von Puerto Varas in Chile, kommst du in 6 Busstunden nach Bariloche in Argentina und bist dort im Herzen von Argentiniens Seenregion. Mache die beliebte Radtour um die Seen und besuche auch Villa Traful und das Hippienest El Bolson.

3. Himalayas

4 Besuche – 48 Tage

Himalayas in Nepal

Gosainkunda See im Langtang Tal

Das höchste Gebirge der Welt ist auch ein Reise-Highlight. Die Himalayas sind schon dann majestätisch, wenn du sie nur aus der Ferne siehst, egal ob du von Srinagar, Pokhara, Darjeeling oder vom Namtso See schaust.

Die Annapurna-Runde mit dem Mountainbike ist schwer zu toppen und mindestens so empfehlenswert wie ein Alpencross. Mit wochenlangem Trekking zum Everest-Basecamp kannst du mich jagen. Aber Ein- oder Mehrtageswanderungen gehen immer, egal ob in Nepal, Indien oder China.

Trekking in den Himalayas ist nicht nur für Cracks, ganz im Gegenteil. Wie auch in den Ostalpen gibt es auf den sogenannten „Teehaus-Treks“ eine gute Infrastruktur. Du gehst von Teehaus zu Teehaus und nimmst nur Kleidung mit, keinen Schlafsack, Zelt oder Essen.

Empfehlenswerte Kurz-Treks sind die Tiger Leaping Gorge in der chinesischen Provinz Yunnan, der Singalila-Trek bei Darjeeling in Indien und der Gosainkunda See im Langtang-Gebirge in Nepal. In Lhasa gibt es eine nette Wanderung in den Bergen hinter dem Sera Kloster.

4. Pyrenäen

1 Besuch – 39 Tage

Pertusa See in den Pyrenäen

Märchenschloss von Olite

Das Mittelgebirge zwischen Spanien und Frankreich ist nicht so gut bekannt und ich hatte keine Ahnung was uns erwarten würde. Eigentlich wollten wir in knapp 6 Wochen durch ganz Spanien fahren, aber sind dann in den Pyrenäen hängengeblieben.

Das liegt nicht daran, daß die Pyrenäen so spektakulär wären, eher nicht. Alpenerfahrene Bergfreunde dürften eher ernüchtert sein. Ein Reiz ist eher die Abgeschiedenheit zwischen Geisterdörfern, einsamen Seen und Klöstern in den Bergen.

Aber es gibt auch einiges zu entdecken. Die Burg von Olite kann es selbst mit Carcassonne aufnehmen, allein wegen der fehlenden Touristen. Touristenhorden gibt es dann im Höhlenkloster San Juan de la Pena und in der Altstadt von Ainsa, aber diese Orte lohnen sich auch.

Nicht weit von Ainsa gibt es Abenteuer-Tourismus mit Rafting, Canyoning und dem meiner Meinung nach schönsten Klettersteig der Welt mitten durch den Wasserfall Cascada del Sorrosal. Barcelona lässt sich gut mit den Pyrenäen verbinden und besuche auf dem Weg dorthin Siurana und Montserrat.

5. Rhön

99 Besuche – 5000 Tage

Kuppenrhön von der Wasserkuppe

Nixenteich bei der Thüringer Hütte

Ich bin selbst Rhöner, also die Rhön schön zu finden ist keine objektive Empfehlung. Für einen Kurzurlaub ist das Mittelgebirge in Deutschlands Mitte aber echt zu empfehlen. Du kannst dir sogar aussuchen ob Bayern, Hessen oder Thüringen. (Bayern!)

Höher als 950 Meter wird es aber nicht und gebirgig wirkt das Land der offenen Fernen nur an wenigen Stellen. Der einzige Klettersteig ist eine Spassumrundung der Enzianhütte. Die offiziellen Mountainbikerouten sind alle öde, obwohl die Rhöner Wanderwege viel Trailpotential hätten.

Es gibt schöne autofreie Berge wie Milseburg und Himmeldunk. Das schwarze Moor ist einzigartig und das Rote Moor lässt sich schön mit der Kaskadenschlucht verbinden. Besuche außerdem die Stadtkerne von Fladungen und Ostheim mit ihren Fachwerkbauten und der größten Kirchenburg.

Die Spassberge Wasserkuppe und Kreuzberg sind meistens überlaufen, aber Kreuzbergbier und ein Blick in die Kuppenrhön müssen schon sein. An eher unbekannten Orten wie Nixenteich, Silbersee, Teufelsmühle oder Teufelskeller bist du wahrscheinlich alleine.

Schönster Ort der Welt

1. Penang

4 Besuche – 57 Tage

Instagram Spot Tan Jetty

Penang Highlight: Thaipusam Festival

Inseln langweilen mich normalerweise schon am ersten Tag. Aber Penang ist keine typische Insel mit ein paar Palmen und Bungalows. Das große Eiland im Norden von Malaysia ist eine Mischung aus Nationalpark, Großstadt und Geschichte.

Anders als in Singapur ist der historische Stadtkern größtenteils erhalten und anders als Malakkas winzige Altstadt ist Georgetown nicht überlaufen mit Touristen. Georgetown hat neben Hoi An und Luang Prabang eine der schönsten Altstädte in Südostasien.

Sehenswert sind die chinesischen Clan-Tempel und Clan-Piers, die europäischen Herrschaftshäuser und Little India. Der Kulturmix macht sich auch beim Essen bemerkbar mit Gerichten aus Südindien, Südostchina, Indonesien und aus der eigenen Peranakan-Küche.

Außerhalb von Georgetown findest du den einsamen Traumstrand Turtle Beach, Wanderwege und Wasserfälle rund um den Penang Hill und eine „schwimmende Moschee“ nahe dem Hauptstrand Batu Ferringhi. Besuche die großen Tempelkomplexe Kek Lok Si (chinesisch), Arulmigu Balathandayuthapani (Hindu) und Dhammikarama (burmesisch).

2. Zentralmexiko

2 Besuche – 25 Tage

Festival Folclorico in Zacatecas

Guanajato vom Cerro de San Miguel

Die Heimat der Azteken im zentralen Hochland von Mexiko war schon vor Jahrhunderten ein interessanter Ort. Ich würde meinen kleinen Zeh geben um Tenochtitlan in seiner Blüte zu sehen. Aber die spanischen Conqistadoren haben nicht nur zerstört, sondern auch gebaut.

Besonders gilt das für die vielen Silberminenstädte. Du reist von den prunkvollen Städten wie Morelia, Qeretaro oder San Luis Potosi zu den schnuckeligen Bergdörfern wie Taxco, Zacatecas oder San Miguel de Allende und eine ist schöner als die nächste.

Die ungekrönte Bergdorf-Königin ist Guanajato. Auch wenn du alle anderen Orte in Mexiko gesehen hast, die Aussicht vom Cerro de San Miguel ist trotzdem atemberaubend. Der Blick von der weltgrößten Pyramide in Cholula bei Puebla ist auch bewegend, aber wegen der grausamen Geschichte.

Auch die Hauptstadt „Mexico DF“ liegt mitten im Hochland von Mexiko. Die größte Metropole Nordamerikas ist natürlich nicht so niedlich wie die Bergdörfer um sie herum. Sie ist dafür viel abwechslungsreicher, wie man das von einer Weltstadt erwartet.

3. Südwestchina

2 Besuche – 46 Tage

Jade Drachen Schneeberg von Lijiang, Yunnan

Weltgrößter Buddha in Leshan, Sichuan

Same Same but Different: Südwestchina mit seinen vielen Bergvölkern und scharfem Essen ist eine Verlängerung von Südostasien – aber noch ein Geheimtipp. Besonders lohnt sich die Provinz Yunnan, aber auch Teile von Sichuan und Guanxi.

Nicht nur die Minderheiten erinnern an Südostasien, auch die Landschaft könnte genausogut in Laos oder Vietnam liegen. Besonders schön sind die Karstfelsen rund um Guilin und Yangshou, die Longshen Reisterrassen und die unwirklichen Avatar-Berge im Zhangjiajie Nationalpark.

In Yunnan und Sichuan kommst du ohne extra Permit sogar bis aufs tibetische Hochplateau. Es ist hier viel zugänglicher als nebenan in Myanmar. Spätestens im tibetischen Kloster von Shangri-La fühlst du dich dann auch kulturell in Tibet angekommen.

Die klassische Rundtour führt von Kunming nach Dali und weiter zur Altstadt von Lijiang und zur Wanderung durch das tiefste Tal Tiger Leaping Gorge. Abenteuerlustige nehmen dann die Hintertür nach Chengdu über die Berge. Besuche den Leshan Buddha und Mount Emai vor der Zugfahrt zurück nach Kunming oder weiter nach Guanxi.

4. Yucatan

2 Besuche – 16 Tage

Playa del Carmen

Maya Pyramide Chichen Itza

Wenn Reisende von Mexiko reden, meinen sie meistens die Halbinsel Yucatan. Das ist ja auch nicht verwunderlich, wo sonst hat man wunderschöne Strände mit türkisblauem Wasser gleich unterhalb einer Maya-Ruine.

Yucatan ist nicht nur für Erholungssuchende. Abenteurer fahren mit den lokalen Chicken-Bussen über Land und erkunden Maya-Ruinen, Kolonialstädte und die unglaublichen Cenoten. Alles drei gleichzeitig bekommst du rund um Yucatans Geheimtipp Valladolid. Mache die Fahrradtour!

Aber Yucatan ist nicht nur Mexiko. Nimm etwas mehr Zeit mit und schaue auch auf die Karibik-Insel aus dem Bilderbuch Caye Caulker in Belize. Von dort kommst du mit Fähre und Bus in die Inselstadt Flores in Guatemala, um die Maya-Ruinen von Tikal zu erkunden.

Zurück in Mexiko kannst du das Maya-Ruinen-Sightseeing mit Palenque, Calakmul und Uxmal abrunden. Oder du schaust für einen krassen Tapetenwechsel an die super touristische Riviera Maya mit den Partystränden rund um Cancun und Playa del Carmen.

5. Südwesten USA

3 Besuche – 219 Tage

Monument Valley

Antelope Canyon

Wenn meine Frau nicht aus dem Südwesten stammen würde, hätte ich den schönsten Teil der USA nie gesehen. Michelas Heimatstaat New Mexico allein ist schon eine Reise wert. Selbst Albuquerque ist nicht nur Breaking Bad, aber auch ;)

Nur eine Fahrstunde nördlich der Route 66 findest du die zweitälteste Stadt in den USA Santa Fe mit historischem Stadtkern. Noch weiter Richtung Colorado kommt das Hippienest und Indianer-Pueblo Taos. Wandern kannst du bei Taos in den Ausläufern der Rockies oder in den Sandias mit Hilfe der längsten Seilbahn der Welt.

Und dann warst du noch nicht in den tollen Nationalparks in Arizona, vom Grand Canyon über den nicht weniger imposanten Antelope Canyon zum aus jedem Western bekannten Monument Valley. Für mich gehört Las Vegas auch zum Südwesten, ein Muss in den USA.

Wenn du noch mehr Zeit hast schau in Utah zu Arches NP, Zion NP und Bryce Canyon und in New Mexico zu Chaco Culture und Bandelier. In Colorado lohnt sich Mesa Verde mit den Resten einer alten Indianer-Höhlenstadt.

Runner Ups und zukünftige Reiseziele

Infinity Pool vom Marina Bay Sands, Singapur

Diese 10 schönen Orte haben die Top 20 knapp verfehlt. Fast alle davon will ich nochmal besuchen und genauer kennenlernen:

  1. Berlin 4 Besuche – 12 Tage
  2. München 8 Besuche – 35 Tage
  3. Mexico City 2 Besuche – 5 Tage
  4. Ubud 1 Besuch – 7 Tage
  5. Hanoi 1 Besuch – 9 Tage
  6. Singapur 1 Besuch – 6 Tage
  7. Santiago 2 Besuche – 11 Tage
  8. Sri Lanka 3 Besuche – 30 Tage
  9. Kathmandu Tal 3 Besuche – 39 Tage
  10. San Diego 2 Besuche – 48 Tage

Von Myanmar kenne ich nur Bagan und Yangon

Interessant klingende Orte, die ich noch nicht oder nur ganz kurz kenne, sind:

  1. Korea
  2. Kolumbien
  3. Buenos Aires
  4. Ghana
  5. Japan
  6. Ukraine
  7. Türkei
  8. Marokko
  9. Ägypten
  10. Südspanien
  11. Portugal
  12. Iran
  13. Israel
  14. Guatemala
  15. Sulawesi
  16. Myanmar

Hast du noch Vorschläge für die besten Orte der Welt?

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  1. Der Hammer! Wahnsinns-Bilder… Genau dafür leben wir ja, oder?! Um die Welt zu sehen. Ich bin sprachlos. Ich bin seit 2015 Dauerreisende und aktuell in England, wo ich mir das Geld für die Weiterreise verdiene. Ich hoffe, dass ich in 6 Jahren einen ebenso genialen Rückblick posten kann wie du! Ich weiß gar nicht, welches Bild mir am Besten gefällt… Die Welt ist so wunderschön! Es hat sich in jedem Falle gelohnt, dafür alles aufzugeben und nicht mehr an eine Rückkehr nach Berlin zu denken. Ab November geht’s wieder los, wobei Reisen im UK auch ganz geil ist. Liebe Grüße aus London, Jacqui

    Antworten
  2. Chris says:

    Wow, was für eine tolle Liste. Ich finde ja, dass solche Rückblicke und Zusammenfassungen immer eine tolle Möglichkeit sind, die eigenen Reisen Revue passieren zu lassen bzw. wieder ins Gedächtnis zu rufen. Ich glaube, nach meiner nächsten Langzeitreise werde ich auch mal solch einen Artikel erstellen. Oder ich mache das schon einmal, aber nur Karibik bezogen.
    Da die Liste natürlich mega-subjektiv ist, spare ich mir mal die Kommentare zu den einzelnen Ländern/Regionen. Auf jeden Fall ist es mega beeindruckend, wo und wie lange du schon alles warst. Ich wünsche dir weiterhin allseits frohe Reise.
    Wenn ich nur ganz spontan meine Top 5 nennen müsste, wäre das wohl Grenada, die Dominikanische Republik, Indonesien, Deutschland und Andalusien als Region.

    Antworten
  3. Pasquale says:

    Hi,

    also mein Lieblingsland ist Japan. War bisher 4x und und diesen Herbst folgt der fünfte Besuch.
    Ich pauke auch auch Japanisch weil ich finde dass man deutlich mehr von der Reise hat wenn man zumindest etwas der Landessprache beherrscht.

    Indien würde mich auch sehr interessieren. Es ist ja anscheinend ein extremes Land und obwohl ich schon einige Erfahrung habe bin ich mir noch nicht sicher. Habe den LP bestellt und werde sicher noch einige Reiseberichte lesen bevor ich mich entscheide.

    Antworten
  4. Martin says:

    Interessanter und guter Artikel, der natürlich Reaktionen auslöst – so auch bei mir :-)
    Apropos Berge, hat dich denn die Gegend um El Chalten mit Fitz Roy und Cerro Torre nicht auch beeindruckt. Ich fand sogar als Schweizer, dass die den Alpen ziemlich Konkurrenz machen… Und dann die Cordillera Blanca im Norden von Peru…

    …und übrigens, hat Bayern auch Berge und sogar Alpen?! ;-)

    Herzliche Grüsse aus Argentinien
    Martin

    Antworten
    • Hi Martin, so weit südlich bin ich gar nicht gekommen. Ich bin 3 Monate in Nordpatagonien am Llanquihue See hängengebieben und habe nur Ausflüge von dort gemacht, z.B. Bariloche, Chiloe, Cochamo, Valdivia, Pucon, …

      Cordillera Blanca kenne ich nur den Santa Cruz Trek und der war totlangweilig.

      Ich finde an den Alpen nicht nur ihre Schönheit wichtig sondern auch die Infrastruktur. Berghütten gibts in den Anden halt nur selten. Da muss man dann gleich allen möglichen Kram mitschleppen, z.B. Zelt beim Santa Cruz Trek. Klettersteige gibts auch nicht.

      Grüssle aus Indien

  5. darkeka says:

    In Japan trifft man auch genügend Backpacker. Das einzigste was teuer in Japan ist, dass sind Obst und Gemüse und teure exotische europäische Restaurants; der Fernverkehr. Aber mit Überlandbussen und einem Japan Railpass spart man sich die teuren Fahrten innerhalb Japans. Man kann noch weiter sparen, man muss nur die richtigen Tricks für Japan kennen. Da hilft einem JNTO (japanische Tourismusbehörde) weiter und gibt auch reichlich Tipps und Informationen den verschiedenen Regionen Japans.

    Japan lohnt sich definitiv. Besonders das leckere und vielfältige Essen ist besser als in Südkorea.

    Japan und Südkorea unterscheiden sich nicht großartig von den Preisen. Ist als Ostasien, die Preise kann man nicht mit Südostasien vergleichen. Da beide Länder nicht auf Touristen angewiesen sind, da sie eine große Exportindustrie sind.

    Wenn du nach Japan reisen solltest, dann schau dir auch Okinawa, dass „japanische Hawaii“.

    Antworten
    • Ich glaub dir schon, daß man in Japan Geld sparen kann, gibt ja genug Potential. Aber Backpackerpreise erreicht man selbst als totaler Sparfuchs nicht, oder? Also mit 20 bis 30 Euro Tagesbudget brauche ich da nicht anfangen, oder? Eher Flashpacking-Preise, nehme ich an.

      China ist halt auch Ostasien und da kann man ohne weiteres mit 20€ am Tag Backpacken, wenn man nicht zu viele von den sauteuren Attraktionen mitnimmt. Natürlich sind die klassischen Backpackingländer in Süd- oder Südostasien einfacher als China. (je nach Provinz, Yunnan und Sichuan sind z.B. eher günstig)

    • Oli says:

      Ich muss sagen, dass mich die Aussage hier etwas befremdet, dass Korea und Japan „ungefähr gleich teuer“ sind. Das ist definitiv nicht einmal annäherend richtig. Japan ist MASSIV teuer als Südkorea. Bei den meisten Dingen, die für Reisende relevant sind, kostet Japan ziemlich genau doppelt so viel.

      Um das ganze etwas auszumalen, will ich ein paar konkrete Preise vergleichen, die jeder mit wenigen Mausklicks nachkontrollieren kann. Fangen wir mal mit dem Wichtigsten für Reisende an: Der Unterkunft. Ein Dormbed im Hostel in Seoul kriegt man für etwa 15 Euro. In Tokyo kostet das etwa 30 Euro.

      Nicht weniger wichtig ist das Essen. Ein einfaches Lunchset in Japan in einem Businessrestaurant? Etwa 10 Euro. in Korea? Etwa 7 Euro. Ein Onigiri-Reiskuchen im 7 Eleven in Japan kostet 140 Yen, in Südkorea 800 Won. Auch das ist ziemlich genau die Hälfte.

      Ein grosser Kostenfaktor ist der Transport und hier ist der Unterschied aus zwei Gründen noch krasser. Zweitens wegen des Kilometerpreises bei der Bahn. Die 500 Kilometer zwischen Tokyo und Kyoto kostet 100 Euro, die 400 Kilometer zwischen Seoul und Busan ungefähr 50 Euro. Zweitens wegen der Grösse des Landes: Wer von Seoul nach Busan fährt, hat das Land durchquert. Wer von Tokyo nach Kyoto fährt, hat nur ein Bruchteil von Japan gesehen.

      Versteht mich nicht falsch: Japan ist ein fantastisches Land und die hohen Kosten vollkommen wert. All meine Reisen zusammengezählt war ich etwa 6 Monate dort unterwegs. Und selbstverständlich gibt es auch in Japan Sparmöglichkeiten wie mit dem Zelt auf Autobahnraststätten zu übernachten (habe ich selber gemacht) und sich per Anhalter durchs Land schlagen. Aber bei gleicher Reiseart ist Japan sehr viel teurer. Und das ist eben ein Fakt.

  6. T says:

    Pakistan fehlt! – Der Norden (Gilgit-Baltistan), Karakorum-Highway und die vielen Seitentäler. Menschen sind unheimlich gastfreundlich und neugierig – um so mehr, wird sie um den schlechten Ruf aus den Medien wissen. Im Gegensatz zu seinem ‚Ruf‘ ist das Land eben nicht gefährlich, jedenfalls nicht im Norden. Ohne 9/11 und die Folgen könnte das ein Outdoor-Tourismus Hotspot sein wie Nepal.

    Visa muss im Heimatland beantragt werden, geht aber in Berlin ohne Einladung und auch mehr als 6 Monate im Voraus. Das ist natürlich Mist und hält viele Langzeitreisende fern …

    Antworten
    • Ja, Pakistan reizt mich sehr, spätestens seitdem ich von der Wagah Grenze rübergeschaut habe ;)

      Ich habe gehört es ist im Westen mit Vorsicht zu genießen, aber sonst sicher. Karakorum Highway soll toll sein.

      Wäre vielleicht mal ne coole Route als Landüberquerung von Indien nach China, aber das mit dem Visum stresst.

  7. Mark says:

    In Norwegen darf man kostenlos in den Nationalparks zelten und auch außerhalb, solange es nicht im Vorgarten eines Privathauses ist. Google mal Jedermannsrecht.

    Ich war gerade in Korea bei den olympischen Spielen. Japan ist preislich auf einem ähnlichen Niveau aber das Essen ist 10x besser. Seoul kann auch nicht mit japanischen Städten mithalten. Japan schien mir günstiger als Deutschland. Kommt natürlich auch darauf an wofür man Geld ausgeben will. Die 99 Yen Shops sind super. ;)

    Yosemite ist riesig. Schon allein die nördliche Zugangsstrasse macht es relativ abgeschieden. Wenn man dann erstmal anfängt zu wandern, sieht man praktisch niemanden mehr.

    Australien und Neuseeland sind nicht wirklich teuer, so man auf Restaurants verzichtet. Die haben Aldi. ;)

    Gruß aus Cusco
    Mark

    Antworten
    • Meine Infos zum Yosemite taugen wohl nix ;)
      Anyway, US Nationalparks sind wirklich sehr beeindruckend.

      Ja gut, Zelten und auf Restaurants verzichten ist nicht wirklich unsere Reiseform. Gerade das Essen reizt mich ja am Reisen.

      Das mit Korea und Japan muss ich mir nochmal anschauen. Wenn sich das preislich nix gibt, dann lieber gleich ins Land der aufgehenden Sonne.

      P.S.
      Deutschland ist auch sauteuer, wenn man die meiste Zeit in Bangkok lebt ;)

  8. Ivana says:

    Sumatra fehlt definitiv auf deiner Zu Besuchen-Liste und bei Italien solltest du auf Sizilien vorbeischauen.

    Happy travelling,
    Ivana

    Antworten
  9. Alex says:

    Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten ;) Also Los Angeles fand ich überhaupt nicht toll. Ich war zwei Mal dort, da ich in der Nähe von San Francisco gelebt habe (Sunnyvale). Beverly Hills, Rodeo Drive, Hollywood kann man mal gesehen haben aber das wars dann auch. Malibu und Venice sind ganz nett. San Francisco ist da meiner Meinung nach aber viel schöner. Und vor allem die Gegend dazwischen (Highway 1!).

    In Italien hast du tatsächlich was verpasst, wenn du die Amalfi-Küste nicht gesehen hast: Sorrento, Positano und Montepertuso und die Küste bis nach Salerno. Auch die geothermischen Felder bei Neapel (Campi Flegrei) und der Vesuv sind lohnenswert.

    Neuseeland: dorthin haben wir kürzlich unsere Hochzeitsreise gemacht…die beste Reise unseres Lebens. So schön und landschaftlich vielfältig. Fjorde, Gebirge, Gletscher, Regenwälder, Wasserfälle, verschienste Tiere, Strände, Vulkane, tolle Seen, heißen Quellen am Strand, eine Vulkaninsel sowie die schönsten Bäume, die ich je gesehen habe (Pohutukawa) und und und. Die Vielfalt ist fast grenzenlos. Ja, die Reise dorthin ist teuer aber trotzdem ist es bei Backpackern sehr beliebt. Es gibt viele Möglichkeiten für kleine Jobs.

    Antworten
    • Ja gut, Touristenattraktionen gibt es in LA nicht wirklich, außer man ist Filmfan. Mir gehts bei den Städten eher um Lebensqualität. Die wäre mir in SF z.B. wegen des Wetters zu niedrig.

      Süditalien ist ne wirklich sehr gute Idee. Sorrento, Positano und Salerno sind auch so Namen, die man schonmal gehört hat.

      Für Work and Travel in Neuseeland ist es ein paar Jahre zu spät ;)

  10. Wolfgang says:

    Toller Überblick, sehr inspirierend. Und feine Fotos, natürlich.

    Ach ja, und das „langsamer werden“ beim Reisen (danke, dass Du das Modewort „slow travel“ nicht verwendest, ich kann´s nicht mehr hören / lesen … ;) ) kenne ich natürlich auch. Wenn ich mir vorstelle, dass ich z.B. irgendwann mal in nur drei Monaten Indien vom Nordosten runter in den Süden und wieder hoch in den Norden bereist habe, jetzt aber woanders allein mehrere Monate in ein und derselben Stadt verbringe, hat sich im Verhalten schon gravierend was verändert … ;) Ist ja eigentlich schon gar kein „Reisen“ im eigentlichen Sinn mehr, eher ein „woanders leben“!

    Grüße aus Hannover, der schönsten Stadt der Welt ( Hahaha…)
    Wolfgang

    Antworten
    • Oh Gott, habe ich da ein Keyword übersehen? Ich finde es ja eigentlich schön, wenn man über „Slow Travel“ spricht, Keyword oder nicht. Aber wenn man uns fragt sind die alle immer noch zu schnell unterwegs, oder? ;)

      Ist wirklich eher woanders leben durchsetzt mit Phasen des langsamen Reisens.

      P.S.
      Außer man will in 2 Wochen möglichst viel von Gujarat und Madhya Pradesh sehen, so wie ich gerade. Dann muss halt auch mal schnell gereist werden.

  11. Mark says:

    Ich bin seit 2007 unterwegs. Bisher knapp 70 Länder und auch relativ langsam reisend.

    Thailand ist natürlich phantastisch und Chiang Mai eine super Alternative zu Bkk.

    Berlin nur 11 Tage? LOL.

    Yosemite hast du gar nicht erwähnt. Nahe San Francisco, sogar mit öffentlichen zu erreichen, riesig wenn man nicht nur im Valley bleibt und super schön.

    Norwegen im Sommer ist auch toll. Einzigartige Nationalparks.

    Australien und Neuseeland sind ein muss für jeden ambitionierten Trekker.

    Japan wäre dann noch ein Land in dem man sich locker für ein halbes Jahr verlieren kann. Accommodation ist günstiger als man denkt, do man ein Zimmer mietet oder in den brillanten Capsule Hotels übernachtet (am besten noch mit Bad/Sauna inkludiert).

    Gruß aus Peru
    Mark

    Antworten
    • Hi Mark, ich bin als Bayer natürlich misstrauisch gegenüber den Preussen. Aber wir wollen Berlin dieses Jahr ne Chance geben. ;)

      Yosemite gilt als dermaßen überlaufen, daß ich beim SF-Besuch nicht hinschauen wollte. Ich war außerdem die meiste Zeit in New Mexico, Nevada und SoCal und da gibt es mehr als genug Alternativen.

      Norwegen, Australien, Neuseeland und Japan sind sicher nett, aber vom Preis-Leistungsverhältnis her nix für Backpacker. Wir wollen jetzt erstmal Korea probieren, das soll ja nicht ganz so teuer wie Japan sein. Bin gespannt.

      Grüssle aus Gujarat

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