Reisekamera-Test der Profi Kompakten Canon G7X

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Die Canon G7X ist eine Kamera mit professionellem Anspruch und mit 300g die leichteste der 4 Siegerkameras in meinem aktuellen Reisekameravergleich für 2015.

Ich habe vor 2 Monaten meinen Worten auch Taten folgen lassen und die G7X als Ersatz für meine verloren gegangene Nikon D90 Spiegelreflexkamera gekauft.

Hat die G7X gehalten, was sie verspricht oder war es eine Katastrophe?

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Mehr Farbtiefe mit der G7X

Die kurze Antwort

Die G7X hat gehalten, was sie verspricht und es war eine Katastrophe.
Die lange Antwort ist sehr lang, weil ich ein Foto-Nerd bin. Entweder Du liest Dich durch, oder Du springst gleich zu

Wenn eine Profi-Kompaktkameras Deinen Ansprüche nicht gerecht werden kann, schau Dir meinen Systemkamera-Vergleich von 6 verschiedenen Herstellern an.

Erster Eindruck

Als ich zum ersten Mal die Canon G7X in den Händen hielt, war ich schockiert. In den Händen ist noch übertrieben, ich konnte meine rechte Hand fast vollständig um das Spielzeug schließen.

Als ich zum ersten Mal die Bilder meiner G7X sah, war ich nicht weniger schockiert. Die Bildqualität ist deutlich besser, als mit meiner DSLR mit Kit-Objektiv, vor allem an den Rändern und in den Ecken der Bilder. Das Objektiv der G7X ist Hexerei.

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Kameras mit Kit-Objektiven © camerasize.com

Größenvergleich

Wir reden von einer Kamera, die in meine Hosentasche passt und wie Kinderspielzeug aussieht. Schau Dir einmal den Größenvergleich oben an, zwischen

  • der kleinsten APS-C DSLR Nikon D3300 mit Kit-Zoom
  • der kleinsten APS-C Systemkamera Samsung NX3300 mit Kit-Zoom
  • der kleinsten MFT Systemkamera Panasonic GM-1 mit Kit-Zoom
  • dem Fotografen-Liebling Fuji X-A1 mit Kit-Zoom
  • der Canon G7X

(Sony NEX und Nikon 1 fehlen in der Liste, weil es für diese Systeme keine lichtstarken Zooms gibt)

Die Canon G7X ist winzig, oder? Dabei ist die G7X von den technisch-optischen Eigenschaften mit ihrem 24-100mm (äqu. KB) f/1,8-2,8 Objektiv trotz 1″ Sensor besser in Farbtiefe, Dynamikbereich, Rauschverhalten, Schwachlicht-Leistung und selektiver Tiefenschärfe, verglichen mit den anderen Kameras mit Kit-Objektiv.

Kamera Preis Gewicht Licht optisch Licht digital
Nikon D3300 450 € 658g 100% 139% 139%
Fujifilm XA-1 400 € 525g 100% 102% 102%
Samsung NX3000 300 € 391g 100% 94% 94%
Panasonic GM1 500 € 344g 100% 66% 66%
Canon G7X 550 € 304g 389% 56% 216%

Wo ist der Haken?

Es gibt 2 Haken.

  • Mit der Canon G7X kannst Du niemals das Objektiv wechseln. Kein Weitwinkel, kein Megazoom, keine Festbrennweite. Du hast 24-100mm (äqu. KB) f/1,8-2,8 und sonst nichts.
  • Die Canon G7X ist teurer, als die anderen Kameras. Du musst den Preis für die Kamera rechnen plus einen Ersatzakku, wegen der schlechten Akkulaufzeit. Damit bist Du bei knapp 600 Euro.

Das ist doppelt so viel Geld, wie für den Preis-Leistungssieger Samsung NX3000 und zu der NX3000 gibt es noch Adobe Lightroom kostenlos dazu.

Aber mal ehrlich, das NX3000 Kit mit der Canon G7X vergleichen, ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Um die Licht-Leistung der G7X zu schlagen, müssten wir die anderen Kameras mit teuren und schweren f/2,8 Zooms ausstatten, z.B.

Dann sieht die Licht-Leistung ganz anders aus, aber die Preise:

f/2,8 Zooms Preis Gewicht Licht optisch Licht digital
Nikon D3300 730 € 895g 278% 139% 385%
Fujifilm XE-1 750 € 660g 176% 100% 176%
Samsung NX3000 1355 € 932g 353% 94% 333%
Panasonic GM1 1508 € 579g 227% 66% 150%
Canon G7X 550 € 304g 389% 56% 216%

Zwar wird die Canon G7X jetzt von der Licht-Leistung teilweise übertrumpft, aber plötzlich ist sie ein Schnäppchen. Außerdem ist die G7X nun ein noch größeres Leichtgewicht als vorher schon, mit etwa dem halben Gewicht, der nächst schwereren Kameras.

Der Größenvergleich ist nun total absurd geworden. So schauen die anderen Kameras mit lichtstarken Objektiven aus:

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Kameras mit lichtstarken Objektiven camerasize.com

Vergiss Systemkameras

Wenn Du also eine Kamera mit nur einem Zoom suchst, sind Systemkameras mit Wechselobjektiv keine Alternative zur Canon G7X. Eine Systemkamera oder DSLR nur mit Kit-Objektiv ist einfach keine gute Idee.

Erst dann, wenn Du Dir mehrere Objektive anschaffen willst, kommen Systemkameras mit Wechselobjektiven in Frage. Richtig Sinn machen Systemkameras als Alternative eigentlich nur mit Festbrennweiten, mit Weitwinkelobjektiven oder mit Super- und Megazooms.

Alles, was für die Canon G7X gilt, gilt auch für die sehr ähnlichen Kameras Sony RX100 III und Panasonic Lumix LX-100. Marc von reisezooms.com vergleicht die Canon ausführlich mit der Sony. Mehr dazu findest Du auch in meinem Reisekamera Vergleich für Reisezooms.

Wenn Dir diese Erklärung zu kurz war, dann schau bitte zu meinem

Wenn Dich die technische Seite interessiert und Du wissen willst, was ich unter Licht-Leistung verstehe, dann klicke zu

Wenn Du wissen willst, wie es mir mit meiner eigenen G7X erging, lies weiter.


Testfotos

Alle Bilder in diesem Beitrag sind mit der G7X geschossen, bis auf die beiden Bilder vom Schaden an der G7X später. Hier findest Du außerdem Testbilder in Originalgröße.

Bei den Testbildern finde ich besonders Schwachlicht-Situationen wichtig, denn da kann ein iPhone oder selbst eine DSLR Kamera mit Kit-Objektiv nichts mehr ausrichten. Ich fliege außerdem immer Carry-On und habe deshalb kein Stativ.

Alle Testbilder sind in schwierigen Belichtungssituationen und frei Hand oder auf dem Knie aufgelegt geschossen. Alle Bilder sind unbearbeitetes JPG out of camera.

Klick für Originalgröße (sehr groß!)


Meine Erfahrungen

Die Vorteile der G7X

  • Wie gesagt, von der Bildqualität bin ich begeistert, das Objektiv ist sehr gut, der Sensor groß genug
     
  • Noch mehr bin ich von der Schwachlicht-Leistung begeistert: Mit ISO 640, Blende f/1,8, Bildstabi und Burst-Mode bei Dämmerung aus der Hand schießen? Kein Problem!
    Ich fliege immer Carry-On und kann deshalb kein Stativ mitnehmen, selbst wenn ich es wollte.
     
  • Auch für den Zoom, der mit 100mm (äqu. KB) schon weit im Telebereich ist, ist die schnelle Blende ein Segen: Auf 100mm zoomen und dank Bildstabi, Burst-Mode und Blende f/2,8 nicht verwackeln? Ein Traum!
     
  • Der Autofokus ist viel schneller als bei der Canon EOS-M und macht selbst bei Schwachlicht einen sehr guten und schnellen Eindruck.
     
  • Den Sucher habe ich überhaupt nicht vermisst. Ich fotografiere seit 3,5 Jahren zu 90% DSLRs und war etwas besorgt wegen dem fehlenden Sucher an der G7X. Absolut kein Ding.
  • Die Batterielaufzeit ist gar nicht so schlimm, wie man denkt. Ich habe nicht einmal mehr als eine Ladung pro Tag gebraucht. Weil ich mehrmals vergessen habe täglich aufzuladen, war der Ersatzakku aber eine gute Idee.
     
  • Stockfotos von der G7X werden einwandfrei akzeptiert, selbst bei den peniblen Börsen, wie Shutterstock und Fotolia.
     
  • Die Kamera ist klein genug für die Hosentasche: Kein Kameragurt mehr, kein spürbares Gewicht mehr und das Beste, man sieht mir nicht an, dass ich eine fähige Kamera dabei habe.
wasserfall

ND-Filter ist ein Segen und ein Fluch

Die Nachteile der G7X

  • Die G7X hat keinen Panorama-Modus! Noch dazu funktionieren der AE-Lock und der AF-Lock nicht. Wenn Du das erste Bild schiesst, ist der Lock einfach wieder weg. Die einzige Methode Panoramas zu schiessen und dabei Belichtung und Fokus zu locken, ist den Auslöser während dem gesamten Panorama halb durchzudrücken.
     
  • Panoramas so zu schiessen ist eine unglaubliche Fieselei und früher oder später lässt Du den Auslöser versehentlich los. Dann musst Du nochmal von vorne anfangen. Noch dazu musst Du für diese Methode das Bild Review ausschalten oder auf 2 Sekunden stellen, sonst siehst Du nichts. Kaum zu fassen, so ein unausgegorener Scheiss! Ich hoffe das wird mit einem Firmware-Update gefixt.
     
  • Die G7X hat Auto HDR und Exposure Stacking. Das Auto HDR belichtet sehr schnell, scheint aber immer nur +/-1 Stops oder noch weniger zu belichten. Das erweitert den Dynamikbereich oft nicht genug. Außerdem speichert die Kamera wirklich nur das HDR und keines der Originalbilder. Das ist bei der Sony NEX besser gelöst.
     
  • Exposure Stacking ist eigentlich eine gute Lösung für diese Probleme. Damit lässt sich die Belichtungsdifferenz auf +/-2 Stops einstellen, aber die Belichtung dauert merkwürdigerweise viel länger als bei Auto HDR. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Komposition zwischen den Aufnahmen verändert.
     
  • Die Anzeige für die schwarz-weiss blinkende Überbelichtungs-Warnung lässt sich nur aktivieren, wenn man beim Bildreview den kleinen Ausschnitt wählt. Du siehst also entweder ob Du überbelichtet hast, oder ob das Bild scharf ist, aber nicht beides. Das ist bei der Sony NEX genauso und ich frage mich was der Grund für so einen Schmarrn ist? Bei den Nikon DSLRs kann man beides zusammen einstellen.
     
  • Die JPG-Kompression ist total übertrieben. Die kleinsten JPG-Dateien liegen bei etwa 4 MB Dateigröße, meistens sind es eher um die 7 MB. Die JPG-Kompression ist fest eingestellt auf 95, keine Möglichkeit das zu ändern. 7 MB pro Foto sind natürlich viel zu groß um unterwegs tagesaktuell Fotos in der Cloud zu sichern.
     
  • Mir würde eine JPG-Kompression von 80, also „low“ bei Nikon DSLR völlig ausreichen, für rund 3 MB große Dateien. Wer glaubt denn, dass eine höhere JPG-Kompression als 80 für eine höhere Bildqualität sorgt? Ich sehe auch bei 100% Vergrößerung keine Artefakte und nicht den geringsten Unterschied zwischen 80 und 95.
     
  • Der manuelle ND-Filter lädt nur so zu Fotografenfehlern ein. Ich habe bei einem Wasserfall den ND-Filter eingeschaltet, für mehrere Langzeitbelichtungen und dann vergessen ihn wieder auszuschalten. Den Rest des Tages war ich mit 3 Stops weniger Lichtleistung unterwegs. Das ist bei der Sony RX100 viel besser gelöst. Da schaltet sich der ND automatisch zu, wenn er gebraucht wird.
     
  • Der Blitz ist nicht besonders gut und lässt sich anders als bei einer DSLR nicht auf z.B. halbe oder viertel Stärke regeln. Ich bin trotzdem froh, überhaupt einen integrierten Aufhellblitz zu haben, an so einer kleinen Kamera.
     
  • Den Touchscreen habe ich nach ein paar Tagen deaktiviert. Ich habe mir dauernd versehentlich meinen Fokuspunkt verstellt und weiß eigentlich nicht wie man einen Touchscreen an einer Kamera effektiv einsetzt.
     
  • Noch ein Nachteil, der vielleicht albern klingt. Mit der kleinen G7X fühle ich mich nicht mehr wie ein Fotograf. Ich bin nicht mehr der Mann mit der großen Kamera, der ich 3,5 Jahre lang jeden Tag war. Bei der Strassenfotografie wird aus diesem „Nachteil“ natürlich ein riesiger Vorteil.
     
Update 2016

Das Nachfolger-Modell Canon G7 X MKII kommt im Mai heraus. Sie bringt nur wenige Verbesserungen und lässt die Kamera größtenteils, wie sie ist… …und das ist gut so!

Unterschiede zum Vorgänger-Modell:

  • schnellerer Prozessor
  • 25% mehr Batterielaufzeit
  • mehr Bilder pro Sekunde im Burst-Mode
  • das Display kann nun auch nach unten geklappt werden
  • Advanced Auto Lighting Optimizer für JPEG-Shooter
  • Panning-Feature mit Lock für Bewegungsunschärfe
  • 60fps statt 30fps Video in 1080P

Die alte G7x ist und bleibt meine Immer-Dabei-Kamera. Aber wenn Du eh eine neue kaufen willst, warte lieber noch bis zum Erscheinungsdatum im Mai.

Am besten nen Monat vorher die G7X II bei amazon vorbestellen.

portrait

Für Portraits ist die G7X nur 2. Wahl


Meine Katastrophen mit der G7X

Die G7X hat meine Erwartungen erfüllt und sogar übertroffen. Aber eine wichtige Anforderung für Reisende, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte, hat sie nicht erfüllt: Die Canon G7X ist nicht besonders robust und nicht gut gegen Umwelteinflüsse geschützt.

1. Katastrophe mit der G7X

Ich hatte nach einer Woche meine ersten beiden Staubkörner im Objektiv. Wie die da reinkommen? Keine Ahnung! Das ist mir noch mit keiner DSLR passiert, auch mit meiner Sony NEX nicht und selbst mit meinen alten, billigen Canon Powershots nicht.

Die Kamera war doch eigentlich vor Umwelteinflüssen geschützt in meiner Hosentasche, oder? Nach einem Monat waren es mehr als 20 gut sichtbare Staubeinschlüsse. So ein Objektiv muss doch bei einer 550 Euro teuren Kamera abgedichtet sein, oder?

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rot: Staubkörner, gelb Kratzer

2. Katastrophe mit der G7X

Am 10. Tag mit der G7X, bin ich beim Aufsitzen auf unser Mofa gegen den Lenker gestossen. Leider hat es dabei auch die G7X erwischt, die sich in meiner Hosentasche befand.

Kein Ding, oder?
Was soll so ein kleiner Stoß schon ausmachen?

Leider hat es dabei die Schwachstelle der Kamera erwischt. Die G7X hat keine feste Objektivabdeckung, wie man das von einer DSLR oder Systemkamera kennt. Alles was die Linse von der Außenwelt trennt, ist eine dünne Fächerkonstruktion aus Blech. Einer der Fächer war tatsächlich etwas verbogen.

Durch die komplizierte Fächerkonstruktion, bei der die fragilen Fächer perfekt ineinander greifen müssen, sorgte die kleine Delle dafür, dass sich die Objektivabdeckung nicht mehr automatisch öffnen und schließen konnte.

Das war noch nicht alles. Ich habe im Anschluss das Problem zu begreifen versucht und habe die Kamera mehrfach manuell geöffnet und geschlossen. Dadurch, dass der Fächer leicht nach innen gebogen war, hat er dabei an der Linse geschabt und einen Kratzer mitten auf der Linse verursacht.

Es war zum Heulen. Die neue Kamera war 10 Tage alt und quasi Schrott…

staubeinschluss2

rot: Staubkörner, gelb Kratzer

Garantie auf Reisen

Ich habe leider eine US-Garantie, die wirklich nur in den USA gilt. Ich komme frühestens im August zurück in die USA. Noch dazu ist wahrscheinlich nur Katastrophe 1 ein Garantiefall, für Katastrophe 2 bin ich wahrscheinlich selbst verantwortlich.

Ich habe bei Canon angefragt, ob es eine andere Möglichkeit gibt. Die haben gemeint, ich soll die Kamera zu jemandem in die USA schicken, der sie einreichen kann. Naja, das würde wahrscheinlich 3 Monate dauern und nicht viel weniger kosten, wie eine Reparatur hier.

Ich habe mich also dazu entschlossen die Kamera hier in Bangkok bei Canon reparieren zu lassen. Das heißt ich zahle 280 Euro für ein neues Objektiv und die Montage. Scheisse, oder?

sunflares

Fette Sunflares durch die Katastrophen

In Zukunft

Was ich danach mit der reparierten Kamera mache, weiß ich noch nicht. Das war ein ziemlicher Schock und ich habe mein Vertrauen in die Canon G7X als verlässliche Reisekamera verloren.

Wie ich eingangs geschrieben habe, sind die einzigen Alternativen zur G7X die Sony RX100 III und die Panasonix LX-100. Die RX100 III hat auch so einen Blechverschluss (ohne Fächer). Die LX-100 hat eine richtige Objektivkappe.

Auch eine Canon EOS-M mit 11-22mm Weitwinkelobjektiv und 22mm f/2,0 Festbrennweite könnte ich mir vielleicht noch vorstellen. Aber die Festbrennweite hat keinen Bildstabilisator und die Kamera einen langsamen Autofokus. Außerdem, hab ich von Canon erstmal genug…

Was meinst Du?
War das nur Pech?
Soll ich der G7X noch eine Chance geben?
Soll ich sie verkaufen, so bald sie wieder wie neu ist?

Update:
Also es war ein Anwenderfehler. So eine Kamera steckt man nicht in die Hosentasche, man steckt sie in eine Umhängetasche.

Mittlerweile habe ich die Kamera 7 Monate seit der Reparatur und sie funktioniert einwandfrei.

Hier geht es zum Langzeiterfahrungstest mit der G7X und einem Vergleich mit der Sony RX100.

palmenkolanta

Mein Test. und Erfahrungsbericht über die Reisekamera G7X ist Teil der Blogparade Fotografie auf Reisen.

Das Palmenbild bei Sonnenuntergang auf Ko Lanta in Thailand wurde kurz vor der 2. Katastrophe mit der Canon G7X geschossen und ist mein Eintrag für den Bilderwettbewerb der Blogparade. (ISO 640 – f/1,8 – 1/125s – frei Hand – Panorama aus 4 Einzelbildern)

Kennst Du schon meine 100 besten Reisefotos aus 3 Jahren Langzeitreise?

 

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  1. Thomas sagt:

    Fragst Du ernsthaft, ob Du dieser Kamera noch eine Chance geben sollst? Natürlich nicht! Es gibt so viele Kameras, dass ich noch nicht mal ansatzweise darüber nachdenken würde, es sei denn, Du verdienst mittlerweile so viel mit Deinem Blog, dass es Dich nicht kratzt – was ich allerdings ernsthaft bezweifle.
    Eine Reisekamera muss einen Mittelweg finden zwischen Robustheit und Qualität, nie geht nur eines davon. Die Canon ist offensichtlich auf Qualität getrimmt.

    Antworten
    • Hi Thomas, Du hast grundsätzlich recht. Ich zerbreche mir andererseits seit Wochen den Kopf damit, womit ich die G7X ersetzen könnte. Und da gibt es einfach nichts! (außer evt. der LX-100)

      Es sind ja 2 Probleme, und mir macht der Staubeinschluss weniger keine Sorgen, weil ich denke, dass das ein Garantiefall wäre. Ich habe lange nach ähnlichen Erfahrungen gesucht, aber nix gefunden. Ich hatte anscheinend ein Montagsmodell…

      Zu dem Problem mit der Zerbrechlichkeit, hätte ich am liebsten einfach eine gescheite Objektivkappe. Mir macht es nix aus, die Kappe vor einem Foto manuell zu lösen. Ohne eine Objektivkappe würde ich die G7X auf jeden Fall nie wieder in die Hosentasche stecken, auch wenn es angeblich eine Hosentaschenkamera ist.

  2. Thomas sagt:

    Hallo Florian,

    erst mal Danke für die Teilnahme an unserer Blogparade und an dem Bilderwettbewerb.

    Hm, bei der Kamera hätte ich dann auch meine Bedenken. Natürlich behandelt man seine Kameras vorsichtig. Aber gerade auf Reisen kann es immer mal passieren, das man leicht irgendwo aneckt – so wie an deinem Mofa.

    Wenn eine Kamera danach schon so beschädigt ist, das sie eigentlich nicht mehr nutzbar ist, dann ist sie kein vertrauensvoller Reisebegleiter – vor allem für den Preis.

    Viel schlimmer finde ich allerdings die Staubkörnchen im Objektiv. Das hatte ich zu meinen DSLR-Zeiten noch nicht mal an der riesigen Luftpumpe (Sigma 50-500).

    LG Thomas

    Antworten
  3. Marc sagt:

    Ach du Scheiße!
    Ich bin bei meinen Kameras jedes mal aufs Neue überrascht wie stabil die Dinger sind (Canon PoerShot G10, die habe ich schon ewig und da ist immer noch alles topp / Sony a65, bestimmt schon 5x übel runtergfallen… geht noch alles!).
    Dass die G7X so instabil ist hätte ich nicht gedacht, hast du Erfahrungen mit der RX100 III? Vor allem in Sachen Dreck und Staub? Schließlich soll so eine Kamera schussbereit in ohne Hülle in der Hostentasche stecken!

    Trotzdem ein schöner Bericht und danke für den Hinweis auf die Blogparade, muss mal gucken ob ich noch was zusammengeschustert bekomme :)

    Grüße, Marc

    Antworten
    • Ich bin auch total überrascht, was die Kameras aushalten. Gerade meine 2 Jahre alte Zweitkamera Sony NEX hätte eigtl. schon vor nem Jahr abnippeln sollen, wenn alles mit rechten Dingen zugehen würde ;)

      Die RX100 III hat zumindest diese Fächerkonstruktion beim Objektivschutz nicht. Dem dünnen Stahlblech würde ich trotzdem nicht trauen. Die Panasonic LX-100 ist vergleichbar und hat eine echte Objektivkappe, wie an einer DSLR. Ist leider größer.

      Was den Staubeinschluss geht, hat der Kommentator Peter Eich einige Staubkörner mit der RX100 eingefangen, aber das war beim Burning Man! Da überrascht mich das auch nicht.

      Andererseits habe ich auch von niemand anderem gelesen, der Staubeinschlüsse mit der G7X hatte. Hatte ich ein Montagsmodell?

  4. Peter Eich sagt:

    Hallo Florian, das ist wiedermal ein extrem guter Blogpost – ich kenne niemanden, der so detailliert, sachlich und präzise analysiert wie du. Herrlich!

    Ich habe meine G7X seit etwas drei Monaten immer in meinem Rucksack (in einem kleinen Neporenbeutel) und in den vergangenen vier Wochen war ich damit konstant auf Reisen und hatte sie dabei ungeschützt in der Cargo-Tasche meiner kurzen Hose.

    Das Gute an der Kamera ist ihre Größe. Sie passt tatsächlich in die Hosentasche. Auch bei der Radtour, die ich mit einem Typ in Bangkok gemacht habe, der ganz ähnlich schreibt wie du ;)

    Mein Fazit bisher:
    – Größe: perfekt
    – Sensor: ok (ich habe zuhause eine Vollformat Nikon, bin da verwöhnt)
    – haptische Bedienbarkeit: sehr gut (vor allem im Vergleich zur RX100 III)
    – Staub: bisher kein einziges Korn drin
    – Preis: ich finde ihn überraschend günstig

    Es ist freilich schade, dass du so kurz nach dem Kauf einen Unfall mit der Canon hattest. Ich gebe solchen Kameras stets eine Lebenszeit von einem Jahr. Danach kaufe ich mir eine neue und erlaube der alten kaputt gegangen zu sein – Kaufkraft eben vorausgesetzt.

    Meine Sony RX100 III ist auch bei ihrem allerersten Einsatz beim Burning Man voller Staub geworden. Sie hat zwar kein Wechselobjektiv, aber durch das häufige Ein- und Ausfahren des Objektivs muss zwischen den Linsen freilich ein Luftaustausch stattfinden, eine Einladung an feinen Staub. Ich konnte die Kamera danach nicht mehr benutzen, jeder etwas größere Kontrast im Bild wurde unscharf.

    Trotz erweiterter Garantie musste ich das Säubern der Kamera bei Sony selbst bezahlen.

    Deinen letzten Punkt der „optischen Unprofessionalität“ finde ich sehr wichtig. Vor allem verglichen mit einer Vollformat-SLR mit riesigen Objektiven ist dieses Ding so wunderbar klein, es passt in die Faust, so dass man viel weniger offensiv wirkt beim Fotografieren. Und dann noch der Klappbildschirm, der es einem erlaubt die Kamera NICHT vor dem Auge zu halten (sondern zB in Höhe des Bauchnabels) und damit noch weniger wie ein Fotograf auszusehen – finde ich mit das wichtigste Argument neben der Größe.

    Fazit für mich: auf meiner nächsten Radtour nehme ich die Sony RX100 III mit, weil sie lässt sich via USB laden. Also vom MacBook, vom Zusatzakku oder sogar vom Nabendynamo. Ein Ladegerät weniger, und kein Bedarf von Steckdosen mehr.

    Und bei allen anderen Reisen: die Canon G7X, weil sie sich besser bedienen lässt (ohne hinzuschauen, die Tasten sind erfühlbar), denn das wichtigste Argument für mich ist:

    Lieber eine mittelmäßige Kamera dabei haben als eine tolle Kamera im richtigen Moment zuhause, zu tief im Rucksack, zu langsam ausgelöst haben. Also nicht nur WIE das Bild gemacht wird, sondern auch OB.

    Hier ist ein Foto der G7X von gestern aus Bali: http://wp.me/a2mCUS-2Ye

    LG, Peter

    Antworten
    • Danke für Deine fundierte Einschätzung zum Thema RX100 III vs. G7X. Bei den beiden Zwillingsbrüdern kommt es echt auf die Details an. Magste Dir nicht noch die LX-100 kaufen und alle 3 miteinander vergleichen? ;)

      Dass man mit der G7X so amateurhaft ausschaut ändert bei der Strassenfotografie wirklich alles. Die Menschen haben zu großen Respekt vor einer DSLR und als Westler bleibt man leider nie unentdeckt.

      Ja Peter, ich habe Dich beäugt bei unsererer tollen Radtour in Bangkok. Wie Du da mit der G7X am Lenker rumhandiert hast, wäre mir schon zu unvorsichtig gewesen. Andererseits bin ich der mit der kaputten Kamera, also sag ich lieber nix.

      1 Jahr Lebenszeit ist auch das, was ich aus einer Kamera heraushole. Danach sind die echt hinüber, weil ich sie jeden Tag überall hin mitnehme. Nach einem Jahr bin ich auch nicht beleidigt, wenn sie aufgibt, nach gut 1 Woche schon.

      Was hat denn das Säubern bei Sony gekostet, wenn ich fragen darf?

  5. Ana sagt:

    Ich bin von diesen kleinen Kameras weg. Entweder ich nehm das Handy oder hab ehm die Große dabei (und schlepp mich noch mit Objektiven ab). Warum? Vor über zehn Jahren hab ich mir mal eine Canon Ixus gekauft (sündhaft teuer, super klein und ein tolles stabiles Metallgehäuse). Die hat gehalten, gehalten, gehalten. Nur die Bilder waren eben irgendwann nicht mehr vergleichbar mit anderen neueren Kameras. Die Farben waren einfach blaß.

    Also hab ich mir andere kleine Kompakte gekauft. Nach dem ersten Crash hatte ich die immer in einer kleinen Schutzhülle drin. Hat nichts genutzt. Früher oder später ist mir immer das Display kaputt gegangen. Und da die Kleinen fast alle keinen Sucher mehr haben … und man ohne Display auch nichts mehr einstellen kann, hab ich es aufgegeben.

    Die uralte Canon Ixus funktioniert heute noch, steht aber in meinem Antiquitäten-Schrank, ab und an teste ich es auch. Allerdings geht vorne die Objektivabdeckung nicht mehr automatisch auf, kann man aber gaaaanz vorsichtig mit den Fingern aufdrücken (ohne was zu zerkratzen).

    Aber wenigstens weiß ich jetzt, solche Katastrophen passieren wohl nicht nur mir.

    Ich gehe mal weiterstöbern …
    Danke für die Erfahrungen,

    Ana

    Antworten
  6. sLoP sagt:

    Hi zusammen,

    hier wird ja toll analysiert. Großartig. :-) letztes Jahr, also 2013 wollte ich auch mal nach meiner Lumix TZ10 endlich eine „richtig gute“ Kamera haben, allerdings ohne groß Objektive und Zubehör mitschleppen zu wollen. Nach längerer Recherche ohne große Praxiserfahrung hab ich mich für die damals aktuelle RX100 II entschieden. Eigentlich eine super Wahl, ich war bis auf ein paar Kleinigkeiten voll und ganz zufrieden mit dem Gerät. So ganz ohne Zubehör ging ich dann aber doch nicht an den Start, und so war von Anfang an ein Pol- und ND-filter mit dabei. Hier kommt auch gleich meine Frage:

    Du schreibst „Das ist bei der Sony RX100 viel besser gelöst. Da schaltet sich der ND automatisch zu, wenn er gebraucht wird.“ – ist das jetzt nur auf die RX100 III (M3) bezogen oder habe ich irgendwie übersehen, dass auch die M2 schon einen eingebauten ND-Filter hat? Und woran erkenne ich, ob er zugeschaltet ist oder nicht?

    Leider wurde ich nach nicht ganz einem Jahr mit der RX100 M2 auch Opfer eines Staubkorns auf dem Sensor. Schnell die Kamera bei Sony registriert und mitsamt Kaufbeleg zum offiziellen Reparatur-Vertragspartner Herbert Geissler geschickt. Das hat zwar ca. 14 Tage gedauert, aber es war kostenlos und zurück kam eine gereinigte Kamera, bei der sogar noch mein verkraztes Display (Kamera ist mir aus Sitzhöhe mal auf Steinboden gefallen) ausgetauscht wurde. Hurra!

    Soviel erstmal zu meiner Erfahrung mit „vernünftigen“ Kompaktkameras. Ich bildete mir nach und nach ein, dass ich für bestimmte Dinge (Freistellen von Objekten) allerdings etwas anderes bräuchte als einen 1″ Sensor. In der Vorweihnachtszeit bin ich dann schwach geworden und habe mich aufgrund von guten Reviews und Empfehlungen eines Arbeitskollegen die a6000 mit den beiden Kit Objektiven (Standard und Tele) zugelegt. Meine Begeisterung hält sich momentan tatsächlich noch arg in Grenzen. Natürlich weiss ich das Teleobjektiv zu schätzen, der vermutlich größte Nachteil, den der eingeschränkte Brennweitenbereich der RX100M2 (für mich) hatte, aber das Standard Kit-Objektiv macht mir irgendwie keinen Spaß. Plötzlich macht sich die f1,8 Blende der RX100M2 sehr deutlich bemerkbar. Das Kit-Objektiv mit seiner f3,5 Offenblende ist wirklich lahm dagegen.

    Womit ich aber echt noch zu kämpfen habe ist das Mitführen des ganzen Krempels und der Objektivwechsel. Da trauere ich der RX100M2 schon sehr hinterher. Ich bin immer noch unschlüssig, ob ich bei der Systemkamera bleiben soll (brauche dann aber definitiv noch eine schnelle Festbrennweite) oder vielleicht doch wieder auf eine Kompakte wechseln…?

    Jedenfalls danke für den Beitrag und danke an alle Kommentatoren. :) Es macht Spaß, hier mitzulesen!

    Gruß,
    Oliver

    Antworten
    • Hi slop, erstmal Glückwunsch zur Sony a6000. Meiner Meinung nach eine der besten Systemkameras auf dem Markt. Sony ist sehr innovativ und die a6000 soll einen phänomenalen Autofokus haben und unzählige Möglichkeiten das Beste aus der Kamera herauszuholen.

      Leider geht’s bei Systemkameras nicht so sehr um den Body sondern vor allem um die erhältlichen Objektive für ein System und natürlich den Preispunkt dieser Objektive. Da schaut’s bei Sony E-Mount durchwachsen aus. Dadurch, dass die E-Mount Kameras so dermaßen kompakt sind, ist es angeblich schwer gute Objektive dafür herzustellen.

      Deine Wahl, also 1 Standard und 1 Tele Zoom ist das klassische Paket, aber ich könnte damit ehrlich gesagt gar nix anfangen. Der Tele Zoom bringt mir für meine Fotografie gar nix, schon allein weil ich kein Stativ verwende. Ich habe ne Sony NEX als Zweitkamera und bin ebenfalls mit dem Standard Zoom nicht zufrieden. (ich hab das 18-55mm, nicht das Power Zoom 16-50mm)

      Die Stärke des E-Mount Systems bei Objektiven liegt für mich ganz klar bei den beiden Festbrennweiten 35mm f/1,8 OSS und 50mm f/1,8 OSS. Das sind bildstabilisierte Festbrennweiten. Das gibt’s bei keinem anderen System, v.a. nicht so bezahlbar. Ich habe vor 2 Monaten zufällig in nem kleinen Fotoladen in Chiang Mai ein gebrauchtes SEL 50mm f/1,8 OSS gesehen und gegen mein Nikkor 50mm f/1,8 getauscht (plus Aufpreis). Ich möchte das nie mehr hergeben. Perfekt für Portrait und Schwachlicht, durch den Bildstabi viel besser als das Nikkor.

      Leider ist ein Objektiv mit 75mm KB natürlich nicht für Alltagsfotografie geeignet. Deshalb brauche ich einen zweiten Body mit Weitwinkel. Wenn Du nur einen Body willst und keine Objektive wechseln willst, dann würde ich eher zur SEL 35mm f/1,8 OSS raten. Noch besser wäre das Zeiss 24mm F/1.8 OSS, aber das ist unbezahlbar. Die 16mm f/2,8 und 20mm f/2,8 E-Mount Festbrennweiten sind leider ziemlich schäbig und haben keinen OSS (ist auch nicht so wichtig bei Weitwinkel). Das Sigma 19mm f/2,8 wäre noch eine bezahlbare und scharfe Alternative, aber nicht gerade schnell und sehr groß.

      Ein sehr spassiger „Trick“ der E-Mounts ist das 16mm mit dem Weitwinkel Adapter x0,75 VCL-ECU1. Du kommst so auf 12mm bzw. 18mm KB. Das 16mm Objektiv ist wie schon gesagt nicht besonders gut, aber der WW-Adapter macht es angeblich besser. Es wird gerne gescherzt, dass Sony eigtl. eine 12mm Linse entwickelt hat und die dann zweigeteilt hat.

      Der große Vorteil ist, dass das Set sehr bezahlbar ist, für unter 200 Euro gebraucht zusammen. Vergleiche das mit dem E-Mount 10-18mm WW Zoom für 600 Euro. Wenn Du die 600 Euro ausgeben willst, dann bekommst Du mit dem SEL 10-18mm ein phänomenales Objektiv, aber wenn Du im Weitwinkel Bereich erstmal testen willst, dann hol Dir das 16mm mit WW Adapter.

      Eine weitere gute Option für Sony E-Mount ist das Tamron Super Zoom f/3,5-6,3 mit 18-200mm mit Bildstabi. Das ist nicht ganz so scharf wie Deine 2 Sony Zooms, aber Du musst keine Objektive wechseln und deckst trotzdem den gleichen Zoombereich ab. Ist auch einigermaßen bezahlbar.

      Hoffe da sind ein paar Anregungen dabei, in welche Richtung Du Dein Sony a6000 System erweitern kannst. Wenn du mich fragst, verkauf Deine beiden Objektive und spezialisier Dich ;)

    • Die Sony RX100 MK2 hatte noch keinen ND-Filter, wurde erst bei der MK3 eingeführt. Der eingebaute ND-Filter schaltet sich bei Sony automatisch dazu, wenn du bei einer Langzeitbelichtung in der Zeitautomatik überbelichten würdest.

      Wie wär’s, wenn Du die a6000 mit einer Festbrennweite (35mm oder 50mm) ausstattest und die RX100 MK2 für Alltagsfotografie in der Hosentasche mitnimmst?

  7. Silvio sagt:

    Der Kamera würde ich auf jedenfall keine Chance mehr geben. Falls du immer noch eine gute Systemkamera suchst, kann ich Dir nur die Olympus OMD EM 10 empfehlen. Diese befindet sich zwar im gehobenen Preissegment doch lässt absolut keine Wünsche offen. Ob der schnelle Schnappschuß oder TimeLapse, Langzeitbelichtung und und alles kannst du damit machen.

    Gruß Silvio

    Antworten
    • Hi Silvio,

      zu spät, ich habe ihr noch eine Chance geben. Mit der richtigen Tragemethode und Hülle bisher keine Problem und ich bin im Moment sehr zufrieden damit.

      Von der Olympus OMD EM 10 hört man echt erstaunlich viel Gutes aus allen Richtungen. Ich werde mit Micro Four Thirds ehrlich gesagt nicht warm. Was verwendest Du denn für Objektive?

      Viele Grüsse,
      Florian

  8. Breeze2012 sagt:

    Hier Florian,

    danke für deine ausführlichen Beschreibungen. Sind wirklich sehr hilfreich. Habe mir gerade ganz frisch eine G7X zugelegt. 2 Fragen hätte ich.
    a) welche Hülle/ Tasche verwendest du zum Schutz?
    b) habe bei Videos bei Nutzung des Zooms Flimmern in den Filmen, insbesondere vor deteilreichen Hintergründen. Kennst du das auch? Wenn ja, was empfiehlst du mir. Ich habe auch eine S95. von ihr kenne ich das nicht.
    Viele Grüsse

    Antworten
    • Glückwunsch zur G7X.
      a) Ich verwende nun eine kleine leicht gepolsterte Tasche zum Umhängen mit Reißverschluß. Keine Probleme mehr gehabt mit dieser Tragemethode.
      b) Meinst Du während dem Zoomvorgang? Ich verwende eigtl. kein Video, kann dazu nix sagen.

  9. Philipp sagt:

    Hallo Florian,

    ich habe die G7X jetzt seit drei Wochen und benutze sie eigentlich nur zum filmen. Ich hatte schon nach zwei Tagen Staub im Objektiv, was richtig nervig ist. Bis jetzt sieht man auf den Filmen nichts, aber es wird von Tag zu Tag staubiger in meinem Objektiv. Weißt du ob Canon den Staub als Garantiefall ansieht? Ist nach deiner Reparatur wieder Staub ins Objektiv gekommen?
    Liebe Grüße aus Australien. Phil
    PS: Sehr schöner Blog, den ich schon seit längerem verfolge. Daumen Hoch!

    Antworten
    • Hi Philipp,

      seit der Reparatur hatte ich nie wieder Probleme mit Staub oder irgendwas anderem. Ich benutze meine G7X seit der Reparatur Anfang Januar fast jeden Tag und bin super zufrieden damit.

      Ich denke die Hosentasche ist einfach kein guter Ort für eine Kamera, allein die Fussel. Sie ist dort auch äußeren Einflüssen zu sehr ausgeliefert. Ich habe jetzt eine superkleine, leicht gepolsterte Kameratasche zum umhängen.

      Was den Staub angeht, würde ich mal bei Canon nachfragen. Ein Freund musste seine Staubeinschlüsse trotz Garantie selbst bezahlen, aber das war die Sony RX100.

      Übrigens würde ich mir bei wenigen Staubkörnern keinen so großen Kopf machen. Das ist zwar ärgerlich, aber macht optisch keinen feststellbaren Unterschied, siehe auch den Dirty Lens Artikel von Kurt Munger.

      Sag bitte Bescheid, wenn es schlechter wird. Ich plane einen Artikel zu Langzeitterfahrung mit der G7X, da würde mich Deine Erfahrung sehr interessieren.

      Grüssle nach Australien,
      Florian

  10. Ulrike Kramer sagt:

    Hallo Florian,
    ich habe vorgestern meine G7X bekommen. Ich habe jetzt folgende Probleme mit der G7X:
    1. Bei Nahaufnahmen funktioniert der Autofokus (Automatikmodus) nur bei ca. jedem 10. Bild richtig
    2. Beim Filmen höre ich laute Kratzgeräusche, und das nicht nur beim Zoomen (da könnte man es ja noch verstehen), sondern auch, wenn ich ganz regungslos filme)
    Habe ich ein Montagsmodell erwischt und soll die Kamera zum Austausch zurückschicken ? Oder könnte ich evtl. mit falschen Einstellungen arbeiten (bin noch nicht sehr erfahren)? Oder ist das bei der Kamera generell so ? Dann würde ich mir den Kauf noch man überlegen.

    Es wäre toll, wenn du mir einen Tipp geben könntest.

    Vielen Dank dafür.
    Grüße
    Ulrike Kramer

    Antworten
    • Hi Ulrike,
      erstmal Glückwunsch zur G7X.

      1. Fokus im Nahbereich
      Es ist leider völlig normal, dass die Kamera erst ab einer gewissen Distanz fokussiert. Bei der Sony RX100 ist diese Entfernung etwas kürzer als bei der Canon G7X.

      => Ab einer gewissen Distanz sollte der Autofokus aber bei entsprechender Belichtung 100% funktionieren.

      2. Kratzgeräusche beim Filmen
      Wenn sich der Fokus stark verändert, gibt die G7X zwei kurze gut hörbare Geräusche von sich, die man als Kratzgeräusche bezeichnen könnte. Das ist so weit ich weiß ganz normal.

      Aber diese Geräusche treten bei mir nur beim Fotografieren auf, nicht beim Filmen. Also wenn Du gerade aufnimmst, sollte die Kamera sehr leise sein, dann ist auch die Zoomgeschwindigkeit niedriger als im Fotomodus.

      => Wenn Deine G7X hörbare Geräusche während der Aufnahme macht, ist irgendwas faul.

    • Karen sagt:

      Hallo,

      ich habe mir gestern auch eine G7X geholt und Geräusche beim Filmen im Hintergrund festgestellt… Hast du deine Kamera eingeschickt? Ist sie jetzt leise? Beim Filmen gehen mir diese Knattergeräusche nämlich ziemlich auf die Nerven.

      Vielen Dank im Voraus,

      Karen

    • Ich weiß nicht ob Ulrike noch mitliest. Meine G7X macht ein paar ganz leise Klickgeräusche beim Filmen. Ist nur in einem stillen Raum hörbar.

      Laute Geräusche beim Filmen sind nicht normal. Wenn es auch noch hörbar ist, wenn z.B. jemand spricht, würde ich die Kamera einschicken.

  11. Andre sagt:

    Hallo Florian,

    ist die G7X im Videomodus auch Bildstabilisiert?
    ich frage mich wie wackelfrei das die Leute auf youtube immer hin bekommen wenn sie beim laufen filmen?

    Gruß

    Antworten
    • Hi Andre,

      die G7X müsste auch im Videomodus bildstabilisiert sein, weil das ja eine mechanische Sache ist. Aber das hilft Dir nix für Deine Zwecke.

      Was Du suchst nennt sich Steadycam oder Gimbal. Auch helfen kann schon eine Halterung mit Griffen oder allermindestens ein einzelner Griff.

      Musst aber besser selbst recherchieren, meine amazon Vorschläge sind in 5 Minuten Internetrecherche aus Äthiopien zusammengetragen ;)

  12. Markus sagt:

    Hi Florian,
    ich habe mir jetzt auch die Canon G7X gekauft und bin echt zufrieden damit. Alle Berichte sahen positiv aus und die Qualität spricht für sich. Die Probleme bei einem Defekt sind natürlich ärgerlich aber ich habe mit direkt bei Kauf eine Tasche dazu gekauft und noch keine Probleme gehabt. Ich hoffe dabei bleibt es :-)

    Gruß Markus

    Antworten
  13. awm sagt:

    Auch wir sind mit der G7X um die Welt gereist. Ich kann die vielen positiven Eindrücke bestätigen, insbesondere die herausragende optische Qualität und Lichtstärke des Objektivs! Leider kann ich aber auch beide Schwachpunkte bestätigen, im Objektiv sammelte sich trotz Kameratasche bereits nach wenigen Wochen der erste Staub an und der Verschlussfächer verklemmte sich nach 6 Monaten. Am Ende nach 9 Monaten waren Gegenlichtaufnahmen aufgrund der Staubmenge im Objektiv leider praktisch unmöglich. Ich halte beides bei einer Reisekamera nicht für Anwenderfehler, sondern für Konstruktionsmängel.
    Würde ich sie nochmal kaufen für die nächste Reise? Wahrscheinlich, habe noch nichts besseres gefunden. Wenn das Objektiv abgedichtet würde, auf jeden Fall! Oder nun die G5X.

    Antworten
    • Hi awm,

      ich bin bis vor Kurzem davon ausgegangen, dass das v.a. meine eigene Tollpatschigkeit war, aber Dir ist das Gleiche passiert und Gesa von wonderfulwild.com auch.

      Trotzdem, ich bleibe dabei. In einer seperaten Tasche ist die G7X super aufgehoben und ist selbst in meinem Besitz seit der Reparatur vor 1 Jahr unbeschadet. Und ich halte wahrscheinlich mit 2 Wochen den Zeitrekord im G7X zerstören ;)

      Wenn ich die G7X heute ersetzen müsste, dann entweder durch eine neue G7X oder durch die Panasonic LX100. Die Panasonic ist mit dem MFT-Sensor zwar größer, aber auch besser und gegebenenfalls robuster. ;)

    • Tja, kaum habe ich diesen Kommentar geschrieben, schon sehe ich, dass es ab Mai die G7 X MK II gibt. Dann würde ich natürlich die statt der MK I kaufen, aber die Panasonic LX100 ist trotzdem heiß.

  14. Pauline sagt:

    Wie macht man denn solche tollen Panorama Bilder? könntest du das vielleicht mal detailliert erklären :)
    Vielen Dank!
    LG Pauline

    Antworten
  15. Peter sagt:

    Hallo Florian,
    dein Reise Camera Test der GX7 X ist richtig gut aber auf die G7 X MK II brauchst du nicht warten sie hat nur sehr wenig Verbesserungen bekommen.
    Die Panasonic LX100 hab ich ein Jahr auf Reisen und Wochenend-Touren benutzt und sie ist einfach klasse in der Größe unschlagbar. Ich hatte zuvor eine Canon G11 aus 2010 als immer dabei Kamera die ist ganz OK aber zu schwer und größer und die Fotos mit der Panasonic LX100 sind deutlich besser. Die Panasonic LX100 bekommt man zur Zeit schon ab 469 € ich habe meine, meiner Tochter jetzt geschenkt und hab mir den identischen Clon im schönerem Gehäuse gekauft die Leica D-Lux (Typ 109) in schwarz für 712 € und bin sehr zufrieden mit ihr.
    Gruß Peter

    Antworten
    • Hi Peter, danke für Deine Erfahrungswerte mit der LX100. Ich wusste gar nicht, dass die so erschwinglich geworden ist.

      Du hast recht mit der G7X MKII, die Verbesserungen sind inkrementell. Trotzdem lohnt es sich evt. zu warten und wenn nur deshalb weil die MKI vielleicht noch etwas günstiger wird.

      Apropos warten, ich warte gerade sehnsüchtig auf Juni, wenn die Nikon DL 18-50 rauskommen soll.

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