Welche Systemkamera 2017? Vergleich nach Wechselobjektiven

„Welche Systemkamera?“ ist die falsche Frage. Wichtiger ist, für welches Objektiv-System du dich entscheidest. Wechselobjektive machen finanziell und optisch mehr aus, als die Kamera selbst.

Sony, Canon, Fuji oder Panasonic/Olympus?

Systemkameras sind die neuen DSLRs

Systemkameras sind gleichwertig mit Spiegelreflex-Kameras (DSLR), aber kleiner und leichter. Beim Reisen ist das Gewicht ein entscheidender Faktor. Eine Systemkamera ist deshalb die bessere Reisekamera.

Welche ist die beste Systemkamera: Sony, Canon, Fuji oder Olympus/Panasonic? Wichtiger als die Kamera selbst, ist die Familie von Objektiven, in die du dich einkaufst.

Alle Systemkamera-Hersteller haben inkompatible Objektivsysteme. Du kannst also nur die zu deiner Kamera passenden Wechselobjektive verwenden.

Der Knackpunkt ist, daß Objektive meistens wichtiger sind, als die technischen Eigenschaften einer modernen Kamera. Auch was den Preis angeht, machen Objektive mehr aus.

Vergleiche deshalb erst, welche Objektive du verwenden willst und dann kaufe die passende Systemkamera zu den Wechselobjektiven, nicht umgekehrt. So kannst du dir Geld und Ärger sparen.

4 inkompatible Systemkameras mit ihren Kit-Zooms - camerasize.com

Wechselobjektive sind wichtiger als Kameras

Die größte Investition bei einer Systemkamera, ist nicht die Kamera selbst. Es sind die Objektive. Der Kaufpreis von nur einem ordentlichen Objektiv kann bei einem Vielfachen des Kamera-Preises liegen.

Objektive sind nicht nur teuer sondern auch maßgeblich für die optische Leistung und Bildqualität einer Kamera. Wenn dein Bild verwackelt oder unscharf ist, ist bei einer modernen Kamera in erster Linie ein unpassendes Objektiv der limitierende Faktor.

Objektive sind außerdem langlebiger als Kameras, egal ob es um den Stand der Technologie oder um die Haltbarkeit eines einzelnen Objektivs gegenüber einer einzelnen Kamera geht.

Die optischen Eigenschaften von heutigen Objektiven bieten kaum noch Optimierungspotential. Die digitalen Eigenschaften auf Sensor- und Software-Seite sind noch optimierbar (Bayer-Filter, AD-Umwandler, Quanteneffizienz, Post-Processing).

Noch dazu werden Systemkameras immer austauschbarer. Das gilt um so mehr, wenn du gerade erst anfängst und ohne alte Gewohnheiten an eine neue Kamera herangehst. Aktuelle Systemkameras namhafter Hersteller sind sehr ausgereift und unterscheiden sich vor allem in Details.

Der wichtigste Faktor bei einer neuen Kamera ist heute, ob die erhältlichen und oder bezahlbaren Objektive deinen Ansprüchen genügen.

profikompakt

Profi-Kompaktkameras sind für viele Reisenden die beste Wahl

Stopp! Realitätscheck Systemkamera

Hat jemand „Objektive“ im Plural gesagt? Du magst aber gar keine Objektive wechseln oder dich auf einen Anwendungsbereich spezialisieren? Am liebsten fotografierst du mit dem Kit-Objektiv, das beim Kauf der Kamera dabei war?

Systemkameras mit Wechselobjektiv haben nur dann einen Vorteil gegenüber Kameras mit fest verbautem Objektiv, wenn Du entweder:

  1. ein Spezialobjektiv verwenden willst, z.B. Weitwinkel, Festbrennweite oder Telezoom
  2. mehrere Objektive zum Wechseln mitnehmen willst, je nach Situation

Wenn du nur einen Standardzoom auf eine Systemkamera setzt, dann brauchst du weder einen Objektiv-Vergleich noch eine Systemkamera.

Kaufe lieber eine High-End Profi-Kompaktkamera wie die große Panasonic LX-100 oder die kleine Canon G7X. Schau dir diesen Vergleich von Systemkameras mit Kompaktkameras an.

Event-Fotografie mit Sony 50mm f/1,8 OSS Portrait-Objektiv

Bist du schon versichert? 50 Reisekrankenversicherungen auf einen Blick

Reisefotografie und Objektiv-Typen

Objektive werden in erster Linie nach ihrer Brennweite unterschieden, also nach Zoomfaktor. Für die Reisefotografie sind folgende Brennweiten wichtig (Brennweiten und Blenden äquivalent Kleinbild – KB):

FotografieBeispieleBrennweiteBlende
ArchitekturBeispiele10-30 mmbis f/12
LandschaftBeispiele20-35 mmbis f/12
Strasse, Food, EventBeispiele35-70 mmf/4-f/8
Portrait, EventBeispiele70-135 mmf/3-f/4
Tiere, SportBeispiele135+ mmf/3-f/4

Um den kompletten Einsatzbereich eines Reisefotografen abzudecken, reicht ein Objektiv nicht aus. Wechselobjektive sind auf einen oder maximal zwei Bereiche spezialisiert.

Die Objektiv-Familien der verschiedenen Hersteller decken diese Anwendungsbereiche von der Auswahl und von der Qualität verschieden gut ab. Auch beim Preis gibt es große Unterschiede.

Objektiv-Familien werden nach ihrem Anschluss unterschieden, dem sogenannten Mount. Dieser Vergleich berücksichtigt 4 Mounts mit insgesamt 229 Objektiven aus den Daten von dpreview.com:

  1. Sony E-Mount (74 Objektive)
  2. Canon EF-M-Mount (15 Objektive)
  3. Fujifilm X-Mount (51 Objektive)
  4. Micro Four Thirds-Mount MFT (89 Objektive)

Stand: April 2017

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Sony E Objektive - camerasize.com

1. Systemkamera Sony E-Mount

sony_objektivsony_kameraz.B. für Sony a5100, a6000, a6300, a6500, NEX-7

Stärken und Schwächen

+ Bezahlbare Festbrennweite 35mm f/1,8 mit Bildstabilisator
+ Günstige Festbrennweite 50mm f/1,8 mit Bildstabilisator
+ Günstiges 16mm Pancake plus Weitwinkel und Fisheye
+ Viele gute oder günstige Objektive von Drittanbietern
– Kit-Zooms sind vergleichsweise unscharf
– keine bezahlbare f/1,8 Festbrennweite mit „Normalsicht“ (28-35mm äqu. KB)
– kein neues Sony APS-C E-Mount Objektiv seit 2013

Am besten geeignet für

  • Strasse, Food, Event
  • Portrait, Event

Auswahl

Sony E-Mount hat theoretisch die zweitgrößte Auswahl an Objektiven, aber es gibt viel Redundanz. 27 von 74 Objektiven sind außerdem Sony-FE Mounts, also für die Vollformatkamera Sony A7 konzipiert. Diese Vollformat-Objektive funktionieren zwar auch für APS-C Kameras wie a5100/a6500 oder NEX. Du legst aber drauf bei Gewicht, Größe und Preis, ohne von den optischen Vorteilen zu profitieren.

Alleinstellungsmerkmal

Herausragend bei Sony E-Mount ist das Sony 35mm f/1,8 OSS Objektiv* (53mm KB). Dank dem Bildstabilisator ist das Objektiv die beste Wahl für Strassenfotografie unter allen Systemkameras im Vergleich, vor allem mit dem ausgezeichneten Autofokus einer a5000/a6000.

Sonys Bildstabilisator OSS bringt etwa 2,5 Verdopplungen (slrgear.com). Wenn du also sonst mit 1/60 unverwackelt schießt, sollten dank OSS etwa 50% Deiner Bilder bei 1/8 unverwackelt sein. Besser wird es kaum für Strassenfotografie „aus der Hüfte“.

Weitere Stärken

1. Super Portrait und Event-Objektiv

Auch das Sony 50mm f/1,8 OSS Objektiv* (75mm KB) ist sehr gut, aber wegen der hohen Brennweite nicht so allgemein verwendbar. 75mm KB sind wiederum super für Portraits und für Events, zum Beispiel Festivals, Tanzvorführungen oder Umzüge.

Diese beiden Festbrennweiten sind dank Bildstabilisator konkurrenzlos mit Ausnahme von Panasonics bildstabilisierter 42,5mm f/1,7 Festbrennweite (85mm KB) und MFT Festbrennweiten in Verbindung mit einer Olympus-Kamera oder modernen Panasonic-Kamera, dank In-Body Bildstabilisator. Olympus und Panasonic haben aber kleinere Sensoren als Sony, mit weniger Lichtleistung, siehe den Hinweis zu MFT am Ende des Artikels.

2. Sehr günstiger Ultraweitwinkel und Fischauge

Das Sony 16mm f/2,8* Pancake-Objektiv wird mit dem Weitwinkelaufsatz VCL-ECU* oder dem Fischaugen-Aufsatz VCL-ECF* zu einer günstigen Weitwinkel/Ultraweitwinkel/Fischauge-Kombi. Leider ist das 16mm nicht das schärfste Objektiv und für scharfe Landschaftsaufnahmen ungeeignet.

3. Dritthersteller

Für Sony E gibt es die größte Auswahl von Drittherstellern:

  • Die 3 Sigma-Festbrennweiten 19, 35, 60mm f/2,8 sind sehr scharf mit gutem Preis-Leistungsverhältnis.
  • Das Sigma 30mm f/1,4 ist eine der günstigsten Festbrennweiten für extrem selektive Tiefenschärfe.
  • Das Tamron 18-200 deckt für nicht zu viel Geld einen sehr großen Brennweitenbereich ab.
  • Die Zeiss Objektive sind vor allem für anspruchsvolle Fotografen mit großem Geldbeutel gedacht.

Bei Samyang, Rokinon, Lensbaby usw. bitte aufpassen, diese Objektive unterstützen keinen Autofokus. Das ist für Ultraweitwinkel und Fischauge relativ egal, aber im Telebereich nervig.

Schwächen

Beide Sony E Kit-Zooms 16-50mm und 18-55mm sind weniger scharf als Kit-Zooms anderer Hersteller. Außerdem gibt es leider nur eine sehr teure f/1,8 Festbrennweite mit Normalsicht, die Zeiss 24mm für 900 Euro.

Einführungsartikel zu Sony E-Mount (englisch)

Objektiv Übersicht

Sony E-Mount Objektive bei amazon.de*

Kamera Übersicht

Sony E-Mount Kameras bei amazon.de*

camerasize_canon_m

Canon EF-M Objektive - camerasize.com

2. Systemkamera Canon EF-M Mount

canon_objektivcanon_kamerafür Canon EOS M, EOS M3, EOS M5, EOS M10

Stärken und Schwächen

+ Weitwinkel 11-22mm mit Bildstabilisator
+ Canon DSLR EF-S Objektive per Adapter
+ kompakte Festbrennweite 22mm f/2,0
– Autofokus
– begrenzte Auswahl

Am besten geeignet für:

  • Landschaft
  • Architektur

Auswahl

Canon EF-M hat die kleinste Auswahl an Objektiven im Vergleich. Durch einen Adapter kannst du aber alle Canon DSLR-Objektive mit Autofokus verwenden. Das ist keine Optimallösung, aber interessant für Canon DSLR Vorbesitzer.

Alleinstellungsmerkmal

Canon EF-M liegt im Weitwinkelbereich vorne. Von Canon gibt es einen preisgünstigen und sehr guten Weitwinkel-Zoom, der vom Normalbereich bis in den Ultraweitwinkelbereich reicht, der EF-M 11-22mm f/4-5,6 IS* (17-35mm KB).

Das Objektiv hat einen Bildstabilisator und schneidet besser ab, als die viel teureren Alternativen von Sony und Olympus.

Weitere Stärken

1. Günstige „Normalsicht“-Festbrennweite

Das Canon EF-M 22 f/2,0* (35mm KB) ist die günstigste Systemkamera-Festbrennweite für „Normalsicht“. 35mm KB entsprechen ungefähr dem menschlichen Sichtfeld (~43mm KB). 35mm ist neben 28mm auch die beliebteste Brennweite für Kameras ohne Zoom, also eine „Immer-Drauf“ Festbrennweite für Street – leider ohne Bildstabilisator.

2. Preisgünstiger Adapter für EF-S

Mit dem EF-S Adapter* kannst du alle Canon DSLR Objektive an der EOS M verwenden, inklusive Autofokus-Funktion. Um die Kompaktheit nicht zu verlieren, lohnt sich das vor allem bei sehr kleinen Objektiven, wie der sehr günstigen Canon EF-S 50mm f/1,8* Festbrennweite. Es bieten zwar alle Hersteller Adapter auf DSLR-Systeme an, aber Canon DSLRs sind viel verbreiteter als DSLRs von Sony, Samsung, Olympus, Panasonic oder Fuji.

Schwächen

Der Autofokus von Canon M Kameras ist seit der EOS-M3 besser geworden, aber noch nicht so schnell wie bei der Konkurrenz. Für Landschaft und Architektur ist das vollkommen egal, aber für Street macht es einen Unterschied.

Objektiv Übersicht

Canon EF-M Objektive bei amazon.de*

Kamera Übersicht

Canon EOS M Kameras bei amazon.de*

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Fuji X Objektive - camerasize.com

3. Systemkamera Fuji X-Mount

fuji_objektivfuji_kameraz.B. für Fuji X-T2, X-T20, X-A3, X-E2S, X-M1, X-Pro2

Stärken und Schwächen

+ Kit Objektiv 18-55mm f/2,8-4 OIS
+ sehr scharfe Festbrennweiten mit f/2
+ sehr kompakte Pancakes mit 27mm f/2,8 und 18mm f/2,0
– evt. groß
– evt. schwer
– teuer

Am besten geeignet für:

  • Allrounder, außer für Tiere und Sport

Auswahl

Fuji hat das hochwertigste Objektivsortiment im Vergleich und deckt fast alle Bedürfnisse ab, besonders bei den Festbrennweiten. Als einziger Hersteller hat Fuji außerdem eine verlässliche Objektiv Roadmap. du merkst leider am anspruchsvollen Preis, dass Fujinon-Objektive für Fortgeschrittene sind.

Alleinstellungsmerkmal

Das Fujinon 18-55mm f/2,8-4 OIS* (27-82mm KB) ist das mit Abstand beste (und größte) Kit-Objektiv im Vergleich. Es ist schärfer und maximal hereingezoomt auf 82mm, ist dieses Objektiv doppelt so lichtstark, wie die Kit-Objektive von Sony und Canon, die wiederum lichtstärker sind als die von Panasonic und Olympus, wegen der kleineren MFT Sensoren.

Es ist ein optimales „Immer-Drauf“- Objektiv. Das günstigere Kit-Objektiv 16-50mm f/3,5-5,6 OIS (24-75mm KB) wäre eine Verschwendung. Das teurere Standardzoom 16-55mm f/2.8 ist zwar lichtstärker und optisch besser, aber hat keinen Bildstabilisator und ist doppelt so schwer und groß.

Wenn du nur mit Kit-Zoom fotografieren willst, bist du mit der Panasonix LX-100 besser beraten.

Weitere Stärken

1. Sehr scharfe Festbrennweiten

Für Fuji X gibt es seit der ersten Stunde superscharfe und superteure Festbrennweiten mit sehr lichtstarken f/1,4 und f/1,2. Für Reisende interessanter sind bezahlbare und kompakte Neuerscheinungen wie Fujinon XF 23mm f/2,0*, Fujinon XF 35mm f/2,0* und Fujinon XF 50mm f/2,0*. Die sind auch besser vor Staub und Wasser geschützt und haben einen schnelleren Autofokus als die älteren Objektive.

2. Kompakte Pancake-Festbrennweiten

Handlicher sind die kompakten Pancakes Fujinon 18mm f/2,0* (27mm KB) und Fujinon 27mm f/2,8* (41mm KB). Diese beiden Wechselobjektive sind nah dran am „Pfannkuchen“-Format.

Schwächen

Optisch sind Fujinons über fast alle Zweifel erhaben. Aufpassen solltest du vor allem bei Gewicht, Größe und dem Preis.

Einführungsartikel zu Fuji X-Mount (englisch)

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Fuji X-Mount Objektive bei amazon.de*

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Fuji X-Mount Kameras bei amazon.de*

camerasize_panasonic_mft

Micro Four Thirds Objektive - camerasize.com

4. Systemkamera Micro Four Thirds Mount

mft_objektivmft_kameramft_kamera2z.B. für Olympus OM-D E-M1, OM-D E-M5, PEN E-P5 / Panasonic Lumix DMC-GX8, GX85, GX850

Stärken und Schwächen

+ Megazooms
+ kleinste und leichteste Objektive
+ In-Camera Bildstabilisator für alle Objektive
– Kleinere Sensoren sind 33% weniger lichtstark

Am besten geeignet für:

  • Sport, Tiere

Auswahl

Für den Micro Four Thirds (MFT) Mount bauen gleich 2 Hersteller Kameras und Objektive: Panasonic und Olympus. Das bedeutet sehr viel Auswahl, aber auch viel Redundanz: Fast jede Brennweite wird von beiden Herstellern bedient.

Obwohl ein Olympus Objektiv perfekt auf eine Panasonic Kamera passt, solltest du wegen dem Bildstabilisator aufpassen. Panasonic hat einen Bildstabilisator im Objektiv und Olympus in der Kamera. Nur die neuesten Panasonic-Kameras haben ebenfalls einen Bildstabi in der Kamera.

Alleinstellungsmerkmal

Der große Vorteil von den kleinen MFT-Sensoren ist, dass alle Objektive etwas kleiner und leichter sind, als bei anderen Herstellern. Deshalb gibt es Superzoom-Objektive mit Brennweiten größer als 300mm KB nur für MFT und nicht für andere Systemkameras. Olympus und Panasonic haben beide ein Superzoom bis 600mm. Wenn du auf Safari gehst, ist MFT die erste Wahl.

Bitte beachte, dass du bei den kleinen MFT-Sensoren für KB-Äquivalenz mit Crop-Faktor 2 multiplizieren musst: Das Panasonic Lumix G Vario 100-300mm f/4-5,6 II* ist also äquivalent zu 200-600mm KB. Bei Sony und Fuji ist es Crop-Faktor 1,5 und bei Canon Crop-Faktor 1,6.

Weitere Stärken

1. Niedriges Gewicht und Größe

Der Gewichts- und Größenvorteil gilt nicht nur für die Megazooms. Wechselobjektive mit MFT-Mounts können kleiner und leichter sein als die der Konkurrenz.

2. Bildstabilisator in der Kamera

Olympus bietet In-Camera Bildstabilisatoren mit allen Objektiven. Neue Modelle sollen 2,5 Stops erreichen, auch für Video. Auch Panasonic hat in den neuesten Kameras ab GX7 einen Bildstabilisator in der Kamera.

3. Dual IS extremer Bildstabilisator

Du kannst mit einer neuen Panasonic-Kamera mit IS und Panasonic-Objektiv mit IS beide Stabilisatoren als Dual IS Kombination nutzen für einen regelrechten „Stativ-Effekt“.

Schwächen

MFT-Sensoren sind 33% kleiner als APS-C Sensoren (Sony, Fuji, Canon). Die MFT-Objektive müssen 33% lichtstärker sein um den kleineren MFT-Sensor auszugleichen. Sind sie aber nicht.

Alle MFT-Objektive sind in der Äquivalenz 33% weniger lichtstark als Objektive mit gleicher Blende von anderen Herstellern. Genau das gleiche gilt für die selektive Tiefenschärfe.

Exkurs: Sensorgrößen

Das Rauschverhalten bei ISO 1437 von einer Sony a6300 (APS-C-Sensor mit Crop-Faktor 1,5) entspricht dem Rauschverhalten bei ISO 806 von einer Panasonic Lumix DMC-GX8 (MFT-Sensor mit Crop-Faktor 2,0) – Quelle: DXOMark. Erst wenn das Objektiv der Panasonic 78% lichtstärker ist als das der Sony, sind die beiden Systeme vom Rauschverhalten gleichauf.

Geringer sind die Auswirkungen des kleinen Sensors bei der selektiven Tiefenunschärfe mit 33% Unterschied. Hier spielt nur die Sensorgröße eine Rolle, während beim Rauschverhalten auch Quanteneffizienz usw. wichtig sind. Die ist bei Sony-Sensoren anscheinend besser.

Exkurs: äquivalente Blende

Einfacher als über das Rauschverhalten ist der Vergleich verschiedener Sensorgrößen in äquivalenter Blende, analog zur äquivalenten Brennweite. Dabei wird der Unterschied bei Rauschverhalten und Tiefenschärfe direkt auf die Blende umgerechnet:

  • Blende f/2,8 bei einem APS-C Sensor (CF 1,5) ist äquivalent zu Blende f/4,2 im Vollformat
  • Blende f/2,8 bei einem Canon APS-C Sensor (CF 1,6) ist äquivalent zu Blende f/4,5 im Vollformat
  • Blende f/2,8 bei einem MFT Sensor (CF 2,0) ist äquivalent zu Blende f/5,6 im Vollformat

Du kannst einfach mit dem Crop-Faktor (CF) multiplizieren. Das ist nur eine ungefähre Anäherung.

Einführungsartikel zu Micro Four Thirds (englisch)

Objektiv Übersicht

Micro Four Third Mount Objektive auf amazon.de*

Kamera Übersicht

Panasonic MFT Kameras auf amazon.de*
Olympus MFT Kameras auf amazon.de*

dxomark

Lichtleistung KB, APS-C, MFT, 1" und 1/2.3" Sensoren - DXOMark.com

6 weitere Objektiv-Familien

eingestellte Systeme

  • Samsung NX (APS-C Sensor)
    für Samsung NX 500, Samsung NX 3000
  • Samsung NX Mini (1″ Sensor)
    für Samsung NX Mini

Samsung hat sich 2016 vom Kameramarkt zurückgezogen.

Mini-Sensoren

  • Nikon 1 (1″ Sensor)
    für Nikon 1 V3, 1 J5, 1 S2
  • Pentax Q (1/2.3″ Sensor)
    für Pentax Q10, Q7, Q-S1

MFT-Sensoren sind weniger lichtstark als APS-C Sensoren und 1″ Sensoren sind nochmal weniger lichtstark als MFT. Es ist ein Unterschied von einer Verdopplung zwischen Crop-Faktor 1,5 und Crop-Faktor 2,7. Das heißt Festbrennweiten beim kleinen Sensor sind auf dem Niveau eines Kit-Zoom beim großen Sensor, was Tiefenschärfe und Lichtleistung angeht.

Vollformat-Sensoren

  • Leica M (Vollformat-Sensor)
    für Leica M TYP 240
  • Sony FE (Vollformat-Sensor)
    für Sony A7, Sony A7S, Sony A7R

Leicas sind die Ferraris unter den Systemkameras mit Vollformat-Sensor und unglaublichen Objektiven. Leider kosten sie auch entsprechend. Mehr als 6.000 Euro kostet die Leica M TYP 240 mit Kit-Objektiv.

Wenn du die Pferdestärken eines Ferrari zum halben Preis willst, schau Dir besser die Sony A7 Vollformat-Systemkameras an. Achtung: Sony E-Mount passt zwar physisch auf die Sony A7, aber der Vollformat-Sensor wird mit Crop-Format-Objektiven nur teilweise belichtet. Du brauchst sogenannte Sony FE-Mount-Objektive, die größer, schwerer und teurer sind.

Vollformat-Objektive sind viel größer als APS-C-Objektive. Das ist ähnlich wie zwischen APS-C und MFT. Für eine Empfehlung als Reisekamera sind Vollformat-Kameras zu groß, zu schwer und zu teuer.

Ein Objektiv-Set für Sony E-Mount

Systemkamera Empfehlungen

Aus dem Objektiv-Vergleich ergeben sich diese Empfehlungen:

Video

Sony und Panasonic sind die beiden Hersteller mit der größten Video-Erfahrung. Sony a5100 und Sony a6300 sind z.B. sehr gut für Video. Für Sony E gibt es auch bildstabilsierte Festbrennweiten mit 35mm und 50mm.

Denke aber auch über eine Profi-Kompaktkamera mit 4K Video nach, wie die zu groß geratene Panasonic Lumix LX-100* oder bei ausreichend tiefem Geldbeutel die Sony RX100* MK IV und V.

Beitrags-Historie:

  • 17.11.2015: Erstmals veröffentlicht
  • 05.04.2017: Samsung NX rausgenommen, neue Fujinons eingefügt, MFT Panasonic In-Camera Bildstabi aktualisiert, MFT Sensorgrößen besser erklärt

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Deine Meinung? Sei freundlich. Verlinke ruhig.
  1. Marc says:

    Super Beitrag und vielen Dank für die Verlinkung.

    Gerade weil Objektive so langlebig sind, mache ich mir Gedanken, wie lange das Format unterstützt wird.
    Bei Samsung gab es dieses Jahr bspw. das Gerücht, dass sie aus dem Kamera-Business aussteigen wollen – keine Sorge, das Gerücht hat sich nicht bestätigt.
    Bei Sony wurde in den letzten Monaten der A-Mount vernachlässigt und wer weiß, was andere Hersteller vor haben.
    Aus diesem Grund finde ich die Entwicklung der Adapter super spannend. Bis jetzt scheinen die Dinger zwar noch nicht 100%ig zu funktionieren, für die Zukunft verspricht es aber viel gutes.

    Müsste ich mich für eine neue Objektiv-Familie entscheiden, dann würde ich definitiv ein Auge auf die Verfügbaren Adapter werfen und mir genau anschauen, wie dort die Entwicklung weiter geht.

    Ich muss mich zum Glück aber nicht entscheiden :)

    Viele Grüße,
    Marc

    Antworten
    • Hi Marc, guter Punkt. Wie bei Sony steht, deren letztes APS-C Objektiv ist von 2013. Nicht sehr ermutigend…

      Das mit Samsung habe ich gehört und konnte es kaum glauben. Wäre sehr schade gewesen, aber für Schnäppchenjäger eine Gelegenheit, oder?

      2 Hinweise zu Adaptern, bitte beachten
      1. Meines Wissens ist es unmöglich Adapter zwischen Mirrorless Formaten zu bauen. Zwischen DSLR und Mirrorless funktioniert das nur, weil bei DSLRs bedingt durch den Spiegel mehr Flansch vorhanden ist. Das gleicht der Adapter physisch aus.
      2. Viele Adapter, gerade von 3rd Party Herstellern, übertragen keine elektronischen Signale. D.h. kein Autofokus, keine EXIF-Bilddaten, evt. keine Belichtungsmessung, etc.

      Ich bin kein Fan von Adaptern, weil so der Größenvorteil verloren geht.

    • Marc says:

      Es ist es doch bestätigt. Zumindest aus Deutschland zieht sich Samsung zurück:http://www.fotomagazin.de/technik/samsung-zieht-sich-vom-deutschen-fotomarkt-zurueck

      Zu den Adaptern:
      Du hast recht, ein Apdapter kann nur zwischen Mirorrless und DSLR funktionieren und ja, der Größenvorteil ist dann auch weg…

      Die Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv scheint aber immer besser zu funktionieren. Ich denke, dass wir bald brauchbare und bezahlbare Lösungen sehen werden. Siehe dazu z.B. hierhttp://briansmith.com/canon-ef-to-sony-e-mount-smart-adapter-compatibility-guide/

      Viele Grüße,
      Marc

    • Das gibt’s ja nicht, ich habe diesem Samsung Gerücht überhaupt keine Beachtung geschenkt. Mal ehrlich: an Stelle von Samsung wäre ich auch enttäuscht. Die haben den besten Sensor, super Objektive und das alles zu einem guten Preis. Wahrscheinlich sind die Verkaufszahlen trotzdem nicht so prickelnd, weil der gute Ruf fehlt :(

    • Angeblich will Nikon die Systemkamera-Sparte von Samsung übernehmen. Damit hätte Nikon von heute auf morgen den aktuell besten APS-C Sensor und ein riesiges Sortiment hochwertiger Kameras und Objektive? Und das mit Nikons gutem Namen!

      Auf der CES im Januar soll es Details zu dem Deal geben. Endlich kommt Schwung in die Bude ;)

  2. Oli says:

    Hi Florian,

    vielen Dank für die Verlinkung – die ich gar nicht bemerkt hätte, wenn ich nicht ein treuer Leser wäre… Das Pingback kam nämlich nicht an. Nur so zur Info… :)

    Mich stört an Wechselobjektiven ihre beschränkten Einsatzmöglichkeiten. Dabei geht es nicht nur um den Zoombereich. Der 83x-Zoom bei der Nikon ist ohnehin fürn Arsch. Im Realeinsatz benutze ich den vollen Zoom eh nie. Aber mit meiner Bridge-Kamera kann ich bis zu einem Zentimeter an ein Objekt ran und es wird noch immer scharf. Bei den meisten Kameras mit Wechselobjektiv muss ich mir da ein extra Makro-Objektiv zulegen, das ich dann im Fall der Fälle doch nicht dabei habe.

    Es mag sein, dass man sich die breiteren Einsatzmöglichkeiten mit einer geringeren Lichtempfindlichkeit einkauft. Aber meine neue Bridge-Kamera macht bei schlechten Lichtverhältnisse deutlich schärfere Bilder als meine etwa fünf Jahre alte DSLR. Einzig das Ultraweitwinkel vermisse ich.

    Gruss,
    Oli

    Antworten
    • Komisch mit dem Pingback. Weiß Gott woran das wieder liegt.

      Eines der beliebtesten, weil günstigsten Superzoom Objektive ist das Tamron 18-200mm. Gibt’s z.B. für Sony E, Canon EOS M und in etwas abgeänderter Form als 14-150mm für Panasonic/Olympus MFT. Die Minimum Focus Distance vom Tamron liegt durchgehend bei 45cm. Bei der Nikon P900 sind’s 50cm bis 5m, je nach Brennweite.

      Q.E.D. ;)

    • Oli says:

      Ich weiss nicht, wo du diese Zahlen her hast. Aber bei der P900 kannst du ganz nahe ans Objekt ran. Ich schätze etwa 1 cm. Hab das gerade nochmals ausprobiert, um sicher keinen Unsinn zu erzählen. Realistischer sind aber etwa 5cm, weil das Objekt sonst im Schatten liegt.

      Bei unseren nächsten Reise zeige ich dir das gerne, bis dahin kannst du bei meinen Fotos aus Äthiopien schauen. Zum Beispiel in Axum die Fotos, die ich von meinem Handy gemacht habe. Da sind garantiert mit weniger als 50 Zentimeter Abstand aufgenommen.

    • Oli says:

      Sorry, hab den Link zur Quelle erst gesehen, nachdem ich den Beitrag geschrieben habe. Wenn du dort eine Zeile weiter liest, steht vor übrigens auch, dass der Mindestabstand 1 cm beträgt.

      Q.E.D. :)

    • Das mit dem Makro-Modus habe ich übersehen. Ok, dann lassen wir Dein Q.E.D. stehen und ich ziehe meins zurück ;)

  3. Thomas says:

    Hallo Flo,

    mein Tipp für die Leser deines Artikels:

    Anstatt stundenlang das Netz nach “der perfekten Reisekamera” oder dem „perfekten Objektiv“ zu durchforsten, Kamerareviews zu studieren und die Technik vor das Foto zu setzen, investiert diese Zeit lieber in Grundlagen zur Fotografie und lernt die Kamera, welche ihr besitzt aus dem FF zu bedienen. Gleiches gilt auch für euer Handy oder z.B. euren iPod mit Kamerafunktion.
    Denn wichtiger als das Objektiv oder die Kamera ist derjenige, der den Auslöser betätigt.

    Viel Spaß beim Fotografieren

    Thomas

    Antworten
    • Hi Thomas, Du willst uns doch nicht den Spass am Vergleichen nehmen? ;)

      Es stimmt zwar, dass der Fotograf entscheidend ist, aber die falsche Kamera kann sehr einschränken.

      Wer also 15.000 Euro in seine Weltreise investiert, sollte noch ein paar Hundert Euro für eine gute Kamera entbeeren. Die Gelegenheit kommt meistens nur einmal. (und ich bin normalerweise kein „Die Gelegenheit kommt nur einmal“-Sager)

  4. Daniel says:

    Hallo Florian, sehr lesenswerter Artikel. Danke dafür! Also ich benutze nun schon seit knapp 4 Jahren Fuji und bin dann vor ein paar Monaten endlich zum richtigen X-Mount umgestiegen. Das 18-55 ist tatsächlich eine Hammer-Linse! Wahrscheinlich das beste Kit-Objektiv, das ich je in der Hand hatte. Allerdings lohnt sich eine Fuji erst richtig mit Festbrennweite. Vorzugsweise 23-35mm. Als Alleinstellungsmerkmal sehe ich bei Fujis definitiv das Bedienkonzept. Alles sehr entschleunigt und irgendwie an die „gute, alte Analogzeit erinnernt. Keine Leica, aber irgendwie das einzige was dem etwas nahe kommt und dabei auch noch bezahlbar ist. ;)

    Antworten
    • Hi Daniel, das Bedienkonzept der Fujis habe ich nun erwähnt. Besonders gefallen mir die vielen manuellen Einstellungen. Das „Museumskamera“-Design hingegen ist mir wurscht, es geht wie in jeder Liebe um die inneren Werte ;)

      Zu den Festbrennweiten gebe ich Dir Recht. Schau auch mal bei Simon von umdieweltreise vorbei, der fotografiert mit Fuji und 3 Festbrennweiten.

      Ich denke in dem Artikel ist ein wenig rübergekommen, dass ich von Kit-Zooms nicht viel halte. Das Fuji 18-55 ist eine positive Ausnahme, aber wenn das mein einziges Objektiv ist, bekomme ich für weniger Geld eine Panasonic LX-100 mit einem besseren Objektiv.

  5. Simon says:

    Das die Micro Four Thirds nur halb so lichtstark sind ist nicht richtig. Blende 2.8 ist immer Blende 2.8. Es halbiert sich lediglich die Freistellungsmöglichkeit auf 5.6.
    Der Faktor 2 gilt übrigens nur gegenüber einer 35mm FF Kamera. Alle aufgeführten sind aber APS-C, d.h. auch sie verlieren gegenüber 35mm FF um den Faktor 1,5 bis 1,6.

    Der Unterschied zwischen MFT und APS-C ist also (fast) vernachlässigbar.

    Dazu kommt, dass weder SOny, noch Canon ein 2.8 oder wenigstens ein 4.0 Zoom anbieten.

    Antworten
    • Hi Simon,

      Du hast völlig recht mit dem Freistellen des Hintergrunds.

      Aber Du vergisst den ISO. Schau nochmal in den Artikel, da ist eine Grafik mit Messwerten von DXOMark eingebunden.

      Da siehst Du, dass vom Rauschverhalten ISO 800 bei MFT ISO 1300 bei APS-C entspricht. Ok, ist jetzt nicht ganz eine Verdopplung, deswegen steht da „fast“.

      Von APS-C nach 35mm FF ist es ein größerer Schritt, da sind ISO 1300 und ISO 3400 äquivalent, also mehr als eine Verdoppelung.

      Das hängt natürlich ganz vom jeweiligen Sensor ab, ich habe jeweils den besten in der Klasse betrachtet. Viele MFT Sensoren sind nicht so gut, wie der von der Olympus E-M5 und viele FF nicht so gut wie der von der Sony A7. Für APS-C ist es recht homogen.

      Insgesamt verlierst Du also von MFT auf FF ca. 2 Stops, also Faktor 4 an Schwachlichtleistung und gegenüber APS-C fast 1 Stop, also Faktor 2.

      Das deckt sich auch einigermaßen mit der Faustformel Cropfaktor quadriert, die ja für die äquivalente Blende verwendet wird.

      Fazit
      MFT war damals revolutionär, aber heute sind die Kameras viel zu groß für ihre kleinen Sensoren.

      Ne Sony a5000 mit CF 1,5 ist ja kleiner als die meisten Olympus mit CF 2,0. Das darf einfach nicht passieren.

      Die einzigen Kameras mit MFT-Sensoren, die momentan ihre Berechtigung haben sind imho die Panasonic GM-1 (Größe!) und die Panasonic LX-100 (lichtstarkes Zoom, aber ohne Wechselobjektive).

      Wenn Du das ganze lieber als Video ansehen willst:

      Das mit dem f/2,8 Zoom stimmt für Sony und Canon aber nicht für Samsung und Fuji. Außerdem, hast Du mal gesehen, wie groß, schwer und v.a. teuer f/2,8 Zooms sind? Das hat mit einer Reisekamera nicht mehr viel zu tun, oder?

      V.a. wenn man bedenkt, dass eine Canon G7X oder Sony RX100 mehr leistet, als eine MFT mit f/2,8 Zoom.

  6. Simon says:

    Hallo,

    ja der Sensor rauscht um knapp den Faktor 2 mehr. Das ist korrekt. Allerding relativiert sich das bei Fuji und Canon durch die nicht vorhandenen Lichtstarken Zooms, während es für MFT eine ganze Reihe durchaus kompakter 2.8 Zooms gibt. (12-35 2.8)
    EM10 auf A5100 verliert ca. 1,5 Stops, würde ich vermuten. Auf die A7 II sind es eher 2,5 bis 3.

    Die OMD-EM10 ist übrigens nicht so groß, bei den anderen stimme ich zu, was die Größe angeht.

    Toller Blog übrigens und klasse Bilder.

    Antworten
  7. Marlen says:

    Hallo. Ich traue mich kaum zu schreiben, aufgrund der Fülle der Infomationen hier und dem gegenüberstehend mein Unwissen ;) ….. aber ich stehe in der Tat vor der Frage, welche Kamera ins Reisegepäck soll.

    Wir haben die Canon 600D – diese ist mir zu schwer und unhandlich. Aber ich liebe die Bildqualität der 600D, die Fotos sehen einfach toll aus, selbst wenn wir Anfänger ein Portraitfoto machen. Wenn ich mit dem 18-55 Objektiv unterwegs bin, vermisse ich bei so mancher Gelegenheit das noch größere Objektiv (Tamron, keine Ahnung, irgendwas mit 200 – sehts mir bitte nach) zum näheren Ranzoomen. Deswegen wollte ich eigentlich eine DSLR mit einem 18-200 Objektiv zulegen, stolperte aber beim googlen über diesen Beitrag hier.

    Das Gewicht und die Maße sprechen nun in der Tat für die Mitnahme einer Systemkamera. Ich möchte vor allem meine Kinder, drinnen und draussen, von nah und fern, meistens in Bewegung ;) und Landschaft fotografieren.

    Nun hatte ich gehofft, einfach vergleichen zu können, indem ich eine Systemkamera mit Brennweite 18-200 suche. Aber da sich die Berechnung unterscheidet, ist wohl kein einfacher Vergleich möglich…. ich habe versucht, mich einzulesen, aber komme nicht wirklich weiter.

    Im Text wird die Samsung NX3000 genannt, für 350EUR – leider ist diese im Preis nun deutlich teuer, knapp 500EUR nämlich. Der Komplettpreis um die 350EUR wäre ideal ;) Könntest du mir ein Modell empfehlen, was ich mir genauer anschauen sollte? Und vor allem, nach welcher Brennweite muss ich schauen? Mir fiel zB. die SONY Alpha 5000 auf, 16-50mm. Wäre diese ein Modell, was in mein grobes Suchmuster passt?

    Danke und liebe Grüsse, Marlen

    Antworten
    • Hi Marlen, ich beiß nicht ;)

      Du hast recht, dass Du umrechnen musst, aber der Crop-Faktor ist bei den von Dir erwähnten Spiegellosen von Sony und Samsung (1,5) fast der gleiche wie bei Deiner Canon 600D (1,6). D.h. die Brennweiten sind auch vergleichbar ohne den Faktor.

      Ich sehe für Deine Bedürfnisse 2 Möglichkeiten, wenn Du auf eine reisetauglichere, leichtere Kamera umsteigen willst:

      1. Eine Canon EOS M mit nem Tamron 18-200. So bekommst Du Deinen Zoom, aber das ist erstens schwer und zweitens teuer (das Objektiv allein kostet 370€)
      2. Eine Profi-Kompaktkamera, wie die Canon G7X oder Sony RX100 II. Du hast hier immerhin mit 24-100mm (äqu. KB) 50% mehr Zoombereich als bei Deiner Canon 600D mit 29-88mm (äqu. KB)

      Ich verwende selbst eine Canon G7X als Hauptkamera, nachdem ich von einer DSLR mit Kit-Objektiv ähnlich wie Deine umgestiegen bin. Die Bildqualität ist absolut ebenbürdig. Der Sensor ist zwar kleiner, aber die Optik ist besser.

      Die Kamera ist ein Ultraleichtgewicht und wirkt erstmal wie ein Spielzeug. Ist sie aber nicht. Wenn Du eh nur das Kit-Objektiv verwenden willst, sind die Canon G7X oder die Sony RX100 die bessere Wahl. Das kann Dir auch jeder bestätigen, der eine hat.

      Eine Canon G7X kostet momentan 525€, die Sony RX100 II kostet 460€, die ältere Sony RX100 I kostet nur 340€. Ich bin Fan der G7X, aber dass sie wirklich fast 200€ mehr wert ist als die Sony RX100 I glaube ich nicht.

      Mehr zu den Profikompakten findest Du auch am Anfang dieses Artikels unter Realitätscheck Systemkameras. Bitte nicht von der Größe täuschen lassen.

  8. Toller Beitrag Florian.

    Am Anfang hast du direkt auf die Sony RX100 Reihe hingewiesen.
    Wir sind mit der RX100 IV unterwegs und super glücklich.
    Foto und Video in mega guter Qualität, im „immer dabei Hosentaschenformat“.

    Manchmal fehlt einem der Zoom, aber in 95% der Fälle sind wir einfach froh, keine große Ausrüstung mit uns „herumschleppen“ zu müssen.

    Wenn es dann mal nach Afrika auf Safari geht, wird wohl auch wieder eine neue Kamera hinzukommen… aber bis dahin ist noch Zeit.
    Nur spätestens dort würden wir uns ohne großen Zoombereich wohl in den Po beißen. ;)

    Schönen Dank für die tolle Übersicht und liebe Grüße aus Australien,
    Daniel und Jessi

    Antworten
    • Cool, die MK IV. Macht ihr so viele Videos, weil ihr euch für die teurere Version entschieden habt?

      Ja, spätestens in Afrika fehlt der Zoom. Wir haben uns mal überlegt in Sri Lanka auf Elefantensafari zu gehen, aber ich wusste genau, dass ich das ohne fetten Zoom eh nicht fotografieren kann.

      Wir haben stattdessen lieber die Ruinen der alten Hauptstadt Pollonaruwa angeschaut. Die konnte ich dann auch mit der kleinen G7X (ähnlich Sony RX 100) gut ablichten ;)

      Grüssle aus Singapur,
      Florian

  9. Seb says:

    Hi Flo,

    cooler Artikel und super recherchiert!

    „Wenn Du mich fragst, sind 3 von 4 Reisenden mit einer Profi-Kompakten am Besten bedient und selbst für anspruchsvolle Profis ist eine „Immer Dabei“ Zweitkamera eine tolle Sache.“

    Da bin ich ja echt auch von überzeugt. Für mich ist die Sony RX100 III zum Beispiel die optimale Kombi aus Leistung/Qualität und Größe. Die macht tatsächlich meine alte (mittelpreisige) DSLR, die ich um die halbe Welt geschleppt habe, locker platt.

    Wenn ich allerdings wieder was mit Wechselobjektiven haben möchte, dann auch auf jeden Fall ’ne DSLM. Großer Favorit ist gerade die Sony Alpha A7. ;-)

    Ich finde sowohl bei DSLRs wie auch bei DSLM macht die Anschaffung für die Reise erst richtig Sinn, wenn man es mit dem Fotografieren ernst meint. Also es als dediziertes Hobby betreibt, oder die Bilder später verkaufen möchte. Für alle anderen reicht ne Profi-Kompakte. Schon allein wegen dem geschleppe! ;-)
    Und wenn man es dann schon ernst meint, darf der Body auch gerne1500 € + kosten. Vorher finde ich den Qualitäts Sprung von einer guten Kompakten auch wieder zu klein, um die ganzen (teuren) Objektive ect. zu rechtfertigen!

    Danke und viele Grüße!

    Seb

    Antworten
    • Hi Seb, das seh ich ganz genauso. Es muss schon einen lohnenswerten Qualitäts-Sprung geben um die Profi-Kompakte aufzugeben.

      Deine Sony A7 in Spe wäre natürlich das Geschleppe wert. ;)

  10. Carsten says:

    Hallöchen,
    schöner Blog, der mich ins Grübeln gebracht hat. Vielen Dank dafür.
    Meine Canon 350D mit IS USM 18-55 soll weg, fürchterlicher Klotz und nie dabei, 10-22 mm eher selten genutzt.
    Vor dem Blog war meine Idee: Fuji X100T, schön vor den Bauch gehängt wie beim Klischeetouristen, für immer dabei und für Reise, Leute, Straße. Aber wird mir diese eine Brennweite reichen? – Keine Ahnung. Wäre ein Experiment. Das würde mich interessieren: Auf Reisen mit genau einer Brennweite.
    Und nun stoße ich hier auf die Lumix LX100 und das Grübeln geht von vorne los. Mist. Kleiner als APSC wollte ich eigentlich nie, weil das für mich nach Spielzeug klingt. Aber scheinbar taugt das Zeug doch was für den Amateur, behauptet zumindest das Internet.
    Ganz schöner Luxus, diese Entscheidungen treffen zu dürfen …

    Antworten
    • Wenn Du ins Grübeln gekommen bist, hat der Text sein Ziel erreicht. Willkommen bei der Qual der Wahl ;)

      Die Panasonic LX100 ist ein wunderschönes „Spielzeug“. Ich finde sogar die kleinen 1 Zoll Kameras wie Sony RX100 und Canon G7X mehr als ausreichend für Normalsterbliche, vor allem für Rucksackreisende oder als Immer-Dabei-Zweitkamera.

      Die G7X ist mittlerweile meine einzige Kamera. Das hätte ich vor 2 Jahren nicht gedacht…

  11. Mike says:

    Hallo Flo,

    Ein wirklich toller und gelungener Beitrag (auch wenn er schon etwas älter ist :D)
    Ich habe mich letzendlich für die Sony Alpha 6000 entschieden und muss wirklich sagen, dass sie top Bilder macht. Hinzu kommt das sie im Vergleich zu meine Canon EOS 700D um einiges handlicher ist. Für mich ist sie die perfekte Reisekamera.

    Antworten
  12. Hi Florian
    Danke für diesen Beitrag!
    Wir sind momentan gerade in der Entscheidungsphase, ob wir uns eine Sony Alpha 6000 oder eine Sony A7 anschaffen wollen. Momentan schreckt uns der Preis der Sony A7 noch etwas ab, andererseits werden wir 3+ Jahre auf Weltreise gehen und sehen durchaus den nutzen in einer Vollformatkamera. Aber dann ist da dann auch das zusätzliche Gewicht und die Objektive die man mitnehmen muss. Hmmm… die Entscheidung fällt uns wirklich nicht einfach. Trotzdem hat uns dein Artikel ein wenig mehr Klarheit verschafft. Vielen Dank!
    Michelle & Andrea

    Antworten
    • Hi Michelle & Andrea,

      ich kenne Eure Anforderungen nicht, aber vielleicht hilft auch diese Übersicht zu Digitalkameras mit Zoom. Gerade frisch überarbeitet.

      Da ist überraschenderweise die Sony A7 kein Gewinner. Ich würde die Vorteile einer Vollformat nicht überschätzen. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist das niedrige Rauschen bei hohem ISO klar hilfreich. Aber für 90% aller Bilder ist das wurscht, oder?

      Sagt Bescheid, wie ihr euch letztlich entscheidet.

      Grüssle,
      Florian

  13. Viktor says:

    Hallo Florian und vielen Dank für all die Mühe für diese wirklich guten Informationen und Vergleiche! So praxisnah habe ich das bisher nirgendwo gesehen.
    In einem möchte ich aber doch eine Anmerkung machen: Ich finde die Entscheidung für die Kamera bzw. das Kamerasystem mindestens so wichtig wie für die Objektive. Bei Samsung ist das Fehlen des Suchers für mich ein Ausschlusskriterium. Und mir macht es keine Freude, eine Kamera in die Hand zu nehmen, die sich billig und plastikmäßig anfühlt, was auch bei Systemkameras durchaus keine Ausnahme ist. Mancher liebt es, ins Menü zu tauchen; ich bin aber durch Analogkameras verwöhnt, mit voller Kontrolle über Zeit und Blende schon vor dem Einschalten. Da wird die Auswahl leider eng.
    Trotzdem: Deine Ausführungen sind aussagekräftiger als die allermeisten Tests!
    Viktor

    Antworten
    • Hi Viktor,

      danke für Dein Lob.

      Wenn du eine Kamera gewöhnt bist, ist eine Umstellung immer nervig. Das war ja schon zwischen Nikon und Canon DSLRs so.

      Ich persönlich fand die Umstellung von Sucher auf Bildschirm schnell und problemlos. Es gibt natürlich auch Fotografen, die wollen auf den Sucher nicht verzichten.

      Alle 5 angesprochenen Herstellern bieten immerhin auch Kameras mit elektronischem Sucher und analogen Drehrädern. Für DSLR-Feeling bist du am besten aufgehoben bei Fuji und Olympus.

      Ich finde die Unterschiede zwischen Objektiv-Systemen überwiegen deutlich gegenüber Unterschieden bei den Kameras.

      Grüssle,
      Florian

  14. Matthias says:

    Hallo Florian,

    durch Zufall bin ich auf deine Webseite gestoßen, ich genieße deine Artikel zu lesen, vielen Dank.
    Als jemand, der gerne fotografiert, und zur Zeit in Sao Paulo lebt, kenne ich das (Erste Welt) Dilemma zwischen all den Kameradaten und der Praxis, und speziell auch der Praxis zu fotografieren an Orten, die nicht so sicher sind.
    Konkret möchte ich auf die Sensorgröße eingehen.

    Zuerst einmal sind die „großen“ Sensoren historisch klein, darum heißen sie auch Kleinbild-Sensoren. „Fullframe“ ist Marketing-Blödsinn.

    Wie bei allem, muss man immer die ganze Kette betrachten, denn was nützt, eine super Sony KB Kamera, wenn man sie mit einem Kitobjektiv betreibt? Recht wenig. Und hier greift auch die Nachhaltigkeit, selbst die beste Kamera ist nach drei Jahren Elektroschrott. Ein gutes Objektiv bleibt.
    Und da sind wir bei den anderen Restriktionen, bevor wir auf die leicht messbaren, aber oft zweifelhaft-praxisnahen Werte kommen.
    Geld, Größe, Gewicht.
    Um das „Optimale“, wenn es das geben sollte, aus einem System herauszuholen, muss man immer eine glückliche Kombination suchen. Natürlich ist eine Sony Alpha 7 irgendwas mit einem Premiumobjektiv eine super Sache, aber auch der Preis, das Gewicht, und die Aufmerksamkeit.
    Im Vergleich dazu findet man auf der anderen Seite der Sensorgröße (wie groß ist deiner? ;) ) bei den MFT Kameras interessante Möglichkeiten. Wenn du das Olympus 12-40 2.8 mit einer Kamera kombinierst, erhältst du eine recht kompakte Kamera mit sehr hoher Bildqualität. Die zu schlagen ist nicht einfach.
    Im Allgemeinen, und das fällt heute bei den 1″ Kameras auf: Wenn das Licht ausreichend ist, ist es auch für Profis nicht einfach, einen Unterschied im gemachten Bild einer 1″ Kamera und einem ausgewachsenem Kleinbildsystem zu erkennen — WICHTIG — nur in Grenzsituationen der Fotografie spielen sie ihre immer kleiner werdenden Vorteile aus, was heute eigentlich nur in dunklen Umgebungen UND sich bewegenden Motiven wiederfindet.
    Nimm die neue Olympus EM1 MarkII und das 12-100mm Objektiv (das Objektiv hat auch einen Stabilisator), und du kannst aus der Hand reproduzierbar unverwackelte Bilder bei 1s Belichtungszeit machen — das geht mit keinem anderen System. Dabei kann natürlich der ISO Wert kleiner bleiben als bei der Konkurrenz.
    Und so ist das, was von Seiten wie DXOmark dargestellt wird, nur richtig, wenn man einzelne Details aus der ganzheitlichen Betrachtung herauspickt.
    Wenn jemand vergleicht, sollte er nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Und ein Zoomobjektiv mit Durchgängiger Blende von 2.8, oder anders, aus dem Pro-Bereich eines Herstellers, ermöglicht es immer, reproduzierbar gute Ergebnisse zu machen, was bei Kit-Zooms nicht der Fall ist. Also neben dem Preis, immer das Gewicht und die Größe in den Vergleich mit einziehen lassen.
    Und für alle Diebe ist es sehr nett, das Canon und Nikon selbst für Laien ihre Pro-Objektive mit deutlich sichtbaren Brandings verziert, eine große Hilfe für Diebe!

    Ach ja, eine Systemkamera von Canon kann man keinen empfehlen, Canon behandelt das System so liebevoll wie die Stiefmutter Aschenputtel im Märchen behandelt. Ein Statement, dass Canon die Systemkamerasparte ausbaut, hat es nie gegeben. Es wird nur am Leben gehalten. Und warum sollte man eine Systemkamera von Canon kaufen, wenn man viel bessere Alternativen von Fuji, Olympus, Panasonic oder Sony bekommt, um diese Firmen alphabetisch aufzulisten.

    Mein Fazit:
    Eine MFT Kamera mit nicht-Kit Objektiv ist jedem anderem System mit Kit-Objektiv klar überlegen!
    Objektive der gleichen Lichtstärke werden umso größer, je größer der abzudeckende Sensor ist. Das ist pure Physik.
    Je lichtstärker ein Objektiv ist, desto mehr Glas wird benötigt, desto schwerer ist es.
    Vergleicht man Objektive unterschiedlicher Kameraklassen, so verdeutlichen gleiche Blendenzahlen eine äquivaltente Helligkeit! Alles andere ist schlicht falsch.
    Die Unschärfe oder modern, das Bokeh, verringert sich bei der gleichen Blendenzahl und kleinerem Sensor. Jedoch ist manchmal auch eine hohe Tiefenschärfe gewünscht, wie bei der Naturfotografie. Und auch Portraits werden mit Kleinbildkameras von Profis der klassischen Fotografie selten mit Blenden kleiner als 2.8 gemacht. Die Nasenspitze sollte eben noch scharf sein!
    Und, wie du sagst: Wenn jemand nur ein Objektiv haben möchte, ist es bis auf wenige Ausnahmen sinnvoll, keine Systemkamera zu kaufen.

    Ganz zum Schluss:
    Wenn in den (analogen) Filmtagen Filme existiert hätten, die weniger rauschen als eine aktuelle MFT-Kamera bei ISO 6400, wäre die Laien und Profis früher sehr glücklich gewesen. Heute wird häufig Software benutzt, um ein möglichst organsich anmutendes Rauschen in das digitale Bild einzufügen, damit das Bild möglichst authentisch bzw. analog wirkt!

    Viele Grüße
    Matthias

    Antworten
    • Hi Matthias,

      zu deinen grundsätzlichen Beobachtungen hörst du keinen Widerspruch von mir. Da sind wir auf der gleichen Linie und ich hoffe das kam auch in den Texten rüber.

      Ich denke du beziehst dich insgesamt mehr auf den anderen Artikel mit der Bestenliste nach Lichtleistung. In diesem Artikel geht es ja gerade um die Praxistauglichkeit von Objektiven und um Kennzahlen nur am Rande.

      zu Canon Systemkameras:
      Wenn du Canon Systemkameras stiefmütterlich behandelt findest, dann musst du erstmal die Sony APS-Cs rausschmeissen. Da tut sich seit Jahren nicht viel und bei den Objektiven sogar gar nichts. Und das liegt nicht etwa daran, daß es alle nötigen E-Mount Objektive schon gäbe, wie das bei Fuji-X ist. Canon hat hingegen erst die M5 und M6 herausgebracht, sowie ein tolles Weitwinkelobjektiv und ein verbessertes Kit-Objektiv. Die 22mm f/2,0 EF-M Festbrennweite sucht außerdem zu dem Preis ihresgleichen. Wenn man eh schon Canon DSLR-Objektive hat, dann ist Canon Mirrorless mit dem Adapter meiner Meinung nach die beste Wahl.

      zu MFT Kameras:
      Von den MFT In-Camera Bildstabis bin ich auch sehr angetan. Das gilt insbesondere zusammen mit einem Panasonic Objektiv, dessen Bildstabi mit dem Kamera-Stabi zusammenarbeitet. Die Vorteile stehen ja auch in dem Text. Trotzdem muss man abwägen, ob der schlechtere Sensor wirklich reicht. Gegen Bewegungsunschärfe hilft der beste Bildstabi gar nichts und gegen ein Stativ ist ein Bildstabi trotzdem ein Witz. Wenn du Bildrauschen vermeiden willst, ist das f/2,8 bei MFT äquivalent mit ca. f/4,0 bei APS-C mit Sony-Sensor.

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