Betrug in Bangkok: 10 häufige Scams und wie du sie vermeidest

Bangkok bietet einen super einfachen Einstieg für Reiseanfänger. Aber überall wo es Touristen gibt, gibt es auch Trickbetrüger. Pass auf, daß dir keiner dieser 10 Betrugsversuche passiert.

tuktuk_sunset

Tuk Tuks gehören zum Stadtbild

1. Betrug: Teure Tuk Tuks

„Where you go my friend?
Need Tuk Tuk?“

Überall wo in Bangkok Touristen sind, wirst du von Tuk Tuk-Fahrern angesprochen. Die niedlichen Transportmittel sind so allgegenwärtig, sie gehören schon zum Stadtbild. Und wie teuer kann eine Fahrt mit so einem Zweitakter sein?

Die Antwort ist: 2 oder 3 Mal so teuer, wie mit einem modernen Taxi mit Klimaanlage.

Für Locals sind Tuk Tuks günstiger als Taxis. Aber weil du Ausländer bist, zahlst du drauf. Ein Taxi innerhalb der Altstadt kostet selten mehr als 60 Baht. Die Tuk Tuk Fahrer starten ihren Motor unter 150 Baht gar nicht.

Selbst wenn du den fairen Preis kennst wirst du in einer Touristengegend kein Tuk Tuk finden, dass Dich dafür mitnimmt. Sie warten lieber auf den nächsten Touristen, der Wucherpreise zahlt.

In anderen Städten und in den Vororten Bangkoks sind Tuk Tuks nicht unbedingt eine schlechte Idee, aber in Bangkoks Altstadt und Innenstadt sind sie reine Touristenabzocke.

Wie vermeiden?
Vermeide Tuk Tuks im Stadtkern. Nimm lieber ein Taxi, einen Motorbike-Fahrer oder öffentlichen Nahverkehr, egal ob Boote, Bahnen oder das größte Busnetz der Welt.

Halte dich von den Stadtkarten am Ende von Touristengebieten wie Khao San Road, Rambuttri Road und Sam Sen fern. Das sind Fliegenfallen. Sobald du darauf schaust, outest du dich als Ortsunkundiger und schon spricht Dich ein Tuk Tuk Fahrer an und lässt dich nicht mehr in Frieden.

tuktuk_honeypot

Die Karte wurde als Fliegenfalle von Tuk Tuk-Fahrern aufgehängt

2. Betrug: Günstige Tuk Tuks

„You very lucky!
Thai Tourism day!
City tour 30 Baht only!“

Schlimmer als teure Tuk Tuks, sind ironischerweise günstige Tuk Tuks. Eine Stadttour für 30 Baht (weniger als 1€)? Die Tour führt zu drei Tempeln, aber auch mindestens zu einem Schneider, zu einem Juwelierladen und zu einem Reisebüro mit hoffnungslos überteuerten Preisen.

Der Tuk Tuk Fahrer ist auf die Kommission von den Läden aus, deine 30 Baht sind dem relativ egal.

Selbst wenn du denkst, daß Du so an eine günstige Stadttour kommst, lass es lieber sein. Die Mitarbeiter in den Läden sind super aggressiv und der Tuk Tuk Fahrer lässt dich nach dem letzten Laden vielleicht einfach stehen, weil er dann alle Kommissionen bekommen hat.

Ich bin selbst auf diesen Betrug an meinem ersten Tag in Bangkok reingefallen. Das ist mehr als 7 Jahre her, aber den Betrug gibt es immer noch.

Wie vermeiden?
Vermeide Tuk Tuks, besonders wenn das Angebot viel zu gut klingt. Nimm lieber ein Taxi, einen Motorbike-Fahrer oder das sehr gute Bus-, Bahn- und Bootssystem.

Wenn du unbedingt einmal Tuk Tuk in Bangkok fahren willst, dann lass dich von mir nicht abhalten. Sage dem Fahrer am besten vorher, daß du von den Kommissionen weißt und scamme mit dem Fahrer zusammen die Läden. Auch wenn das lustig klingt, es ist trotzdem stressig.

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Mönche fahren nach Taxameter

3. Betrug: Ohne Taxameter im Taxis

„Grand Palace? Very far!
Fuel very expensive, 300 Baht!“

Taxis in Bangkok sind selbst für Backpacker und Weltreisende sehr bezahlbar. Eine Fahrt nach Taxameter kostet ungefähr:

  • 60 Baht oder weniger innerhalb der Altstadt
  • 80 Baht von der Khao San Road zum Zentrum der Innenstadt Siam Square
  • 300 Baht zu einem der Flughäfen, eine gute Stunde außerhalb

Taxis müssen alle ein Taxameter haben. Wenn ein Taxifahrer das Taxameter nicht verwenden will oder es angeblich „kaputt“ ist, dann kann das nur eines heißen: Du wirst für dumm verkauft und sollst extra zahlen. Ein Festpreis ist immer schlecht für dich.

Jeder Taxifahrer in Bangkok mit einer Lizenz ist verpflichtet das Taxameter zu verwenden, Festpreise sind illegal. Die allermeisten machen das auch, aber die schwarzen Schafe tummeln sich alle in Touristengebieten.

Wie vermeiden?
Wenn der Taxifahrer das Taxameter nicht verwenden will, dann nimm einfach das nächste Taxi. Es gibt mehr als 100.000 Taxis in Bangkok.

Vermeide stehende Taxis, vor allem in touristischen Gebieten. Halte ein fahrendes Taxi mit leuchtender roter LED hinter der Windschutzscheibe an, das heißt „frei“.

Wenn du unbedingt Ärger machen willst, kannst du versuchen den Taxifahrer einzuschüchtern:

  • Du drohst mit der Tourist Police, Nr. 1155
  • Du drohst mit der DLT Check App, eine spezielle Smartphone App, um Taxifahrer Betrugsfälle in Bangkok zu melden

Eine stressfreie Alternative sind außerdem Uber und Grab, siehe Rideguru. Die beiden Dienste kosten etwa das gleiche wie ein Taxi.

grandpalace

Der Königspalast hat fast niemals geschlossen!

Mehr zur Hauptstadt von Thailand? Hol dir den Bangkok Insider Reiseführer

4. Betrug: Königspalast hat geschlossen

„It’s Buddha Day
Grand Palace is closed!“

Es ist „Buddha Day“ und der Königspalast hat zu. Oder vormittags ist leider eine Zeremonie und du musst nachmittags wieder kommen. Aber zum Glück kennt dein neuer Freund der Tuk Tuk Fahrer ein paar andere schöne Tempel und zeigt sie dir gerne.

Es gibt keinen Buddha Day und der Königspalast hat nie geschlossen!

Also gut, der große Palast hat an einer Handvoll von Tagen im Jahr geschlossen, z.B. Silvester, Geburtstag des Königs und Songkran. Folge Richard Barrow auf Twitter um zu sehen, ob der Königspalast geschlossen hat und um zu wissen was los ist in Bangkok.

Wenn der große Palast tatsächlich geschlossen hat ist das manchmal eine gute Nachricht. Dann ist der Zugang zum Wat Phra Kaeo auf dem Königspalast Gelände umsonst und öffnet bis 18 Uhr statt nur bis 16 Uhr. Wat Phra Kaeo ist sowieso der fotogenste Teil des Palastes.

Ähnliche Betrügereien passieren auch vor dem Wat Pho.

Wie vermeiden?
Ignoriere jeden, der dich vor dem Grand Palace oder vor Wat Pho anspricht. Das sind zwei der touristischsten Tempel von Bangkok.

Nimm den Haupteingang zum Palast am Sanam Luang direkt zum Ticket Office. Komme so früh wie möglich, spätestens um 8:30 Uhr. Sonst hast du etliche chinesische Tourbusse vor dir.

fremder

Kulturelle Erfahrung oder Trickbetrug?

5. Betrug: Von Fremden angesprochen

„You are from Germany?
My friend works in Germany!“

Vor dem Königspalast oder vor Wat Pho angesprochen zu werden ist immer verdächtig. Aber was ist mit diesem netten älteren Herren nahe der Khao San Road oder vor dem National Museum, der angeblich Englisch-Lehrer ist und heute seinen freien Tag hat? Noch dazu arbeitet sein Bruder oder seine Schwester oder ein Bekannter in deiner Heimatstadt!

Das klingt genau nach der kulturellen Erfahrung, die du suchst. So Leid es mir tut, sag dem „Englisch-Lehrer“, du hast keine Zeit. Sonst will er dir bald Juwelen verkaufen oder er weiß eine Reiseagentur für Dich. Oder er will Dich zum Pokern einladen oder zu irgendeinem anderen Betrug.

Ein echter Englisch-Lehrer wird dich nie auf der Strasse anzusprechen. Das entspricht nicht der Wesensart von Thais. Die Bewohner von Thailand sind so freundlich wie ihr Ruf, aber auch sehr zurückhaltend. Sie machen gegenüber Ausländern so gut wie nie den ersten Schritt.

Jedes Mal, wenn dich ein Fremder in Thailand auf der Strasse in einem Touristengebiet in Englisch anspricht, ohne daß du das provoziert hast, ist die Betrugs-Alarmstufe auf rot.

Es ist natürlich etwas anderes, wenn du weit weg von den Touri-Gebieten die Khlongs in Thonburi erkundest und dort angesprochen wirst. Bangkokianer außerhalb der Touristen-Zonen sehen alle paar Wochen oder Monate einen Farang und sind dann sehr neugierig.

Es ist sehr gut möglich, daß du in z.B. Thonburi auf einen Tee oder ein Bier eingeladen wirst und das ist dann wirklich die typische Thai Gastfreundschaft. Lerne etwas Thai oder bringe ein Ohnewörterbuch* mit, sonst wird die Unterhaltung sehr kurz…

Wie vermeiden?
Rede nicht mit Fremden, die dich in Touristen-Gebieten unprovoziert auf Englisch ansprechen und in ein Gespräch verwickeln wollen.

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Express-Boote auf dem Chao Phraya

6. Betrug: Longtail Boot statt Express Boot

„Express Boat?
No have!“

Du weißt daß Bangkoks top Transportmittel für Touristen das Fluss-Express-Boot ist. Aber wenn du am Pier ankommst, soll das Boot plötzlich 1.500 Baht kosten, statt 15 Baht.

Du bist an einem Privatpier gelandet, der direkt neben dem offiziellen Pier liegt. Hier werden Fluss- und Kanaltouren per Longtail Boot angeboten. Daß das offizielle Fluss-Express-Boot gleich nebenan fährt, sagt man dir hier natürlich nicht.

Ich will dich natürlich nicht davon abhalten eine Tour durch die Kanäle von Thonburi zum Sightseeing zu buchen. Viel günstiger und genauso schön ist das öffentliche Khlongboot in Thonburi von der Skytrain Haltestelle Bang Wa.

Wenn du einfach nur von A nach B auf dem Chao Phraya willst, dann nimm das supergünstige und zuverlässige Express Boot nebenan.

Wie vermeiden?
Die offiziellen Flussboote sind groß und haben eine Flagge am Heck (orange, gelb, grün oder blau). Du erkennst sie außerdem an den günstigen Preisen (15 bis 40 Baht). Auf den Bangkok Karten sind die offiziellen Piers eingetragen, ebenso hier auf einer Online Karte.

Achtung an manchen Piers wie Prachan hält das Expressboot wirklich nicht. Der nächste Flussboot-Pier ist aber nicht weit, siehe Karte.

Thailands Fernbusnetz ist erstklassig

7. Betrug: Busse im Thai Reisebüro buchen

„Where you go?
Ko Tao? Ko Samui? Phuket?“

Du willst nach Phuket oder nach Chiang Mai? Vielleicht sogar per Kombi-Ticket mit der Fähre nach Ko Tao? Bitte buche keine Bustickets auf der Khao San Road oder in irgendeinem Reisebüro in Bangkok. Neben schlechter Organisation und langen Wartezeiten, werden in den Backpacker-Bussen regelmäßig Gepäckstücke aus dem Frachtraum geklaut.

Thailand hat ein erstklassiges Fernbusnetz mit sogenannten Government-Bussen. Die sind reglementiert, komfortabel und nicht teurer als die Backpacker-Busse. Sie fahren zu allen Zielen in Thailand und zu vielen sogar stündlich. Du musst kein Ticket vorher reservieren sondern gehst einfach zum Busbahnhof und nimmst den nächsten Bus für kürzere Distanzen oder erscheinst möglichst vor 19 Uhr für Nachtbusse.

Thailand ist das einfachste Land der Welt für Busreisende und flexible Backpacker. Du musst nix planen oder buchen. Checke deine Busverbindung auf Wikitravel. Mach dir keinen Planungs-Stress sondern schau einfach zum Busbahnhof, wann es dir passt.

Für Ziele

  • im Süden, fahre zum Sai Tai Mai Southern Bus Terminal (ab Khao San Road Stadtbus Nr. 35, 79, 201, 511, 516), ca. 30 Minuten
  • im Norden oder Osten, fahre zum Mo Chit Northern Bus Terminal (ab Khao San Road Stadtbus Nr. 3, 157, 509, 524), ca. 60 Minuten
  • im Osten, fahre zum Ekkamai Eastern Bus Terminal (ab Khao San Road Stadtbus Nr. 2, 511), ca. 60 Minuten – zur Rush Hour in Ratchathewi auf BTS wechseln, Haltestelle Ekkamai

Für Ziele weniger als 5 Stunden von Bangkok entfernt, z.B. Hua Hin, Pattaya, Kanchanaburi, Ayutthaya, Lopburi, Aranyaprathet oder Trat, kannst du auch einen Minibus nehmen. Die sind super schnell, aber du kannst nur wenig Gepäck mitnehmen.

Alternativ kannst du Fernbustickets bequem auf 12go.asia buchen.

Züge sind auch eine Alternative, aber entweder langsam oder teuer oder beides.

Wie vermeiden?
Bitte buche keine Busse in einem Bangkok Reisebüro. Es ist völlig egal ob die TAT-lizenziert sind, das bedeutet gar nichts. Bitte buche auch keine Flüge, Unterkünfte oder eine Tour dort, das ist alles überteuert.

Ich habe schon Backpacker getroffen, die haben 3 Wochen Thailand am ersten Tag im Reisebüro in Bangkok gebucht: Unterkunft, Transport und Touren. Sie haben nicht nur ihre Flexibilität eingebüßt, sie haben außerdem den dreifachen Preis bezahlt und „durften“ unter anderem 3 Tage am Stück Elefanten reiten. 3 Tage auf einem Elefanten, so stelle ich mir die Hölle vor! (und der Elefant auch)

Eine Ausnahme sind Touren in Bangkok selbst, z.B. zum schwimmenden Markt Damnoen Saduak.

Die Tagestour zum schwimmenden Markt ist beliebt

8. Betrug: Touranbieter halten bei einem Fabrikverkauf

„Factory Sale
Cheap Cheap Cheap!“

Diesen Betrug gibt es in vielen touristischen Ländern, besonders auch in Vietnam. Wie die Tuk Tuk Fahrer bekommen Touranbieter und Reiseführer Kommissionen, wenn jemand aus dem Reisebus etwas in einem angesteuerten Laden kauft.

Die Preise mögen noch so günstig klingen, aber du bezahlst mindestens den Aufschlag, den der Touranbieter erhält. Hol dir ruhig Inspiration, aber kaufe später woanders.

Wie vermeiden?
Für alle Arten von Souvenirs bietet sich der Chatuchak Markt an, auch unter der Woche.

Wenn du diese Zeitverschwendung ganz vermeiden willst, buche gut bewertete Bangkok Touren bei Get Your Guide* online, statt im Reisebüro. Oder du schaust dir meine Tipps für Bangkok Tagesausflüge auf eigene Faust an.

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Rotes Curry & Gemüse: 30 Baht - halber Block von KSR

9. Touristenmenüs in Restaurants

„Tom Yam aroy mak mak!
only 180 Baht“

Das ist kein typischer Bangkok Scam, sondern passiert an jedem touristischen Ort weltweit. Gerade in Rom ist uns das dauernd passiert. Es gibt ein englisches Touristenmenü und Preise für ganz normale Mahlzeiten in lokalen Restaurants kosten plötzlich ein Vielfaches für Touristen.

Ich meine nicht, daß du mehr fürs Ambiente eines teuren Restaurants bezahlst oder für die Aussicht einer Skybar. Ich meine auch nicht Preise, die von der Location abhängig sind, z.B. sind Preise in den Geschäftsvierteln Sukhumvit und Silom höher als in der Altstadt.

Manchmal läufst du aber auch in der Altstadt in ein Wellblech-Restaurant mit dem zehnfachen Preis. Am Fuss des Golden Mount gibt es tatsächlich Nudelsuppen für 300 statt 30 Baht, kein Witz. Auch bekannt für hohe Preise ist der Sombondee Seafood Market in der Sukhumvit. Natürlich wird auch um den Königspalast und Wat Pho herum wird gewuchert, vor allem am Chang Pier und Thien Pier.

Selbst die sogenannte Backpacker-Strasse Khao San Road ist schon seit vielen Jahren gentrifiziert. Es gibt dort keine Touristenmenüs, aber einen halben Block von der Khao San Road entfernt, ist das gleiche Essen und Trinken in gleichem Ambiente halb oder viertel so teuer.

Wie vermeiden?
Es hilft die Preise zu kennen. Für Streetfood zahlst du selten mehr als 1 Euro pro Gericht, also 30 bis 40 Baht. Das gilt für chinesische Nudelsuppe genauso wie für Curry oder Bratnudeln. Meeresfrüchte und Fisch sind normalerweise etwas teurer, 50 bis 60 Baht.

Das gilt übrigens für ganz Thailand mit Ausnahme von touristischen Stränden und Inseln, wie Ko Phi Phi oder den Golf-Inseln.

Von Läden, die mit Thai Food werben würde ich mich fernhalten. In Touri-Gegenden findest du an jeder Strassenecke das „beste Pad Thai in Thailand“.

Streetfood in Thailand ist so gut wie sein Ruf. Das heißt die alten Thai Ladies auf der Strasse haben viel besseres Essen als Touristenrestaurants.

Auch die nervigsten Taxifahrer sind nur Menschen

10. Betrug: Ping Pong Show in Patpong

„Ping Pong Show?
*Plop*
*Plop*
*Plop*“

Ping Pong Shows sind Sex-Shows, die meistens mit einer viel zu hohen Rechnung enden. Lass es einfach und überspringe die folgende Beschreibung. Oder lies auf eigene Gefahr weiter:

Eine Ping Pong Show hat nicht viel mit Tischtennis zu tun. Prostituierte, die zu alt sind um Freier zu werben machen auf einer Bühne Kunststücke mit ihren Geschlechtsteilen und Tischtennisbällen.

Ping Pong Shows sind illegal und nach allem was man hört ziemlich abstoßend. Wenn du ein paar Bier intus hast, klingt das vielleicht trotzdem nach einer guten Idee.

Am Eingang von so einem Schuppen heißt es ein Getränk kostet 200 Baht. Am Ende bekommst du aber plötzlich eine Rechnung von mehreren 1000 Baht und ein bulliger Türsteher besteht auf sofortige Zahlung.

Wie vermeiden?
Lass es einfach. Fast niemand, der eine Ping Pong Show gesehen hat, fand es schön. Bangkok ist seit Jahren meine Wahlheimat und ich habe noch keine Ping Pong Show gesehen und nicht das Gefühl etwas zu verpassen. Es gibt mindestens 555 andere Dinge in Bangkok zu tun.

Bangkok hat ja generell einen schlechten Ruf als Rotlichtzentrale. Wenn du dich aber von den vorderen Sukhumvit Sois 1 bis 33 zwischen den Skytrain-Halten Phloen Chit und Phrom Pong sowie dem Patpong Nachtmarkt am Skytrain-Halt Sala Daeng in Silom fern hältst, dann bekommst du davon gar nichts mit.

Wenn du die exotische Ping Pong Show unbedingt sehen willst, dann schau statt nach Patpong besser in die beiden anderen Rotlichtviertel Nana oder Soi Cowboy in der vorderen Sukhumvit. Dort hast du wahrscheinlich eine bessere Chance nicht betrogen zu werden. Der Patpong Nachtmarkt ist eine einzige Touristenfalle, nicht nur die dortigen Ping Pong Shows.

superpolice

Super Police never sleeps ;)

Allgemeine Hinweise

Das waren 10 häufige Trickbetrüge, die dir in Bangkok begegnen können. Wenn du jetzt Angst vor Bangkok bekommen hast, darf ich dich beruhigen: Mit gesundem Menschenverstand hast du nichts zu befürchten.

Bitte fühle dich nicht verpflichtet Fremden gegenüber höflich zu sein oder mit ihnen zu reden. Sage freundlich, aber bestimmt nein und ersticke jede Diskussion im Keim.

Wenn du kulturelle Erfahrungen machen willst, musst du raus aus den Touristengebieten. Ein „kultureller Austausch“ im Touristengebiet zielt immer auf deinen Geldbeutel ab.

Unabhängig davon, wie es passiert. Bitte sei immer sehr skeptisch, wenn du plötzlich die folgenden Dinge machen sollst, obwohl du gar nicht wolltest:

  • Edelsteine kaufen
  • Anzug beim Schneider kaufen
  • Tour im Reisebüro buchen
  • Poker/Blackjack spielen

Einen Anzug zu kaufen ist eigentlich eine gute Idee in Bangkok. Tipps zu maßgeschneiderten Anzügen in Bangkok.

Die Tourist Police versucht zu helfen: Rufnummer 1155.

touristpolice

Rufnummer der Tourist Police

Bangkok ist extrem sicher

Bangkok ist bekannt für seine Trickbetrügereien, vor allem die günstige Tuk Tuk City Tour. Die Hauptstadt von Thailand ist trotzdem extrem sicher, was andere Formen von Kriminalität angeht z.B. Diebstahl und Gewaltverbrechen.

Du kannst in Bangkok grundsätzlich zu jeder Tages- und Nachtzeit in jeder noch so üblen Gegend mit deiner dicken Spiegelreflex-Kamera herumlaufen. Kein Thema.

Auch um Taschendiebstahl auf Märkten und in Menschenansammlungen brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Noch viel weniger musst du mit Gewaltverbrechen rechnen.

Also lass dich nicht abschrecken. Bangkok ist extrem sicher, vor allem für eine 9 Millionen Metropole.

Bist du in Bangkok auf einen dieser Betrüge hereingefallen oder anders betrogen worden?

Keine falsche Scham, mir sind schon alle diese Betrugsversuche selbst untergekommen und auf 2. und 7. bin ich hereingefallen.

Beitrags-Historie:

  • 07.05.2015: Erstmals veröffentlicht
  • 06.06.2017: Umfassend aktualisiert, Scams Nummer 8 und 10 sind dazu gekommen.

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Deine Meinung? Sei freundlich. Verlinke ruhig.
  1. Tolle Tipps, vielen Dank! Einige habe ich bei anderen Touris schon live mit erlebt ;-) Vor allem auf und um der Khosan Road ist Vorsicht geboten.

    Viele Grüße
    Mathias – underwaygs.com

    Antworten
  2. Stefan says:

    Sehr schöne Zusammenfassung. Die Masche mit dem „heute für Touristen geschlossen“ hatte ich erst gerade wieder in Bangkok, als ich zum Golden Mount gegangen bin. Einfach lächeln und weiter gehen.

    Überraschenderweise hat am Tag danach die Fahrkartenverkäuferin auf dem Express-Boot (orange Flag) versucht, mich beim Wechselgeld zu betrügen. Das ist mir echt noch nie passiert (und es war definitiv kein Versehen).

    Aber du hast Recht, Bangkok ist für eine Großstadt sehr sicher. Einfach ein wenig aufpassen und sich nicht vor Touristenattraktionen anquatschen lassen.

    Antworten
    • Die Fahrkartenverkäufer in den Express-Booten und den Bussen sind eigtl. die akkuratesten Menschen, die ich kenne. Die geben sonst jeden Satang raus ;)

      Ausnahmen gibt’s halt immer, sorry dass es Dich erwischt hat. Aber besser Dich als nen ahnungslosen Neuling, der es nicht gemerkt hätte ;)

  3. Renate says:

    Tolle Tipps für Bangkok zum Ausdrucken und Mitnehmen. Das mit den Tuktuks ist uns auch passiert. Je nachdem welches Hotel in der Nähe ist, werden sie immer teurer. Wir sind einmal ausgestiegen, als wir uns auf den Preis nicht einigen konnten. Das Taxi war dann um einiges billiger.

    Antworten
  4. Nette Zusammenfassung, auch wenn die eine oder andere Information nicht gant richtig ist.

    1. „Für Thais sind Tuk Tuks günstiger als Taxis. Aber weil Du Ausländer bist, zahlst Du drauf.“

    Nur, wenn man sich auch für einer benimmt. Meistens reicht es schon, auf Thai sein Fahrziel zu nennen. Klappt bei mirin 80 Prozent der Fällen. Allerdings tue ich mir die Dinger nicht mehr an.

    2. „Taxis in Bangkok sind selbst für Backpacker sehr bezahlbar. Eine Fahrt nach Taxameter kostet: (…) 60 Baht oder weniger innerhalb der Altstadt
    ~80 Baht von der Khao San Road zum Siam Square“

    Ab 18 Uhr kannst du das Doppelte drauflegen.

    3. „Du drohst mit der Tourist Police, Nr. 1155“

    Die kann man sich in den meisten Fällen sparen.

    4. „Es gibt keinen Buddha Day“

    Am 9. März ist der Makha Bucha Day, (วันมาฆบูชา) , was ein offizieller Feiertag ist.

    5. „Grand Palace hat nie geschlossen!“

    Das hat er sehr wohl. Zumindest am 5. und 6. Dezember – am Königsgeburtstag – hat er zu. Und dann noch an ein paar anderen Tagen, die mir entfallen ist.

    6. „So Leid es mir tut, sag dem “Englisch-Lehrer”, Du hast keine Zeit.“

    Ja, am besten geht man mit einer Augenbinde durchs Land und vermeidet Kontakt zu jedem. Wozu dann noch reisen?

    7. „Jedes Mal, wenn Dich ein Fremder in Thailand auf der Strasse in einem Touristengebiet in Englisch anspricht, ohne dass Du das provoziert hast, ist die Scam Alarmstufe auf rot.“

    Du wirst nicht glauben, aus wie vielen dieser „Alarmstufe Rot“-Situationen sich schon echte Freundschaften entwickelt haben.

    So, nun habe ich keine Lust mehr, den Klugscheißer zu spielen. Schönne Tag noch.

    Antworten
    • Lies den Artikel nochmal, wenn Dir vorher keine Laus über die Leber gelaufen ist. Dann klären sich Deine Kritikpunkte ganz schnell.

  5. Tanja says:

    Uii und ich dachte, das Vietnam wild sei. Toller Bericht – hoffe ja, dass ich bald endlich auch mal Bangkok live erlebe!

    Liebe Grüße
    Tanja

    Antworten
    • Gegen so manches, was in Vietnam passiert, ist Bangkok Kindergarten.

      Wollte nicht den falschen Eindruck erwecken, Bangkok erwartet Dich mit offenen Armen.

  6. Uwe says:

    Cooler Bericht. Bei mir war es die Nr. 2. Ich weiß noch sehr gut wie happy ich über mein „Schnäppchen“ war, als ich ins TukTuk eingestiegen bin und wie angenervt ich eine Stunde später war, als mich ein Schneider von einem Maßanzug zum Anderen geführt hat. Und das war schon vor ca. 12 Jahren.

    Antworten
  7. Da kann aber wohl jemand schlecht mit Kritik umgehen. Kindergarten.

    Antworten
    • Schau, ich kann Deine Kritik gar nicht ernst nehmen, wenn Du nicht mal den Artikel liest und dann noch einzelne Zeilen aus dem Kontext reisst.

      Im Text steht ganz deutlich, wann der große Palast geschlossen hat und zwar ausführlicher als Du das nochmal wiederholst.

      Im Text steht auch, dass man kulturelle Erfahrungen außerhalb der Touristengebiete suchen muss.

      Wenn Du lebenslange Freundschaften mit Thais in der Khao San Road geschlossen hast, bist Du die absolute Ausnahme und Deine Freunde würde ich gern mal kennenlernen.

      Lies bitte gscheit, bevor Du wild um Dich schlägst.

      Und mach mal sabai sabai, Du bist hier nicht im literarischen Quartett.

    • Thomas says:

      Um Himmels Willen! Was ist denn mit diesem Kolja Nolte los?

  8. Goni says:

    Super Zusammenfassung! Werd ich zukünftigen Bankok-Reisenden empfehlen. Ich hab über die Hälfte dieser Versuche selber erlebt, aber bin dank vorheriger Warnung nicht darauf reingefallen – ausser dem Touribus, ich dachte um zB nach Koh Tao zu kommen wären diese schneller…

    Antworten
    • Hi Goni, wenn Dir im Touribus nichts passiert ist, Dein Gepäck noch vollständig war und Du nicht unterwegs 4 Stunden in der Pampa auf den Anschlussbus warten musstest, dann kann man schlecht von Betrug sprechen. Diese Dinge passieren leider viel zu häufig im Touribus aber es kann natürlich auch gut gehen.

  9. Thomas says:

    Hi,

    im April war es soweit und ich war das erste Mal in BKK.

    Angekommen musste noch warten bis das Bett im Hostel fertig war, also raus und gedacht ich schau mich mal um und was kam da die Tuk Tuk Masche da dachte ich echt Mensch sind die hier freundlich. Naja bis ich dann eine Provision nach der anderen für den Fahrer rein geholt habe.

    Das gleiche später mit einem Inder der mir die Zukunft vorher sagen wollte.

    Ein kleiner Tipp auf der KSR nie jemandem die Hand geben – das ist nicht unfreundlich sondern Schutz für dich.

    Aber trotzdem ist Bangkok sehr sicher und freundlich und definitiv eine Reise wert also nicht einschüchtern lassen

    Antworten
    • Das mit dem Hand geben auf der Khao San Road geben kann ich unterschreiben. Höflichkeit ist eine Tugend, aber auf der KSR wird sie ausgenutzt um Dich in ein Gespräch zu verwickeln und um Dich zu beschämen, damit Du aus Höflichkeit am Ball bleibst.

      Den Wahrsager-Inder hatte ich noch nicht. Was hat denn der gesagt? „Du wirst mir all Dein Geld geben“? ;)

  10. Saskia says:

    Ich kenne viele verschiedene Betrugsmaschen z.B. aus Afrika. In Thailand war ich letztes Jahr zum ersten Mal und war doch über die Freundlichkeit der Thais überrascht. Am ersten Tag haben wir noch ahnungslos eine Tuk Tuk Tour gemacht. In den Fabriken und Läden reichte es jedoch sich 5-10 Minuten umzusehen. Wir haben nichts gekauft und die Verkäufer waren nicht so aufdringlich wie ich es von anderen Ländern her kenne. War ne günstige Stadtrundfahrt. Man braucht halt etwas Zeit. Am zweiten Tag haben wir freiwillig eine Tuk Tuk Fahrt gemacht und die genauen Ziele und die Anzahl und Art der zu besuchenden Geschäfte mit dem Fahrer ausgehandelt :) Wenn man weiß worauf man sich einlässt ist es eine günstige und nette Art sein in der Stadt rumzukommen.

    Antworten
    • Also da habt ihr echt ne dickere Haut als ich. In dem Fall habt ihr die Läden gescamt ;)

      Alternativ kann ich das nächste Mal den „Hop On Hop Off Bus“ #53 empfehlen, der kostet auch nicht mehr.

    • Heinz says:

      Das ist vieleicht das Hauptproblem was viele Backpacker drüberstoplern.
      Wenn die Thais lächeln, heisst das noch lange nicht das die einem freundlich gesinnt sind. Kann zwar sein, muss aber nicht. Einfach die Wertung weglassen, dann geht plötzlich alles viel besser.
      In Thailand weiss man eben nie so recht was einem hinter der nächsten Ecke erwartet. Aber das machts auch spannend.

  11. Hi Florian,
    oh ja die lieben Leute die Verwandschaft in D. haben, so oft wie ich das schon in meinem Leben gehört habe dürfte wir hier bereits 100 Mio. Einwohner haben :D

    Aber tolle Liste, sollten Neulinge auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.

    Viele Grüße

    Matthias

    Antworten
  12. Oli says:

    Cooler Artikel. Was ich daran am spannendsten finde: Als ich vor 15 Jahren das erste Mal in Bangkok war, gab es ganz genau die gleichen Maschen. Man sollte ja eigentlich erwarten, dass sich die typischen Tricks rumgesprochen haben und irgendwann nicht mehr funktionieren.

    Zum Einwand von Miesepeter-Kloja, dass Drohungen mit der Touristenpolizei nichts bringen: Ich hab erst vor wenigen Wochen einen Reisebericht gelesen, in dem eine Familie von Flughafen zum Hotel gefahren ist und dabei feststellte, dass der Meter frisiert war. Bei der Ankunft brachte die Frau das Gepäck und die Kinder ins Hotel und der Mann meinte danach zum Fahrer, dass die Frau die Polizei angerufen habe und er erst danach zahlen würde. Daraufhin ist der Taxifahrer einfach losgefahren und die Familie hatte eine Gratisfahrt. Ich kann mich aber leider nicht mehr erinnern, welcher Blog das war und fand ihn auf die Schnelle auch nicht.

    Antworten
    • 15 Jahre sind wirklich der Hammer, selbst für ein so historisches Backpacker-Reiseziel wie Bangkok.

      4 Erklärungsversuche für die Langlebigkeit dieser Tricks:
      1. Bangkok ist für viele die erste Station nach dem Hinflug aus dem Heimatland. Die haben noch nicht mit anderen Reisenden gesprochen.
      2. Bangkok ist für viele Landezone für den allerersten Backpacking Trip.
      3. Es gibt ne riesige Turnover Rate bei Backpackern, die wenigsten kommen 2 Mal.
      4. Die Trickbetrüger werden über die Jahre immer besser.

      Du musst echt mal nach Bangkok und mit damals vergleichen. Ich glaube in der Altstadt oder Thonburi hat sich gar net so viel geändert in 15 Jahren, aber z.B. Sukhumvit und Silom müssen übelst anders sein.

  13. Guter Artikel. Gratulation!
    Ich lebe in Bangkok und kann anfügen, dass im Sukhumvit und Silom Bereich ständig neue Condos aus dem Boden schiessen und neue Einkaufscenter entstehen. Dies macht die Gegend eher sicherer und weniger abenteuerlich als früher. Aber wer Lust auf chaotisches Sukhumvit hat, soll einfach zu Fuss von der BTS Ploen Chit bis BTS Asok laufen und in Silom vom Lumpini Park bis zur BTS Haltestelle Sala Daeng. :-)
    Die Tuktuks wagen sich von der Altstadt aus nur bis zum MBK vor. Weiter in Richtung Sukhmuvit sieht man die eigentlich nur selten mit Ausnahme der Soi 11.
    So, das waren noch so ein paar Gedanken von mir. :-)
    Gruss, Charles

    Antworten
    • Hi Charles, Glückwunsch auch zu Deinem tollen Blog.

      Wie Du sagst, Umgebung Pat Pong und 1 BTS Station um die BTS Nana sind echt die Reeperbahn Bangkoks.

      Aber Sukhumvit ist von vorne bis hinten seedy. Wir waren vor 2 Wochen zu nem Skeptics in the Pub Meetup das erste Mal in der Soi Sukhumvit 33. Die vielen „Teen Massage Center“ dort mit Girls im Schulmädchen Outfit sind mal echt heftig.

      Mit Rotlicht-Viertel Scams könnte man wahrscheinlich allein nen eigenen Artikel füllen, aber dafür fühle ich mich nicht zuständig ;)

      Grüsse in die Stadt der Engel

  14. Heinz says:

    Wieder mal die gängige 0815 Liste der angeblichen Scams. Ich hab schon mehrmals Monate dort verbracht, und von 50 Taxifahrten kommt es vielleicht einmal vor, das es etwas Zoff mit einem Fahrer gibt.

    Aber Bangkok als extrem sicher zu bezeichnen finde ich schon etwas die Höhe. Bangkok ist sicher weniger gefährlich als Städte vorallem im Vergleich zu Afrika oder gar Südamerika. Das heisst aber nicht das man da tun und lassen kann wie wenn man zu Hause wäre. Und schon gar nicht würde ich morgens um 3:00 vielleicht noch betrunken und mit einer teueren Kamera um den Hals durch gewisse unbeleuchtete einsame Gegenden laufen.
    Und wenn das jemand schon gemacht hat, und es ist dennoch nichts passiert, heisst das noch lange nicht das man dies zur Nachahmung empfehlen sollte.
    Das Risiko das man in Bangkok Probleme bekommt welcher Art auch immer, ist eher klein. Wenn man aber mal in was reingelaufen ist, dann werden die Problem schnell ganz gross.

    Antworten
    • Wenn Du wie Du sagst Monate am Stück in Bangkok lebst, dann ist Deine Erfahrung wahrscheinlich eine ganz andere als für Reisende mit wenigen Tagen Aufenthalt. Die Scams zielen auf Reisende ab, Expats fallen auf sowas meistens gar nicht rein.

      Als Reisender kann ich Dir sagen, dass keiner dieser 8 Scams eingebildet ist. Die passieren alle 8 jeden Tag in Bangkok und sind alle aus meiner eigenen Erfahrung. Mach mal nen Ausflug zur Khao San Road und Du siehst, was ich meine.

      Ebenfalls als Reisender kann ich Dir sagen, dass Bangkok eine der sichersten Metropolen der Welt ist, weit sicherer als beliebte europäische Touristenziele wie Rom, Barcelona, Paris oder London. Das musst du mir nicht glauben, schau ein paar Statistiken an:

      1. Crime Index nach Stadt auf Numbeo
      2. Thailand 2014 Crime and Safety Report
      3. Assaults, Rapes in Thailand
      4. Assault Rate Thailand auf Nationmaster

      Die Morde durch Feuerwaffen in ganz Thailand sind v.a. deswegen so beunruhigend hoch, weil sie die 3 südlichsten Provinzen berücksichtigen. Da sind durch die Unruhen schon mehr als 4.000 Menschen gestorben.

      Ich würde nachts um 3 lieber in Bangkok betrunken mit einer Spiegelreflex unterwegs sein als in den allermeisten anderen Metropolen der Welt. Ich hätte teilweise großen Schiss nachts auf der Strasse zu sein in südamerikanischen, nordamerikanischen, afrikanischen und auch europäischen Metropolen oder auch in asiatischen Großstädten wie Phnom Penh, Ulan Bataar oder sogar Pattaya.

      Städte wie Osaka oder Singapur wären natürlich eine noch sicherere Wahl als Bangkok.

      Aber mal ehrlich: Nachts um 3 sollte niemand betrunken auf der Strasse herumtorkeln, egal wo.

  15. Chris says:

    Hi,

    wir haben die Erfahrung mit dem Grand Palace auch schon machen müssen, 2006 bei unserem ersten Besuch in Bangkok. Der Beweis? Ein Artikel von damals :)

    Viele Grüße

    Chris

    Antworten
  16. Ulrike says:

    Hui! Diese Scams gibt es schon sehr lange. Aber nicht in dem Ausmaß. 1992 war ein Tuktuk noch eine angenehme Fortbewegungsmethode. Ich wurde nur damals davor gewarnt, Bonbons von Fremden anzunehmen. Die könnten einen betäuben und ausrauben. Hab ich selbst nicht erlebt und auch von niemandem gehört, dem das passiert ist. Das Buchen von Bussen im Reisebüro auf der KSR war damals wirklich einfach, die Busse relativ sicher.
    Tja, die Zeiten ändern sich!
    Thailand werde ich wohl nie mehr besuchen.
    Liebe Grüße und sicheres Reisen!
    Ulrike

    Antworten
    • Also Thailand nicht mehr zu besuchen wäre für mich wie ein Todesurteil. ;)

      Ich wette es hat sich sehr viel verändert seit 1992, v.a. in Bangkok. Aber wenn Du Boom-Städte und Touristenorte meidest, ist Thailand immer noch sehr gediegen. Und zur Not gibt’s gleich nebenan Laos und Kambodscha, dort tut sich so schnell nix.

  17. Mia says:

    Hallo Florian,
    wir (zwei Frauen) werden im Januar 2016 das erste mal Bangkok besuchen.
    Nachdem ich schon einige tolle Tipps durchgelesen habe (danke dafür), an dieser Stelle meine Frage:
    wie reagiere ich am besten gegenüber den vielen Menschen, die etwas von einem wollen.
    „Nein danke“ sagen? Ignorieren und garnichts sagen? Kein Augenkontakt aufnehmen? (Hat in Rom super funktioniert. Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich schon aus weiter Ferne beobachtet wurde, u.a. auch wo meine Blicke hin gingen. Nachdem ich meine Sonnenbrille aufgesetzt habe, hatte sich die Anzahl der Verkaufskontakte drastisch reduziert) :-)

    Antworten
    • Hi Mia, wenn ihr Rom kennt seid ihr schon gut vorbereitet. Bangkok ist sicher nicht „schlimmer“ als Rom.

      Einfach nicht vollschmarren lassen, die Thais sind nicht aggressiv und lassen euch sehr schnell in Ruhe.

      „No thanks“ funktioniert genauso gut wie weitergehen.

      In Thailand funktioniert „mai ka“ oder „mai ao ka“ am besten. (ka ist weibl. Form) Das heißt so viel wie „ich nehme nicht / ich will nicht“. Damit zeigt ihr, dass ihr euch top vorbereitet habt auf Land und Sprache ;)

  18. Elvira says:

    Hi Florian,
    super informativer Blog, vielen Dank! Nachdem ich vor 30 Jahren zum ersten mal inBangkok war, hat sich ja einiges verändert ,-). Meine Erfahrungen gleichen Ulrikes und angequatscht wurden wir wirklich nur in der Pat pong…. aber ich werde im August mit meinen 15jährigen Söhnen noch mal „backpackern“ und da konnte ich mich ganz prima mit deinem Blog vorbereiten(… und vorfreuen!!)

    Liebe Grüße
    Elvira

    Antworten
    • Hi Elvira, ich würde einen kleinen Zeh dafür geben Bangkok vor 30 Jahren zu sehen. Für mich als absoluter Bangkok-Fan waren schon die wenigen Strassenszenen in dem Film Brokedown Palace vor knapp 20 Jahren eine Offenbarung (v.a. eine Szene, wo man das Peachy GH in der Phra Athit Road sieht, das gibt’s immer noch)

      Wünsche Dir noch eine gute Vorbereitung und eine tolle Reise!

  19. Mike says:

    Kein guter Artikel. Weder sind alle Reisebüros dazu ausgerichtet, dich abzuziehen, noch hat jeder Local, der dich auf Englisch anquatscht was Anderes im Sinn. In Wirklichkeit kann ich nur jedem empfehlen, das Busticket bei einem Tour Office zu holen, da es viel stressiger ist, es auf eigene Faust zu organisieren. Kann sein, dass das Ticket etwas teurer ist, als wenn man es direkt bei der Station holt, dafür ist damit alles inkludiert: Garantierter Sitzplatz, Air-Con, evtl. Bootstaxi.
    Und was das mit den Locals betrifft. Natürlich gibt es viele Leute, die einfach Business betreiben. Das heißt aber nicht, dass sie nicht auch nette Gesprächspartner sein können. Es ist ganz normal, ein bisschen Smalltalk zu führen, und ich habe dadurch auch schon wunderbare Erfahrungen machen können. Die Thais sind auch nicht so verklemmt wie die Deutschen, sondern im Gegenteil. E-Mail oder Nummer austauschen ist kein großes Ding und im Glücksfall hat man einfach eine neue Freundschaft dazugewonnen, indem man sich darauf einließ, was Neues zu probieren.

    Antworten
    • Hi Mike, erstmal danke für Deinen ausführlichen Kommentar.

      • Reisebüros: Die Reisebüros in Bangkok sind sehr wohl darauf ausgelegt Dich abzuziehen. Ausnahme: Touren direkt in Bangkok, steht auch im Artikel. Alles andere was Du in so einem Reisebüro buchen kannst kriegst Du vor Ort oder im Internet günstiger, insbesondere Touren und Tickets.

        Das gleiche Argument kann man natürlich für Reisebüros in aller Welt bringen oder generell für Mittelmänner, aber manche in Bangkok sind schon echte Halsabschneider. Mir wurde ein Flug schon für 50% mehr angeboten und ein Zug nach Chiang Mai für den doppelten Preis.

        Einen Bus nach Phuket habe ich beim ersten Mal in Bangkok für den dreifachen Preis gebucht, mit 2 Stunden Wartezeit und 4 Stunden Umsteigen in Surat Thani. Ich wusste halt nichts über die üblichen Preise und dass ich einfach ohne Stress zum Busbahnhof spazieren kann und dort ein Direktbus auf mich wartet. Hätte mich damals über eine Warnung, wie in dem Artikel gefreut.

      • Bustickets: Das Busticket ist am Busbahnhof keineswegs günstiger als im Reisebüro, oft sogar bis zu 5% teurer. Dafür hast Du dann nen verlässlichen Government Bus, keine dummen Tricks, keine Wartezeiten und kein Umsteigen und Du musst nicht vorher reservieren. Aircon haben die natürlich auch, sogar viel zu stark…

        Ich verstehe, dass manche Reisende gerne vorher buchen, auch wenn es unnötig ist. Man kann bei vielen Busunternehmen anrufen und reservieren (lassen) oder manche Busse auch bei Thaiticketmajor buchen. Es ist aber wirklich unnötig.

      • Tourismusanbieter: Natürlich kannste in einem Touristengebiet mit den Leuten quatschen. Ohne Thai sind das wahrscheinlich sogar die einzigen lokalen Kontakte. Ist ja nicht wie in Malaysia oder auf den Philippinen, dass jeder Englisch kann.

        Es hilft aber immer im Hinterkopf zu behalten, dass die Tourismus-Leute was verkaufen wollen und letztlich auch immer wieder in ihre Verkaufsmasche zurück fallen, egal wie nett Du eben noch gequatscht hast. Ist net böse gemeint, aber ist halt so.

        Wenn die Sprachbarriere net wäre würde ich davon abraten, Dich auf z.B. der Khao San Road in ein Gespräch verwickeln zu lassen. Aber so wie es ist, haste natürlich auch recht, dass man als normaler Reisender nur so überhaupt mit Thais in Kontakt kommt.

  20. Philipp says:

    Yes, ich oute mich. Am 1. Tag stand ich genau vor so einem Schild in der Nähe der KSR und Schwupps saß ich im Tuk-Tuk meines neuen besten Freundes.
    Ich hab es dann relativ schnell gemerkt, weil ich es vorher auf unzähligen Blogs gelesen habe. ich dachte mir dann nur: Du Idiot, du wusstest es, bist 3 Stunden hier und schon sitzt du in nem Tuk-Tuk, das dich von Schneider zu Juwelier zu was weiß ich fährt.
    Ich hatte noch nichts bezahlt und bin einfach an der nächsten roten Ampel ausgestiegen, der Fahrer hat mich zwar noch vollgequatscht mit „You cannot go“, aber ich hab ihn einfach ignoriert.
    Ich denke, das gehört dazu, wenn man in BKK ist, muss man einmal in so ne Falle tappen.

    Philipp

    Antworten
    • Die gute alte 30 Baht Tuk Tuk Tour durch Bangkok. ;)

      Wie Du sagst, das passiert halt mal und man lernt daraus. Hast ja nochmal Glück gehabt, bzw. Dich vorbereitet.

  21. Pauline says:

    5. Von Fremden angesprochen

    Ich wurde in Bangkok und auch im Rest von Thailand fast täglich von Fremden auf englisch angesprochen und nie wollte mir jemand was verkaufen oder gar klauen. Im Gegenteil, sobald ich ein wenig verloren am Straßenrand stand, half mir jemand, ungefragt. Ein paar Motorradtaxifahrer schenkten mir Pflaster als ich mich verletzte, ein Uniformierter organisierte für eine Freundin und mich eine kostenlose Mitfahrgelegenheit zu einem Museum, zahlreiche andere Thais zeigten uns den Weg und halfen uns, durch das Bussystem zu steigen. Natürlich muss man vorsichtig sein, überall auf der Welt, aber ich habe selten ein Land erlebt, in dem einem so viel ohne Hintergedanken geholfen wird.

    Vielen anderen Punkten kann ich allerdings zustimmen!

    Antworten
    • Hi Pauline,

      bei dem Punkt sollte das ENGLISCH groß geschrieben sein. Wenn jemand Dich in verständlichem Englisch anspricht, sei lieber vorsichtig. ;)

      Thais sind einige der freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen der Welt. Ich kann Deine positiven Erfahrungen absolut bestätigen.

      Aber Thais sind auch eher zurückhaltend und haben was ihr Englisch angeht wenig Selbstvertrauen, oft aus gutem Grund.

      Wenn Dich also jemand ohne Not in Englisch anspricht, ist das vielleicht einer der faulen Äpfel und der muss uns ja nicht den Brei verderben…

      Es kommt natürlich auch sehr auf die Gegend an. Wenn Du fernab von Innenstadt und Altstadt bist, lass ruhig alle Bedenken fallen. In vielen Teilen Bangkoks, sieht man alle paar Wochen mal einen Farang und dann sind die Leute SEHR zuvorkommend, ganz ohne Hintergedanken.

      Grüssle aus Bangkok,
      Florian

  22. Sarah says:

    Hallöchen und vielen Dank für den Artikel!
    Für mich und meinen Freund gehts im April das erste Mal nach Thailand, wir starten natürlich in Bangkok und ich bin mir sicher, wir wären auf viele der Tricks auch herein gefallen (obwohl wir ein paar ähnliche Tricks aus Afrika kennen).
    Wir fühlen uns jetzt etwas vorbereiteter :)
    LG
    Sarah

    Antworten
  23. marco says:

    hallo zusammen. wir (meine frau) und ich , sind gerade in bangkok. heute beim liegendem buda wurden wir vor dem eingang brutal abgezockt. haben auf der oeffentlichen strasse geraucht und vor dem eingang haben wir unsere kippen entsorgen müssen. mangels aschenbecher haben wir die kippen in einen gulli geschmissen. ok ich weiss. nicht die feine art aber ging nicht anders wenn man raucht. resultat : 2 x 2000 baht busse. bitte seit vorsichtig mit euren kippen :-) liebe grüsse marco

    Antworten
  24. Angelika says:

    Mir wollten sie in Bangkok auch schon mal „Edelsteine“ verkaufen – allerdings habe ich sehr schnell gemerkt, dass die alle gefälscht waren – ich kenne mich mit dem Thema nämlich ein bisschen aus.

    Scheint aber für die Betrüger ein lohnendes Geschäft zu sein.

    Antworten
    • Ja den Gem-Scam gibt es auch schon sehr lange in Bangkok. Habe ich aber noch nie selbst erlebt, nichtmal aus zweiter Hand davon gehört.

      In Bangkok günstig kaufen und daheim teuer verkaufen und schon siegt die Gier. Der Trick ist wohl, dass die „Edelsteine“ nicht ganz wertlos sind, deswegen ist die Polizei machtlos. Man kann ja niemandem dazu zwingen Marktpreise zu zahlen.

  25. Roland says:

    Seit 25.10.2016 fahren keine Minibusse mehr am (BTS) Viktori Monument ab.Richtung Süden (Hua Hin,Cha Am) im Southern Busterminal Sei Tei Mei zu erreichen mit Bus 515 ab Busterminal 1 direkt am Viktory Monument

    Antworten
  26. Hans A. TImnet says:

    Schade, dass Züge so schlecht weg kommen. Ich finde die Bahn eine gute Alternative zum Reisen in Thailand.

    Die Eisenabhn ist wie überall auch in Thailand eine individuelle Erfahrung. Ich finde den Preis, z.B. von Bangkok nach Surat Thani (Ko Tao, etc.) von 848 Baht im klimatisierten Schlafwagen, angemessen. Dafür bekomme ich ein bezogenes Bett und komme morgens erholt an. Daneben gibt es weitere Annehmlichkeiten wie Platz, ein Restaurant, Toiletten (die auch mancher, aber nicht jeder Bus hat).

    Antworten
    • Hi Hans,

      wir sind erst vor 1 Monat mit der Bahn von Chiang Mai nach Bangkok gefahren statt mit dem Bus. Das haben wir vor allem wegen dem erhöhten Komfort und der Aussicht in der ersten Fahrstunde gemacht.

      Trotzdem bleibe ich dabei: Züge in Thailand sind langsamer und/oder teurer als Busse. Wenn man damit keine Probleme hat, sind sie eine Alternative. So steht das ja auch im Text.

  27. Ein toller Bericht und wie wir finden treffende Zusammenfassung. Ja in Bangkok sollte man wirklich immer seine Augen und Ohren offen halten. Bei unserem ersten Aufenthalt in Bangkok ist uns auch so einiges passiert. Vor allem die Tuk Tuks haben es in sich. Deshalb sind wir bei unserem letzten Besuch ausschließlich mit Grab Taxis gefahren.

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