Einnahmen als digitaler Nomade – Dezember 2013

Im Dezember, habe ich eine Einkommensquelle für Fotografen erschlossen, die Microstock Fotografie.

Im Prinzip schickst Du Deine Fotos an eine Microstock Agentur. Sie verkaufen Lizensen für Dollarpreise und Du behältst das volle Copyright. Es ist ein klassisches passives Einkommen. Man hat eine Menge Arbeit im Vorfeld, aber keine laufende Arbeit, sobald alles eingerichtet ist.

Mit €2 EUR, sind die Microstock Einnahmen in meinem ersten Monat ernüchternd. Tatsächlich habe ich nur auf 1 von 10 Microstock Agenturen verkauft, zu denen ich Fotos geschickt habe. Auch habe ich nur 1 von 40 verschickten Bildern verkauft. Es ist ein Bild einer Jurte in der Mongolei und wurde 4 Mal auf Fotolia verkauft (affiliate link).

2013_dez_ausgaben

346 EUR Ausgaben links, 359 EUR Einnahmen rechts

Das Problem mit Stock Fotografie ist, dass Bilder mit Menschen sich angeblich 10 Mal besser verkaufen. Leider braucht man für jede Person auf dem Bild eine Modell Freigabe, sie müssen also ein Dokument unterschreiben. Das ist natürlich eine riesige Hürde.

Ich weiß im Moment nicht, was ich mache. Ich werfe einfach zufällig Fotos an die Wand um zu sehen was hängenbleibt. Wenn Du Dich mit Stock Fotografie auskennst, würde ich mich über Ratschläge freuen. Hier sind einige meiner Portfolios:

Fotolia
123rf
dreamstime
depositphotos
CanStockPhoto
iStockphoto

(alle Links sind Affiliate Links)

Ich werde Microstock im Januar mindestens noch eine Chance geben, aber wenn die Verkäufe nicht anziehen, ist es meine Zeit nicht wert.

Die Ausgaben im Dezember sanken auf Grundlagen Niveau, ohne spezielle Anschaffungen. Grundlagen Niveau in Thailand heißt keineswegs Existenzminimum. Die meisten Thais arbeiten für den neu eingeführten Mindestlohn von 300 THB am Tag. Mit 6 Arbeitstagen pro Woche bedeutet das etwa 7800 THB im Monat oder ungefähr 175 EUR.

Jetzt stell Dir vor, Du kannst doppelt so viel ausgeben, wie die meisten Thais einnehmen. Du fühlst Dich plötzlich reich!

phuket_cheesecake

Käsekuchen auf der Insel Phuket

Als reiche Leute, sind wir im Dezember durch den Süden von Thailand gereist. Inseln und Strände sind teurer, aber wir haben trotzdem noch 3 Mal am Tag auswärts gegessen und 2-3 Kaffees pro Tag genossen. Wir übernachten in Gästehäusern und lassen unsere Wäsche waschen. Wir trinken Bier nur jeden zweiten Tag damit es etwas Besonderes bleibt und damit wir nicht noch fetter werden. Kuchen nur zwei Mal die Woche aus dem gleichen Grund. Wir essen besonderes Essen wie BBQ oder ausländisches Essen mindestens einmal pro Woche.

Tatsächlich könnte man in Thailand komfortabel mit der Hälfte unserer Kosten auskommen, aber asketisch leben macht uns keinen Spass. Wo wir davon sprechen, danke an die Käsekuchenspender im Dezember, Andre F., Markus F., Claudia S. und Noa K.. Käsekuchen, die ultimative Antwort auf Askese, Buddha wäre stolz!

Für den Visa Run im Januar schaffen wir es wahrscheinlich endlich nach Kambodscha. Das Grundlagen Niveau ist dort noch niedriger.

 

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Deine Meinung? Sei freundlich. Verlinke ruhig.
  1. Karsten says:

    Hi Florian,

    Danke für den Artikel – das mit den Microstock Fotos muss ich mal ausprobieren. Gute Fotos habe ich reichlich :)

    Aber: wie schafft man es denn mit < 400€ in Thailand über die Runden zu kommen? Gerade die Kosten fürs Wohnen haben immer das größte Loch in mein Budget gerissen.

    Wie / Wo wohnst du / ihr?

    Grüße,
    Karsten

    Antworten
  2. Ivana says:

    Danke für Deine Offentheit hier, was das Geld angeht. Ich bin zwar kein digitaler Nomade, bin aber auch auf der Suche, wie man noch zu Geld kommen kann, denn irgendwann will ich hier die Arbeitszeit runterfahren, um mehr vom Leben (und Reisen ;-)) zu haben. Das mit den Microstock-Fotos werde ich sicher auch mal probieren, danke für die Anregung.

    Viel Spaß weiterhin in Thailand
    Ivana

    Antworten
  3. Stefan says:

    Hallo Florian,

    Respekt! Weniger als 350,- für einen Monat Thailand. Das habe ich noch nicht geschafft. :-)

    Bin mal gespannt, wie das bei dir mit den Fotodiensten weitergeht. Ich habe da auch mal drüber nachgedacht. Aber die haben einfach schon so unglaublich viel im Archiv.
    Bisher habe ich mich nicht dazu durchringen können, den Aufwand zu betreiben.

    Viele Grüße
    Stefan

    Antworten
  4. Malte says:

    Hallo Florian,

    ich hab beruflich viel mit Stock-Fotos (in der Regel fotolia) zu tun, allerdings im Einkauf und kann daher ganz gut einschätzen, was man für Keywords eingibt. Meistens tastet man sich generisch ran. Stelle dir vor, jemand erstellt eine Broschüre über die Mongolei und sucht für die Rückseite was landschaftliches, dann wird er „mongolia countryside“ eingeben. Bei dem Yak-Bild fehlt z.B. „countryside“. Auch „colorful“ könntest du setzen oder „mountain“ u.v.m. Generell einfach wesentlich mehr Keywords setzen und mal nach ähnlichen Bildern suchen und ein paar abgreifen, siehe z.B. http://us.fotolia.com/id/37231980 unter „Information“.
    Dann vermutlich abwarten bis ein paar verkauft sind, um im Ranking aufzusteigen.

    Wer weiß, vielleicht kauf ich dann durch Zufall mal auf eines deiner Bilder ;-)

    Viel Erfolg damit, die Fotos dürften auf jeden Fall das Potential haben.

    Beste Grüße,
    Malte

    Antworten
  5. floc says:

    Ich habe 2 EUR mit Microstock verdient und jeder will es ausprobieren? Also gut, viel Erfolg! (-;

    @Malte:
    Danke für die Hinweise. Man vergisst gerne, wie untauglich Bilder für Suchmaschinen sind. Andererseits steigt der Aufwand echt ins Beliebige, wenn man das richtig machen will.

    @Karsten:
    Wir haben außer auf den Inseln Phuket und Ko Phayam immer ein Doppelzimmer für 200 THB oder weniger gefunden. In untouristischen Städten wie Petchaburi oder Uttarakit sind die Zimmer sowieso nicht teurer. In touristischen Städten wie Chiang Mai oder Krabi kann man auf Wikitravel recherchieren und die Randgebiete von Backpacker Areas abklappern. Es geht vor allem um die Ausdauer mit dem Rucksack auf dem Buckel nicht gleich das Erstbeste zu nehmen. Finden tut man immer etwas.

    Antworten
  6. Manuela says:

    Wer mir Stockfotos richtig Geld verdienen will, muss sich richtig festbeißen.
    Eine Methode zum „Leicht Geld verdienen“ ist es nicht.

    Dazu musst du erst einmal viel mehr Bilder hochladen. Es ist eine Heidenarbeit, aber hat man sie erst drin, sind sie für immer da und werden auch langfristig Geld einbringen.

    Die Profis laden allerdings mehrere Hundert Bilder am Tag hoch. Die Masse macht es im Endeffekt.

    Setz dir das Ziel. zumindest 500 Fotos drin zu haben. Dann werden sich die Einnahmen auch etwas erhöhen.

    Antworten
  7. Ben says:

    Wirklich günstige Lebenshaltung, das erfordert ein gewisses Maß an Planung und Konsequentheit. Respekt. Das mit den Stock Agenturen ist so eine Sache. Ich frage mich immer, wie man aus einer solchen Bilderflut als einzelner Fotograf wirklich nennenswerte Beträge erhalten kann. Ich denke wirklich lohnen wird sich der Zeitaufwand dabei nicht.

    Antworten
  8. @Ben:
    Danke für die Blumen. Die Zahlen scheinen aber nur nach deutschem Maßstab niedrig. In Südostasien ist das viel Geld.

    Hast Du mal Stock Fotografie probiert mit Deinen Landschaftsbildern? Das scheint leider nicht besonders gefragt zu sein );

    Antworten
  9. Markus says:

    Hi, super Artikel und sehr Interresant. Leider ist dein passives Einkommen ja noch relativ gering und es fällt für dich ja noch einiges an Arbeit an. Der „Käsekuchen“ lief ja diesen Monat auch ganz gut:-) Wer interesse hat kann gerne mal auch auf meinem Blog vorbeischauen. Ich veröffentliche auch meine Einnahmen.

    Antworten
  10. @Markus:
    Mit einer Stunde Arbeit am Tag kann ich gut leben, in jedem Wortsinn.

    Antworten
  11. Julia says:

    Hallo Florian,

    seit einiger Zeit verfolge ich nun schon deinen Blog. Dieser Artikel hat mir natürlich am besten gefallen denn das Thema Stockfotografie ist für uns (sind eigentlich zu zweit) sehr wichtig, wir leben davon ;)

    Ein bisschen musste ich schmunzeln als ich den Beitrag gelesen habe. Ein paar Bilder online und schon einen wirklichen Umsatz erwarten, das geht in der Stockfotografie nicht. Sei es Macro oder Microstock :D
    Wir haben vor 2 Jahren angefangen ein paar Bilder bei einigen Agenturen hochzuladen, inzwischen sind wir tag und Nacht am arbeiten, hatten seit dem keinen freien Tag und auch im Urlaub rennen wir den ganzen Tag mit den Kameras durch die Gegend und arbeiten!
    Das du mit dem wenigen Aufwand tatsächlich wirklichen Gewinn machst, das bezweifle ich. Wir sind wie gesagt professionelle Fotografen und machen seit 24 Monaten Tag udn Nacht nur neue Bilder um diese zu verkaufen aber komplett davon leben, können wir nicht einmal. So langsam wird es aber tatsächlich was, wir sind mittlerweile bei über 30 Agenturen (auch Macro) und einen Bildbestand von rund 8k Bilder.
    Wir haben noch 6 Monate Zeit uns den Hintern so richtig aufzureissen, denn im Sommer packen wir auch unsere Taschen und gehen das erste Mal auf Reisen, bei uns geht es zuerst für ein paar Monate nach Asien, in Malaysia wollen wir starten. Das Ganze wird durch die Einkünfte bei den Agenturen finanziert. Allerdings ist es bei den meisten (die tatsächlich Geld bringen!) ist es nicht damit getan eine tolle Vorarbeit zu leisten und danach nichts mehr zu machen und nur zu reisen, das geht nicht. Man muss immer aktuell neue Sachen hochladen, sonst veralten die Bilder ganz schnell, gerade bei Fotolia muss man regelmäßig hochladen damit der Umsatz nicht einbricht..

    Ich wollte dir nicht deine Illusionen auf schnelles einfaches Geld rauben aber leider ist es unser Alltag und mit ein bisschen Arbeit geht es im Microstock Bereich nicht…

    Wenn du Fragen zu diesem Bereich hast, kannst du dich gerne melden, vielleicht können wir uns austauschen und voneinander was lernen, wir von dir in Sachen reisen udn du evtl von uns zum Thema Agenturen ;)

    Hier unser Portfolio bei Fotolia: http://de.fotolia.com/p/202872053

    Liebe Grüße

    Julia von JuNiArt

    Antworten
  12. Danke Julia für eure Erfahrungswerte. Was ihr macht ist natürlich eine ganz andere Dimension, mit Studiofotografie, Models und gezielten Sessions nach Themen und Keywords.

    Ich wollte für mich ausloten, ob ich mit den Bildern, die ich sowieso mache mit wenig Zusatzaufwand ein Nebeneinkommen verdienen kann, wie das z.B. Brendan van Son macht. Brendan spricht von ca. $400 USD im Monat, das würde bei mir ja schon alle laufenden Kosten decken. Die Antwort lautet für mich leider nein, v.a. wenn ich mir meinen 2. Monat anschaue (+150 Bilder +$2).

    Trotzdem, ich bin froh das probiert zu haben. Stockfoto ist eine sehr interessante Geschichte und ich denke es fällt mir jetzt etwas leichter Stockfoto Situationen zu erkennen, wenn ich sie sehe.

    Euch viel Vorfreude auf Asien!

    Antworten
  13. Katrin says:

    Ich habe einen uralten Photocase Account mit dem ich bereits 2 mal 100 € ausgezahlt bekommen habe. Aktuell steht er (seit längerem) bei 84 €. Allerdings sind die Aufnahmekriterien bei diesem Portal für mich zwielichtig und ich habe schon lange keine Mühe mehr gemacht, Bilder dort einzureichen.

    Grüße Katrin

    Antworten
  14. Gerhardt says:

    Sehr informative Seite! Danke!

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