Wo soll das nur enden?
Wenn ich nicht Radeln bin, denke ich daran zu Radeln. Wenn ich nicht daran denke zu Radeln, dann schlafe ich und träume vom Radeln.
Das eigentliche Problem ist: Nichts auf der Welt kann das Gefühl ersetzen, einen kurvigen Trail mit Vollgas unter die Stollen zu nehmen. Schwierige Abfahrten, auch die, die man schon zig mal gefahren ist, bescheren jedes Mal aufs Neue einen Wahnsinns Adrenalinkick. Selbst lange Anstiege machen Spaß, sei es halb in Trance im eigenen Tritt oder im beliebten “Oben kotz ich mir die Lunge raus”-Tempo.
Essen, Musik, Alkohol, alles was Spaß macht, verstummt gegen die Geräusche, mit denen die Reifen von deinen Kumpels und dir das Schweigen tief im Wald brechen.
Wie soll ich mich denn für die wichtigen Dinge im Leben, von Freundschaften bis Beruf, begeistern wenn alles so zweitrangig wird?
Ist das nicht traurig? Erbärmlich?
Bin ich süchtig? Bin ich krank?
Hätte ich niemals damit anfangen dürfen?
Nein! Das wäre eine Unvorstellbarkeit (-;
[...] zu erkennen dass man glücklich war, ist leicht.
[...] zu erkennen dass man glücklich ist, ist Kunst.
(Kettcar – Anders als gedacht)
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