Geld verdienen mit Reise-Stockfotos als Backpacker und digitaler Nomade

geo_mashup_map

Wusstest Du, dass Du die Reisebilder, die auf Deiner Festplatte schlummern zu Geld machen kannst? Als Stockfoto generieren Deine Bilder jeden Monat passives Einkommen, egal woa uf der Welt Du gerade bist.

superman

Reisefoto oder Stockfoto? - Foto: Roland Fäustlin

Stockfotografie ist eine Einnahmequelle mit niedrigen Einstiegsbarrieren und vollkommen freier Zeiteinteilung.

Es ist ein rein passives Einkommen. Ich könnte heute aufhören und würde trotzdem weiterhin rund 50 Euro im Monat verdienen, theoretisch bis an das Ende aller Tage™ – Der feuchte Traum eines digitalen Nomaden ;)

Reisefotografie vs. Stockfotografie

Reisefotos sind eine ganz besondere Form der Stockfotografie. Der Arbeitsablauf unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Stockfotos und der Alltag eines Reisefotografen unterscheidet sich grundlegend von dem eine Stockfotografen.

Als Reisefotograf mache ich Fotos spontan und relativ ungeplant. Ich schaue mir erst hinterher an, ob ein Motiv auch als Stockfoto geeignet ist.

Ein typischer Stockfotograf produziert Bilder, wie zum Beispiel ein Film produziert wird. D.h. er engagiert Models und kauft Requisiten, um in seinem Studio nach genauer Choreographie Bilder zu produzieren. Die Motive hat er vorher recherchiert und geplant und die Nachbearbeitung mit Freistellen dauert Tage und Wochen.

Wenn Dich diese eigentliche Form der Stockfotografie interessiert, schau in diesen Artikel: So verdient man 10.000 Euro monatlich mit Stockfotos

stockfoto_yurte

Mein meistverkauftes Stockfoto, mehr als 50 Mal

Einnahmemöglichkeiten Reisefotografie

Die Einnahmemöglichkeiten von Reisefotos sind stark limitiert im Vergleich zu produzierten Stockfotos. Das liegt wahrscheinlich an mehreren Gründen:

  • Reisefotos sind nur eine Nische auf Stockfotobörsen
  • Die meisten Reisefotos sind nur von lokalem Interesse
  • Es gibt ein Überangebot von Creative Commons Reisefotos auf Flickr
  • Der Zeitaufwand pro Reisefoto ist höher als bei der Studiofotografie
  • Reisefotos sind oft menschenleer

Bilder von Menschen

Reisefotos müssen natürlich nicht menschenleer sein und manchmal ist es sogar ein richtiges Problem die Menschenmassen auszublenden. Versteh mich nicht falsch, Fotos mit Menschen verkaufen sich um ein Vielfaches besser. Aber Du brauchst einen Model-Vertrag mit jeder identifizierbaren Person auf dem Bild, selbst mit der alten Teepflückerin aus Sri Lanka, die gar nicht schreiben kann.

teepflueckerin2

erkennbare Personen nur mit Model-Vertrag

Wie Du Reisefotos verkaufst

Du willst trotzdem selbst Reisefotos verkaufen? Bitte gehe vorher diese Checkliste durch:

  1. Du hast eine DSLR-Kamera oder eine Systemkamera wie z.B. Sony NEX oder Fuji X-Pro1?
  2. Du kannst technisch einwandfreie Fotos herstellen, also scharf, gut belichtet, im Fokus und ohne sichtbares Rauschen?
  3. Du hast Grundwissen zu Komposition und Bildgestaltung und erkennst ein interessantes Bild, wenn Du es siehst?

Wenn Du 3 Mal ja antworten kannst, leg los!

Qualitäts-Standards

Unterschätze bitte nicht die Qualitäts-Standards der Stockfotobörsen. Es ist nicht mehr so einfach in den Markt einzusteigen, wie vor 8 Jahren. Gerade bei Shutterstock und Fotolia hatte ich anfangs hammerharte Probleme Fotos akzeptiert zu bekommen und habe bei diesen beiden Börsen bis heute eine niedrige Akzeptanzrate. Als positiven Effekt bekommst Du durch Foto-Kritik ein besseres Verständnis von Maßstäben bei der Bildqualität.

2014_mai_stockphoto

Nicht erkennbare Personen, ohne Model-Vertrag

Arbeitsablauf Reise-Stockfotos

  1. Bildauswahl
    Du kommst von einer Reise mit einer Unmenge von Bildern zurück. Wähle aus diesem Haufen technisch einwandfreie Bilder aus, die für die Allgemeinheit interessant sein könnten und am besten einen Suchbegriff abbilden.
  2. Nachbearbeitung
    Weißabgleich und Schärfe müssen passen und Du musst Logos und Personen ohne Model-Vertrag entfernen. Kosmetische Änderungen sind eine gute Idee, z.B. Stromleitungen und Lens Flares entfernen. Speichere die Bilder als jpeg in Qualität 90.
  3. Tags
    Die Tags findest Du am besten mit der „Quickmeta“ Suche nach ähnlichen Bildern in der Software Stocksubmitter. Du solltest 50 Tags pro Bild verwenden, das ist das Maximum auf vielen Börsen.
  4. Titel und Beschreibung
    Verwende einen aussagekräftigen Titel mit den wichtigsten Keywords, und bringe die restlichen relevanten Keywords in der Beschreibung unter.
  5. Kategorien
    Suche für jede Stockfotobörse 2 passende Kategorien aus. Bei manchen Stockfoto-Portalen wird kaum über die Kategorien gesucht, aber bei anderen Portalen sind sie extrem wichtig.
  6. Upload
    Stocksubmitter lädt automatisch auf alle eingerichteten Stockfotobörsen hoch. Du brauchst eine gute Internetanbindung. Wenn Du in Indien bist, vergiss es! ;)
stockphoto_saltheaps

Keywords verkaufen sich gut (Salz)

Arbeitsaufwand

Ich wende pro Monat etwa 2 Stunden Zeit für die Bild-Nachbearbeitung auf und nochmal 2 Stunden zum Kategorisieren und Taggen von genau 33 Reisebildern. Ich vergrößere mein Portfolio jeden Monat, weil 50 Euro Einnahmen gelinde gesagt ausbaufähig sind und weil kein Einkommen wirklich passiv ist. Deine Portfolio-Größe und damit Deine Verkaufszahlen haben dank gestaffelten Ausschüttungen Einfluss auf Deine gesamten Einnahmen. Der insgesamte Fotopool wächst außerdem jeden Monat, so dass Dein Anteil schrumpft. Angeblich hat auch Deine Aktivität Einfluss auf die Auffindbarkeit.

Stocksubmitter Software

33 Bilder sind das kostenlose monatliche Upload-Limit der Stockfoto Software Stocksubmitter. Stocksubmitter lädt die Bilder automatisch auf beliebig viele Stockfoto-Seiten hoch und ist eine unglaubliche Hilfe beim Taggen durch die Funktion „Quickmeta“. Auch kannst Du mit der Software Deine Einnahmen auf allen Stockfotobörsen beobachten.

stockfoto_baybridge

6 Uhr Morgens verkauft sich selbst San Francisco gut


Welche Stockfotobörsen

Ich habe mich bei 12 Stockfotobörsen angemeldet. Die Verkäufe sind sehr ungleichmäßig verteilt. Die top 6 Stockfoto-Portale machen 88% meiner Umsätze aus. Die Stockfotobörse iStockfoto alleine macht 45% meines Gesamtumsatzes aus.

Umsatzanteil Umsatz Stockfotobörse Meine Bilder Link
45% $161,80 iStockphoto Portfolio Anmelden
13% $46,20 Shutterstock Portfolio Anmelden
11% $38,32 123rf Portfolio Anmelden
7% $26,75 CanStockPhoto Portfolio Anmelden
7% $26,55 Fotolia Portfolio Anmelden
6% $19,93 Alamy Portfolio Anmelden
3% $11,33 Dreamstime Portfolio Anmelden
3% $10,59 Bigstockphoto Portfolio Anmelden
2% $8,52 Depositphotos Portfolio Anmelden
2% $7,75 Pond5 Portfolio Anmelden
1% $2,80 Mostphotos Portfolio Anmelden
0% $1,23 Panthermedia Portfolio Anmelden
0% $0,00 Veer  

Es macht dank Stocksubmitter keinen Unterschied, ob Du auf 6 Stockfotobörsen oder 12 oder gar 30 vertreten bist. Wegen Auszahlungslimits und dem Zeitaufwand bei der Erstanmeldung und beim Hochladen macht es trotzdem nicht viel Sinn sich überall anzumelden. Die Links führen zu den jeweiligen Anmeldeseiten. (teilweise affiliate links)

2014_apr_stockphoto

Fotos mit Whitespace verkaufen sich gut

Welche Reisefotos verkaufen sich

Am Besten verkaufen sich bei mir Bilder aus exotischen Ländern wie Mongolei, Tibet, Bolivien und Sri Lanka. Es gibt einfach schon zu viele Bilder aus z.B. Thailand und Deutschland als Reiseziel kannst Du gleich vergessen. Je exotischer Dein Reiseziel, je ungewöhnlicher die Tageszeit und je einmaliger Dein Blickwinkel, desto besser stehen Deine Chancen. Fotos mit prominentem Whitespace für Text verkaufen sich auch gut. Auch muss das Konzept von einem Bild Stockfoto tauglich sein.

Welche Reisefotos verkaufen sich nicht

Fotos von Sonnenuntergängen und Wolken sind seit mindestens 8 Jahren out. Auch Landschaftsansichten ohne Wiedererkennungswert werden meistens nicht einmal mehr akzeptiert. Das gibt es schon alles. Schlecht getaggte Bilder verkaufen sich auch nicht. Tags sind die einzige Möglichkeit Deine Bilder zu finden, also müssen sie aussagekräftig sein. Mehr Tipps zur Auswahl von Bildern gibt es im Tutorial von iStockPhoto.

yak4

Exotische Reiseziele wie Tibet verkaufen sich gut

Stockfotografie als zusätzliche Einnahmequelle

Stockfoto Einnahmen bei Reisebildern sind wegen der Unvorhersehbarkeit von Verkäufen ein reines Zahlenspiel. Wenn Du mit einem Portfolio von 400 Bildern 60 Euro im Monat verdienst, dann verdienst Du mit einem Portfolio von 4.000 Bildern 600 Euro im Monat. Reisefotografie ist leider nicht so planbar, wie Stockfotos im Studio und Du kannst nicht einfach 4.000 relevante Bilder in 2 Monaten schießen. Es braucht Zeit und Geduld ein Portfolio aufzubauen. Wenn Du bei Null anfängst solltest Du nicht einfach als digitaler Nomade losziehen mit der einzigen Einnahmequelle Stockfotografie.

Als Backpacker und Dauer-Reisender sehe ich Stockfoto Einnahmen als netten Bonus, ohne meine Seele zu verkaufen und ohne großen Arbeitsaufwand. Fotos von exotischen Reisezielen mache ich sowieso und 4-5 Stunden im Monat nehme ich mir gerne Zeit, zumal ich beim Nachbearbeiten gut Podcasts und TED Talks hören kann. Reise-Stockfotograf Brendan van Son kommt zu einem ähnlichen Fazit. Brendan war meine Inspiration mit der Stockfotografie anzufangen durch seinen Artikel Is Microstock Photography a Viable Source of Income for a Traveller?

see

Motivsuche im Himalaya - Foto: Fabian Schmid

Ausblick

Einige Ideen, die ich in Zukunft zur Umsatzsteigerung ausprobieren will:

  • Models
    Entweder Einheimische als Model ansprechen, entsprechend bezahlen und unterschreiben lassen oder meine Freundin überreden. Die ist nicht so begeistert von der Idee ;)
  • Tierfotos
    Genauso wie Menschenfotos gehen wohl auch Tierfotos sehr gut, zumindest Brendan scheint damit erfolgreich zu sein
  • Fotoserien
    Es ist oft sehr mühsam ein einzelnes Bild von einer Location zu taggen. Den gleichen Arbeitsaufwand habe ich, bei 5 Bildern aus verschiedenen Blickwinkeln.
  • Portfolio vergrößern
    Ein Monat mit 250 Bildern bei Stocksubmitter kostet nur $10 USD. Damit könnte ich mein Portfolio auf einen Schlag um 50% vergräßern, müsste mir dazu aber rund eine Woche Zeit zur Nachbearbeitung und zum Taggen nehmen.
  • Kalender
    Neben Stockfotobörsen gibt es noch andere Verwendungsmöglichkeiten für Reisefotos, z.B. Tassen, T-Shirts und natürlich Kalender. Ich werde dieses Jahr versuchen am Jahresende die Kalendersaison mitzunehmen.

Update September 2015
Ich habe mittlerweile rund 2.500 Reisefotos hochgeladen, was rund 400€ im Monat bringt. Dazu habe ich einen Monat Unlimited bei Stocksubmitter für 40€ gebucht. Wenn Du auch bei Stocksubmitter tätig bist, würde ich mich freuen, wenn Du mich als Reerer einträgst: [email protected]

Mehr zu meinen Steigerungen im Folgeartikel:
Mit Stockfoto-Reisebildern 400 Euro im Monat verdienen

stein

Kamera immer dabei - Foto: Roland Fäustlin

Wenn Du Reisefotos brauchst, schau einmal in mein Portfolio auf iStockphoto.

Hast Du selbst hochwertige Reisefotos auf der Festplatte schlummern? Mach sie zu Geld!

 

1,270 Abonnenten
Flugschnäppchen Newsletter
Plus: gratis Reise-Bildband

* Kein Spam, Kein Schmarrn

Deine Meinung? Sei freundlich. Verlinke ruhig.
  1. Jan sagt:

    Schöner Artikel, vielen Dank! Mich würde noch das mit der Auszahlung interessieren: Läuft das auch gesammelt über StockSubmitter oder einzeln von jeder Agentur? Wie wird ausgezahlt, per Überweisung, PayPal etc.? Und wie ist der Turnus, monatlich?

    Auch sonst: Toller Blog!

    Antworten
    • Die Auszahlung läuft leider bei jeder Stockfotobörse getrennt, d.h. Du musst auch jedes Mal ein Steuerformular ausfüllen und Kontodaten/Paypal etc. Außerdem gibt es für die Auszahlung Mindestbeträge.

      Insofern würde ich mich nicht bei jedem Portal anmelden. Die Top 6 machen bei mir fast 90% aus, also scheiss auf den Rest. Du weisst natürlich vorher nicht, welche Deine Top 6 sind ;)

  2. Simon sagt:

    Haha… You made my day!!

    Erstmal das Zitat des Tages: „Der feuchte Traum eines digitalen Nomaden“ und dann noch deine Erwähnung. Vielen lieben Dank!!

    Leider, wie du auch schreibst, verkaufen sich Personenbilder sehr gut und von jedem den Modelrelease einzufordern auf Reisen… Urgh.

    Der Aufwand als Reisefotograf in die Stockfotografie einzutreten steht einfach in keinem Verhältnis mit dem Ertrag (genau wie Reiseblogger ;). Wenn man es als Hobby macht, ist das aber schon toll, nicht zu vergessen mit der Aussicht auf den feuchten Traum eines digitalen Nomaden.

    Merci für den informativen Artikel und liebe Grüsse,
    Simon.

    Antworten
    • Klar gibts für die Fuji nen Link. Mich hast Du mit Deinen Fotos von der Kamera überzeugt …. ….bis auf den Preis ;)

      Wie Du sagst, es ist wie beim Bloggen: Wenn es sich nicht nach Arbeit anfühlt, dann ist ein Hungerlohn schon ok!

  3. Wundervoll, vielen Dank für diesen Artikel Florian. Das klingt wirklich sehr reizvoll.

    Eine Frage zur Kamera. Ich besitze wegen der tollen Zoommöglichkeiten und der geringen Größe eine Sony cyber-shot HX60, das ist wohl keine Systemkamera. Ist ein solches Modell dennoch ausreichend für die Qualitätsansprüche von Stockfotobörsen?

    @ Simon: Ob der Aufwand im Verhältnis zum Ertrag steht, muss man vielleicht anders bewerten. Wenn man bspw. vereinfacht annimmt, dass Florian seit einem Jahr monatlich 5 Stunden Zeit aufwendet und für die nächsten 20 Jahre konstante Einnahmen von 50 € hat, so liegt der bisherige Stundenlohn bei 200 €. Die weiteren Vorteile von passivem Einkommen mal außen vor gelassen. Oder habe ich da etwas übersehen? Wenn ja, korrigiert mich bitte.

    Klar, Inflation und andere finanzmathematische Parameter sind hierbei nicht berücksichtigt.

    Noch mal vielen Dank!
    Julian

    Antworten
    • In den Richtlinien von Stockfotobörsen wird oft explizit eine DSLR vorausgesetzt und manchmal steht sogar eine Liste von akzeptierten Kameras dabei, z.B. bei Alamy

      Wie das in der Praxis aussieht, weiß ich nicht. Man soll eigentlich mit intakten EXIF Infos submitten, aber wenn Du die weglässt wird es schwer nachzuvollziehen welche Kamera das war, wenn technisch alles einwandfrei ist. Christian hat wohl praktische Erfahrungen mit Point and Shoot Kameras gesammelt und sogar mit Smartphones.

      Ich mag Deinen 200 EUR Stundenlohn, aber in der Praxis gibt es leider kein rein passives Einkommen. ;)

  4. Christian sagt:

    Hallo Florian,

    der Artikel bietet eine schöne Übersicht zum Thema Stockfotografie.

    Ich selber verkaufe schon lange Bilder & Videos im Mircostock Bereich – wobei ich mittlerweile mehr über Makrostock Agenturen mache, die mich in Ihr Portfolio aufgenommen haben. Daher wollte ich noch einige Tipps beisteuern… ;)

    Die guten Reisebilder mit Menschen und Logos drauf – gerade von „exotischen“ Orten – würde ich als Bilder mit Redaktioneller Lizenz in jedem Fall „online“ stellen. Dazu brauchst Du dann kein „Model Release“. Da sich immer mehr Newsportale und Blogs im Microstock Bereich mit Bilder versorgen lohnt sich das in jedem Fall.

    Ansonsten gibt es für die „Model Release“ Formulare auch erstklassige Apps für iPhone & Android – damit kannst Du alles Digital erledigen, so ist es auch auf Reisen kein Problem kurz eine Person anzusprechen die mit auf dem Bild ist und sich ein „Release“ zu holen…

    Bzgl. der Kamera bin ich nicht ganz Deiner Meinung – mittlerweile kommt es nur noch auf die Qualität der Bilder an…sprich es verkaufen sich sogar Bilder die mit dem iPhone oder einen Kompaktkamera gemacht wurden – diese werden auch von allen gängigen Agenturen ohne Probleme angenommen wenn die Bilder gut sind.

    Auf meinem Blog habe ich einen kleinen Leitfaden geschrieben um die richtige Cam für sich zu finden – vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen…

    http://feel4nature.com/wie-du-die-richtige-digitalkamera-fuer-deine-reiseabenteuer-findest/2014

    Wünsch Dir noch viel Erfolg mit Deinen Stockbildern – wenn Du mal ein paar Tipps brauchst, kannst Du dich gern bei mir melden…

    Beste Grüße, Christian

    Antworten
    • Danke für den Tipp mit der Editorial Lizenz statt Royalty Free. Habe ich ehrlich gesagt nie ausprobiert. Da werden dann auch zusätzliche Angaben fällig, also eine Beschreibung im Pressestil mit Datum, oder?

      Muss ich mir Macrostock als „Pull“-Alternative zu den „Push“-Microstock Seiten vorstellen? Ich habe den Unterschied nie verstanden. Macro klingt nach Insekten und Augen. ;)

      Hast Du Erfahrungen damit wildfremde Leute für Model Releases unterschreiben zu lassen? Mit der App geht das sicher besser als mit Papier und Kuli…

    • Christian sagt:

      Hey Florian,

      ja – für die Editorial Lizenz musst Du eine kurze Beschreibung abgeben, je nach Anbieter auch mit Datum. Das ist aber auch nicht mehr Arbeit als die Beschreibung für die vollwertigen Stockbilder…“pressestil“ ist nicht notwendig.

      Der entscheidende Unterschied ist die Tatsache, dass Macrostock Agentur Dich auswählen und versuchen Deine „Werke“ gezielt zu verkaufen – dass dann zu einem wesentlich höheren Preis und mit anderen Lizenzen. Man kann sich bei einigen Agentur auch bewerben, aber das hat soweit ich weiß wenig Aussicht auf Erfolg.

      Ich bin seit einigen Jahren zusätzlich zum Microstock bei Getty & Corbis und dort habe ich auch schon einzelne Bilder im 4 stelligen Bereich pro Bild verkauft – mit erweiterter Lizenz für große Kampagnen.

      Gerade auf Reisen ist das mit der Model-Lizenz eigentlich kein Problem. Einfach die Leute fragen und Ihnen digitale Abzüge der Bilder anbieten…klappt fast immer. :) Viele Stockfotografen „shooten“ Models nur gegen Bildmaterial…

      Ich werde auf http://feel4nature.com bei Zeiten auch mal einen Artikel mit meinem Erfahrungen als Fotograf veröffentlichen – in den nächsten Monaten wird es sowieso auch mehr zum Thema Fotografie und UW Fotografie geben… ;)

      Wünsch Dir noch viel Erfolg bei Deinen Stockbilder – Du brauchst nur einen langen Atem…Reisebilder laufen in der Regel am besten, wenn sie 2 – 3 Jahre online sind…

      Beste Grüße, Christian

    • Cool, danke für Deine Tipps. Auf Deinen Artikel mit Deinen Erfahrungen freue ich mich schon. Ich bin hier nur in die Bresche gesprungen, weil sonst noch niemand einen Reise-Stockfoto Artikel veröffentlicht hat ;)

  5. Marvin sagt:

    Hi Flo,

    ein super Artikel! Macht Mut auch in die Materie einzusteigen. Möchte da schon lange aktiv werden, leider fehlt mir aber die nötige Foto Expertise! Wer die jedoch hat, und ein kreatives Auge dazu, kann meiner Meinung nach super Geld machen.

    Mal sehen vielleicht nehme ich das irgendwann in Angriff wenn ich mehr Zeit habe ;-)

    Antworten
  6. Sehr gut geschrieben und bringt vor allem mal Einblicke bezüglich der Frage: was verkauft sich eigentlich? Danke für deinen ausführlichen Artikel zum Thema und die Fotos sind wirklich gut.

    Antworten
  7. Hallo,

    ein sehr ausführlicher und sehr transparenter Artikel zu diesem Thema. Er hat uns sehr gut gefallen und wir haben dich auf blogg.de verlinkt. Weiterhin viel Erfolg.

    Das blogg.de Team

    Antworten
  8. Michel sagt:

    Toller Artikel. Hatte mich mit dem Thema noch gar nicht so beschäftigt! Aber ich bin auch ein Leidenschaftlicher Fotograf im Urlaub. ich werde bestimmt demnächst auch mal ein paar Bilder hochladen und das Thema mal testen

    Antworten
  9. Fritz sagt:

    Ich habe schon eine Menge über Stockfotografie gelesen.
    Es scheint wirklich ein Haufen Arbeit zu sein. Es scheint für mich eher so wie „bei ebay Sachen reinstellen, die sowieso nur für 1 Euro weggehen (und dann auch noch per paypal bezahlt werden).“ Aber bekommt sicher mit der Zeit Routine und kann etwas abschätzen, was gefragt ist.
    Trotzdem wäre das nichts für mich.

    Beste Grüße Fritz

    Antworten
  10. Sergey sagt:

    Hallo Florian,

    siehst du deine Zukunft in der Stockfotografie?
    Gäbe es nicht vielleicht auch die Möglichkeit für dich, direkt mit Reisemagazinen zu arbeiten – egal ob online oder print? Also eine Art Direct Order.

    Gruß Sergey

    Antworten
    • Es gibt keinen Grund auf Stockfotos als Einnahmequelle zu verzichten und die Geldsumme sollte theoretisch langsam wachsen. Also ein schöner Nebenverdienst.

      Das Stockfoto Modell läuft schön nebenbei und fühlt sich nicht nach Arbeit an.

      Aktiv auf Verwerter zuzugehen und Selbstvermarktung zu betreiben, liegt mir gar nicht.

  11. Tatiana sagt:

    Lustig… Ich habe vor kurzem meinen Reiseblog gestartet, um einfach mal meine Reisen zu dokumentieren; beruflich und privat kommt da einiges zusammen. Und zeitgleich habe ich mich mit dem Thema Stockfotografie auseinandergesetzt – ich fotografiere nebenbei auch gerne. Habe aber beides nicht zusammengebracht, da ich irgendwie nicht daran gedacht habe, dass auch Reisefotografie eine kleine Nische bei Stockfotos sein könnte…
    Das hat sich mit Deinem Blogartikel nun geändert, vielleicht versuche ich es jetzt mal einfach so mit ein paar Fotos aus meiner Sammlung.
    Vielen Dank für die ausführlichen Infos und die Inspiration!
    Viele Grüße,
    Tatiana

    Antworten
  12. Melanie sagt:

    Hi Florian,
    toller Artikel, danke dafür! Ich habe mich jetzt gestern bei IStockPhoto angemeldet uns will mal testen, ob das mit meinen Fotos auch funktioniert! :) Bin halt eigentlich auch mehr so der Hobby Fotograf. Was ich aber jetzt schon festgestellt habe: Es macht ne Menge Arbeit… Kann es sein, dass es die Stocksubmitter Software nicht für Mac gibt? Hab da nix dazu gefunden…
    Liebe Grüße
    Melanie

    Antworten
    • Ja, es macht ne Menge Arbeit, vor allem nach dem eigentlichen Fotografieren. Es scheint, als hätten die Autoren von Stocksubmitter vor etwa 2 Monaten angefangen an einer Mac Version zu arbeiten. Die sollte dann ja noch dieses Jahr herauskommen.

      Ansonsten kannst Du eine VM installieren um Windows-Programme auf dem Mac laufen zu lassen, aber das ist halt wieder Aufwand. Es gibt auch Alternativen zu Stocksubmitter, aber da kenne ich mich nicht aus.

  13. Maik sagt:

    Wow das nenne ich mal ausführlich. Ein sehr guter Artikel für Anfänger aber auch Fortgeschrittene in der Fotografie. Werde ihn weiterempfehlen!

    Lg

    Antworten
  14. axel lauer sagt:

    Nun, wenn man bereit ist den Ast auf dem man sitzt abzusägen mag das alles unter Umständen eine Weile stimmen. Bis zu dem Punkt an dem man dann jammernd auf dem Arbeitsamt Schlange steht.

    Und Folgendes musst Du als Stockworker auch noch akzeptieren:
    -Missachtung deines Urheberrechts (weiss noch jemand was das ist?)
    -Nötigung seitens der Agenturen sofern man Dieses einfordert oder auch nur dezent nachfragt.
    -Das deine Arbeit verschenkt wird ohne das man Dich fragt.
    -Das Du, die fotografische Milchkuh, solange gemolken wirst bis du tot umfällst.
    -Das Du dich Stunde um Stunde mit den dusseligsten Ablehnungsbegründungen herumschlagen musst weil Du wieder mal Opfer eines „Review-Praktikanten“ geworden bist der das Handbuch nicht lesen konnte.
    -Das Du langweiligen Stockscheiss fotografieren musst weil gute Fotografie einfach seltener gekauft wird.
    -Das deine Bilder (sofern Du dich mit Personenfotografie beschäftigst) auf Pornoseiten und Scraperwebsites landen und Dir deine Models weglaufen und sich die Agentur (gross, börsennotiert & amerikanisch) einen Kehricht darum kümmert die Bilder von diesen Drecksseiten zu entfernen.

    Wenn Du all das und noch viel mehr zu ertragen bereit bist dann darfst Du Dich glücklich schätzen zur Gemeinde der immer grösser werdenden „Stockfotografen“ zu gehören die froh darüber sind ein Bild für 3 Cent !!! zu „verkaufen“.

    Und wer hier mal eine echte Einschätzung hören will:
    25.000 Fotos & ca 2.000 Videos bei Shutterstock von http://www.axellauer.de
    Umsatz pro Monat: ca 400€
    DAS ist eine realistische Einschätzung

    Da ich die Stock-Abzocke satt habe vertreibe ich meine Arbeiten nur noch direkt
    Gruss axel lauer

    PS:
    Für alle die sich entscheiden in dieses „Gewerbe“ einzusteigen ……
    Herzlich willkommen auf den Baumwollfeldern von Shutterstock & Co

    Antworten
    • Hi Axel, danke für diese Gegendarstellung.

      Ich denke wir reden über 2 verschiedene Arten von Stockfotografie. In diesem Artikel geht es darum, wie Du etwas Geld nebenher verdienen kannst, mit Reisefotos, die Du sowieso auf Deiner Reise machst.

      D.h. unter anderem:

      • Keine Models
      • Kein langweiliger Stockscheiss
      • Ablehnungen, was soll’s?
      • Keine Pornoseiten ;)

      Ich muss also nicht meine Seele verkaufen. Klar sind mit personenfreien, klassischen Reisefotos die Verdienstmöglichkeiten sehr beschränkt. Ich verdiene gerade etwa 60 EUR im Monat mit rund 500 hochgeladenen Bildern auf 12 Stockfoto-Seiten.

      Finde ich ok, dafür dass ich beim Editieren und Taggen Podcasts hören kann und die Zeit somit nicht verschwendet ist.

  15. Daniel sagt:

    Hi Flo,

    darf ich fragen wie sich deine Einnahmen entwickelt haben? Wie ist der Zeitaufwand und Ertrag heute?

    Gruß
    Daniel

    Antworten
    • Klar darfste fragen. Ich habe noch nie etwas von Geheimnistuerei gehalten und es wird eh bald Zeit für nen Follow-Up-Artikel.

      Es sind von mir mittlerweile ca. 2.500 Fotos bei ca. 20 Stockfotobörsen online, wodurch rund 300 Euro im Monat zusammen kommen.

      Es steckt viel Arbeit drin. Ich habe mich fast 2 Monate lang hingesetzt und hauptsächlich Stockfotos gemacht. Auf 300-400 Stunden schätze ich insgesamt meinen Aufwand, ohne das Fotografieren selbst.

      Wenn sich die Fotos für 2 Jahre so weiter verkaufen würden, entspräche das ca. 20-25 Euro pro Stunde. Weil ich das Bilder bearbeiten und dabei Hörbücher oder Podcasts hören sehr gerne mache, finde ich das ok.

      Wenn ich mit dem flocblog auch nur 10% von dem Stundenlohn verdienen würde, wäre das super ;)

  16. atti sagt:

    Und wieviele Fotos lädst du so im Monat hoch?

    Antworten
    • Hi Atti,

      „pro Monat“ ist nicht mein Ansatz.

      Ich habe mich in einer 2-monatigen Phase darauf konzentriert und etwa 2.000 Bilder auf einmal hochgeladen. Seitdem habe ich nichts mehr gemacht, aber ich plane mal wieder eine Session zu machen, wenn sonst nix anfällt.

      Das Einkommen ist so passiv, wie es nur geht und kommt trotzdem jeden Monat rein ($461 USD letzten Monat)

      Natürlich kannst du auch fleissig jeden Monat hochladen, aber das hat bei mir motivationstechnisch nicht geklappt.

  17. atti sagt:

    Genau das versuche ich auch gerade, aber so ein Marathon ist nicht ohne :-) Am nervigsten finde ich das keyworden und Kategorie auswählen.

    wie anspruchslos bist du inzwischen bei der Wahl deiner Fotos? Gehst du ganz nach dem Prinzip Masse statt Klasse vor?

    jrüße

    Antworten
  18. atti sagt:

    Achja noch eine Frage: Bist du inzwischen auf die bezahlten version von Stocksubmitter umgestiegen? oder hast du noch ein Tool gefunden was umsonst ist und trotzdem mehr als 30 pics pro monat pro anbieter ermöglicht?

    cheers

    Antworten
    • Auf jeden Fall Masse statt Klasse. Schadet ja nix und es ist für mich oft sehr schwer vorhersehbar, was verkauft wird.

      Ich habe für nen Monat die Unlimited-Version von Stocksubmitter bezahlt und in der Zeit alle Bilder hochgeladen. Bezahlt sich ja mehr oder weniger selbst, das Geld holst Du im selben Monat schon wieder rein.

      Das Tagging mit Stocksubmitter ist sehr gut, aber wie Du sagst: es ist bei einer Masse von Bildern schon nervig.

  19. Raphael sagt:

    Hi Florian,
    starker Artikel! Ich hatte mir auch schonmal Gedanken gemacht, es mit Stockplattformen zu versuchen, habe aber von professionellen Reisefotografen gehört, dass sich das fast nicht mehr lohnt.
    Long story short: Du hast mich dazu inspiriert, es doch mal zu versuchen ;-) Danke!

    Antworten
    • Professionelle Reisefotografen sind glaube ich sehr verwöhnt, was Honorare angeht. Für die lohnt es sich wahrscheinlich nicht mit Stockfotos und 25 Cent-Beträgen anzufangen, wenn sie ihre Bilder auch anders vermarkten können.

      Ich betrachte mich nicht als professionellen Fotografen. Ich schiesse, was mir gerade vor die Linse kommt und denke erst hinterher über die Vermarktung der Bilder nach.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg!

  20. Christian sagt:

    Hi!
    Super Artikel!! Ich sehe mich selbst eher als Hobbyfotograf auf reisen, wobei ich mir schon beim Schießen der Bilder Gedanken über eine mögliche Vermarktung, Freiräume für Text etc. mache. Dadurch spar ich mir teilweise etwas Arbeit in der Nachbearbeitung.
    Obwohl diese Bilder wirklich nur eine Nische sind, verkaufen sich die Bilder dann doch besser, als ich es je erwartet hätte. Zumindest hat sich bei mir ein konstanter Verkauf eingestellt, der immer mal wieder ausgezahlt werden kann ;-) Von daher kann ich wirklich nur dazu aufmuntern, es einfach mal zu versuchen und schauen, was dabei rum kommt!

    Antworten
  21. Philipp sagt:

    Hallo Florian,

    sehr interessanter und informativer Artikel, hilft mir enorm weiter, da ich gerade erst in die Stockfotografie eintauche.
    Eine Frage hätte ich allerdings: Gibt es eine vergleichbare Software wie Stocksubmitter auch für den MAC?

    Viele Grüße
    Philipp

    Antworten
  22. Felicitas sagt:

    Wie ist das denn, wenn auf dem Bild zum Beispiel eine Berghütte, ein Holzstadel oder ein Bauernhof in den Alpen zu sehen ist? Darf man das dann einfach verkaufen oder bräuchte man die Rechte vom Besitzer?

    Antworten
  23. Pauline sagt:

    Hey :)
    Ist es auch möglich Bilder mit mir selbst als „Model“ zu verwenden wenn ich sie mit Stativ mache und darf ich Fotos nehmen die ich nicht selbst geschossen habe, ich aber drauf bin und mir gesagt wird das ich sie nehmen darf oder ist das rechtlich nicht möglich?
    LG Pauline :)

    Antworten
    • Stativ-Fotos sollten auf jeden Fall möglich sein. Du müsstest aber selbst einen Model-Vertrag unterschreiben.

      Fotos von anderen Fotografen zu verkaufen, ist nach mündlicher Absprache nicht möglich. Da müsste ein ausführlicher Kaufvertrag her, der alle Rechte abgibt.

  24. EB sagt:

    Danke für den tollen Beitrag.

    Antworten

Trackbacks für diesen Eintrag

  1. Geld verdienen mit Blogs: Reisefotografie - blogg.de
  2. Systemkamera und DSLR im Reise-Check: Gewicht, Preis und Qualität | flocblog
  3. Systemkamera und DSLR mit Zoom-Objektiv im Reise-Check: Gewicht, Preis und Qualität | flocblog
  4. Einnahmen als Reiseblogger und Ausgaben als digitaler Nomade im Jahr 2014 (und 2013) | flocblog
  5. Langzeittest und Tipps zu den kompakten Reisekameras Canon G7X und Sony RX100 | flocblog
  6. Mit Stockfoto-Reisebildern 400 Euro im Monat verdienen | flocblog

Antworten