Backpacking Neuseeland: 11 Reisetipps von Insidern

Das teure Neuseeland ist dank Work and Travel auch für Backpacker bezahlbar. Hier sind 11 Reisetipps für Backpacking in Neuseeland.

Neuseeland - Seenland - Foto: Miri & Micha

Neuseeland war schon vor den Herr der Ringe Filmen ein Traumziel für Europäer.

Die Natur ist sehenswert, das Land ist sicher und die Kiwis sind echte Herzensmenschen.

Weil Neuseeland schon lange kein Geheimtipp mehr ist, solltest du dich gut vorbereiten.

Das gilt erst recht, wenn du in Neuseeland Work and Travel machen oder ein Auto kaufen willst.

Mehr als ein Jahr Neuseeland-Erfahrung haben die Gastautoren Miri und Micha von Explore 360 Degrees.

Hier sind ihre besten Tipps für Backpacking und Work and Travel in Neuseeland.

Deklariere den Rucksack-Inhalt - Foto: Miri & Micha

1. Neuseeland Einreise – aber ohne Apfel

Die Einreise nach Neuseeland ist kinderleicht bis du an der Biosecurity Border Control steht.

Um die neuseeländische Flora und Fauna zu schützen werden strenge Importvorschriften kontrolliert, z.B.:

  • keine tierischen Produkte
  • keine frischen Lebensmittel
  • keine Samen

Dein Gepäck und deine Stiefel werden auf der Suche nach Samen und co von Spürhunden beschnüffelt und durch ein Röntgengerät geschoben.

Besser du gibst auf der Arrival Card alles genauestens an. Ein vergessenes Kreuzchen kann bis zu 1.000 NZ Dollar kosten. Der selbstgemachte Honig deiner Oma wird so oder so weggeworfen.

Sommer ist Hauptsaison - Foto: Miri & Micha
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2. Meide die beste Reisezeit im Sommer

Von Mitte Dezember bis Ende Februar ist in Neuseeland das beste Klima. In der besten Reisezeit ist aber auch die Hölle los. Kiwis haben Sommerurlaub und Europäer entfliehen unserem Winter. Campingplätze sind ausgebucht und Sehenswürdigkeiten überfüllt.

Was du in der Sommerzeit tun kannst?

  1. Bleibe während der Sommerzeit auf der etwas ruhigeren Nordinsel.
  2. Gehe Arbeiten. Der Sommer ist die Zeit mit den besten Jobaussichten. Es ist Hauptsaison für Kellner genauso wie für Fruitpicker.
  3. Gehe Wwoofen oder Housesitten: zu keiner Jahreszeit suchen so viele Familien helfende Hände wie im Sommer.
In Neuseelands Berglandschaft - Foto: Miri & Micha

3. Lebe wie ein Kiwi mit Wwoof

Diesen Tipp würden wir am liebsten für uns behalten, denn das Wwoofen wird immer beliebter. Die Suche nach einem Platz wird nicht gerade leichter

Wwoof ist eine Abkürzung für World Wide Opportunities On Organic Farms. Du kannst so bei Einheimischen weltweit kostenlos zu leben. Im Gegenzug unterstützt du sie bei ihrer täglichen Arbeit.

Typische Einsatzbereiche für Wwoofer sind:

  • Babysitten
  • Farmarbeit
  • Haushaltshilfe

Wir haben unsere engsten neuseeländischen Freunde über Wwoof kennengelernt. Außerdem konnten wir eine Menge Geld sparen.

Für deinen erfolgreichen Start haben wir 10 Wwoofing Tipps die du auf jeden Fall beachten solltest.

Die meisten Wanderwege sind einsam - Foto: Miri & Micha

4. Gehe Wandern – aber nicht auf den Great Walks

Neuseeland ist ein Paradies für Outdoorfans. Aber was nützt der schönste Trail, wenn er total überfüllt ist? Auf den Great Walks treten sich Jahr für Jahr Touristen fast in die Hacken.

Abseits der Great Walks gibt es mindestens genauso spektakuläre Landschaften. Im Backcountry Neuseelands begegnest du außerdem manchmal tagelang keinem Menschen.

Meide die Great Walks und du kannst du Natur genießen.

Allein unter neuseeländischem Nachthimmel - Foto: Miri & Micha

5. Backpacking abseits der Sehenswürdigkeiten

Nicht nur die Great Walks sind überlaufen. An Sehenswürdigkeiten schieben sich asiatische Bustouren und europäische Reisende im Herdentrieb vorbei.

Es gibt in dem Land mit nur 4 Mio Einwohnern auf einer Fläche so groß wie Deutschland reichlich Alternativen zu den „Highlights“.

Lass die Standard Reiseführer am besten zuhause. Sonst bist du auf der gleichen Route wie alle anderen auch.

Ein empfehlenswerter alternativer Reiseführer ist:

  1. NZ Frenzy North Island
  2. NZ Frenzy South Island

Der Bekanntheits-Tachometer von NZ Frenzy sagt dir sogar auf wie viele Menschen du dich jeweils gefasst machen musst.

Zelten kostet wenig bis gar nichts

6. Kalkuliere dein Reisekosten-Budget und halte es ein

Wie viele Backpacker in Geldnot wir kennengelernt haben? Unzählige! Im Bestfall musst du viel mehr Arbeiten und im schlimmsten Fall bedeuten zu hohe Kosten die frühe Heimreise.

„In Neuseeland ist alles viel teurer als zuhause“ ist eine Ausrede, die weder hilft noch stimmt.

Wenn du statt Campen im Hostel schläfst und statt selbst zu kochen Pizza isst hast du natürlich höhere Kosten als zu Hause. Daheim gehst du ja auch nicht jeden Tag aus, oder?

Natürlich sind Pizza und Hostel ok, aber nicht jeden Tag. In Hostels wirst du fast nur von anderen deutschen Backpackern umgeben sein. Menschen und Kultur kennenlernen und Englischkenntnisse verbessern geht so nicht.

Neuseeland kostet immer so viel, wie du es kosten lässt. Senke deine Lebenshaltungskosten in Neuseeland und gleiche sie regelmäßig mit deinem Kontostand ab.

Lies auch unsere Top 10 Spartipps für Neuseeland.

Frische Kiwis

7. Lerne die neuseeländische Küche lieben

Auf dem neuseeländischen Speiseplan stehen:

  • Süßkartoffeln (Kumara)
  • Avocados
  • Orangen
  • Kiwis
  • Äpfel
  • Lamm

Probiere diese Lebensmittel nicht nur einmal. Esse sie täglich!

All das wird aus Neuseeland in unsere Supermärkte exportiert. Was glaubst du wie frisch das schmeckt, bevor es um die halbe Welt transportiert wird?

Günstiger ist es auch. Halte besonders deine Augen offen nach Straßenständen. Hier bekommst du zum Beispiel frisch gepflückte Avocados für 5 Dollar das Kilo.

Auto kaufen in Neuseeland - Foto: Miri & Micha

8. Günstiger als Mietwagen: Auto kaufen in Neuseeland

Ein Mietwagen ist vielleicht für Kurzurlauber eine gute Idee. Für Backpacker ist das aber wegen der hohen Kosten keine Option. Besser du kaufst ein Auto von einem anderen Backpacker oder Vermittler.

Ein Backpacker-Auto in Neuseeland ist circa 16 Jahre alt und mehr geflickt als repariert. Noch dazu ist der neuseeländische TÜV (WOF) nicht viel mehr als eine kurze Sichtprobe.

Schau dir also genau an was du da kaufst und bleibe skeptisch. Prüfe das Auto auf Herz und Nieren und höre auf dein Bauchgefühl.

Informiere dich vorher, wie du ein Auto checkst.

Auf dem Land in Neuseeland - Foto: Miri & Micha

9. Eröffne ein Work and Travel Konto in Neuseeland

Für das zwölfmonatige Working-Holiday-Visum bieten viele Banken ein kostenloses Konto an. Das hat nur Vorteile für dich und ist um zu Arbeiten sowieso verpflichtend.

Vergiss allerdings nicht vor Abreise zu kündigen. Zur Kündigung möchte die Bank dich, inklusive Reisepass, nämlich gerne live sehen. Von daheim aus ist das ein langwieriger Prozess.

Lies weiter für Tipps zur Kontoeröffnung .

Neuseelands Städte sind eher langweilig - Foto: Miri & Micha

10. Plane genügend Zeit für Backpacking in Neuseeland

Neuseeland ist kein Land, das du in zwei oder drei Wochen kennenlernen kannst. Das Straßennetz in dem riesigen Land ist nicht mit dem deutschen zu vergleichen. Stelle dich auf eine deutlich langsamere Reise-Geschwindigkeit ein.

Du brauchst außerdem Zeit um mit Neuseeland wirklich warm zu werden. Die Landschaft ist super, aber sonst gibt es in Neuseeland kaum Attraktionen. Die Städte sind noch recht jung und gewinnen keinen Designpreis.

Nur wenn du Zeit hast hinter die Fassaden zu schauen, wirst du die größte Attraktion Neuseelands erleben: „Kiwi Culture“

Facebook ist eine große Hilfe - Foto: Miri & Micha

11. Nutze „Backpacking Neuseeland“ Facebook-Gruppen

Du bist auf der Suche nach einem Reisepartner oder suchst einen Tipp zur Visabeantragung?

Die Community in den zahlreichen Facebook-Gruppen zu Neuseeland ist super aktiv. Die Antworten sind für Facebook ungewöhnlich hilfsbereit:

Die Neuseeland-Kenner Miri und Micha

Miri und Micha waren zwei Sommer lang in ihrem Lieblingsland Neuseeland.

Sie haben beim Backpacking, Trampen und bei Work and Travel viel erlebt. Die Südinsel haben sie sogar auf dem Te Araroa Trail durchwandert.

Lies auf ihrem Blog Explore 360 Degrees über Neuseeland und andere Reise-Abenteuer.

Du hast noch mehr Tipps für Neuseeland Backpacker? Ab in die Kommentare!

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