Sinn des Lebens im Buddhismus

Hast Du Dich jemals gefragt, „Was ist der Sinn des Lebens?“

Es ist unser Auftrag als menschliche Wesen, uns selbst vom Leid zu befreien. Bis jeder von uns diese Frage beantworten kann, sind unsere Leben ziellos. Wie jemand, der in der Dunkelheit geht, nichtsahnend der Gefahren voraus; Wie ein Vogel, der über dem Ozean kreist, ohne Land zu finden.

Schild mit Text

Schild im Wat Monthian in Chiang Mai, Thailand

Warum werden wir geboren?

Wir werden nicht geboren um jeden Tag lediglich Genuss und Vergnügen zu frönen. Noch werden wir geboren für den Geschmack von gutem Essen oder für Ehre. Wir werden nicht geboren um Sklaven dieses Lebens zu sein. Noch werden wir geboren für Bildung, Beruf, Heim oder Familie.

Buddha Statue

Buddha in Krabi, Thailand

Wir werden nicht geboren, nur um zu altern, krank zu werden und zu sterben. Wenn wir für diese Dinge geboren werden würden, bedeutete dies, dass wir lediglich den Kreislauf von Geburt, Krankheit, hohem Alter und Tod wiederholen, um den Würmern als Nahrung zu dienen.

Geld und Wohlstand können uns nicht vor diesem ziellosem Umherirren bewahren.

Wir werden geboren um uns selbst von den Fesseln zu befreien, die uns binden. Wir werden geboren um uns zu befreien von der Knechtschaft der Begierde. Wir werden geboren um spirituellen Fortschritt zu erlangen, um unseren Geist zu reinigen, so weit wie möglich. Und um durch die Dunkelheit der Irrungen des Lebens zu gelangen.

Wir werden geboren um die Geburt zu verhindern, das Leid zu beenden und Erleuchtung zu erreichen.


 

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  1. urglas says:

    Ich denke jeder hat sich schon nach dem Sinn des Lebens gefragt. Aber nur weil wir nach ihm suchen, heißt es nicht das wir ihn finden werden oder er existiert. Keiner kennt eine allgemein gültige Antwort. Wahrscheinlich würden wir sie selbst wenn wir den „Sinn“ sehen würden, ihn nicht erkennen oder verstehen.

    Am Ende wird jeder von uns einsam sterben, keine 2 Chance auf der Erde oder in diesem Universum oder egal wo bekommen.
    Nach unserem Tod werden wir vergessen werden und unsere Körper vermodern.

    Wenn man das vollständig begriffen hat, kann man fröhlich lachend das Leben genießen oder Selbstmord begehen …..

    Antworten
  2. floc says:

    Douglas Adams kennt eine allgemeingültige Antwort (-;

    Ich stimme Dir zu. V.a. beim einsamen Tod ohne 2. Chance bin ich voll bei Dir.
    Obwohl also alles letztlich sinnlos ist, finde ich 2 Dinge sehr wichtig, die im Buddhismus stark wiederklingen:

    1. Man sollte seine eine Chance so nutzen, dass man sich am Ende nicht grämen muss.

    Im (Theravada) Buddhismus gibt es keinen Gott und niemand rettet dich. Jeder trägt für sein Leben und seine eigene „Erleuchtung“ die volle Verantwortung.

    2. Man darf anderen Menschen ihre eine Chance nicht versauen.

    Ethisches Verhalten ist in vielen Religionen ausdrücklich erwünscht. Im Buddhismus gibt es darüber hinaus keine so restriktiven Regeln, v.a. für Frauen.

    Wenn man diesen Gedanken zu Ende denkt, muss man jedem Zeitgenossen ermöglichen, dass er sich die Sinnfrage stellen kann. Die Ägypter z.B. können es leider noch nicht.

    Der Buddhismus ist außerdem sehr aufgeklärt: Bis auf die Wiedergeburt gibt es keinen übersinnlichen Unsinn. Außerdem wird im Buddhismus, wie in der Wissenschaft die Kunst des Zweifelns zelebriert. Selbst der Religionsgründer Buddha meinte, dass man jedes seiner Worte bezweifeln soll. (Triffst du Buddha töte ihn!)

    Braucht man überhaupt eine Religion? Natürlich nicht.
    Aber der Buddhismus wäre meine erste Wahl.

    Antworten
  3. urglas says:

    Du hast schon Recht, dass der Buddhismus eine Religion ist, die seinen Anhängern am meisten geistige Freiheiten gewährt.

    Zu Punkt 1 : Wenn der Tod das Ende ist, musst du dich nur sehr kurz grämen. Letztlich ist alles was in der Vergangenheit liegt nicht mehr änderbar. Du kannst natürlich aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, dies wird dir am „Ende“ aber wohl nichts mehr nützen. Am Ende der Tage musst du vor keinem Gericht erklären was du in deinem Leben getan hast oder warum du dein Leben vertan hast. Deshalb sind einige moralische Entscheidungen die wir im Leben treffen völlig sinnlos, da sie nur uns selbst schaden. (z.B. Ehrlichkeit)

    Zu Punkt 2 : Ich weiß nicht ob ich mit meiner Vorstellung von Gott (oder seiner Nichtexistenz) richtig liege. Jeder dort draußen kann näher an der richtigen Antwort liegen. Deshalb werde ich sie alle auf ihrer eigenen „Suche“ in Ruhe lassen, vielleicht sogar helfen.

    Zum Thema Religionen Christentum und Buddhismus eine kleine Filmempfehlung: http://www.imdb.com/title/tt0756683/

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  4. floc says:

    1. Mit „am Ende“ meine ich vielmehr heute und hier. Würde ich mich grämen, wenn ich nach Absenden dieses Kommentars tot umfalle? Und um Deine nächste Frage vorneweg zu nehmen: Das impliziert nicht zwingend einen reinen Hedonismus. Frag mich aber bitte nicht warum (-;

    2. So weit so gut! Aber es gibt schon eine Grenze. Eine total schwammige, persönliche und von Vorurteilen belastete Grenze. Flying Spaghetti Monster Gläubige sind raus und goldene Regel Verletzer auch. Und Bayern-Fans sind sowas von raus!

    Der Film klingt lustig!

    P.S.
    Irgendwas ist schiefgelaufen. Ich würde mich einigermaßen grämen, wenn ich jetzt tot umfalle…

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  5. Kim says:

    Ich find diese Seite echt toll und ich würde gern in meiner Facharbeit einen Satz den ich sehr schön und passend zu meinem Thema finde Zitieren, dazu muss ich aber den Autor wissen sonst darf ich das leider nicht.
    Währe nett wenn ich den noch erfahren könnte und falls ich den einfach nur überlesen habe tut es mir leid. danke Lg

    Antworten
  6. floc says:

    Den englischen Text habe ich von dem Schild aus dem Bild. Die deutsche Übersetzung ist von mir.

    Das Schild stand im Februar 2010 im Wat Saen Mueang, in Chiang Mai, Thailand. Vor einer Woche stand es leider nicht mehr da.

    Als ich den Text übersetzt habe, hat Google einen Teil des englischen Textes gefunden in irgendeinem buddhistischen Werk. Jetzt findet Google leider gar nix mehr, sorry.

    Versuch mal Teile des englischen Textes zu finden oder frag nen Buddhisten.

    In der Facharbeit schauts eh niemand nach, also nimm einfach irgendein buddhistisches Werk als Quelle (-;
    http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhistische_Literatur

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  7. Kim says:

    Ja oki. Ich habs ja jetzt probiert richtig zu belegen. Der wille zählt. ;)
    Dankeschön

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