Ist gerade nicht Ostern oder Weihnachten, dann sieht sie fern. Von Morgens bis Abends hört man vor dem Haus, wie der Flimmerkasten die Gasse beschallt.
Mein Mitbewohner ist Mitte 20 und ebenfalls sehr sehr einsam. Er freut sich allerdings weder auf Ostern noch auf Weihnachten. Dann sieht er immer seine Eltern und Familie, die unangenehme Fragen zu seinem mittlerweile dritten erfolglosen Studium stellen. Er ist schon Wochen vorher ganz aufgeregt.
Ist gerade nicht Ostern oder Weihnachten, dann spielt er das Computerspiel World of Warcraft. Er verharrt Tag und Nacht in seinem kleinen Zimmer bei stets geschlossener Türe und zugezogenen Rolläden. Raus kommt er nur alle paar Stunden, wenn er aufs Klo, Rauchen oder Essen muss.
Etwa jeden 2. Tag ist das Bier alle, dann verlässt mein Mitbewohner notgedrungen das Haus um einzukaufen. Vielleicht begegnet er dabei der netten alten Dame von nebenan. Sie würden kurz über das wie immer unzulängliche Wetter reden und dann schnell zurück zu ihren Mattscheiben eilen.
erster :-)
Heijeijei, hast mir schön die Zeit vertrieben in meinem Diplomarbeits”stress”…