Vincent kennt sich aus und ist sympathisch. Einen Stein im Brett hat er bei mir schon durch die filmreife Entstehungsgeschichte seines ersten HDDSLR Kurzfilms Reverie (Träumerei).
2008 sollten die ersten Canon HDDSLR Prototypen an 3 ausgesuchte Fotografen geschickt werden. Vincent war als ambitionierter Profifotograf zufällig bei Canon vor Ort. Als er die Kartons mit den Prototypen sah, hat er seine Chance erkannt. Nach intensiver Überredungsarbeit durfte er eine der Kameras übers Wochenende mitnehmen.
Nun hat aber nicht jeder sündhaft teure, lichtstarke Festbrennweitenobjektive zu Hause rumliegen. 5000$ für ne Filmcrew, nen Hubschrauber und 2 professionelle Schauspieler muss man auch erstmal ausgeben wollen.
Deswegen ist es etwas übertrieben, wie Canon diesen Vorzeigefilm vermarktet. Sie tun gerade so, als könnte das jeder aus der Hüfte schießen.
Ich bleibe also beim Fazit vom 1. Tag. Hinzugekommen ist noch die Erkenntnis Nummer 4:
Der kleinste Posten auf der HDDSLR Ausrüstungsliste ist die Kamera
Ohne Filmcrew geht nix
Creative Live Workshops sind top
Der wichtigste Produktionsschritt ist der Filmschnitt
Der Workshop richtet sich an Fotografen und Amateurfilmer, die eine neue digitale Spiegelreflex Kamera (DSLR) kaufen wollen oder bereits besitzen. Mit der aktuellen DSLR Generation kann man nämlich High Definition (HD) Videos aufnehmen.
Ist diese HDDSLR Videofunktion mehr als nur ein Marketinggag?
HDDSLR können was!
Schon ein Blick auf die Vimeo Seite von Vincent Laforet überzeugt restlos vom praktischen Wert der HDDSLR Videos. Aber so schön die Filme auch sind, der betriebene Aufwand ist enorm. Die naive Vorstellung mit einer HDDSLR aus der hohlen Hand zu schießen, kann man vergessen.
Neben der Kamera wird kiloweise professionelle Ausrüstung benötigt. Am Ende sieht man gar nicht mehr, dass das Herzstück eine HDDSLR ist.
Mir hat Vincent eine eigene HDDSLR schon in der Einleitung ausgeredet. Während Fotografen meistens alleine unterwegs sind, geht beim Filmen nichts ohne eingespielte Filmcrew. Das leuchtet natürlich ein, war mir aber vorher nicht ausdrücklich bewusst.
Foto Steppenwölfe wie ich dürfen höchstens Dokumentarfilme machen (-;
Anfänger Infos
Vincent versucht im Workshop ein breites Publikum zu erreichen. An den ersten beiden Tagen wird das Zielpublikum auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht. Heute ab 1:00 Nachts wird dann gefilmt und bearbeitet.
Richtig interessant wird der Sonntag, wenn es um die praktische Umsetzung bis zum Schneiden und zur Nachbearbeitung geht.
Creative Live Workshop
Einwandfreies Format
Der Workshop bei Creative Live läuft großartig. Da sind Profis am Werk und das alles für lau! Livezuschauer zahlen nämlich keinen Cent. Getragen wird der Workshop vom späteren Verkauf der Aufzeichnungen. (79$ bzw. 129$)
Per Chat und Twitter bekommt man ein Gespür für die mehreren Tausend Zuschauer aus aller Welt. Und wenn man sich um 3:00 Uhr Nachts als bedauernswertes Opfer der Zeitverschiebung glaubt, verabschiedet sich ein Zuschauer aus Dubai.
Dort ist es dann 5:00 Uhr Morgens.
Phuket liegt genaugenommen nicht in Thailand. Die Insel gehört zu Touriland, zusammen mit Rimini, Fuerte, Ballermann und anderen Teutonengrills.
Vor allem der Strand “Patong” sollte besser “Beton” heißen…
Trotzdem verging eine Woche Phuket wie im Flug. Tante und Onkel aus der Rhön waren zu Besuch und zugegeben: Es gibt noch schöne Flecken auf der Insel.
Heute gehts auf eine einsame Geheimtippinsel, namens Koh Jum – für unbestimmte Zeit. Obs Strom oder gar Internet gibt, weiß ich net.
Ich bin sehr gespannt!
(wie lang ichs aushalte)
Heute hat der DAX die 4000 Punkte Marke zurückerobert und auch in Japan und den USA gehts bergauf.
Auslöser des Optimismus ist die US-Zentralbank (Fed), die ursprünglich auch Mitauslöser der Finanzkrise ab 2007 war.
Der Fed-Chef glaubt nämlich nun, daß die Krise dieses Jahr noch bezwungen wird.
Die Anleger wiederum glauben dem Fed-Chef.
So einfach ist das manchmal.
Ob der Optimismus anhält kann niemand sagen. Schön wärs, ich kanns nämlich nimmer hören.
Aber selbst wenn der Bann nun gebrochen wäre, würde sich der Würgegriff der Finanzkrise nur langsam lockern. Die Entwicklungen an der Börse gehen den Entwicklungen in der Realwirtschaft um ein halbes Jahr voraus hört man oft.
Immer noch aktuell ist also die Erklärung wie es zur Krise kam. Diesmal aber bitte mit Gefühl: The Crisis of Credit Visualized ist eine verständliche, locker leichte Videopräsentation.
0:00 – 1:05 Banken, Investoren und Hauskäufer sind wesentliche Akteure
1:05 – 2:00 Auswirkungen niedriger Fed Zinssätze auf Banken und Investoren
2:00 – 3:15 von Banken genutzte Hebelwirkung im Detail
3:15 – 4:10 klassische Hypotheken
4:10 – 6:30 aus klassischen Hypotheken werden CDOs
6:30 – 8:15 großer Erfolg macht Lust auf mehr -> Subprime Hypotheken
8:15 – 8:50 Subprime Hypotheken können nicht bedient werden
8:50 – 9:30 Immobilienpreise brechen ein
9:30 – 10:20 Niemand will mehr investieren, das Finanzsystem ist eingefroren
10:20: die Bombe geht hoch
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