Tag Archive for 'Training'

Höchstinstanzliche Mitteilung

Dem Autor dieses Blogs wird folgende Straftat vorgeworfen. Er soll trotz voller Kenntnis der Auswirkungen und aus freiem Willen mindestens 2 der 7 Todsünden begangen haben:

  • Trägheit
  • Völlerei


Der Autor dieses Blogs bekennt sich in vollem Umfang für schuldig. Als Strafe wurde eine Zeiteinbusse von 10 Minuten beim 14. Keiler Bike Marathon angesetzt. Die Strafe wurde gestern im Laufe des Vormittags vollstreckt.

Abhängige Beobachter stuften das Strafmass als zu mild ein.

Der Autor dieses Blogs gelobt Besserung!
(nach dem Käsekuchen der Zielverpflegung)

Keiler Zielverpflegung
Keiler Käsekuchen – Die wohlverdiente Völlerei

Ihre Erinnerung zum 14. Keiler-Bike Marathon

Wie gewünscht erhalten Sie Ihre Erinnerung für den 14. Keiler-Bike Marathon am 01.08.2010. Der Wettbewerb, für den Sie sich angemeldet haben (Mittelstrecke), startet um 09:45 Uhr.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß!



Schlammabfahrt
Schlammschlacht Schmarrn
Von wegen Spass, ne Quälerei wirds!
Jetzt ist das Treiben lassen nämlich vorbei. Der Keiler Bike Marathon steht an, 2006 mein erster Bike-Marathon und meine alljährliche Messlatte für Kondition.


Vor einem Jahr noch

  • war es das X.te Rennen der Saison.
  • habe ich mich riesig darauf gefreut.
  • wollte ich meine Vorjahresplazierung knacken.

Heute

  • ist meine Trainingsvorbereitung ein Witz.
  • habe ich Schiss vor der Schlammschlacht.
  • bereue ich die Anmeldung. (Björn, Du Sack!)


Zum Glück gibt es im Ziel Keiler Weißbier und den besten Käsekuchen der Welt (-;

Halber Trainingsaufwand – Gleiche Fitness

 

Projekt Podest

Mein letztes Jahr ausgerufenes Projekt Podest ist gründlich gescheitert. Für den erforderlichen Trainingsaufwand bin ich beileibe net hart genug. Ganz im Gegenteil, mein Trainingsumfang hat sich diese Saison beinahe halbiert. Um trotzdem bei meinen Hobbykollegen vorne mitfahren zu können, hab ich was Neues probiert – High Intensity Training (HIT).

High Intensity Training

floc @ raceEigentlich ist HIT gar nix Neues. Als Intervalltraining oder “Kraft am Berg” taucht es in jedem Trainingsplan auf. Der Unterschied ist, dass ich nun vorsätzlich auf Grundlagentraining verzichte. Jedes Mal, wenn ich zum Training ausfahre, mache ich Intervalltraining.

Grundlagentraining

Touren mit dem Verein oder mit Kumpels schließen zwangsläufig lange Einheiten im Grundlagentempo ein. Außerdem bin ich eine Woche im RSG Trainingslager und 4 Tage am Gardasee ausschließlich Grundlage gefahren.

Vergleich

Meine Trainingslogs der letzten Jahre sind halbwegs vollständig. Als einigermaßen objektives Kriterium will ich die jeweiligen Trainingsdaten bis Anfang August vergleichen. Am ersten Augustwochenende findet immer der sehr gut besetzte Keiler Bike Marathon statt. Der Keiler war 2006 mein erster Marathon und ist seitdem alljährlicher Saison Höhepunkt. Die Ergebnisse geben einen Anhaltspunkt für meine Fitness.

Die nackten Fakten
Jahr Ø Wochenstunden ohne Radurlaub Keiler Platz Keiler Zeit
2006 7,14 5,21 61. 2:51:31
2007 7,04 4,36 83. 3:12:30
2008 6,86 5,29 47. 2:46:55
2009 4,52 2,94 48. 2:49:36

 Der Keiler
Die Kategorie “ohne Radurlaub” zieht mehrtägigen Radurlaub von den durchschnittlichen Wochenstunden ab. Darunter fällt Trainingslager, Rhönwochenende und Gardasee/Alpencross.

Wirklich vergleichbar sind wegen Körper- und Radgewicht nur die Jahre 2008 und 2009. Der Ausreißer 2007 kommt von nem Plattfuss.

2008 vs. 2009

Die Platzierung beim Keiler hat sich zwischen 2008 und 2009 nur unwesentlich verschlechtert. Das deckt sich mit meinem Gefühl, so fit zu sein, wie letztes Jahr.
floc @ race
Bei den absoluten Wochenstunden hat sich der Umfang diese Saison auf 66% reduziert, eine Ersparnis von einem Drittel.

Mehrtägiger Radurlaub fühlt sich nicht an wie Training, eher wie Urlaub (-;
Er hat jedenfalls wenig mit den tatsächlichen Trainingsstunden pro Woche zu tun. Deswegen ist auch die Reduktion auf 56% in der Kategorie “ohne Radurlaub” interessant.

Der HIT Anteil 2009 beträgt übrigens 0,69 Wochenstunden. Das hässliche Training, ausschließlich zur Leistungssteigerung, liegt also bei nur einer Dreiviertelstunde pro Woche.

Fazit

Das ist kein Quantensprung, wie die reißerische Überschrift glauben macht, aber ein spürbarer Fortschritt. Man sollte auch beachten, dass trotz meiner Bemühungen HIT nur 15% vom Gesamtumfang ausmacht.

Ausblick

Weil ich 2010 kaum zum Radfahren kommen werde, wird HIT antweilsweise deutlich steigen. Ich bin gespannt, wie sich das auswirkt.

Ich hoffe natürlich auf einen Quantensprung (-;

Guter Vorsatz

Gute Vorsätze zum neuen Jahr scheinen völlig aus der Mode gekommen zu sein.
Macht nix! Darf ich meinen Arbeitsweg 2009 vorstellen:

Arbeitsweg mitm Rad

Der direkte Weg ist mit dem Rad leider zu kurz.
Der nicht ganz so direkte Weg hat folgende Killer-Features (rot hin, blau zurück):

  • 5 min lockeres Einrollen
  • 4 min “Katze aus dem Sack” bergauf
  • 4 min locker eben/bergab
  • die letzten beiden Punkte dreimal wiederholen
  • 10 min lockeres Ausrollen

Macht ne 3/4 Stunde und ist als sogenanntes “High Intensity Training” (HIT) meine aktuelle Qual der Wahl.

Einmal hab ich das gemacht, am 2. Januar…
Dann kam leider der Schnee und damit Plan B:

Arbeitsweg zu Fuß

Der Weg zu Fuß hat folgende Killer-Features:

  • abwechslungsreich
  • absolut direkt!
  • ab 50 mins
    abwärts

HIT kann man zu Fuß auch in der Ebene machen. Mittlerweile beschränk ich das aber auf den Rückweg.

So freu ich mich am Morgen auf den Hinweg aber nicht wegen der Arbeit.
Und Abends freu ich mich auf den Feierabend aber nicht wegen dem Rückweg.
Passt!

Wo ein Wille, da ein Weg
(Grundstudiumsspruch: Wille – Repetitorium der Linearen Algebra mit Aufgabenlösungen)

Saisonpause 08

Meine erfolgreiche Rennsaison 08 ging letztes Wochenende mit der Vereinsmeisterschaft zu Ende. Erfolgreich war sie in erster Linie, weil ich mir nix getan habe. Darüber hinaus hat meine erstaunlich gute Form viele Leute überrascht, allen voran mich selbst.

Das Widersinnige daran ist, daß ich dieses Jahr in der Saisonvorbereitung deutlich weniger trainiert habe als 2007. Außerdem habe ich mir ein Trainingslager geschenkt, sowie die scheußliche “mit Gipsarm 3 Stunden auf den Ergometer” Scheisse im Dezember. Im Schnitt waren es dann nur knapp zwei Tage die Woche auf dem Rad und das erst ab Januar.

Wieso bin ich trotzdem spürbar fitter als je zuvor?
Ich habe keinen blassen Schimmer!

Na gut, vier plausible Theorien kann ich anbieten:

  1. Körpergewicht: 12% weniger
  2. Ernährung: Viel gesünder
  3. “Sportlerherz”: Wachstum dauert mehrere Jahre
  4. Übertraining: Zu viel des Guten in 2007


Wenn man es genau nimmt kann man die ersten beiden Erklärungsversuche auf den gleichen Knackpunkt bringen und deswegen predige ich einmal mehr:

Lass die Glucose weg!

Unser Körper kann mit Glucose leider nicht richtig umgehen.


Allen Radlerkollegen wünsche ich eine schöne Saisonpause!
Sehr willkommen ist natürlich die viele Zeit, die nun frei wird! (-;

I got no plans for tomorrow
Got no plans for tomorrow
Got no plans in sight
In fact I’m free this week
I’m free this month

(Ida Maria – Queen of the World)