Juli 2009

Ich habe diese Woche herausgefunden, dass ich tatsächlich an einer Persönlichkeitsstörung namens Narzissmus “leide”. Darunter versteht man nicht etwa Selbstverliebtheit sondern anscheinend etwas ganz Anderes. Trotzdem muss ich mal wieder Selbstdarstellungsdampf ablassen (-;


Im Juli war ein superschönes 24 Stunden Rennen in Steindorf bei Augsburg.

24h team


24h abendlicht






24h speed


24h schanze





Die netten Sportografen haben in Steindorf außerdem ein Rippenbruch vorher/nachher Bild von mir eingefangen. Krasses Timing!

24h rippe vorher24h rippe nachher
vorher      nachher




Über die Alpen bin ich auch gefahren, aber dieses Jahr mitm Wohnmobil. Ich durfte nämlich bei der Bike Transalp Challenge die netten Jungs vom Texpa Team betreuen.

ta fahrer


ta alle






ta fotografen


ta regen






ta camping


ta ziel






Dabei blieb auch Zeit zum Wandern und Bergsteigen

ta langkofel


ta schnee






ta trauben


ta sonnenuntergang



Der August ist ja auch schon bald wieder vorbei und im September fängt endlich mein neues Leben an, juchui!

Moment Mal

Es sind nur wenige Momente, die sich im Lauf der Jahre und Jahrzehnte unwiderruflich ins Gedächtnis brennen. Innerhalb der letzten beiden Wochen gab es für mich gleich zwei Kandidaten für diese Ruhmeshalle.

Mein Trainingspartner Reiner und ich sind vorletzten Samstag im 2er Team die 12 Stunden von Külsheim gefahren. Der glücklicherweise ereignislose Renntag neigte sich schon dem Ende zu, als ich in meiner letzten Runde vor einer schmalen Trailpassage riskant in einer Schotterkurve überholt und mich dabei hingelegt habe. Ich rutschte also eine gefühlte Ewigkeit mit Bodenfühlung von einem Ende der Kurve zum anderen. Trotz des Schocks hat mich die Situation unglaublich genervt und ich wollte nichts sehnlicher als endlich fertig zu rutschen und wieder aufs Rad zu steigen.

Zwei Minuten später hatte ich wieder Fühlung auf den Fahrer aus der Schotterkurve, natürlich wieder kurz vor einer schmalen Trailpassage. Mitten im Überholsprint auf einem geraden Wiesenstück fand ich mich plötzlich auf dem Rücken liegend wieder und sah wie mein Rad in fast zwei Metern Höhe quer über die Wiese flog.  Ein kleiner, aber tiefer Graben auf meiner Überholspur ist aus heiterem Himmel aufgetaucht und hat mir einen Abstieg über den Lenker beschert. Dieser Moment, in dem ich total benommen meinem Fahrrad beim Flugversuch zusah hat mich meines verbliebenem Atems beraubt.

Wie das Rennen ausging steht in einem ausführlichen Rennbericht auf der Seite der Radsportgemeinschaft Würzburg.

Der zweite Moment war wesentlich ungefährlicher aber nicht minder atemberaubend. Vorgestern, am vorletzten Tag unseres diesjährigen Alpencrosses kamen Reiner, Koni und ich an unserem Tagesziel, dem Rifugio Bolzano auf dem Schlern an. Wie schon an den vorherigen Nachmittagen grummelte es in der Ferne und am Horizont zuckten bereits die Blitze über den Himmel.

gewitter
Da braut sich was zusammen

Am späten Abend war das Gewitter auch bei uns. Wer schonmal ein Gewitter an ausgesetzter Position in den Alpen erlebt hat, braucht keine Fantasie um sich den Weltuntergang vorzustellen. Statt totmüde ins Bett zu fallen, standen wir drei Flachlandtiroler also im Waschraum um das kleine Fenster gedrängt. Dort haben wir gebannt das Wüten der Elemente verfolgt.

Zum Alpencross gibt es noch keinen Bericht. Ich kann aber schon verraten, daß es eine perfekte Woche war.