4 wesentliche floc Wesenszüge hab ich das letzte Mal zusammengeschrieben.
Daran muss sich nun mein baldiger Ex-Job messen:
1. “Erfahrungen machen glücklich, Dinge nicht”
- Freizeit:
Für Erfahrungen, egal ob Bücher, Reisen, Plaudereien oder ein Schafkopfabend braucht man wenig Geld, aber viel Freizeit. (Beim Schafkopfabend manchmal auch etwas mehr Geld) - Flexibilität:
Wenn ich mir heute in den Kopf setze, ans schwarze Meer zu laufen, dann sollte ich nicht warten bis ich die Lust verloren habe. Wenn es morgen einen Flug nach Neuseeland für 500 EUR gibt, dann sollte ich nicht bis übermorgen warten, wenn der Flug wieder 1000 EUR kostet.bisher:
Es ist niemals sicher, ob ich Urlaub bekomme.
Kurzfristige Gelegenheiten sind schwer wahrzunehmen.
bisher:
Es gibt keine Möglichkeit an der Zeitschraube zu drehen.
Halb so viel Geld wäre genug.
2. “Abwechslung ist das Salz in der Suppe”
- Ort:
Die Vorstellung in 10 Jahren am gleichen Schreibtisch im gleichen Büro zu sitzen macht mich fertig.bisher:
Ich bleibe für immer hier. - Aufgaben:
Es gibt zu viele interessante Projekte um immer das Gleiche zu machen.
So abwechslungsreich Programmieren auch sein kann, andere Tätigkeiten sind auch reizvoll.bisher:
Ich kann Projekte nur bedingt aussuchen. - Kollegen:
Vertrautheit ist schön, neue Leute kennenlernen ist auch schön.bisher:
Der Kollegenstamm ändert sich nicht.
3. “Ich würde gern etwas Nützliches tun.”
- Sinn:
Software kann mit wenig Aufwand vielen Menschen das Leben erleichtern. Sinnvoll oder gar nötig sind Programme aber nur, wenn der Gesamtzusammenhang passt.bisher:
Ich muss schon beide Augen zudrücken um einen Sinn in meiner Arbeit zu sehen. - Standort:
In den Industrieländern ist so gut wie niemand bedürftig, was die körperliche oder sicherheitsrelevante Stufe auf der Bedürfnispyramide angeht. Woanders auf der Welt schaut das anders aus.(Bei den anderen Stufen ist jeder seines eigenen Glückes Schmied)
bisher:
Von Deutschland aus kann man zweifellos Einiges bewirken.
An Ort und Stelle kann man mehr bewirken.
4. “Sicherheit ist langweilig”
- Wirtschaftliche Sicherheit
Es wäre schön, wenn von jedem Mitarbeiter abhängt, ob sich eine Firma tragen kann.bisher:
Der wirtschaftliche Erfolg meiner Firma ist entkoppelt von meiner Leistung. - Entlassungswelle, Kurzarbeit…
Die Finanzkrise beutelt die Welt - les ich in den Zeitungen.bisher:
Mein bisheriger Job ist sicher wie das Amen in der Kirche.
Das fühlt sich falsch an und vor allem unfair.
Mir ist klar, dass sich in Zukunft nicht alle diese Punkte verbessern lassen.
Versuchen werd ichs aber und ich bin ein ziemlich sturer Esel.