Unser Gehirn gaukelt uns trotzdem einen fortlaufenden Zeitstrahl vor. Ganz so als könnte man die Zeit vor und zurückdrehen oder verlangsamen und beschleunigen.
Erinnerungen sind Ersatz für die Vergangenheit.
Spekulative Fantasien sind Ersatz für die Zukunft.
Dabei kann unser Gehirn vergangene Zeit gar nicht messen, sondern nur abschätzen. Das führt zu Ungereimtheiten. Zum Beispiel kommen uns Unfälle und andere lebensbedrohliche Ereignisse wie in Zeitlupe vor. Genau wie die Schusswechsel in dem Film Matrix in “Bullet Time” verlangsamt werden.
Eagleman hat 2007 in einer Studie gezeigt, dass dieser Zeitlupeneffekt nur eine Illusion ist. Wir speichern in furchteinflößenden Momenten viel mehr Erinnerungen, als im Alltag. Bei der Einschätzung der vergangenen Zeit hinterher, orientieren wir uns an der Anzahl der Erinnerungen. Wegen der höheren Erinnerungsdichte kommt uns ein Angstmoment viel länger vor.
Umgekehrt tritt dieser Effekt im Alltag auf, z.B. bei meinem vergessenen Sommer. Das, was wir für Zeit halten, vergeht außerdem schneller, je älter wir werden. Wir gewöhnen uns an die Routine und ohne neue Erfahrungen gibt es keine neuen Erinnerungen. Es heisst ja, dass mit 18 Jahren die gefühlte Mitte unseres 80 jährigen Lebens erreicht ist.
Will man also mehr Zeit haben, dann muss man ständig mit der Routine brechen und neue Erfahrungen sammeln. Manchmal reicht schon ein neues Kochrezept und manchmal muss man eben eine Weltreise machen.
Gewinnen wir durch neue Erinnerungen wirklich an Zeit? Natürlich ist die gewonnene Zeit nur eine Illusion. Aber unsere Sicht der Vergangenheit ist auch nur eine Illusion. Die gewonnene Zeit ist also genauso real, wie unsere Vorstellung von Zeit selbst.
Es sind nicht die Jahre in deinem Leben, die zählen.
Es ist das Leben in deinen Jahren.
(Abraham Lincoln)
Einem Zen Buddhisten muss man nicht erklären, dass es Vergangenheit und Zukunft nicht gibt. Zen Buddhisten versuchen sowieso im Hier und Jetzt zu leben. Und was ist mit der Aufmerksamkeitsmeditation Zazen? Ist Zazen vielleicht sogar ein Ersatz für neue Erfahrungen?
Wenn man sich im Alltag auf jeden Grashalm und jede Bodenfließe konzentriert, kann man dann neue Erfahrungen erzwingen? Kann man so die Zeit dehnen? Oder widerspricht das Ziel neue Erinnerungen zu sammeln von vornherein dem Zen?
Hat ein Leser genug Buddha Natur, um das zu klären?
Mal barfuß gehen - oder in Vibram Five Fingers
Bis dahin empfehle ich andere Möglichkeiten neue Erfahrungen zu sammeln:
Ein Buch
Ein Barcamp
Ein Poetry Slam
Eine Reise
Mal barfuß gehen
Mal rückwärts gehen
Mal auf dem Boden schlafen
Mal im Garten schlafen
Neue Hobbies
Neue Bekannte
Neuer Arbeitsweg
Neue Arbeit
Nichts unversucht lassen
Wie lässt sich noch mit der Routine brechen?
Wie verlasst ihr eure Komfortzone?
Tabata ist ein minimalistisches Ausdauer Intervalltraining. Eine Trainingseinheit dauert nur 4 Minuten und besteht aus 8 Intervallen zu je 100% Intensität. Die Methodik habe ich vor einigen Wochen vorgestellt. Jetzt zu meinen Erfahrungen und den nackten Fakten.
Leider war es diesmal zu viel Minimalismus. 2009 konnte ich mit normalem High Intensity Training meine Form noch knapp halten. Diesmal habe ich ca. 6% an Geschwindigkeit eingebüsst.
Das zeigt mein Ergebnis vom Keiler Bike Marathon 2010 mit 10 Minuten Zeiteinbuße auf 3 Stunden. Vor 4 Wochen bin ich außerdem beim Residenzlauf Würzburg 2011 im Alumni Team mitgelaufen. Dabei war ich sogar 9% langsamer als 2009.
Umgekehrt schaut es bei meinen Trainingswochenstunden aus. Seit 2006 sank meine Trainingszeit von 9,9 Stunden auf nunmehr 1,3 Stunden pro Woche im 1. Quartal 2011.
Wie man sieht habe ich nie ausschließlich nach Tabata trainiert. Fast jede 2. Trainingseinheit in den vergangenen 12 Monaten war eine Spasstour im Grundlagenausdauer Bereich. Wenn ich keine Lust auf eine Spasstour habe, dann zwinge ich mich zu Tabata.
Mein Hauptziel ist die Regelmäßigkeit unabhängig von äußeren Einflüssen. Ich setze 2-3 Mal die Woche einen Trainingsreiz, egal wie. Mit Tabata gibt es keine Ausreden, wie Lust, Wetter, Aufenthaltsort oder Jahreszeit. 4 Minuten schaffe ich auch in einem löchrigen Bretterverschlag im tiefsten Sibirien am Rande einer Depression, während draussen ein Winterschneesturm tobt.
Zu meiner zunehmenden Trainingsfaulheit kam auch die Erkenntnis, dass Ausdauersport nur in Maßen gesund ist. Früher dachte ich, daß ich meinem Körper mit 10 Wochenstunden einen Gefallen tue. Heute glaube ich, daß die 5. Minute schon zu viel ist. (oder sogar schon die 1.?) Gesundheit ist mir eigentlich wichtiger als Fitness.
floc beim Residenzlauf 2011 (1. von links) - Foto: Michaela Thiel, Alumnibüro
Abschließend noch eine Liste, was Tabata nicht leistet:
kein Abnehmen
Auch mit Nachbrenneffekt kommt man in 4 Minuten nur auf ca. 100kcal
keine orthopädische Anpassung
Die 2. Stunde im Fahrradsattel schmerzt schon sehr
Nach dem Residenzlauf hatte ich 6 Tage Muskelkater
(wie jedes Jahr als Nichtläufer)
nichts für Sportler mit Ambitionen
Keiler Bike Marathon 2010: Platz 68 von ~600
Residenzlauf 2011: Platz 614 von ~1200
Kein Naturerlebnis oder Meditationseffekt
Während man sich die Lunge aus dem Leib rennt achtet man nicht auf seine Gedanken oder Vogelgezwitscher
In Zukunft werde ich noch weniger Wochenstunden trainieren und noch mehr auf Tabata setzen. Auf unserer anstehenden Weltreise ist bis auf einige Bergtouren kein Sport geplant.
Dieses Wochenende war ich bei meinem 1. Barcamp in Nürnberg. Ein Barcamp ist laut Wikipedia “eine offene Tagung, deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern im Tagungsverlauf selber entwickelt werden.”
Der Ablauf war Gott sei Dank vorgegeben, oder besser: perfekt organisiert. WIFI, Kaffee, Essen, Moderation, Zeitplan, Getränke, Beamer, Räume, Wiki, Bier, Schnaps, Musik und die restliche Organisation für 200 Besucher haben die Nürnberger Orgas reibungslos auf die Reihe bekommen.
Barcamp Nürnberg
Die Inhalte kamen natürlich von uns Besuchern. Jeder Teilnehmer sollte möglichst eine Session halten, egal zu welchem Thema. In Nürnberg waren dies sehr viele Sessions zu Sozialen Medien, aber auch viele programmiertechnische Themen und Sessions rund um die Selbstständigkeit. Man darf sich dabei eine Session nicht als Vortrag vorstellen, sondern bestenfalls als lockere Diskussion.
Jeder Teilnehmer
hält eine Session
Am interessantesten fand ich Sessions, die aus dem nicht vorhandenen Rahmen fielen, u.a. “Achtsamkeits-Meditation”, “Segway fahren”, “Spielejournalismus”, “Zahnbürstenroboter”, “Stagefighting”, “Wissensmanagement”, “Global Brain”. Meine eigene Session über Tabata hieß “Fitness für Faule” und hat leider nur 4 Leute interessiert.
Sessionvorstellung
Die weite Verbreitung von Twitter unter den Barcampern hat mich total überrascht. Twitter klingt für mich nach nutzloser Zeitverschwendung. Aber beim Barcamp laufen alle Kontakte über Twitter. Also habe ich dieses Wochenende viele Twitter Streams verfolgt. Auf den ersten Blick ist es genau die gleiche Plauderei, wie vor 15 Jahren im IRC, sogar was Sprache, Kultur und “Metaness” angeht.
weite Verbreitung
von Twitter
Aber darüber hinaus verwenden viele Benutzer Twitter als Alternative zu Feeds, Delicious und sogar Email. Diese verschiedenen Informationsströme kommen in einem Dienst chaotisch zusammen. Leider lässt sich hinterher das Geschnatter nicht mehr von den interessanten Beiträgen trennen, außer vielleicht mit einer Yahoo Pipes Orgie. Trotzdem eine gute Sache: Jeder Mensch sollte ein (Micro)Blog haben!
Session
Es hat echt gut getan so viele neugierige und interessierte Menschen in Fleisch und Blut zu treffen. Anfangs war es noch etwas gewöhnungsbedürftig, wenn der Gesprächspartner mitten in der Unterhaltung googled. Aber genau so muss das sein: Das Internet als Lexikon, das Hirn als Index.
Toll, was diese Leute teilweise im Index hatten. Es gab:
Lifehacker
Evernote Nutzer
Hacker News Leser
Reflexions Reflektierer
Confirmation Bias Bewusste
Prediction Markets Kenner
Dunbars Number Wisser
und vieles mehr.
S'essen
Leider ist meine eigene Dunbars Number zur Zeit bei gefühlten 5, aber nach der Weltreise werde ich öfter auf Barcamps schauen.
2009 wollte ich weniger Trainingszeit im Fahrradsattel verbringen, als die Jahre zuvor. Um trotzdem nicht an Kondition zu verlieren, hatte ich erstmals mit Intervalltraining experimentiert. Tatsächlich blieb mit dem High Intensity Training (HIT) meine Form gleich, trotz erheblich weniger Trainingszeit.
2010 habe ich den Trend zu weniger Trainingszeit auf die Spitze getrieben, mit dem Tabata Intervalltraining. Ein Tabata Intervalltraining dauert nur 4 Minuten. Es besteht aus 8 Intervallen zu 20 Sekunden und 10 Sekunden Pause zwischen den Intervallen.
Seit einem Jahr absolviere ich das Tabata Protokoll ca. 2-3 Mal pro Woche. Das sind bis zu 48 Minuten Training im Monat. Ein Jahr vorher habe ich diese 48 Minuten noch pro Einheit Intervalltraining veranschlagt. Und noch ein Jahr vorher hätte ich 48 Minuten als Ruhetag gewertet. Minimalistischer geht es nicht mehr! Das klingt nach Zuckerschlecken, aber weit gefehlt. 4 Minuten am Limit dehnen sich länger als 1 Stunde Grundlagenausdauer.
Man braucht außerdem eine enorme Willenskraft, um in 4 Minuten einen ordentlichen Trainingsreiz zu setzen. Nach dem 8. Intervall darf kein 9. mehr möglich sein, sonst hat man es falsch gemacht. Dieser Fehler passiert in dem folgenden Video einer besonders motivierten Dame gleich 4 Mal. Sie macht aber auch beim 5. Versuch noch eine sehr gute Figur (-;
Wie man sieht, gibt es unzählige Tabata Übungen, viele davon ohne Geräte. Ich mache am liebsten Tabata Squads oder Tabata auf dem Heimtrainer, wenn einer vorhanden ist.
So weit zur Methodik, aber was sind meine Erfahrungen und vor allem Ergebnisse? Ich muss leider auf nächste Woche vertrösten, bis ich meinen Datenwust ausgewertet habe. Bis dahin empfehle ich einen Blick auf die Original Studie von Herrn Tabata aus dem Jahr 1996.
Was meint ihr? Konnte ich mit nur 10 Minuten pro Woche meine Form halten? Bin ich gar fitter geworden?
Wir alle möchten gesund, trainiert und leistungsfähig sein. Natürlich wollen wir keine Zeit dabei verlieren. Deshalb mache ich gerne Experimente mit Lifehacks, besonders mit körperlichen Tricks, z.B.:
Vermeidung von langem Sitzen
Stehtisch, Kniestuhl und ein Gymnastikball – Letzteres war mein gestriger Preisschafkopfgewinn, hehe
(seit 4 Monaten)
.
Neue Lifehacks 2011
Liegestütze & Klimmzüge
2-3 Mal die Woche
Fastentag
einmal pro Woche
Eine sehr gesunde Mahlzeit: Nichts
Siesta
Nachmittags 30 mins
Den Fastentag habe ich die letzten 2 Wochen probiert und er gefällt mir. Hunger hatte ich keinen, Appetit um so mehr. Davon abgesehen ist das Körperbefinden am Fastentag einfach großartig und die Aufmerksamkeit ist merklich erhöht.
Liegestütze/Klimmzüge und Siestas habe ich noch nie länger als 2 Monate durchgehalten. Diesmal klappt es!
Alle 10 Lifehacks zusammengenommen sind aber nicht halb so wichtig, wie der wesentliche, 11. Gesundheits Trick.
Das flocblog ist mit den Jahren immer bildreicher geworden. Und weil bei Bildern breiter besser ist, sind wir nun extra breit: 53% breiter als bisher!
Je breiter man ist, desto mehr leidet die Lesbarkeit!
Je breiter die Zeilen, desto mehr leidet leider die Lesbarkeit. Die Zeilenlänge sollte sich möglichst zwischen 45 und 75 Zeichen bewegen, wie in der Zeitung. Jedes Blog Layout ist ein Kompromiss zwischen Lesbarkeit und breiten Bildern – außer bei mehrspaltigen Layouts.
Deshalb gibt es jetzt 2 Spalten im flocblog. Es handelt sich zugegeben um eine eigenwillige Interpretation des zweispaltigen Layouts. Haarspalter würden es wohl ein einspaltiges Zweispaltenlayout nennen.
So weit ich weiß feiert dieses Layout hier Premiere. Es ist also entweder die eierlegende Wollmilchsau oder wahrscheinlich eine dumme Idee. Aber was solls. Ich habe gerne viel Freiraum zum Atmen und mein flocblog auch!
Can you have your cake and eat it too?
Ja genau, hier drüben geht es weiter. Die Symmetrie muss schon gewahrt bleiben. Witzig, oder?
Noch witziger sind die Auflockerungsbilder, die vom Fließtext umlaufen werden. Diese Bilder und die Pullquotes kann man mittig auf die Seite setzen.
bitte locker machen
Trotzdem ragen sie halb in den umfließenden Text hinein und lockern total auf.
RSS Abonnenten mögen bitte spätestens jetzt einmal ihren Feedreader verlassen, um zu sehen wovon ich überhaupt rede.
Die Zeilenlänge ist dabei vorbildlich. Mit dem Auflockerungsbild sind es 45 Zeichen pro Zeile und normal sind es 71 Zeichen. Die maximale Bildbreite beträgt dabei enorme 920 Pixel; ein ganz großes Stück vom Kuchen.
Das Layout ist horizontal nach dem 960grid System mit 12 Spalten ausgerichtet (60px/20px). Vertikal ist es anhand der Zeilenhöhe ausgerichtet.
Ein Bonuspunkt ist die einfache Spaltenbreite von 460 Pixeln, was der Bildschirmbreite eines iPhones entspricht. Beim Textfluss wird also automatisch für mobile Geräte optimiert. Es fehlt nur noch eine mobile CSS Datei.
Wahrscheinlich ist das links- und rechtsspringen am Anfang etwas ungewohnt. Aber für Vollformatbilder ohne Lightbox oder sonstiges Rumgeklicke ist das ein fairer Preis.
Der floc hat letzte Woche demonstriert!
Nicht in Stuttgart und auch nicht im Wendland.
In Berlin war eine Demo für das bedingungslose Grundeinkommen (BGE).
Demonstrant
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schreibt, dass unsere Demo ein Flop war. Zugegeben, mit nur ungefähr 2000 Demonstranten war unser Zug eher kurz. Ein überschaubarer Haufen von gekrönten Häuptern hat sich also am Samstag ab 5 vor 12 durch die Hauptstadt bewegt.
Interessanter wurde es am Sonntag beim Fest zum Grundeinkommen. Es gab Lesungen, Diskussionen, Filme und Live-Musik zum bedingungslosen Grundeinkommen. Und viele bedingungslos nette Leute waren da.
Inselgespräch beim Fest
Der krönende Abschluss war am Montag die Anhörung der Petition zum BGE im Bundestag. Mehr als 50.000 Unterzeichner fanden sich im Vorfeld für die Petition mit dem Namen Der deutsche Bundestag möge beschließen … das bedingungslose Grundeinkommen einzuführen.
Bei der Anhörung hat die Petentin Susanne Wiest unser Anliegen kompetent und äußerst sympathisch vorgebracht. Es gibt auch eine Aufzeichnung davon (1 Std 20 Min). Bitte nehmt euch 15 Minuten für die gelungene Auftaktrede der Frau Wiest.
Susanne Wiest am 08.11.2010 vor dem Petitionsausschuss des dt. Bundestages auf vimeo
Heute am Dreikönigstag hab ich mich endlich aufgemacht zum König von Thailand!
Sehen werd ich ihn wohl nur auf Plakaten und Geldmünzen, aber sein Königreich schau ich mir umso genauer an.
Viel lieber würde ich im Moment aber den vorgestern eröffneten Burj Dubai Tower im Vorbeiflug sehen. Noch sitz ich in Bahrain und der Flug hat 3 Stunden Verspätung, doh!
*Update*
Hab ihn nicht gesehn den Tower.
Das Kopfkissen war irgendwie interessanter *gähn*
Dafür sieht man den König hier in Bangkok wirklich überall.
Servus Thailand!
Die 3. Woche vielphasiges Schlafen ist eine Katastrophe. Seit Sonntag habe ich den Schlafrythmus keinen einzigen Tag einhalten können.
Das Grauen vorm Morgengrauen
Die Biorythmus Probleme in den frühen Morgenstunden haben sich ausgeweitet. Ich komme gar nicht erst dazu mit meinen Wachhalteaktivitäten anzufangen, weil ich jeden Tag früher einbreche. Wann der Mann mit dem Hammer kommt scheint unvorhersehbar. Eben lese ich noch hochtrabende Artikel und im nächsten Moment bin ich schon im Land der Träume.
Bis ich merke was los ist, sind mit einem Wimpernschlag gute 2 Stunden vergangen. Jede verdammte Nacht…
Und um 20 Uhr fällt es mir dann wieder schwer einzuschlafen.
Termine
Dazu kommen die sozialen Probleme. Ich bin nicht oft unter Leuten, aber es macht echt jeder einzige Termin Schwierigkeiten.
Im Mittel habe ich keine 2 Stunden, bevor ich ins Bett muss. Selbst 3,5 Stunden unter optimalen Bedingungen sind für manche Aktivitäten zu kurz. Die fehlende Flexibilität tut ihr Übriges zur Vereinsamung.
Ich habe ja gerne meine Ruhe, aber durch die vielen Extrastunden fühle ich mich eh schon allein genug.
Frühstück
Nach dem Aufstehen habe ich oft Hunger. Das ist kein Problem, solange ich einmal am Tag aufstehe. Aber 6 Mal am Tag Frühstück ist einfach übertrieben. Das merke ich nicht zuletzt auf der Waage (-;
Sehnsucht nach Schlaf
Ein weiteres Dilemma ist, dass ich manchmal einfach gerne schlafen würde. Nicht, weil ich nicht ausgeruht wäre. Der Vielphasenschlaf hält was er verspricht und ich bin bis auf die Biorythmusprobleme meistens munter.
Manchmal sollen einfach ein paar Stunden ins Land gehen, ohne dass ich jeden Moment davon erlebe. Das klingt absurd, aber immer wach zu sein ist gar nicht so erstrebenswert.
Der Everyman
Auf die vielen Vorteile möchte ich trotzdem nicht verzichten. Wie immer im Leben soll es also alles auf einmal sein und Sahne obendrauf. Und wie immer im Leben gibt es einen Kompromiss, den Everyman-Schlafrythmus.
Der Everyman unterscheidet sich von meinem bisherigen Schlafrythmus, dem Überman:
Unterschiede Schlafrythmen
Kernschlaf
Statt nur noch Nickerchen zu machen, gibt es beim Everyman einen 3 stündigen Kernschlaf und über den Tag verteilt 3 Nickerchen.
Ob ich den Kernschlaf lieber an den Anfang oder an das Ende der Nacht lege weiß ich noch nicht. Mittendrin wäre es zwar vom Biorythmus am Besten, aber dann müsste ich zwischen 19:00 und 24:00 ein Nickerchen machen. Das würde die Abendgestaltung zu sehr einschränken.
Vorteile
Was die tägliche Schlafzeit angeht, ist der Everyman immer noch beeindruckend:
Tagesschlafzeit
Die Wachphasen sind mit 5 Stunden länger und die Zeiten für Nickerchen sind flexibler. Eine Abweichung von einer Stunde beim Nickerchen soll kein Problem sein.
Auch auf der gesundheitlichen Seite fühle ich mich ehrlich gesagt wohler, wenn ich dank Kernschlaf nicht auf die “unnütze” Tiefschlafphase verzichte.
Umsetzung
Mit der Umsetzung habe ich heute angefangen, der erste Kernschlaf liegt gerade hinter mir. Wenn man es genau nimmt habe ich schon am Montag ungewollt gewechselt.
Samstag und Sonntag waren meine letzten erfolgreichen Tage als Überman.
Ich bin halt nunmal ein Everyman (zu deutsch: Durchschnittsbürger) (-;
Ich liebe Experimente. Ja, ich bin geradezu besessen davon herauszufinden, ob das was wir für die Spielregeln des Lebens halten auch wirklich in der Spielanleitung steht. In punkto Ernährung und Training hatte ich schonmal absolut falsche Vorstellungen und meine jetzigen Vorstellungen sind sicher auch noch nicht das letzte Wort.
Ernährungsexperiment
Vor 2 1/2 Jahren habe ich angefangen mit meiner damals stark kohlenhydrathaltigen Ernährung zu experimentieren und seit 1 3/4 Jahren habe ich die Körnerfresserei und Milchtrinkerei aufgehört. Seitdem esse ich wie die Steinzeitmenschen und fühle mich damit pudelwohl (Obst, Gemüse, Fisch, mageres Fleisch, Pflanzenöl, Nüsse).
Wer es nicht gleich übertreiben mag, sollte einfach nur beachten, dass Zucker Gift ist.
Ernährung ist für die Gesundheit das Wichtigste und damit wohl das Allerwichtigste im Leben. Aber auch Sport soll gesundheitsfördernd sein. Durch Intervalltraining lassen sich mit weniger Aufwand die gleichen Erfolge im Sport erzielen.
Das gilt sicher nicht nur für Hobbyradler, die ihr Ausdauertraining verbessern wollen. Selbst Couchpotatoes sollten über Intervalltraining nachdenken. Schon allein deshalb, weil sich wirklich jeder ne Stunde pro Woche für Sport Zeit nehmen kann.
Schlafen wie ein BabyAuch eine große Rolle für die Gesundheit spielt guter Schlaf. Angenommen ich könnte jeden Tag mit 2 Stunden Schlaf statt mit 8 Stunden auskommen. Noch dazu wäre ich über die verbleibenden 22 Stunden wacher, als sonst in 16 Stunden.
Klingt unglaublich? Find ich auch! Heute kurz vor Mitternacht startet mein mehrphasiges Schlafexperiment. Im Grunde will ich “Schlafen wie ein Baby”. Das heißt zunächst einmal dass ich vielmals am Tag schlafe und den REM-Schlaf maximiere, die wichtigste Schlafphase. Es sollen damit angeblich 6 Nickerchen am Tag mit jeweils 20 Minuten ausreichen.
Ich bin ziemlich gespannt ob das bei mir klappt. Nach dem ewigen Leben ist das der coolste Hack, den ich mir überhaupt vorstellen kann. Selbst die Steinzeiternährung wäre dagegen Kinderkacke.