Weltreise ohne Fliegen – Der Traum ist geplatzt

Vorgestern, zu meinem Geburtstag, hatte ich einen großen Wunsch:
Indien nach Thailand – ohne Flug!

Also bin ich nach Chennai gefahren, zum größten Hafen von Indien. Dort fragte ich beim Direktor für Schiffsbetrieb in Indien nach. Er versenkte meinen Traum vom Nichtfliegen im Hafen, schneller als einen Mafiosi mit Zementfüssen.

hochseeschiff

Schiffsreisen sind großartig

Bis Südasien sind wir von Deutschland mit Bahn und Bus auf dem Landweg gekommen, aber Indien ist eine Sackgasse:

  • Der Landweg nach Burma ist geschlossen
  • Der Karakorum Highway in Pakistan macht erst im Frühling wieder auf
  • Einmal Tibet reicht finanziell und vom Babysitterfaktor
  • Eine Kabine auf einem Kreuzfahrtschiff kostet ca. 150 EUR am Tag für 10 Tage Fahrt
  • Eine Kabine auf einem europäischen Frachtschiff kostet ca. 80 EUR am Tag für 10 Tage Fahrt
  • Indische Frachtschiffe nehmen angeblich keine Passagiere mit

Der Direktor für Schiffsbetrieb weiß noch eine letzte Möglichkeit: Alle 10 Tage fährt eine Passagierfähre auf die Andamanen, die Inseln zwischen Indien und Thailand. Von dort kann man mit viel Glück auf einer Privatyacht nach Thailand trampen.

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Im Hafen von Chennai ist der Traum geplatzt

Leider kann niemand sagen, ob dort in den nächsten Wochen eine Yacht ablegt und mich mitnimmt. Auf einer Yacht muss man außerdem gut in die Bordkasse zahlen und die Andamanen sind ein sehr teures Pflaster zum Warten. Auch kosten die 3 Tage Schiffsfahrt dorthin bereits mehr, als ein Flug nach Bangkok.

Früher hatten die Menschen den Traum vom Fliegen. Heute haben wir den Traum vom NICHT-Fliegen. Ich glaube der Traum ist geplatzt.

(Auch Greg gibt auf)

Den Flug nach Bangkok habe ich also schweren Herzens heute gebucht. Das Projekt Weltreise ohne Fliegen ist schon an der ersten Hürde gescheitert. Und ich dachte die Transatlantik Überfahrt wird zum unlösbaren Problem….

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Selbst ein Frachtschiff kostet mehr als ein Flug - und zwar pro Tag!

Ich arbeite jetzt verstärkt an meinem verbleibenden Geburtstagswünschen:

  1. Bei allen indischen Autos die Hupe ausbauen
  2. Zu jedem indischen Handy ein Paar Kopfhörer dazugeben

Für meine Ohren ist es zwar zu spät. Aber ich will die Welt besser verlassen, als ich sie betreten habe.

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Das Schiff nach Thailand bleibt ein Traum

Für Abenteuerlustige sind hier meine Erfahrungen zur Schiffahrt nach Thailand:

  • In Kolkata, Indien ist es unmöglich an Bord zu gehen:
    Mein Mitstreiter Marcel und ich haben im Hafen von Kolkata und am Diamond Harbour sogar die Putzfrau gefragt. Wir haben uns mehrfach auslachen lassen (-;
  • In Chittagong, Bangladesch gibt es keine Einwanderungsbehörde:
    Eine legale Ausreise ist also unmöglich. Eine illegale Ausreise mit unzähligen Bengalis im Container wäre hingegen leicht zu organisieren. Lol!
  • In Chennai, Indien sehe ich eine Möglichkeit:
    Viele indische Schiffsverlader haben ihre Büros in der Hafenstrasse nördlich des Zollbüros. Mit genug Ausdauer findet man vielleicht einen Frachter zum Mitfahren.

    Mit etwas Glück verlangen sie weniger als die Europäer mit 80 EUR pro Tag.
    Viel weniger?
    Ich glaube nicht…

Eisenbahn in Indien

Es ist schön wieder in einem Land mit Eisenbahnen zu sein.

(sagt der Greg)

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Mit Bus und Bahn bis Indien © 2010 Google

Ich stimme wortlos zu.

Trotz Überdosis Milch Chai:
Das weiche Schaukeln der Waggons wiegt mich in einen Nachmittagsschlaf.

7 Tage in Tibet – Himalaya Überquerungs Tour

* brabbl * brabbl * brabbl * Dalai Lama!
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You understand?

Unser Tibet Fremdenführer erklärt uns den Potala Palast.

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Potala Palast in Lhasa

Unser Tibet Fremdenführer kann noch viel an seinem Englisch arbeiten. Zum Glück legen wir keinen Wert auf Dalai Lama Geschichten oder historische Namen. Auf den Guide selbst legen wir auch keinen Wert, aber der ist in Tibet Pflicht.

Seit 2008 sind Individualreisen auf das Dach der Welt nicht mehr möglich. Als Reaktion auf die tibetischen Aufstände zu den olympischen Spielen gibt es Militärpatroullien, Checkpoints, Ausgangssperren und Permits für jeden Ameisenhaufen.

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Greg, unser Fremdenführer und ich vor unserem Landcruiser

Greg und ich buchen also notgedrungen eine organisierte Tibet Tour mit Fremdenführer und Fahrer. Die Anreise machen wir mit der Qinghai-Tibet-Bahn, der höchstgelegenen der Welt. Auf dem “Himmelsweg” rollen wir in 45 Stunden nach Tibet.

Bei der Ankunft am Bahnhof in Lhasa, bekommen wir einen langen, weißen Schal umgelegt, statt einem hawaianischen Blumenkranz. Statt einer braungebrannten, halbnackten Schönheit macht das ein braungebrannter, freundlicher Tibeter.

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Blick auf Lhasa vom Wandertrail

Wir verstehen unseren Fremdenführer zwar schlecht, haben aber großes Glück mit ihm. Er mag Babysitten so wenig, wie wir. So lässt er uns in Lhasa in Ruhe. Nur 2-3 Stunden täglich zeigt er uns obligatorische Sehenswürdigkeiten: Potala, Jokhang, Sera und Norbulingka.

Erst als wir unserem Fremdenführer von unseren Wanderplänen auf einen der umliegenden Berge erzählen, wird er hellhörig:

“You no can do that!”
“Police there waiting!”
“I get overspeed!”

Wir schaffen es endlich ihn zu beruhigen. Als wir wieder alleine sind, gehen wir trotzdem los. Die Wanderung über dem Kloster Sera ist superschön und ziemlich anstrengend auf über 4000m. Statt der Polizei schenkt uns eine sehr freundliche Schulklasse viel Aufmerksamkeit.

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Yak am Yamdrok See

Nach 3 Tagen Hauptstadt fahren Greg und ich weiter zum Yamdrok See und zur zweitgrößten Stadt Shigatse. Tags darauf übernachten wir im Zelt im Everest Base Camp. Zum Schluss überqueren wir den Himalaya ins nepalesische Flachland.

Jeden Tag besuchen wir vorgeplante Sehenswürdigkeiten, halten zu vorgeplanten Fotopausen, und essen vorgeplante Speisen in viel zu teuren Touristen Restaurants. Wir fühlen uns so entmündigt, wie wir es fraglos sind…

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vorgeplante Fotopause am Everest

Während wir im Touristen Restaurant unseren Yak Buttertee schlürfen, essen Fremdenführer und Fahrer unten oder woanders, nur nicht bei uns Touristen. Noch mehr als sonst fühlen wir uns wie dekadente Imperialistenschweine. Für Tibeter sind wir das zweifellos…

Trotzdem genießen wir die Tour in unserem Landcruiser. Bei tibetischer Popmusik aus dem Radio bewundern wir die abwechslungsreichen Berglandschaften des Himalaya. Am Fenster ziehen nomadische Yak-Hirten vorbei und die mit Gebetsfahnen geschmückten Häuser tibetischer Bauern.

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Bauer mit Pferdekutsche

In einer der wenigen Städte auf dem Weg, begrüsst uns die Dorfjugend auf ihren BMX:

Hello! Welcome to Tibet!
What’s your name?


Aber meistens kommen die Kinder mit aufgehaltenen Händen zum Landcruiser gerannt, als ginge es um ihr Leben:

Hello, hello sir!
Money! Money!


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Tibetische Kinder wollen Geschenke

Ihre mittellosen Eltern schuften derweil bei Wind und Wetter auf den Feldern, um ihren kargen Lebensunterhalt als Bauern zu verdienen. Die meisten Tibeter leben in Subsistenzwirtschaft, von der Hand in den Mund. Es ist wie in Deutschland vor einem Jahrhundert.

Am 7. Tag an der Grenze zu Nepal müssen wir nach all der gemeinsamen Zeit unseren Fremdenführer verlassen. Wir haben ihn doch noch liebgewonnen und verabschieden uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auch vom Loose Reiseratgeber für Tibet müssen wir uns verabschieden. Der chinesische Grenzbeamte ist mit einer Kartendarstellung in dem Buch unzufrieden.

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Bauern auf dem Feld

Unser Fazit:
Nach der Transsibirischen Eisenbahn ist Tibet die zweite Ernüchterung auf der Weltreise. Das liegt wie schon bei der Transsib an den hohen Erwartungen durch den übermäßigen Medienrummel um diese Reise. So werden in Scharen betagte europäische Touristen angelockt, die sich ihren Traum von Tibet erfüllen wollen. Für uns Rucksackreisende ist Tibet aber teuer und entmündigend.

Auch ein Muss ist Tibet sicher nicht. Greg meint, dass der an Tibet grenzende Teil von China genauso aussieht, wie das “echte Tibet”. Immerhin liegen Orte wie Litang in Sichuan und Shangri-La in Yunnan auf dem tibetischen Hochplateau. Und das chinesische Essen ist viel würziger!

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Weitere Informationen:

Weltreise Kosten: 27 Tage bis Mongolei = 1000 EUR

Um Geld dreht sich die Welt und teils auch unsere Weltreise.

Ich prahle gerne damit, dass Reisen Geld spart. Um den Worten Taten folgen zu lassen, schreibe ich jeden ausgegebenen Euro mit.

Immer wenn 1000 EUR verbraucht sind, melde ich mich hier.

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2 rosa Scheine haben uns gerade so durch Russland gebracht. Am 27. Tag in der Mongolei war die vierstellige Summe bereits verbraucht. Russland ist eben sehr teuer und Wien und Bratislava erst recht.

Zugegeben, der Transport mit Bahn und Bus hat mit 458 EUR mehr als die Hälfte der Kosten verursacht (in grau). Wir haben auch eine enorme Strecke zurückgelegt.

weltreise eur1000

Lebenshaltungskosten mit Farbwertung (orange: zu viel, rot: viel zu viel - Transportkosten in grau

 
Hier in Asien werden die nächsten 1000 EUR länger reichen.

Die Transsibirische Eisenbahn

In der Transsibirischen Eisenbahn wacht man auf, wenn der Zug anhält.

Das Schwanken der Wagen und das Klacken der Schienen geht in Fleisch und Blut über. Man vermisst es sofort bei einem Halt. Nach 2 Minuten Aufenthalt in einem Weiler irgendwo in Sibirien, setzt die Bahn ihre Reise fort. Man kann weiterschlafen oder noch eine Weile verträumt aus dem Fenster schauen.

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Kurven sind selten

Die Zeit verstreicht in Tagen statt in Stunden und die Zeitzonen wechseln täglich. 5640km haben wir von der insgesamt 9288km langen Transsibirischen Eisenbahn erlebt. Von Moskau hat sie uns nach Ekaterinburg, Novosibirsk, Irkutsk und schließlich Ulan-Ude nahe der Mongolei gebracht. Kurven sind selten und so rollen die Wagen immer gen Horizont. Sibirien ist endlos, endlos!

Sibirien ist auch monoton. Am Fenster fliegen dichte Wälder vorbei und vereinzelte Wiesen. Man sieht die immergleichen Pfade zu den immergleichen Weilern. Brücken über enorme Flüsse bieten wenig Abwechslung. Die Städte in denen wir Halt machen unterscheiden sich hauptsächlich durch die Größe ihrer Lenin Statue.

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Eisenbahnbrücken bieten Abwechslung

Auch der Tagesablauf ist monoton. Laut wikitravel ist “die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn [...] wohl eins der letzten noch existierenden Abenteuer.” In Wahrheit ist eine Straßenüberquerung in der Mongolei abenteuerlicher, als eine Zugfahrt im zivilisierten Russland.

Den eigentlichen Reiz an der transsibirischen Eisenbahn machen die russischen Mitfahrer aus. Wir haben in der Touristenattraktion Transsib mit vielen anderen Ausländern gerechnet. Außer uns sind aber nur Einheimische an Bord.

Die Bewohner des dünn besiedelten Russlands sind äußerst herzliche Menschen und stören sich an keiner Alters-, Sprach-, Kultur- oder Abteilbarriere. Die Aufmerksamkeit, die der ganze Wagen uns Touristen schenkt, ist ebenso liebreizend wie anstrengend.

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Unsere russischen Mitfahrer

3 Streckenabschnitte sind wir im 4er Abteil gefahren. Einmal haben wir unsere rollende Stube mit einer Polizistin und ihrem stets herzlich lachendem Mann geteilt, einmal mit einer sehr heiratswilligen Mutter und ihrer Tochter und einmal mit 2 Großmüttern, sogenannten Babushkas.

Die Babushkas waren unsere ersten Weggefährten und haben uns Anfänger mit großer Begeisterung bemuttert. Und während die beiden in unserem Abteil unser Abendessen vorbereiteten, stand bei den Ingenieuren im Nachbarabteil schon der Vodka bereit.

Russische Bahnfahrer haben nämlich immer Essen und Vodka dabei und zwar genug für alle im Abteil. Wenn doch etwas fehlt, stehen am nächsten Bahnsteig Verkaufsstände bereit. Bedient werden sie vor allem von Babushkas, die den Reisenden Frisches, Verpacktes und Flüssiges anbieten.

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Gut sortierte Verkaufsstände

Für Speis und Trank bedanken wir uns stets mit unseren Geschichten. Ohne Russisch Kenntnisse behelfen wir uns mit Zeichnungen und Gesten, um die einfachsten Auskünfte zu geben. Auch Gregs OhneWörterbuch ist sehr hilfreich.

Wenn man die Transsib machen will, sollte man sich darauf vorbereiten, immer im Mittelpunkt zu stehen. Längere Zeiträume zum Zurückziehen oder die Ruhe ein Buch in die Hand zu nehmen sind selten.

Für Introvertierte ist eine mongolische Strassenüberquerung tatsächlich ein Kinderspiel im Vergleich zur Transsibirischen Eisenbahn…

Baikalsee – 7 nutzlose Fakten

7 nutzlose Fakten zum о́зеро Байка́л:
(Eine Liebeserklärung)


Nutzloser Fakt Nr. 1
Im Winter braucht man kein Boot, um den Baikalsee trockenen Fußes zu überqueren. Die Eisschicht hält sogar Autos.
 
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Nutzloser Fakt Nr. 2
Selbst die Gleise der transsibirischen Eisenbahn hat man einst im Winter wortwörtlich aufs Eis gelegt.
 
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Nutzloser Fakt Nr. 3
Der Baikalsee ist 59 Mal so groß wie der Bodensee und dünn besiedelt.
 

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Nutzloser Fakt Nr. 4
Der See ist arschkalt. Kein Wunder, dass das Schwimmen im Baikal angeblich 10 Jahre jünger macht.
 
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Nutzloser Fakt Nr. 5
Zum Trinken ist das Wasser um so erfrischender.
 
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Nutzloser Fakt Nr. 6
Wer trotzdem schwimmt, kann Höhenangst bekommen, weil der See so klar ist.
 
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Nutzloser Fakt Nr. 7
Auch vom Land ist der Baikalsee wunderschön anzuschauen.
 
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Einige weniger nutzlose Fakten zum Baikalsee gibt es hier.

Per Eisenbahn zum Baikalsee

So weit so gut.

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Per Eisenbahn von Deutschland zum Baikalsee - © 2010 Google

Jetzt brauchen wir erstmal Urlaub (-;

Weltreise: Ekaterinburg & Novosibirsk

Mit 1,3 und 1,5 Mio. Einwohnern sind die sibirischen Großstädte Екатеринбург (Ekaterinburg) und Новосибирск (Novosibirsk) so groß wie München.

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Ekaterinburg: Hochhaus

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Ekaterinburg: "Kirche auf dem Blut"




Aber München ist um einiges sehenswerter. Naja, nach jeweils über 24 Stunden im Zug sind wir bei Abwechslung nicht wählerisch.

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Ekaterinburg: Wasser auf der Strasse

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Ekaterinburg: Wasser im Park




Die Tristesse von Novosibirsk sieht man sogar im Dunkeln.

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Novosibirsk bei Tag

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Novosibirsk bei Nacht




Sehenswürdigkeiten sind der Bahnhof und der asiatisch anmutende Markt.

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Novosibirsk: Bahnhof

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Novosibirsk: Markt




Dafür sind die Einwohner umso netter.
(Couchsurfing)

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Ekaterinburg: Couchsurfing

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Novosibirsk: Couchsurfing

Moskauer Metro – 7 nutzlose Fakten

7 nutzlose Fakten zur метро Москва:
(Eine Liebeserklärung)


Nutzloser Fakt Nr. 1
“Уважаемые пассажиры” heißt “Verehrte Fahrgäste”
und hört sich an, wie der Anfang eines Gedichtes.

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Nutzloser Fakt Nr. 2
Stadtauswärts fahrende Züge haben weibliche Ansagen.
Stadteinwärts fahrende Züge haben männliche Ansagen.
 
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Nutzloser Fakt Nr. 3
Jede 2. Frau trägt schwindelerregende Stöckelschuhe,
trotz schwindelerregend langer Rolltreppen (126m)
 
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Nutzloser Fakt Nr. 4
Die Bücher von Tolstoi und Dostojewski sind so ausschweifend,
weil jeder 4. Russe in der Metro liest (meistens E-Books)
 
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Nutzloser Fakt Nr. 5
In der ehemaligen Hauptstadt des Kommunismus
kann man fast alles in der Metro kaufen
 
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Nutzloser Fakt Nr. 6
Polizisten sind immer zu viert
und auch nur Menschen
 
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Nutzloser Fakt Nr. 7
Die Moskauer Metro steht als Highlight in jedem Reiseführer
 
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Unglaublich schöne Bilder von der Moskauer Metro gibt es bei beeflowers.

Die Gedichtansage, die mir so gefällt kann man im Eisenbahnsimulator Trainz bei YouTube hören.
(~2:34: Uvazhaemye passazhiry)

Zugfahrt nach Moskau: 44 Stunden

Bahn zu fahren, was liegt näher.
bloß nach Stunden nimmer mehr.

Es wackelt hin, es wackelt her,
nach einer Nacht fällts halb so schwer.

ukraine kabine

Auf 5 qm

ukraine blicknachvorn

Richtung Moskau

Immer Nachts klopft uns der Waggon-Papa aus dem Schlaf. Wir haben die Grenze erreicht. Immer Nachts kommen die Männer, Frauen und Schäferhunde in ukrainischer oder russischer Uniform.

Es sind bange und lange Minuten, wenn Grenzbeamte mit grimmiger Miene unsere Papiere im Neonlicht durchblättern. Abschließend bekommen wir einen prüfenden Blick in unsere müden Gesichter, in unsere vom Adrenalin geweckten Augen.

Endlich klackt der Stempel in den Reisepass und die Stiefelpaare klacken militärisch ein Abteil weiter. Der Zug kann bald weiterfahren, zumindest in Russland. In der Ukraine braucht die Spurumstellung auf breite Gleise noch gute 2 Stunden.

ukraine spurwechsel

Zwischenstop - Spurwechsel zwischen Slowakei und Ukraine

Fast 2 Tage sind wir in unserem Schlafwagen unterwegs. Der sogenannte Kurswagen hängt ab Bratislava mal an diesen, mal an jenem Zug. Wie ein Anhalter fahren wir Schritt für Schritt Richtung Moskau.

Nach einiger Zeit gewöhnt man sich an 5 Quadratmeter, fehlendes Internet, viel Rangieren, viel Stillstand, keine Dusche, schlechter werdende Gleise und wenig zimperliche Zugbegleiter.

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Zwischenstop - Irgendwo in der Ukraine

Wer einen russischen Kurswagen bucht, bucht nämlich einen Waggon-Papa und eine Waggon-Mama dazu. Die Mama bringt uns Bettwäsche, macht uns Kaffee und Tee und zeigt uns was für Snacks wir für 20 Rubel bekommen.

Der Papa füllt mit uns viele, viele Immigrationspapiere aus, genehmigt Kurzaufenthalte bei Zwischenstops und ermahnt uns, wenn wir mit unseren slowakischen Mitreisenden im nächsten Abteil auf sein Wohl trinken.

ukraine zugbegleiter

Unser Waggon Papa lässt niemanden so einfach herein

Das war ein wunderschönes Abenteuer.
Es war der Auftakt zur transsibirischen Eisenbahn. In 3 Tagen fahren wir weiter von Moskau nach Ekaterinburg.
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