Systemkamera und DSLR mit Festbrennweite im Reise-Check: Gewicht, Preis und Qualität

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Festbrennweiten sind die ultimativen Reise-Objektive:

  • beste Schwachlicht-Leistung
  • hervorragende Bildschärfe
  • superschneller Autofocus
  • sehr leicht
  • sehr klein

Teuer müssen sie auch nicht sein. Einige Festbrennweiten gibt es schon für 200 Euro oder weniger, mit optischen Eigenschaften, von denen ein Zoom für 1.000 Euro nur träumen kann.

Wo ist also der Haken?

zooms

Ein schwerer Zoom muss nicht sein

Festbrennweite heißt feste Brennweite

Festbrennweite heißt, dass Du nicht zoomen kannst. Du kaufst ein Objektiv mit einem festen Zoomfaktor, der sich niemals verändert. Um zu zoomen bleibt Dir nichts anderes übrig als das Objektiv zu wechseln. Alternativ musst Du „mit den Füssen“ zoomen, also näher rankommen oder weiter weg gehen. Das ist leider nicht möglich ohne die Perspektive zu verändern und viel zu oft ist es gar nicht möglich.

Schock, kein Zoom!?

Wenn Dich das schockiert, geht es Dir wie mir. Ich konnte mich noch nie dazu durchringen nur mit Festbrennweiten auf Reise zu gehen. Aber es gibt Fotografen, die verwenden ausschließlich Festbrennweiten und es gibt sogar teure Kameras, die haben nur einen Zoomfaktor, ganz ohne Möglichkeit das Objektiv zu wechseln, z.B. die Fuji X100 und die Sony RX1.

Abkürzung

Digitale Kameras sind ein umfangreiches Thema und entsprechend lang ist dieser Artikel. Wenn Dir die Erklärungen egal sind und Du einfach nur wissen willst, welche Kameras für längere Reisen besonders geeignet sind, dann springe direkt zum

oder gleich

Digitaler Zoom

Du kannst natürlich immer digital zoomen. Das bedeutet nichts anderes, als nur einen Ausschnitt des gesamten Bildes zu verwenden. Dadurch wird die Qualität schlechter und der Schwachlicht-Vorteil geht verloren.

Festbrennweiten haben aber grundsätzlich bessere optische Eigenschaften für eine bessere Bildqualität. Darum ist ein „digitaler Zoom“ von 70-50% des Bildausschnitts oft nicht maßgeblich schlechter, als wenn Du mit einem Standard-Zoom optisch zoomst. Selbst Standard-Zooms bieten aber mehr einen 3x Zoom-Bereich, also mehr Zoom-Reichweite als nur 70-50% des Bildausschnitts.

Für digitales Zoomen sind mehr Megapixel erforderlich, denn Du brauchst um z.B. einen 50% Bildausschnitt mit 8 Megapixel aufzulösen im Originalbild 16 Megapixel Auflösung. Keine Sorge, die meisten aktuellen Kameras haben 16 oder mehr Megapixel.

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DSLR & Systemkamera je mit Zoom und Festbrennweite © camerasize.com

Vorteil bei Größe und Gewicht

Festbrennweiten sind üblicherweise kleiner und leichter als Zoom-Objektive. Für Systemkameras gibt es einige sogenannte „Pfannkuchen“-Linsen, die manchmal nicht breiter als ein Pfannkuchen sind und weniger als 100g wiegen. Zur Veranschaulichung kannst Du auf camerasize.com einen Vergleich von DSLR mit Zoom und Festbrennweite und von Systemkamera mit Zoom und Festbrennweite ansehen.

Bildstabilisatoren

Ich kenne keine Festbrennweite mit einem Bildstabilisator. Bildstabilisatoren helfen etwa 3-4 Stops gegen Verwackeln. Festbrennweiten mit f/1,4-f/2,0 sind 2-3 Mal so lichtstark wie Zooms mit f/3,5. Deswegen verwackelt eine Festbrennweite ironischerweise doppelt so schnell, als ein Zoom-Objektiv mit Bildstabilisator! Gegen Bewegungsunschärfe und Bildrauschen hilft aber nur die lichtstarke Festbrennweite, ein Bildstabilisator oder Stativ richtet da nichts aus.

Beliebte Festbrennweiten

Beliebte Festbrennweiten haben 30mm, 50mm und 80mm Brennweite äquivalent Kleinbildformat. Das Weitwinkel-Objektiv mit ca. 30mm ist das am flexibel einsetzbarste Objektiv und absolut unverzichtbar für Architektur- und Landschaftsaufnahmen. Du kannst zur Not mit dem Weitwinkel-Objekitv digital Zoomen, aber ohne WW-Objektiv kannst Du viele Aufnahmen gar nicht erst machen.

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vlnr: Festbrennweite ohne Stabilisator, Zoom mit Stabi

Erfahrungswerte zu Festbrennweiten

Unter den deutschen Reisebloggern kenne ich nur Simon von umdieweltreise, der ausschließlich mit 3 Festbrennweiten reist. Er ist von den Festbrennweiten und seiner Fuji X-Pro begeistert.

Er meinte, dass die meisten seiner Weltreise Bilder mit dem Weitwinkel-Objektiv entstanden sind, etwa mit folgender Frequenz:

  1. 35mm: 60%
  2. 53mm: 30%
  3. 90mm: 10%

Entsprechend würde Simon am ehesten auf das Tele Objektiv 90mm und danach auf das Normal-Objektiv 53mm verzichten, aber das Weitwinkel-Objektiv unbedingt behalten.

Spezielle Kameras nur für Festbrennweite

Es gibt neben Kameras mit austauschbaren Festbrennweiten auch Kameras, die keinen Objektivtausch erlauben und nur eine Festbrennweite mit nur einem Zoomfaktor anbieten. Bekannte Vertreter dieser Nische sind die Fuji X100, die Sony RX1 und die Ricoh GR, sowie das neue Cameraphone Panasonic CM1.

Diese Kameras bieten alle einen Zoomfaktor von entweder 28mm oder 35mm äquivalent Kleinbildbereich. Also auch die Hersteller setzen unisono auf den Weitwinkelbereich um die 30mm Brennweite.

tiefenunschaerfe

Festbrennweiten sind top für selektive Tiefenschärfe

4 Strategien für Festbrennweiten

Wir können bei Beibehaltung der 30er Brennweite also 4 Strategien zur Ausrüstung mit Festbrennweiten unterscheiden, die unterschiedlich teuer, unterschiedlich schwer und unterschiedlich flexibel einsetzbar sind:

  1. 30mm & 50mm & 80mm: Weitwinkel, Normal und Tele
  2. 30mm & 50mm: Weitwinkel und Normal
  3. 30mm & 80mm: Weitwinkel und Tele
  4. 30mm: nur Weitwinkel

Welche Kamerasysteme welcher Hersteller sind für welche Strategie am besten?

Referenzkamera

Im Anschluss findest Du Kennwerte vieler aktueller Kamerasystemen kategorisiert nach der Festbrennweiten-Strategie. Um den Vergleich einfacher und anschaulicher zu machen, wird auf absolute Werte wie Blende verzichtet und alle Werte werden relativ in Prozent oder als Faktor zu einer Referenzkamera angegeben. Die Referenzkamera hat folgende Kennzahlen:

Unsere Referenzkamera

  • Sensor Crop-Faktor: 1,5x (APS-C)
  • Sensor Low-Light ISO (DXOMark): 1000
  • Objektiv Brennweite: 18mm-55mm
  • Objektiv Blende: f/3,5-f5,6
  • Gewicht: 500 g

Woher die Zahlen kommen und wie alles berechnet wird, erfährst Du in der technischen Erklärung zu Kennzahlen und Formeln.


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Tanz in die Nacht: Schwachlicht-Leistung!

Kameravergleich Schwachlicht-Effizienz

Wir schauen uns aktuelle Kameramodelle von namhaften Herstellern an, die die Verwendung von Festbrennweiten erlauben. Wir prüfen, wie gut sich die Kameras bei Schwachlicht verhalten, also alles was uns in erster Linie interessiert ist die Quantenausbeute / Lichtausbeute des Gesamtsystems mit Objektiv.

Warum Schwachlicht?

Schlechte Lichtverhältnisse sind häufige Ursache, warum Bilder nichts werden und für viele Menschen der Hauptgrund überhaupt eine dedizierte Kamera zu kaufen, statt Fotos mit dem Handy zu machen. Du findest im Anschluss Zahlen für die optische Licht-Effektivität, die digitale Licht-Effektivität und die gesamte Licht-Effektivität einer Kamera. Wo die Kennzahlen herkommen steht in der technischen Erklärung zu Formeln und Kennzahlen.

Kennzahlen

Größere Prozentzahlen sind immer besser. Eine Angabe von 200% bedeutet, die Kamera ist bei der entsprechenden Kennzahl doppelt so gut, wie die Referenzkamera. Eine Angabe von 50% bedeutet, die Kamera ist nur halb so gut, wie die Referenzkamera.

Gewicht

Auch das Gewicht ist als Faktor im Vergleich zur Referenzkamera angegeben. Eine Kamera mit 0,5x ist halb so schwer wie die 500g schwere Referenzkamera und eine Kamera mit 2,0x ist doppelt so schwer.

Preis

Nur der Preis ist absolut in Euro angegeben. Euro-Preise vergleichen haben wir alle gelernt, f-Zahlen vergleichen nur die wenigsten von uns…

1. Strategie mit 3 Festbrennweiten

Um den fehlenden Zoom auszugleichen, kannst Du auf möglichst viele Festbrennweiten setzen. Für unseren Zoom-Zielbereich für Reisefotografie heißt das die 3 beliebten mit 30mm, 50mm und 80mm äquivalent Kleinbildformat.

Kamera Brennweite Preis Gewicht Licht Weit Licht Normal Licht Tele
Fujifilm XA-1 35/53/84 mm 2.430 € 1,8x 768% 1089% 2247%
Nikon D3300 30/53/75 mm 1.380 € 2,4x 568% 906% 1230%
Olympus E-PM2 28/50/90 mm 1.560 € 1,4x 428% 580% 976%
Samsung NX3000 24/45/68 mm 1.050 € 1,1x 183% 434% 762%
Sony NEX-5 24/53/75 mm 1.120 € 1,5x 159% 664% 902%
Nikon 1 J1 27/50/86 mm 1.188 € 1,2x 58% 231% 845%
Fazit 3 Festbrennweiten

Mehr als 1.000 Euro musst Du bei jedem Hersteller investieren für die 3 Festbrennweiten. Die Schwachlicht-Leistung enttäuscht selbst dann noch bei 3 von 6 Kameras. Vor allem im Weitwinkel-Bereich gibt es für 3 Systeme keine bezahlbaren lichtstarken Objektive.

Weitwinkel Objektive werden vor allem für Landschaft und Architektur verwendet. Das sind Motive bei denen meistens ausreichende Beleuchtung herrscht. Es kommt also nicht so sehr auf Schwachlicht-Leistung an. Trotzdem finde ich, dass man für den Verzicht auf einen Zoom auch beim Weitwinkelbereich belohnt werden muss.

Die beste Figur machen die µ4/3 Festbrennweiten von Olympus und Panasonic, hier einer der günstigsten und kleinsten Bodies mit gutem Sensor, die Olympus E-PM2 mit 28mm, 50mm und 90 mm äquivalenter Brennweite. Die Nikon D3300 ist leider einfach zu schwer und die Fuji XA-1 viel zu teuer für eine Reisekamera.

2. Strategie mit 2 Festbrennweiten: Weitwinkel und Normal

Um Geld, Gewicht und Nerven beim Objektiv Wechseln zu sparen, kannst Du auf die wahrscheinlich am wenigsten verwendete Tele-Festbrennweite einfach verzichten, also nur 30mm und 50mm verwenden.

Kamera Brennweite Preis Gewicht Licht Weit Licht Normal
Fujifilm XA-1 35/53 mm 1.700 € 1,6x 768% 1089%
Sony A7 35/55 mm 2.880 € 1,7x 430% 1519%
Nikon D3300 30/53 mm 1.190 € 2,0x 568% 906%
Olympus E-PM2 28/50 mm 1.300 € 1,2x 428% 539%
Samsung NX3000 24/45 mm 670 € 0,9x 183% 434%
Sony NEX-5 24/53 mm 870 € 1,1x 159% 664%
Nikon 1 J1 27/50 mm 463 € 0,8x 58% 231%
Fazit 2 Festbrennweiten: Weitwinkel und Normal

Das Weglassen des Telebereichs macht leider weder bei der Olympus noch bei der Nikon einen großen Preisunterschied. Preislich attraktiv schaut mit dieser Strategie die Samsung NX3000 mit 24mm und 45mm Brennweiten äquivalent Kleinbild aus. Die Schwachlichtwerte der Samsung können aber nicht wirklich überzeugen.

3. Strategie mit 2 Festbrennweiten: Weitwinkel und Tele

Statt auf die Festbrennweite im Telebereich zu verzichten, kannst Du auch auf die Festbrennweite im Normalbereich verzichten, also nur 30mm und 80mm verwenden.

Kamera Brennweite Preis Gewicht Licht Weit Licht Tele
Fujifilm XA-1 35/84 mm 1.850 € 1,4x 768% 2247%
Nikon D3300 30/75 mm 1.210 € 2,0x 568% 1230%
Olympus E-PM2 28/90 mm 1.160 € 1,0x 428% 976%
Canon EOS-M 35/80 mm 620 € 1,4x 310% 778%
Samsung NX3000 24/68 mm 800 € 1,0x 183% 762%
Sony NEX-5 24/75 mm 720 € 1,1x 159% 902%
Nikon 1 J1 27/86 mm 1.025 € 1,1x 58% 845%
Fazit 2 Festbrennweiten: Weitwinkel und Tele

Auch das Weglassen der Normal-Brennweite macht leider kaum einen preislichen Unterschied bei Nikon und Olympus. Die teuersten Festbrennweite ist bei beiden Herstellern das Weitwinkelobjektiv.

Der beste Deal ist mit dieser Strategie die Canon EOS-M, die Systemkamera von Canon. Die EOS-M wird für 530 Euro als Kit mit einer 22mm Weitwinkel Festbrennweite angeboten (35mm KB äqu.) und zusätzlich einem Adapter für den normalen Canon Anschluss.

Dieser Adapter versteht sich als Einladung die 50mm Festbrennweite mit Blende f/1,8 für unter 100 Euro zu kaufen (80mm KB äqu.). Das sind also 2 sehr gute Festbrennweiten mit Kamera für unter 650 Euro!

4. Strategie mit 1 Festbrennweite: Weitwinkel

Besonders leicht, preislich interessant und unkompliziert ohne Objektivwechsel, ist das Verwenden von nur einer Festbrennweite, dem 30mm Weitwinkel. Hier kommen auch die speziellen Nischenkameras mit nur einem fixen Objektiv dazu.

Kamera Brennweite Preis Gewicht Licht
Sony RX1 35 mm (fix) 2.350 € 1,0x 954%
Fujifilm XA-1 35 mm 1.120 € 1,3x 768%
Nikon D3300 30 mm 1.020 € 1,6x 568%
Sony A7 35 mm 1.920 € 1,2x 430%
Olympus E-PM2 30 mm 900 € 0,8x 428%
Fujifilm X100 35 mm (fix) 750 € 0,9x 375%
Fujifilm X-A1 27 mm 800 € 0,9x 311%
Canon EOS-M 35 mm 470 € 0,8x 310%
Olympus E-PM2 28 mm 580 € 0,6x 188%
Samsung NX3000 24 mm 420 € 0,7x 183%
Sony NEX-5 24 mm 470 € 0,7x 159%
Ricoh GR 28 mm (fix) 640 € 0,5x 156%
Panasonic CM1 28 mm (fix) 900 € 0,4x 83%
Nikon 1 J1 27 mm 300 € 0,6x 58%
Fazit 1 Festbrennweite: Weitwinkel

Auch mit nur einer Festbrennweite müsstest Du mindestens 750 Euro ausgeben um eine akzeptable Schwachlicht-Leistung zu erreichen. Für das Geld würdest Du aber auch den Sieger der Zoom-Wertung Panasonic Lumix LX100 bekommen, mit 296% Lichtausbeute. Um diese Schwachlicht-Leistung zu verdoppeln müsstest Du mehr als 1100 Euro für die Fuji mit 768% Lichtausbeute auf den Tisch legen.

Fazit Festbrennweite

Was die Schwachlicht-Leistung angeht, lohnt es sich anscheinend nicht mehr auf Festbrennweiten zu setzen. Du müsstest deutlich mehr als 1.000 Euro ausgeben, um Dir auch nur eine der phänomenalen Fuji Festbrennweiten leisten zu können, die die Lichtausbeute der Zoomkamera Lumix LX100 zumindest verdoppeln. Für 3 Fuji Festbrennweiten plus Kamera wären sogar gut 2.500 Euro fällig.

Ich würde es nicht empfehlen so eine teure Kamera auf eine lange Reise mitzunehmen, außer Dir macht es nichts aus unter Umständen die Kamera auf eigene Kosten nachzukaufen oder die Ausrüstung angemessen und umfangreich zu versichern. Es ist bei einer Rucksackreise nicht die Frage, ob die Kamera kaputt geht oder abhanden kommt, sondern wann das passiert.

Preis-Leistung

Vom Preis-Leistungsverhältnis hat sich leider keine Kamera in keiner Kategorie wirklich herauskristalisiert. Entweder die Objektive sind sehr gut und sehr, sehr teuer wie bei der Fuji oder gut und sehr teuer wie bei der Olympus. Alleine die Canon EOS M versucht zumindest sowohl mit Leistung, wie auch mit dem Preis zu überzeugen, aber ein Schnäppchen ist das mit mehr als 600 Euro auch nicht. Für ein paar Euro mehr bekommst Du schon die Zoom-Kamera Lumix LX100.

Bildqualität

Festbrennweiten haben nicht nur bei schlechten Lichtverhältnissen Vorteile, sie bieten auch eine bessere Bildqualität, vor allem was Randschärfe, Verzerrungen und Aberrationen angeht. Für meine Zwecke reicht mir die Bildqualität eines Zooms völlig aus, aber wenn Du wert auf z.B. Randschärfe legst oder riesige Ausdrucke anfertigen willst, dann führt an Festbrennweiten kein Weg vorbei.

Die besten Reisekameras mit Festbrennweite 2014

Meine Empfehlungen für die besten Reisekameras mit Festbrennweite sind nach der Fotokina 2014 folgende 3 Modelle, je nachdem wie groß Dein Budget ist:

  1. canoneosmCanon EOS M mit 22m f/2,0 und 50mm f/1,8
    [+] leicht und kompakt
    [+] mit 2 oder 1 Festbrennweite interessant

    [-] ohne Sucher
    [-] nur Aufsteckblitz

  2. olympus_pm2Olympus PEN E-PM2 mit 15mm f/1,7, 25mm f/1,8 und 45mm f/1,8

    [+] leicht und kompakt
    [+] mit 3, 2 oder 1 Festbrennweite interessant

    [-] teuer
    [-] ohne Sucher
    [-] nur Aufsteckblitz

  3. nikond3300amazonFujifilm X-A1 mit 23mm f/1,4, 35mm f/1,4 und 56mm f/1,2

    [+] sehr lichtstark
    [+] sehr gute selektive Tiefenschärfe
    [+] leicht und kompakt
    [+] mit 3, 2 oder 1 Festbrennweite interessant

    [-] sehr teuer
    [-] ohne Sucher

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  1. Alexander says:

    Ich habe auf meinen letzten drei Reisen (jeweils einen Monat) nur das Panasonic 20mm/1.7 und das Olympus 45/1.8 für meine MFT Kamera dabei gehabt (mit Faktor 2 multiplizieren für Kleinbildbrennweite). Das war zwar teilweise etwas umständlich und manchmal habe ich mir mehr Flexibilität gewünscht, trotzdem sind dabei so gute Bilder rausgekommen, die man mit einem Kitobjektiv nicht hinbekommt, dass ich es wieder so machen würde. Gerade das 20mm von Panasonic ist ideal um Abends auf Märkten zu fotografieren oder die nächtliche Stimmung in Städten festzuhalten (ohne störenden/aufdringlichen Blitz!).
    Allerdings: Vor unserer aktuellen Reise (Indonesien) hat sich meine Freundin auch eine MFT-Kamera gekauft, die Panasonic G6 mit Kit-Objektiv und dazu das 45-200er Tele von Panasonic. Das Gespann halte ich ist in Kombination mit meiner 20er Festbrennweite für ideal, wenn man ambitioniert fotografieren möchte, es deckt wirklich sehr viele Situationen ab. Wir haben schon tolle Fotos gemacht, zB in Gunung Leuser Nationalpark, wo es ohne Tele wirklich schade gewesen wäre. Und das Gewicht ist bei MFT wirklich gering.

    Antworten
  2. Simon says:

    Florian, das war mal wieder ein guter, ausführlicher Artikel in Flocutus Qualität.

    Ich habe mit Festbrennweiten gute Erfahrungen gemacht. Auf meiner Weltreise hatte ich mit meiner Pentax K5 neben einem 18-135mm Zoom (spritzwasser- und staubgeschützt) insgesamt vier Festbrennweiten dabei, wovon drei aus der hervorragenden und extrem kompakten und leichten Pentax DA Limited Serie waren: 15mm/4, 40mm/2.8 und 70mm/2.4. Zudem ein manuelles und günstiges Samyang 8mm Fisheye. Ich hatte also insgesamt 5 Objektive dabei, aber alles hat in eine kleine Fototasche reingepasst (ein 90er Makro, das ich anfangs dabei hatte, habe ich bald wieder nach Hause geschickt).

    Für mich war das eine perfekte Kombination, weil:
    – zwar nicht so leicht wie eine Systemkamera mit 1 oder 2 Objektiven, dafür aber immer noch gut tragbar und die Fototasche ließ sich neben Wasserflasche und Regenjacke bequem in einem Daypack verstauen
    – deckt alles ab: Zoom für alle möglichen Situationen (am meisten genutzt), Festbrennweiten für Daytrips mit besonders leichtem Gepäck (40mm DA Limited Pancake) oder für sehr gute Bildqualität
    – Fisheye für interessante Perspektiven und enge Räume, wie Tempel – zunächst zum Ausprobieren gebraucht gekauft, ist es für mich inzwischen ein Immerdabei geworden
    – die Objektive sind alle keine Lichtmonster, aber durch die guten ISO-Leistungen der heutigen Kameras ist das auch nicht mehr nötig.
    – vor allem: Festbrennweiten helfen tatsächlich, sich mehr auf das Fotografieren, als auf das Knipsen zu konzentrieren :)

    Wenn ich etwas zuhause lassen würde, wäre es das 70er, was zwar von der optischen Leistung her kaum zu schlagen ist, welches ich aber nur sehr selten benutzt habe.

    Übrigens habe ich jedes einzelne Stück gebraucht über ein Fotoforum gekauft und damit nur gute Erfahrungen gemacht. So habe ich insgesamt nicht allzuviel Geld ausgegeben und hatte trotzdem eine relativ kompakte und vor allem qualitativ hochwertige Ausrüstung für alle Einsatzzwecke dabei.

    Antworten
    • Flocutus-Qualität, hehe danke!

      Darf ich Deine Erfahrungen zusammenfassen:
      1. Das Samyang Fisheye 8mm, das für fast alle Kameras verfügbar ist, ist tatsächlich nützlich trotz manueller Fokussierung
      2. 105mm Festbrennweite (KB äqu.) ist eher unnötig
      3. trotz 23mm und 60mm Festbrennweiten (KB äqu.) wolltest Du auf den Zoom nicht verzichten.
      4. Gebraucht kaufen im Foto-Forum spart viel Geld

      Mich überrascht 1. am meisten!

  3. Chris says:

    Ich bin mit der Fuji X-Pro1, 14mm und 35mm (+ 8x ND Filter) unterwegs und damit sehr glücklich. Dazu kommt manchmal noch das 50-230mm mit. Die Komposition meiner Bilder ist seitdem ich kein Standart-Zoom mehr benutze wesentlich besser geworden. Früher habe ich viel gezoomt, geknipst, fertig. Nun muss ich mich mehr mit der Umgebung beschäftigen um den richtigen Ausschnitt zu finden. Dadurch nehme ich aber auch das eigentlich wichtige, das Motiv, intensiver wahr.

    Mein persönlicher Preis- und Gewichtstipp ist aber die X-M1 mit Doppelkit 16-50mm und 50-230mm und dazu eine Festbrennweite 27mm bzw. 35mm. Ersteres hat ein Gesamtgewicht von ca. 1kg und ist für unter 1000€ zu haben. Qualität reicht für locker für Stockfotografie aus.
    Hohe Lichtstärken im niedrigen Brennweitenbereich sind gut durch den Stabilisator kompensierbar, sofern sich das Motiv nicht bewegt. Im hohen Brennweitenbereich ist die Tiefenschärfe so gering, dass man sowieso abblenden muss.

    Antworten
    • Hi Chris, danke für Deine Erfahrungen zu den Festbrennweiten. Wie oft benutzt Du denn das 50-230 Superzoom? Ist das eher für Spezialanwendungen oder auch für den Alltag?

  4. Peter Knechtges says:

    Fujifilm X-A1 mit 23mm f/1,4, 35mm f/1,4 und 56mm f/1,2
    Hallo aus Morsbach,
    ich frage mich, wer auf Rucksackreisen wirklich ein 56mm mit f/1:1,2 für 970 EUR braucht?
    In dieser Zusammenstellung ergibt die Kombi auch 1222 g Gesamtgeswicht.
    Für mich wäre bei dieser Kamera das 18-55mm eine Alternative, kostet dann alles weit unter 700 EUR, das Gesamtgewicht wäre dann 660g und die Optik hat ziemlich gut abgescnitten.
    Die sicher wenigen Mondscheinfotos muss man dann mit höherer Iso und dem Stabi bewältigen.
    http://www.photozone.de/fuji_x/783-fuji1855f284?start=2
    Gruß
    Peter

    Antworten
    • Hallo Peter,

      die Zoom-Variante habe ich in dem Zoom-Objektiv Artikel behandelt. Die Fujifilm XE-1 schneidet auch im Vergleich mit anderen APS-C gut ab

      Aber für den Preis bekomme ich auch eine Panasonic LX-100 mit besseren optischen und nur leicht schlechteren digitalen Eigenschaften.

      Ich erwarte nicht wirklich, dass ein Backpacker außer Simon die teuren Fuji Objektive kauft. Die Fujis sind aus dem gleichen Grund im Vergleich, wie die Sony A7 im Zoom Artikel, um zu sehen, was möglich ist.

      Danke für die Korrektur des Gewichts, besser ich aus.

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