Heilfroh war ich vor zwei Semestern, als das Einsteigerpraktikum Physik endlich geschafft war. Bis zu vier Stunden vor einem Versuch sitzen und nix funktioniert auf Anhieb. Am Tag davor schon mindestens vier Stunden Vorbereitung in der Bib wegen dieser lächerlichen Abfrage. Und damit nicht genug, war der Versuch erst einmal vorbei kam die Nachbereitung. Jeden Ausschlag am Oszi mussten mein Praktikumspartner und ich peinlichst genau und mit Sonntagsschrift im Protokollheft dokumentieren. Mit Fehlerrechnung zu jedem einzelnen Messwert natürlich.
Heute nun steh ich wieder hier bei den Versuchstischen, aber diesmal bin ich der Chef. Ich weiß Bescheid, ich mach die Abfragen, ich bin die Respektsperson, ich bin Betreuer! Mein Kumpel Marc hat sich schon letztes Semester dafür gemeldet, angeblich wegen der Wiederholung des Stoffes. Jedes Mal, wenn wir seitdem weggehen kennt er mindestens eine hübsche Lehrämtlerin. Die stellt er mir dann vor als Teilnehmerin beim letzten Physik Praktikum nur um den Rest des Abends alleine mit ihr zu quatschen.
Klar, daß ich dieses Semester nicht lange gefackelt habe! Das Atomphysikmodul heute belegen zwar keine hübschen Lehrämtlerinnen, aber um so mehr Chemikerinnen, hübsche natürlich auch. Besonders die Blonde bei Versuch 29 am Fenster. Die hat mich vorhin bei der Abfrage ziemlich sicher angezwinkert. Darum gehe ich nun als hilfsbereiter Betreuer um bei ihr nach dem Rechten zu sehen.
In betont lässigem Gang verharre ich noch außer Sichtweite, als ich Gesprächsfetzen höre. Vielleicht erfahre ich was Privates um daran anzuknüpfen. Und tatsächlich erzählt die Blonde von vergangenem Wochenende. Bewegungslos an die Wand gelehnt lausche ich wie es am Samstag Abend auf dem Boot war und wie am Sonntag beim Minigolfen. Das wird ein Kinderspiel, ich muss nur anbringen, wie gern ich Minigolf spiele, dazu daß wir spielen kommts eh net. Offenbar ist ihre Partnerin von den Ausführungen meiner Blonden genauso angetan wie ich, denn außer Papiergeraschel und dem Geigerzählertacken im Hintergrund ist weiter nichts zu hören. Als ich der Meinung bin genug zu wissen und meinen großen Auftritt beginnen will kommt ihre Partnerin doch noch zu Wort:
“Verdammt noch Mal, hör endlich auf mich zu bremsen!”
Die Blonde verstummt abrupt, nur noch der Geigerzähler tackt. Und mit jedem weiteren Teilchen, daß von dem Gerät registriert wird, ziehe ich mich leise einen Schritt in Richtung Betreuerraum zurück.
*tack* *tack*
*tack* *tack* *tack*
*tack*
Heute nun steh ich wieder hier bei den Versuchstischen, aber diesmal bin ich der Chef. Ich weiß Bescheid, ich mach die Abfragen, ich bin die Respektsperson, ich bin Betreuer! Mein Kumpel Marc hat sich schon letztes Semester dafür gemeldet, angeblich wegen der Wiederholung des Stoffes. Jedes Mal, wenn wir seitdem weggehen kennt er mindestens eine hübsche Lehrämtlerin. Die stellt er mir dann vor als Teilnehmerin beim letzten Physik Praktikum nur um den Rest des Abends alleine mit ihr zu quatschen.
Klar, daß ich dieses Semester nicht lange gefackelt habe! Das Atomphysikmodul heute belegen zwar keine hübschen Lehrämtlerinnen, aber um so mehr Chemikerinnen, hübsche natürlich auch. Besonders die Blonde bei Versuch 29 am Fenster. Die hat mich vorhin bei der Abfrage ziemlich sicher angezwinkert. Darum gehe ich nun als hilfsbereiter Betreuer um bei ihr nach dem Rechten zu sehen.
In betont lässigem Gang verharre ich noch außer Sichtweite, als ich Gesprächsfetzen höre. Vielleicht erfahre ich was Privates um daran anzuknüpfen. Und tatsächlich erzählt die Blonde von vergangenem Wochenende. Bewegungslos an die Wand gelehnt lausche ich wie es am Samstag Abend auf dem Boot war und wie am Sonntag beim Minigolfen. Das wird ein Kinderspiel, ich muss nur anbringen, wie gern ich Minigolf spiele, dazu daß wir spielen kommts eh net. Offenbar ist ihre Partnerin von den Ausführungen meiner Blonden genauso angetan wie ich, denn außer Papiergeraschel und dem Geigerzählertacken im Hintergrund ist weiter nichts zu hören. Als ich der Meinung bin genug zu wissen und meinen großen Auftritt beginnen will kommt ihre Partnerin doch noch zu Wort:
“Verdammt noch Mal, hör endlich auf mich zu bremsen!”
Die Blonde verstummt abrupt, nur noch der Geigerzähler tackt. Und mit jedem weiteren Teilchen, daß von dem Gerät registriert wird, ziehe ich mich leise einen Schritt in Richtung Betreuerraum zurück.
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