Nord-Patagonien: 9 lohnenswerte Reiseziele in Chile und Argentinien

Patagonien ist der Südzipfel der Welt und gilt als teuer und mühsam zu erreichen. Aber Du musst nicht bis in den Süden nach Feuerland fahren um großartige Natur zu sehen.

10 lohnenswerte Reiseziele liegen in Nordpatagonien, einen kurzen Nachtbus von Santiago de Chile entfernt.

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Arco Iris, Cochamó

Süd-Patagonien, Sehnsuchtsziel für Naturliebhaber

Ushuaia in Feuerland ist eine der südlichsten Städte der Welt und ziemlich schwer vom Rest von Chile oder Argentinien zu erreichen:

  • Für knapp 3.000km vom nördlichen Ende bis zum südlichen Ende Patagoniens auf der Schotterstrasse Ruta 40 in Argentinien braucht ein Bus ca. 50 Stunden reine Fahrzeit. (Quelle: Rome2Rio)
  • Die Fähre von Puerto Montt nach Puerto Natales und weiter von Punta Arenas nach Puerta Williams südlich von Ushuaia auf chilenischer Seite benötigt ca. 80 Stunden reine Fahrzeit. (Quelle: Rome2Rio)

Selbst wenn Du es bereits nach Patagonien geschafft hast, liegt die große „Tortour“ noch vor Dir. Aber was hat eigentlich Nord-Patagonien zu bieten?

Nord-Patagonien, die ersten in der Natur

Patagonien ist viel mehr als nur Feuerland im fernen Süden. Selbst an Patagoniens nördlichster Spitze ist die Landschaft spitze.

Wenn Du keine Lust auf lange Busfahrten oder teure Flüge hast, schau Dir die folgenden 9 Ziele in Nordpatagonien an, teilweise nur 10 Stunden Busfahrt von Santiago de Chile entfernt.

Gastautoren
Ich war mehr als 3 Monate in Nord-Patagonien, aber unter dem Motto „Langsam Reisen“. Bei nur 6 besuchten von 10 empfohlenen Zielen, habe ich 2 weitere Langsamreise-Experten gefragt, die auch einige Monate in Nordpatagonien verbracht haben:

Zusammen kommen ulmi, Hendrik und ich (Florian) auf 9 lohnenswerte und 1 überbewertetes Reiseziel. Die Orte sind von Norden nach Süden geordnet, nicht nach Priorität.

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Vulkansand-Strand von Pucón

Pucón und Villarica, Chile

von Florian

Lago Villarica ist einer der nördlichsten Seen in Chiles Seenregion Los Lagos. Ein kurzer Nachtbus ab Santiago und Du wachst mit Blick auf den Vulkan Villarica auf.

Weil Pucón so gut von der Hauptstadt zu erreichen ist, ist es im Sommer (Dezember bis Februar) ziemlich überlaufen, vor allem am Wochenende. Der Ort hat sich auf die vielen Besucher eingestellt und jedes zweite der schmucken Holzhäuser scheint Gästehaus, Restaurant, Handwerksladen oder Tour Agency zu sein.

Entsprechend einfach ist es Outdoor-Aktivitäten wie Wildwasser-Rafting, Reiten, Klettern, Mountainbiken oder Wandern zu organisieren. Wandern geht natürlich auch auf eigene Faust, z.B. im Huerquehe Nationalpark. Für eine Vulkan-Besteigung brauchst Du einen Führer und gutes Wetter.

Gerade am Wochenende ist das Nachtleben in Pucón legendär. Die vielen Hauptstädter lassen es krachen und es gibt das volle Programm: erst deutscher Biergarten am Strand und später in die Disko. Später heißt richtig spät, junge Chilenen feiern immer bis in die Morgenstunden.

Tipp
Wenn Du es lieber ruhig angehen lässt, bist Du im beschaulicheren Nachbarort Villarica besser aufgehoben.

Infos
Pucón auf Wikitravel

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Biergarten Brauerei Kunstmann, Valdivia

Valdivia, Chile

von Florian

Wenn Pucón ein typischer Outdoor-Ferienort ist, dann ist Valdivia ein untypischer Ort am Meer. Die Studentenstadt ist nicht nur wegen den Pazifik-Stränden interessant. Vor allem der Fischmarkt ist ein Erlebnis, auch dank der vielen Seehunde und Pelikane.

Valdivia war der Ausgangspunkt der deutschen Kolonisation von Südchile im 19. Jhd. Wundere Dich also nicht, wenn Du den deutschen Verein mit Kegelbahn findest, an einer deutschen Schule oder der freiwilligen Feuerwehr vorbeiläufst und danach im Café „Kuchen“ angeschrieben siehst – spanischer Plural „Kuchenes“. Willkommen in der „chilenischen Schweiz“!

Tipp
Mit dem Micro-Bus #20 kommst Du nach Niebla an den Strand und kannst auf dem Rückweg in der Kunstmann-Brauerei („Das gute Bier“) einkehren. Wie wäre es mit Schweinsbraten, Spätzle und Bier nach deutschem Reinheitsgebot?

Infos
Valdivia auf Wikitravel

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Montaña Mágica, Huilo Huilo - Foto: Christian Córdova

Neltume, Chile (Huilo Huilo NP)

von ulmi

„Du bist Deutscher? Ich habe auch deutsches Blut, deshalb erlasse ich Euch den Fahrpreis!“ Vielleicht hast Du das gleiche Glück, wenn Du Dich für die Fahrt über den Pirihueico See entscheidest.

Die Fährfahrt ist der Hammer! Es geht über einen tollen See, der sich wie eine Schlange mitten durch die unberührte und sehr hübsche Natur der Umgebung schlängelt. Eine Sightseeing-Tour … ohne Guide … und gratis. Nimm später wieder die Fähre zurück nach Puerto Fuy, und Du hast einen Deiner schönsten Ausflüge in Patagonien erlebt.

Aber wo sind wir eigentlich? Der Grund herzukommen, war ein Insidertipp mehrerer unterwegs getroffener Südamerikaner: Das private biologische Reservat Huilo Huilo mit vielen Wandertouren und einem Kurzrundgang zum Wasserfall Salto Huilo Huilo. Idealer Ausgangspunkt zur Erkundung der Region ist das nahegelegene Dorf Neltume.

Tipp
Das beeindruckende vulkanförmige Hotel Montaña Mágica Lodge ist genau richtig für Liebhaber von Exklusivem. Es steht mitten im Wald zwischen Neltume und Puerto Fuy und bietet nebenan auch günstige Backpacker-Betten.

Infos
Huilo Huilo NP offizielle Webseite

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Puerto Varas am Llanquihue mit Osorno Vulkan

Puerto Varas, Chile (Llanquihue See)

von Florian

Die Gegend um den bodenseegroßen Lago Llanquihue ist das Zentrum der deutschen Minderheit in Südchile. Am deutlichsten triffst Du auf deutsche Spuren in dem kleinen Ort Frutillar: Fachwerkbau, Gartenzwerge und Kuckucksuhr, dazu Kaffee im „Kuchenladen“. Selbst ein deutsches Museum gibt es hier, das Museo Colonial Alemán.

Basislager ist Puerto Varas, das Herz vom Llanquihue See. Von hier gibt es schöne Ausflüge mit dem Bus:

  • Frutillar mit deutschem Museum und Seetheater auch als ganztägiger Radausflug, Fahrradverleih überall in P.V.
  • Petrohué Wasserfall und Lago Todos Los Santos mit Bootsfahrt oder Wanderung am See (Paso de Desolacion)
  • Puerto Chico, der lange Sandstrand von Puerto Varas

Wenn Du lieber eine organisierte Tour machst, nimm die Halbtages-Minibustour vom Chimanga Hostel: Osorno Vulkan, Laguna Verde, Petrohue und Lago Todos Los Santos.

Der Osorno Vulkan ist einer von nur 3 kegelförmigen Vulkanen weltweit, neben dem Fuji in Japan und dem Mayon auf den Philippinen. Beweisfotos: Osorno von mehreren Seiten.

Gerade vom Outdoor-Angebot erinnert Puerto Varas an Pucón, aber Nachtleben suchst Du hier vergebens. Stattdessen ist während der Saison beinahe jedes Wochenende ein Fest am Marktplatz, egal ob deutsches Bierfest, Handwerkermarkt oder Tourismus-Messe.

Tipp
Typisch chilenisches Fast Food gibt es im ElBajón, z.B. überladene, matschige Maulsperren-Sandwiches mit viel Avocado, sogenannte „Avé“.

Infos
Puerto Varas auf Wikitravel

condor

Condor über Arco Iris, Cochamó-Tal

Cochamó-Tal, Chile

von Florian

Das kleine Nest Cochamó ist nur 2 Stunden mit dem Bus von Puerto Varas entfernt. Das Cochamó-Tal La Junta liegt noch mal eine 6-stündige Wanderung weiter vom Ort Cochamó. Alternativ kannst Du reiten, aber das ist in dem Gelände auch nicht schneller.

Cochamó ist „Chiles Yosemite“, also ein Traum für Kletterer. Aber auch wir Otto-Normalos kommen auf unsere Kosten, schon der Wanderweg bis zu den Unterkünften im Tal ist großartig. Im Tal selbst gibt es verschiedene Wanderungen. Wunderschön ist die Arco Iris Besteigung.

La Junta bietet 2 Herbergen und 1 Camping-Platz, das Refugio Cochamó ist sehr empfehlenswert, v.a. die Pizza ;)

Tipp
Lass Dir die Arco Iris Besteigung nicht entgehen. Diese Wanderung ist mein Patagonien-Highlight und kann selbst mit den Dolomiten mithalten, spätestens dann wenn ein Condor lautlos über Dir kreist.

Infos
Cochamó-Tal auf Wikitravel

futaleufu

See bei Futaleufú - Foto: Juan Manuel

Futaleufú, Chile

von Hendrik

Der Bilderbuch-Ort Futaleufú ist umgeben von Bergen mit teils schroffen Spitzen und Schneetupferln. Am Ortseingang liegt ein kleiner See und am Rande des Ortes ein malerischer Fluss, der Wildwasser-Freunde aus der ganzen Welt anzieht. Es ist ruhig hier. Ein märchenhaft schöner Ort.

Neben Rafting eignet sich der Ort hervorragend für atemberaubende Wanderungen, Mountainbiking und an den wenigen warmen Tagen im Jahr kannst Du in dem kleinen See am Orteingang schwimmen.

Die eigentliche Attraktion sind jedoch die unglaublich gastfreundlichen und herzlichen Einwohner. Ich hatte hier das Glück Weihnachten und Sylvester von einer chilenischen Familie eingeladen zu werden.

Tipp
Mit der Fähre kannst Du eine Zeitreise über den Lago Espolon machen. Hier gibt es weder Strom noch fließendes Wasser. Pferde ersetzen Autos und du bist garantiert der einzige Tourist. Nimm genügend Proviant mit!

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Futaleufú auf Wikitravel

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Hafen von Dalcahue, Chiloe

Insel Chiloe, Chile

von Florian

Chiloe ist Chiles größte Insel und hat sich in langer Isolation ein paar Eigenheiten bewahrt, egal ob der hiesige Aberglaube oder die lokale Küche. Apropos Essen, Du darfst Chiloe nicht verlassen ohne einmal Curanto aus dem Erdloch zu essen.

Den Fuß auf Chiloe zu setzen, ist ein wenig wie eine Zeitreise 1-2 Jahrzehnte zurück. Es ist alles ein wenig rustikaler und nicht so perfekt, wie im sonst sehr modernen Chile. Die Uhren ticken langsamer, die Preise sind niedriger.

Das charmante Dalcahue ist eine Ortschaft, wie ich sie in Bolivien erwarten würde, wenn Bolivien noch seinen Meereszugang hätte. Der Markt am Hafen ist ebenso großartig wie ein bolivianischer Markt.

Tipp
Für Chiloe bietet sich ein eigenes Fahrzeug an, z.B. ein Mietwagen für 2 Tage ab Puerto Montt. Wir haben Chiloe mit dem Fahrrad erkundet, dafür ist 1 Woche aber Minimum.

Andererseits ist Chiloe mit dem Mietwagen eine Sackgasse. Wenn Du mit dem Bus kommst, kannst Du ab Castro oder Quellón mit der Fähre Naviera Austral nach Chaltén zur Carretera Austral übersetzen, z.B. um Futaleufú zu besuchen.

Infos
Chiloe auf Wikitravel

villatraful

Seeufer Lago Traful - Foto: ulmi

Villa Traful, Argentinien

von ulmi

Schlag dem überlaufenen San Carlos de Bariloche ein Schnippchen und fahre zwei Autostunden nördlich zum gemütlichen Ort Villa Traful am Lago Traful. Die legendäre „Ruta de los siete lagos“ (Route der sieben Seen) verläuft nicht weit von Villa Traful entfernt.

In Villa Traful lässt es sich ausgezeichnet von den Reisestrapazen erholen: Sanfter Tourismus ist Trumpf und Massentourismus ein Fremdwort. Entspannende Spaziergänge am schönen Seeufer, immer mit Blick auf die wundervolle Landschaft, und nach ein paar Tagen fühlst Du Dich wie runderneuert.

Kein Wunder, dass sich in Villa Traful auch die vielen Hobby- und Sportfischer wohlfühlen, die jedes Jahr Lachse aus den Flüssen und dem See ziehen.

Tipp
Um Dir die patagonische Schönheit als Panoramablick zu genehmigen, kannst Du zum nahegelegenen Cerro Negro (Schwarzer Berg) aufsteigen. Im Frühjahr liegt oben noch Schnee!

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Seen bei Bariloche mit Hotel Lao Lao

Bariloche, Argentinien

von Florian

San Carlos de Bariloche ist genau so schlimm wie sein Ruf unter Outdoorfreunden. Eine vom Massentourismus überrannte, viel zu große Stadt in der man am besten nur umsteigt. Oder?

Ich habe dort ehrlich gesagt mehr als eine Woche verbracht und die Zeit verging wie im Flug. Vielleicht war es nach 2 Monaten Kleinstadt einfach mal Zeit für die geballte Wucht der Zivilisation. Vielleicht war es die Leichtigkeit, mit der man hier andere Reisende trifft.

Bariloche hat aber auch Charme, seien es die lauen Abende mit klassischer Musik auf dem tollen Marktplatz oder die Blicke von der Kathedrale über den Nahuel Huapi See.

Tipp
Die Fahrradroute Circuto Chico ist ein Highlight in Patagonien, vom Ausblick am Punto Panorámico bis zur von Schweizern besiedelten Ortschaft Colonia Suiza.

Info
Bariloche auf Wikitravel

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Natur top, El Bolsón flop - Foto: Hendrik

El Bolsón, Argentinien

von Hendrik

El Bolsón in Argentinien, 40.000 Einwohner, zwei Stunden von Bariloche entfernt. Atomfreie Zone und Hippie-Hochburg der 1970er verspricht der Lonely Planet in rosaroter Sprache. Oft habe ich mich über solche Einträge in Reiseführern schon geärgert: Wenn ein Ort nichts zu bieten hat, dann soll man es verdammt nochmal auch schreiben!

El Bolsón unterscheidet sich in keinster Weise von anderen schmucklosen Städten Argentiniens: Langweilige Schachbrettstruktur, ein zentraler kleiner Park und irgendwie wirkt alles verranzt und lieblos.

Was von den Hippies übrig geblieben ist, sind einige herunter gekommene Langhaarige, denen der Drogenkonsum und die Armut aus den Gesichtern schaut: Ein trauriges Bild.

Kein Ort zum Wohlfühlen und verweilen, und das obwohl die Lage zwischen zwei Bergen mit schroff abfallender Felskante und weißen Spitzen durchaus malerisch ist.

Tipp
El Bolsón hat dir nicht gefallen? Esquel ist noch schlimmer! Im Sommer ist Esquel der langweiligste Ort auf diesem Planeten und höchstens als Zwischenstopp auf dem Weg nach Futaleufú geeignet.

Infos
El Bolsón auf Wikitravel

reflektion

Reflektion im Cochamó-Tal

Fazit zu Nord-Patagonien

Es muss nicht unbedingt der extreme Süden sein, Nord-Patagonien bietet genug Abwechslung für mehrere Wochen und ist gut von Santiago und Buenos Aires zu erreichen.

Pro Ort solltest Du 2-3 Tage veranschlagen, besser mehr. Schlechtwettertage sind in Patagonien leider sehr häufig, 4-5 Tage Dauerregen sind keine Seltenheit.

Bitte nimm für Argentinien unbedingt Bargeld mit, egal ob Euro, Dollar oder chilenische Pesos. Der argentinische Peso kollabiert und Du bekommst am „Schwarzmarkt“ viel mehr Geld.

Kennst Du noch mehr schöne Orte in Nordpatagonien?

Danke an die Gastautoren ulmi von ulmisreisen und Reisebuch-Autor Hendrik.

Eine Komplettübersicht zu Patagonien findest Du im Artikel
Patagonien Highlights: Norden, Mitte oder Feuerland?

 

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  1. Für mich sind solche Posts immer schwierig. Wichtig ist hier zu sagen, dass solche Eindrücke immer extrem subjektiv sind und von der Reisezeit und von persönlichen Erfahrungen abhängen.
    Als Gleitschirmflieger haben wir El Bolson super gefunden. Die Mischung aus gemütlicher Atmosphäre, Perfekten Flugbergen (aber auch zum wandern gibt es viele Routen, steige zum Beispiel auf die Spitze des Piltriquitron und bewundere das Bergpanorama mit den Vlkanen in der Ferne) und netter Gesellschaft mit viel selbstgebrautem Bier haben diesen Ort einen ganz besonderen Platz in unserem Herzen einnehmen lassen…
    http://www.globegliders.ch/2015/02/05/jahreswechsel-im-noerdlichen-patagonien/

    Antworten
    • Hi Moritz, freut mich natürlich dass Euch El Bolsón getaugt hat.

      Für mich war El Bolsón richtig schwierig, weil ich nicht selbst dort war und deshalb von Hendriks Text ziemlich überrascht war.

      Also habe ich in anderen Blogs recherchiert und auch ulmi, mein Patagonien-Experte, stimmte zu, dass das Hippiedorf überbewertet ist. Überzeugt hat mich letztlich dieser Artikel: Hippies und Pseudo Hippies in El Bolsón .

      Ich selbst habe mich damals in 10 Tagen Bariloche gegeißelt, weil ich es nicht zum berühmten Markttag nach El Bolsón geschafft habe. Ich denke wenn ich nur deswegen gekommen wäre, wäre ich auch enttäuscht gewesen, oder? Mal ehrlich: tolle Atmosphäre, Wanderrouten und Vulkane in der Ferne sind in Nord-Patagonien Standard ;)

  2. Oliver says:

    Interessante Ziele & immer wieder erfrischend auch mal eine eher negative Aussage / Meinung zu einem sonst so hochgelobtem Reiseziel zu lesen.

    Bei Bariloche kommt es denke ich ziemlich auf die Saison an. Wir waren gerade erst – also Anfang Oktober – dort und von Massentourismus war noch nicht wirklich etwas zu spüren.

    Die Busse waren leer & wir hatten keinerlei Probleme ordentlich gratis Schokolade in den einzelnen Geschäften abzustauben.

    … und der Blick auf die Seen & Berge von den unterschiedlichen Viewpoints aus war echt superklasse & sollte man sich nicht entgehen lassen!

    Sonnige Grüsse aus Santiago
    Oliver

    Antworten
    • Danke für den Thumbs-Up zu Bariloche. Ich verstehe die Kritik an der Stadt, aber Bariloche ist nun wirklich kein unsympathisches Loch wie z.B. Puerto Montt.

      Nebensaison ist ein guter Tipp, wenn das Wetter mitspielt.

  3. bri says:

    also, was die stadt angeht ist bariloche doch auf jeden fall hässlicher als el bolsón… überlaufen, windig, kitschig und so voll von grässlichen turi-souvenirs dass man nie mehr nen bernhardiner sehen will! aber ich dachte eh es ginge hier mehr über landschaft als über städte/dörfer/wie auch immer man bolsón bezeichnen kann!
    kritik beiseite, die anderen reiseziele sind wunderschön. argentinien gefällt mir von den leuten und der landschaftlichen abwechslung her mehr (und deutsche sachen wie man sie so viel in chile findet hab ich ja zuhause…). auch sehenswert wenn man nicht nur berge will, aber die endlose weite da unten genießen möchte, ist die patagonische steppe. irrsinnige canyons, kein mensch weit und breit, man fühlt sich wie aufm mond. obwohl da die städte noch grässlicher werden, ich gebe es zu

    Antworten
    • Natur, Städte, Dörfer? Es geht um das große Ganze! ;)

      Natur steht „natürlich“ an erster Stelle, aber gibt’s überhaupt irgendwo ne Stelle, wo Patagonien’s Natur nicht wunderschön ist? Deshalb finde ich es mindestens genauso wichtig, was Du nach dem Tag oder den Tagen in den Bergen machen kannst.

      Danke für Deinen Tipp mit der argentinischen Steppe. Klingt sehr Gaucho-lastig ;)

  4. Oliver says:

    Hi

    Toller Bericht. Ich habe vor, nächstes Jahr für ein Jahr nach Südamerika zu gehen und davon 2 Monate in Patagonien zu verbringen. Route noch unklar. Bin mir noch unschlüssig ob ich mein eigenes Zelt mitbringen soll, damit ich bei Wanderungen möglichst flexibel bin. Was würdet ihr mir empfehlen?

    Antworten
    • Hi Oliver,

      die Anden haben keine super Hütten-Infrastruktur, wie die Alpen. Trotzdem findest Du in beliebten Wandergebieten, wie Torres del Paine oder Cochamo genug Hütten zum Übernachten. Es gibt auch viele Tageswanderungen, die ein Zelt unnötig machen. Vorher zum genauen Ort informieren.

      Du bist mit Zelt sicher flexibler, aber unbedingt nötig ist es nicht.

      Wenn Du ganz hardcore bist, kannst Du auch bei Bedarf ein Billigzelt im chilenischen Wal-Mart kaufen (heißt dort Lider). Aber das bereust Du in der ersten Regennacht ;)

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