Fair Reisen in Thailand: 6 uncoole Attraktionen und Alternativen

Thailand ist sehr vielfältig und bietet viele tolle Erlebnisse. Es gibt aber auch einige ethisch fragwürdige Touristenattraktionen, jenseits der Moral.

Manche Elefantenhaltung ist zum Heulen

Elefanten Reiten stand früher auf jeder Bucket List. Heute überwiegen oft die moralischen Bedenken zur Elefantenhaltung in Thailand.

Noch schlimmer als Tierquälerei sind benachteiligte Menschen. In Nordthailand gibt es „Menschenzoos“, in denen Flüchtlinge zu Touristenattraktionen werden.

Eine Thailandreise soll ein schönes Erlebnis sein und ich bin kein Moralapostel. Hier sind nur kurze Infos zu 8 Themen, die du vielleicht sonst übersiehst.

Extreme und übertriebene Meinungen wirst du nicht finden. Du kannst dich hier Informieren und dir deine eigene Meinung bilden.

Übrigens, ich bin kein Engel und bei meiner ersten Thailandreise 2010 auf Elefanten geritten und in eine Krokodilshow gegangen. Heute würde ich das nicht mehr machen.

Bucket-List Highlight Elefantenreiten

1. Elefanten Reiten und Shows

Elefanten sind ein Wahrzeichen von Thailand und die bekannteste und beliebteste Tier-Attraktion. Thais haben großen Respekt gegenüber den sanften Riesen und sie sind auch spirituell und für das Königshaus wichtig. Trotzdem ist die Elefantenhaltung im Königreich problematisch.

Elefanten lassen sich nicht domestizieren, anders als Haustiere oder Nutztiere. Das heißt sie sind nicht zu zähmen. Man muss sie unterwerfen, ein ganzes Leben lang. Die Züchtung von Elefanten ist nämlich sehr schwer. Elefanten haben kaum Nachwuchs in Gefangenschaft.

Das heißt, daß fast alle Elefanten, die in Thailand gehalten werden als Wildtiere gefangen wurden. Es können nur sehr junge Wildtiere unterworfen werden. Weil Elefanten soziale Herdentiere sind, müssen um einen Jungelefanten zu fangen oft mehrere Elefanten getötet werden, insbesondere die Mutter. Auch das anschließende „Brechen“ des Elefantenwillens ist nichts für zahme Gemüter.

Boykottieren ist aber auch nicht unbedingt die beste Lösung. Viele der heute lebenden Elefanten waren früher im Bau und bei der Abholzung des Regenwaldes beschäftigt. Der Unterhalt der großen Tiere ist teuer und es gibt heute keine Arbeit mehr für sie. Es ist aber nicht möglich die Elefanten einfach zurück in den Regenwald zu schicken.

Ein weiterer Faktor sind die Mahouts, die Elefantenpfleger, die auch sehen müssen, wo sie bleiben.

Angeketteter Jungelefant

Alternativen zum Elefanten Reiten:
Du kannst Elefanten in Schutzzentren besuchen. Schutzzentrum heißt:

  • Keine Shows, kein Reiten, kein Füttern, kein Baden
  • Überhaupt kein direkter Kontakt zu Besuchern
  • Elefanten werden nicht in Ketten oder mit Gewalt gehalten
  • Artgerechte Umgebung zum freien Herumlaufen in Gruppen

Leider gibt es viel Ettikettenschwindel und Green Washing. Einige Elefantencamps haben sich einfach umbenannt zum nicht geschützten Begriff „Elephant Sanctuary“ und machen mit der Touristenbespassung weiter wie vorher. Wenn du ganz sicher nichts falsch machen willst, besuche einen Nationalpark.

Ein ausführliches Paper zum Elefantourismus in Thailands hat Erik Cohen veröffentlicht.

Akha Tracht beim Bangkok Tourismus Festival

2. Langhalsfrauen / Giraffenfrauen

Im Norden Thailands gibt es viele Bergvölker. Einige davon sind offiziell Thai. Viele weitere wurden in Myanmar nach der Unabhängigkeit von 1949 vertrieben. Selbst heute noch kommen Minderheiten aus Flucht vor den Konflikten in Myanmar nach Thailand. Selbst nach Jahrzehnten werden Flüchtlinge nur geduldet und haben keine offiziellen Papiere. Sie dürfen ihre Dörfer und Camps nicht verlassen.

Die im Westen bekanntesten Bergvölker sind die Kayan oder auch Padaung mit nur ca. 1.000 Menschen in Thailand. Vielleicht hast du schon einmal ein Foto von Frauen mit Metallringen um den Hals gesehen. Die Ringe werden jungen Mädchen angelegt. Über die Jahre werden die Schlüsselbeine verformt und die Hälse wirken länger. So werden sie zu den imposanten Langhalsfrauen / Giraffenfrauen.

In Thailand haben in den Achtzigern Unternehmer die Langhalsfrauen zu Touristenattraktionen gemacht. Freiwillige wurden von den Flüchtlingslagern an der Grenze in Show-Dörfer bei Mae Hong Song und Chiang Dao umgesiedelt. Touristen zahlen Eintrittsgelder und die Langhalsfrauen können Waren verkaufen, unter anderem selbstgemachte Schals. Frauen wurden früher außerdem für das Tragen der Metallringe bezahlt.

Um die Dörfer für Touristen authentisch wirken zu lassen, werden weder Straßen noch Infrastruktur modernisiert. Die Padaung haben keinen Zugang zu Krankenhäusern oder Schulen und dürfen ihr Dorf nicht verlassen, auch nicht zum Arbeiten. Landwirtschaft ist nicht erlaubt, weil dazu der Wald gerodet werden müsste. Die Dörfer werden wegen dem Gefängnischarakter und dem Voyeurismus der Touristen auch Menschenzoos genannt.

Die Kayan, die in den Dörfern leben, bekommen von Thailand keine Migration in Drittländer genehmigt, selbst wenn wie in einem Fall Neuseeland einer Umsiedlung zugesagt hatte. Erst wenn sie zurück in das Flüchtlingslager an der Grenze ziehen, werden sie von Thailand wieder als Flüchtlinge anerkannt und können auswandern. Natürlich ist die Situation im Flüchtlingslager noch hoffnungsloser als in den Dörfern.

Silent Hopes! eine tolle Kurzdoku über die Kayan/Padaung

Wenn dich das Schicksal der Kayan intressiert, schau die tolle Kurzdoku Silent Hopes oder lies die herzzerreißenden Autobiographien von 2 Langhalsfrauen Zember aus Nai Soi und Ma Lo aus Huay Pu Keng. Zember hatte Glück und lebt mittlerweile in Neuseeland.

Alternativen zu Langhalsfrauen in Thailand:

  • In Chiang Mai gibt es jeden Abend eine Vorführung verschiedener Tänze und Zeremonien durch Bergvölker von Akha und Lisu bis Hmong.
  • Jeden Sonntag findest du in der tollen Chiang Mai Walking Street Produkte der Bergvölker und eine kleine Bühne mit kulturellen Vorführungen.
  • Wenn du unbedingt Langhalsfrauen sehen willst, besuche sie besser in ihrer Heimat im Kayah Staat in Myanmar. Dort haben sie keinen halblegalen Status. Manche sind sogar freiwillig zum Inle See gezogen, um nahe bei den Touristen zu sein.
  • Wenn du unbedingt Langhalsfrauen in Thailand sehen willst, kaufe handgemachte Schals, Kleidung und Taschen. Für die sonstige China-Massenware bekommen die Kayan fast nichts. Gehe möglichst auf eigene Faust, statt mit einer Tour. Es gibt 3 Kayan Dörfer rund um Mae Hong Son, wobei Huay Pu Keng wohl das am wenigsten kommerzielle mit den meisten Freiheiten ist.

Ein ausführliches Paper zum Bergvolktourismus in Asien mit einem interessanten Abschnitt über die Langhalsfrauen hat Erik Cohen veröffentlicht.

Tiger sind beliebt in Asien

3. Tiger im Streichelzoo

Wie Elefanten werden auch Tiger extra für Touristen in Tiger Parks gehalten. Touristen können in diesen Parks Tiger streicheln und für Selfies mit ihnen posieren. Es gibt in Thailand sehr viele davon:

  • zwischen Bangkok und Pattaya: Sriracha Tiger Zoo und Khao Kheow Open Zoo
  • bei Bangkok: Safari World und Tiger World
  • in Chiang Mai und Phuket: Tiger Kingdom

Außerdem hat der umstrittene Tiger Tempel in Kanchanaburi wieder eröffnet mit täglichen Touren ab Bangkok.

Tiger Zoos haben üblicherweise ein eigenes Zuchtprogramm. Weil Touristen am liebsten Tigerbabies und kleine Tiger anfassen wollen und Tiger über 4 Jahren zu gefährlich für Touristen sind, gibt es eine stetige Nachfrage nach immer neuen Tigern. Ältere Tiger sind nicht gefragt. Aber sie können niemals ausgewildert werden, weil sie zu sehr an den Menschen gewöhnt und von ihm abhängig sind.

Der Tigertempel in Kanchanaburi wurde 2016 von der Polizei gestürmt und geschlossen. Man fand mehr als 40 tote Tigerbabies und viele Hinweise darauf, daß Tigerteile als Aphrodisiaka, Energy Drinks und traditionelle chinesische Medizin verkauft wurden. Trotzdem wurde der Tigertempel 2017 unter neuem Management wiedereröffnet.

Bei den anderen Parks sind keine Gruselgeschichten bekannt. Timo von Travelwunder hat sich das Chiang Mai Tiger Kingdom als Volunteer angeschaut und war positiv überrascht. Der Vorwurf, daß die Großkatzen für Selfies mit Touristen betäubt werden ist wohl nur ein Gerücht.

Stubentiger, same same but different

Alternativen zu Tiger Streichelzoos:

  • In Bangkok gibt es mehrere dutzend Katzencafés. Dort kannst du bei Kaffee und Kuchen die hervorragend gepflegten Stubentiger bewundern und streicheln.
  • Klingt altbacken, aber wie wäre es statt Tiger Streichelzoo mit einem echten Zoo? Fast jede größere Stadt in Thailand hat einen. Dort werden die Tiere zumindest in Ruhe gelassen.

Ein ausführliches Paper zum Tigertourismus in Asien hat Erik Cohen veröffentlicht.

Zur Schulzeit gibt es nur einen Ort für Kinder

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4. Bettelnden Kindern Geld geben

Bettelnde Kinder sind in Thailand zum Glück kein typisches Problem. In vielen Entwicklungsländern ist das viel krasser, angefangen beim Nachbarland Kambodscha. In Bangkok wirst du dir schwer tun bettelnde Kinder zu finden. Die sind in der Schule, wo sie hingehören.

Wahrscheinlicher sind Bettelkinder in ländlichen Gegenden, die bei Touristen beliebt sind. Besonders bekannt sind die bettelnden Kinder an der Treppe zum Tempel Phra Tat Doi Suthep in Chiang Mai. Sie stehen dort jeden Tag in traditioneller Tracht der Hmong oder Akha als Fotomotiv. Als Gegenleistung erbetteln sie Almosen.

Das Problem ist, daß so am Ende des Tages viel mehr Geld zusammenkommt, als die Eltern beim Thai Mindestlohn von unter 10€ pro Tag verdienen können. Statt in der Schule lesen und schreiben zu lernen, ernährt das bettelnde Kind die ganze Familie.

Geben oder Gehen? Bettler auf Reisen sind ein moralisches Dilemma. Bei bettelnden Kindern ist der Fall aber klar: Wenn du dem Kind Geld gibst, bezahlst du es quasi dafür nicht in die Schule zu gehen. Das hat langfristig sicher negative Konsequenzen.

Außerhalb der Schulzeit ist es weniger problematisch

Bitte passe auch mit Voluntourismus-Angeboten auf. Das betrifft ebenfalls Kambodscha viel mehr als Thailand.

Alternativen zu Almosen für Kinder:

  • Wenn dir die Kinder Leid tun kannst du gezielt Geld spenden.
  • Eine Lösung ist es extrem touristische Orte wie Wat Doi Suthep nicht zu besuchen. Konzentrationen von Tourismus führen immer zu Problemen. Es gibt rund um Chiang Mai mehr als 8 schöne Bergtempel, die absolut untouristisch sind.

Ein ausführliches Paper zu Bettelkindern in Indien hat Anupma Kaushik veröffentlicht.

In Thailand übliche Krokodilshow

5. Shows mit dressierten Krokodilen

Anders als Tiger und Elefanten werden Krokodile in Thailand kaum für ausländische Touristen gehalten. Die meisten Besucher von den beliebten Krokodilshows sind Thais. Ganze Schulklassen schauen sich das an. Um so schwerer ist die Gratwanderung zwischen Respekt für die lokale Kultur und den ethischen Problemen mit Krokodilshows.

Das moralische Dilemma ist nicht nur die Haltung und Dressur der Krokodile, die oft für ihre Haut und ihr Fleisch gehalten werden. Bei den Shows schiebt ein Tiertrainer seine Arme und schießlich seinen Kopf in das geöffnete Maul eines Krokodils, wie in einer Zirkusshow. Dabei gibt es immer wieder Unfälle mit tragischem Ausgang für die Dompteure.

Alternative zu Krokodilshows:
Im Wat Chakrawat in Bangkoks Chinatown kannst du 3 Krokodile sehen, die ursprünglich aus Bangkoks Fluss Chao Phraya stammen. Die Mönche halten die Kaltblüter liebevoll und ohne Show.

Touristenbespassung am schwimmenden Markt Damnoen Saduak

6. Weitere Tiershows in Thailand

Es gibt in Thailand Affenshows, Affenschulen und Delfinarien. Du begegnest am Aussichtspunkt einem Falkenhalter, am touristischen schwimmenden Markt einem Schlangenbändiger und in der Barstraße exotische Reptilien an der Leine um Gäste zu locken.

Besonders für Fotos und Selfies sind exotische Tiere wohl immer eine gute Idee. Wenn du magst kannst du sogar Seeschildkröten für ein Foto halten. Ob die Tiere das gut finden fragt natürlich niemand.

Alternativen zu Tiershows:

  • Besuche die freilebenden Makaken in den Ruinen der Affenstadt Lopburi.
  • Genieße den superschönen Schildkrötenteich im Wat Prayoon, Bangkok.
  • Mache im September oder Oktober eine Walsichtungs-Bootsfahrt vor der Küste von Bangkok. (kein Witz!)

Buddha-Statuen sind in Thailand nicht für Dekoration gedacht

Überraschend Illegales in Thailand

In Thailand sind manche Dinge illegal, mit denen du vielleicht nicht rechnest:

  • Buddha-Statuen ausführen
    Ohne Sondergenehmigung ist das Mitbringen von Buddha-Statuen aus Thailand verboten, theoretisch selbst die China-Massenware.
  • Drogen und Shishas
    Thailand hat einen Hippie-Ruf, aber die Drogengesetze sind eigentlich sehr streng und die Gefängnisse unangenehm. Selbst Wasserpfeifen sind illegal.
  • Zigaretten und E-Zigaretten
    E-Zigaretten sind grundsätzlich verboten. Zigaretten-Verbote sind an öffentlichen Orten die Regel. Thais rauchen kaum.
  • Majestätsbeleidigung
    Den König zu beleidigen ist kein Kavaliersdelikt und kann mit schweren Strafen belegt werden.
  • Overstay
    Wenn du dein Visa überziehst, kann das glimpflich ausgehen – aber nicht immer.

Bangkok von Insidern hat mehr Infos zu illegalen Todsünden in Thailand.

Strandbekleidung ist in Bangkok respektlos

Respekt vor der Thai Kultur

Die Landeskultur ist einer der größten Reize von Thailand, aber kann auch für Missverständnisse sorgen:

  • Kleidung
    Thais legen viel Wert auf adrette Kleidung und viele von ihnen würden sich niemals mit kurzer Hose sehen lassen. Strandbekleidung und nackte Oberkörper sind für den Strand, nicht für die Stadt.
  • Esskultur
    Thailand ist nicht China. Es wird mit Löffel und Gabel gegessen, aber nur der Löffel berührt den Mund. Für chinesische Suppen gibt es Stäbchen.
  • Gesicht verlieren
    In vielen Ländern in Asien ist es wichtig das Gesicht zu wahren. Thais sagen zum Beispiel nur ungern Nein, auch wenn sie den Weg nicht wissen oder dich nicht verstanden haben.
  • Ärger zeigen
    Freundlich sein geht im Land des Lächelns immer. Aber ärgerlich werden disqualifiziert dich sofort, weil das nur kleine Kinder tun.

Nesting Nomads haben noch viel mehr Tipps um Fettnäpfchen in Thailand zu vermeiden.

Was hältst du von moralisch fragwürdigen Touristenattraktionen?


 

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  1. Gudrun says:

    Ich bin in Nepal im Chitwan Nationalpark auf einem Elefanten geritten. Eigentlich hätten wir noch eine zweite Tour gebucht gehabt, aber ich fand die erste schon so furchtbar, dass ich auf die 2.Tour verzichtete. Der Guide hat das überhaupt nicht verstanden, weil das Reiten die beliebteste Attraktion im Resort war… Aber wie die auf die Tiere eingeschlagen haben, das war nicht normal…

    Antworten
    • Daß Menschen in Entwicklungsländern wenig Verständnis für unsere Tierliebe haben, ist mir auch schon aufgefallen.

      Das ist aber dann verständlich, wenn man sich überlegt, daß in Nepal viele Menschen schlechter behandelt werden als bei uns ein Haustier.

  2. Jolene says:

    Ich finde es gut, dass du auf dieses traurige Thema eingehst und Alternativen aufzeigst. Dennoch wäre das für mich persönlich z.B. ein Grund das Land zu meiden. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung, aber Ethik und Moral sollten Menschen für alle Lebewesen haben. Tierquälerei ist ja vor allem in armen Ländern ein Problem und ich denke, dass da durchaus ein Zusammenhangt besteht… Aber nur weil’s mir finanziell schlecht geht, muss ich doch nicht auf ein wehrloses Tier einschlagen, dass Schmerzen empfindet und Angst hat. :( Und so etwas wie Einfühlungsverfmögen sollte man als normaler Mensch ja grundsätzlich besitzen, egal ob arm oder reich…

    Antworten
    • Dann müsste ich aber auch Deutschland wegen der Waffenexporte meiden, oder? Da bleibt am Ende nur der Mond…

      Mal ehrlich, ich bin absolut kein Fan von Reise-Boykotten. Wenn überhaupt, dann muss der Boykott wirtschaftlichen Sinn machen. Wenn mein Kommen oder Nicht-Kommen keinen Unterschied macht, dann brauche ich auch nicht zu Boykottieren, oder?

      Gegenbeispiel Myanmar: Die Militärs verdienen an jedem Touristen dank der Übernachtunsgpermits mit. Ich verstehe also, wenn jemand sagt da reise ich nicht hin um was zu verändern. Aber selbst in dem Fall kommt es ohne Touristen in ländlichen Gegenden wie Inle und Bagan zu wirtschaftlichen Problemen bei der Bevölkerung, die gar nix dafür kann. Also selbst in Myanmar, wo es in den zahlreichen Konflikten um viele Menschenleben geht und es tatsächlich eine winzige Möglichkeit gäbe das durch einen Reise-Boykott zu beeinflussen, bin ich nicht sicher, ob ein Boykott eine gute Sache ist.

      Thais sind übrigens sehr tierlieb. Sie wissen aber genauso wenig Bescheid über Elefanten und co, wie die meisten Touristen. Deswegen besser aufklären als boykottieren…

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