In Thailand läuft man nicht!
Ich laufe gerne und viel. Bei Fragen nach dem Weg machen Thais oft große Augen, besonders wenn sie mich verstehen. Selbst harmlose Strecken, wie vergleichsweise in Würzburg zur Festung, gehen angeblich nur mit Tuktuk.
Die Tuktuk-Fahrer sind sowieso außerordentlich nervig. Sie können noch am meisten Englisch, wollen aber am allerwenigsten verstehen, wenn man laufen will. Laufen kann niemand ernsthaft wollen.
Wer Geld hat fährt!
Ich verstehe nun Frauen, die im Sommer an einer Baustelle vorbeigehen müssen. Wenn man in Thailand durch die Stadt läuft, klatschen und pfeifen die Tuktuk-Fahrer an jeder Ecke. Und das typische “Where you go?” könnte genausogut der Bauarbeiter dem Minirock zurufen.
Frischfleisch!
Mit Rucksack fühlt man sich paradoxerweise besonders nackt.
Zugegeben, es ist nicht ganz einfach in Thailand zu laufen. Die Hitze ist noch das geringste Problem. Jedes Geschäft stellt seinen Bürgersteig mit Schaufensterauslagen zu. Davor steht eine Garküche und davor parken die allgegenwärtigen Mofas. Außerdem hängt die Markise zum Sonnenschutz auf 1,70m, weil kein Thai größer ist.
Schon läuft man unfreiwillig mitten auf der Straße.
Ist der Bürgersteig “frei”, dann nur wie im Tanzkurs:
2 Schritte vor – 2 Schritte links
2 Schritte vor – 2 Schritte rechts
Kaum bellt der erste, schon hat das Rudel die Beute mit viel Zähnefletschen umringt. Einfach Weiterlaufen hilft Gott sei Dank; richtig gebissen hat mich noch keiner.

Sowas passiert laufend in Thailand (-;





Nicht zu vergessen die immer wieder (scheinbar willkürlich platzierten) aus der Erde ragenden Metallstücke, und die vom Boden bis in die Höhe quergespannten Stahlkabel, die Nachts die Eigenschaft haben unsichtbar zu werden :-)