In Thailand 2 Jahre später

Auf den Tag genau vor 2 Jahren begann meine erste Fernreise. Meiner Flucht aus Deutschland folgten 2 Monate in Thailand.

Jetzt bin ich wieder im gelobten Land.

  • die Zikaden singen
  • die Hitze ist noch heisser
  • der König ist allgegenwärtig
  • alle 50m ist ein 7 Eleven
  • die Garküchen brutzeln
  • die Thais sprechen im Singsang

Und endlich gibt es Jackfruit! Meine Lieblingsfrucht habe ich seit Peking nicht mehr gesehen. In Bangladesch ist sie zwar Nationalfrucht, aber es war keine Saison.

In Thailand ist immer Saison (-;

thailand jackfruit

köstliche Jackfruit in Thailand

Alles hier in Bangkok erinnert mich vehement an meine ersten Schritte als naiver, milchgesichtiger Backpacker vor 2 Jahren. Im Bus vom Flughafen zur Khao San Road sind viele Mitfahrer so grün hinter den Ohren, wie ich damals.

Nach 2 Monaten Indien bin ich abgebrüht geworden. Ich bin ein richtiger Asi! An das allgegenwärtige Thai Lächeln muss ich mich erst wieder gewöhnen. Genauso an Begrüssungen, Bitte, Danke, Verkehrsregeln, Mülleimer und aufs Klo gehen.

thailand khaosan

Khao San Backpacker Strasse in Bangkok

An die anderen Backpacker mag ich mich lieber nicht gewöhnen. In der Backpackerstrasse Khao San sieht man in 1 Stunde mehr Ausländer, als in 10 Wochen Indien und Bangladesch.

Alkohol und andere Drogen werden verherrlicht und Ficken ebenso. Es ist teilweise kein schöner Anblick.

  • Bier zum Frühstück
  • Halbstarke Kerle
  • 10 Uhr Bier
  • Halbnackte, nuttige Mädels
  • Mittagsbier
  • Hanfhemd Hippies
  • Bier am Nachmittag
  • Träger alberner Hüte
  • Bier ab Vier
  • Vollmondparty T-Shirt Träger
  • Biereimer am Abend

Hier treffen sich all die Außenseiter, die daheim keiner leiden kann. Und jeder ist auf seine Art eingebildet.

Ich bin mit Abstand der eingebildetste Außenseiter. Ich fühle mich nämlich auf der Khao San erst recht als Außenseiter.

thailand fahnen

Fahnen Thailand und Theravada Buddhismus



Letztes Mal in Thailand, vor 2 Jahren:

5 comments to In Thailand 2 Jahre später

  • Ich kann nicht verstehen, warum es Jahr fuer Jahr Leute in die Khao San zieht.
    Fuer deine zitierten Greenies mag das ja noch akzeptabel sein, als Anlaufstelle, aber ein zweites Mal in dieses Ghetto – warum nur ?

  • Ich mag Touri Ghettos sehr gerne. Ein billiges Bett, andere Ausländer, Zug- und Busfahrkarten und mit etwas Glück ein Stück Käsekuchen. Ich habe zu oft tagelang keinen anderen Ausländer getroffen, um das noch zu geniessen.

    Jederzeit wieder in die Touri Ghettos:
    Mae Nam Kwae Road in Kanchanaburi
    Sudder Street in Kolkata
    Colaba driveway in Mumbai
    Egmore in Chennai
    Thamel in Kathmandu! Thamel Thamel Thamel! (-:

  • LUPO

    Hm, 5 Mal Bier am Tag, dazu leichtbekleidete(s), hört sich jetzt nicht soooo schlecht an. Könnt auch die Reeperbahn sein. Ok, hört sich doch schlecht an…

  • [...] San Road 06 Feb 2012 0 Erst habe ich den Alkoholmissbrauch in Bangkoks Backpackerstrasse Khao San verteufelt. Dann habe ich Charles Bukowski zu meinem Helden [...]

  • Wer vielleicht auch eher auf alles Andere als auf Luxusurlaube und “All Inclusive” steht, der sollte es mal mit einem Freiwilligendienst im Ausland probieren! Hierbei ist ein längerer Aufenthalt auch für weniger Geld drin und man lernt Land und Leute kennen, wie sie wirklich sind!:)

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