Der vergessene Sommer

Das menschliche Gedächtnis arbeitet oft wie ein Sieb und manchmal wie ein Videokomprimierungsalgorithmus: Nur die Veränderungen zum letzten Bild werden gespeichert.

keine Veränderung -> keine Erinnerung


weinmainschiffahrt

Treiben lassen

Egal ob mein Hirn gerade im Siebmodus oder im Videomodus läuft, diesen Sommer kann ich im wortwörtlichen Sinn vergessen. Es passiert nichts (Be-)Merkenswertes und ich kann mich zu keinen Veränderungen aufraffen.

Die Ursache ist, daß ich rundum zufrieden bin. Vor allem die thailändischen Wetterverhältnisse gefallen mir sehr. Da fällt es schwer, etwas ändern zu wollen. Andererseits ist die Aussicht furchteinflösend, keine Erinnerungen an diesen Sommer zu haben.

Ach, ich ruh mich noch ein wenig aus, auf meinem lokalen Zufriedenheits-Maximum. Man muss ja nicht schwimmen um im Strom der Veränderungen voranzukommen. Manchmal reicht es sich treiben zu lassen.



Wann lerne ich, dass ich den Moment nicht festhalten kann?
Wann? Wann? Wann? Nie! Wann?

(Hans Unstern – Paris)



Übrigens:
Mein Kumpel Roland, der schwimmt lieber:

3 comments to Der vergessene Sommer

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