Monthly Archive for Juli, 2008

AlpenX 08

In wenigen Minuten gehts los zum Alpencross 2008. Zu viert sind wir dieses Mal und folgende ambitionierte Strecke durch die Dolomiten wollen wir unter die Stollen nehmen.

AlpenX 08 kml Datei (in Google Earth öffnen)

Ich muss weg!

Juchuuuuuui!

Projekt Bergfloh Teil 2

Über Glucose und Hungergefühle hab ich mich schon im ersten Teil ausgelassen. Jetzt möchte ich mich dem Thema von der evolutionären Seite nähern. In der aktuellen Zeit ist auf Seite 29 ein Bericht über die “Urfamilie”, den es auch online zu lesen gibt. Mir gehts aber gar nicht um den Artikel selbst sondern um die Bildunterschrift:

[Der] Zahnbefund ist ganz typisch für die Jungsteinzeit, als die Menschen erstmals Getreidebrei aßen: Die ganze Familie hatte mit Karies zu kämpfen.

Die besagte “Urfamilie” hat also vor 4.600 Jahren gelebt und anders als ihre Vorfahren haben sie sich nicht mehr hauptsächlich von Fleisch, Fisch und Früchten ernährt sondern mit dem Anbau von Getreide angefangen.

Den Homo Sapiens gibt es nun bereits seit mehr als 160.000 Jahren. Wenn man die Lebensdauer unserer Art umrechnet auf einen Tag, dann haben wir erst vor einer dreiviertel Stunde mit dem Ackerbau angefangen. Die 23 1/4 Stunden vorher haben wir uns fast glucosefrei ernährt, denn Glucose kommt in der Natur nur in der Nähe von stechfreudigen Honigbienen konzentriert vor.

Die Evolution braucht viel Zeit und man könnte nun behaupten, daß sich unser Verdauungstrakt in den 5.000 Jahren, in denen uns Glucose zur Verfügung steht, nicht großartig anpassen konnte, zumal unter modernen Menschen die natürliche Auslese nach Darwin praktisch aufgehoben ist.

Die Bauchspeicheldrüse erwartet also Fructose, bekommt von einem modernen Speiseplan, der sich nach der Ernährungspyramide richtet aber hauptsächlich Glucose. Bei dieser ungewohnten Zuckerart überreagiert sie nun und produziert 5 Mal so viel Insulin, wie sie sollte. Das führt zu Unterzuckerung und Heißhunger und wenn mans dauerhaft übertreibt zu Insulinresistenz (Diabetes Typ2), der sogenannten Volkskrankheit. Von der Zahnkaries, mit der die “Urfamilie” so zu kämpfen hatte fang ich erst gar net an…

Fazit:

Lass die Glucose weg!

P.S.
Außer vor, während und nach anaeroben Trainingseinheiten im Sport.

Internet Shopping

Weil es so modern und emanzipiert ist, pflege ich seit einiger Zeit mit besonderem Ehrgeiz meine metrosexuelle Seite. Es liegt daher nahe, öfter mal shoppen zu gehen.
Und weil es so modern und emanzipiert ist gehe ich mit Vorliebe im Internet shoppen.

Es kam dabei in den letzten Monaten eine lange Liste von Dingen zusammen, die ich gekauft habe ohne daß ich sie ursprünglich wollte. Vom Billigflug nach Gran Canaria über Fahrradschloss, Heimkinosystem und USB Sticks bis hin zur Küchenwaage ist alles Mögliche dabei.

Hauptanlaufpunkt für Internet-Schnäppchen ist die Seite mydealz.de. Dem Autor, einem Würzburger Physik Studenten, entgeht kein Sonderangebot, keine reduzierte DVD, kein Billigflug und kein kostenloses, selbstkündigendes Probeabo. Die Seite beschäftigt sich vor allem mit Technikkram, in dem Bereich ist der Autor bestens informiert. Auch eine Gutscheinseite ist angegliedert für aktuelle Rabbatgutscheine bei Quelle, Otto, Fleurop, Neckermann etc.

Zusätzlich sollte man möglichst einmal am Tag einen Blick auf die Seite liveshoppingguide.de werfen. Dort gibt es eine komfortable Übersicht von derzeit vierzig deutschen Liveshoppingseiten. Jede Seite einzeln aufzurufen lohnt sich nur noch für absolute Schnäppchenjäger, die aus Angst vor ausverkauften Artikeln jeden Tag um Punkt Mitternacht nach den neuen Angeboten schauen. Liveshopping bedeutet nämlich, daß es einen Artikel einmalig und nur einen Tag lang zu einem reduzierten Preis gibt. Üblicherweise werden die neuen Artikel um Punkt 0:00 eingestellt.

Eine lohnenswert Seite für Restposten ist Restposten 24 oder man geht gleich zur Resterampe bei amazon.
Zum Preise vergleichen finde ich die Geizhals-Seiteam besten.

Daß man mit Hilfe dieser Seiten zwar Geld spart, aber nicht unbedingt weniger Geld ausgibt sollte klar sein (-;

Abwarten und Teedrinken

Heute morgen kam ein tolles Paket mit einem weißen, kristallinen Pulver in einer Plastiktüte:

Das kennt man ja aus Jackie Brown oder Blow oder natürlich Lammbock. Ich hab den “Schnee” gleich in meinen Zuckerstreuer gefüllt und schon gings los.
Nach 10 Minuten waren 0,7l Pfefferminztee fertig und ich hab zaghaft etwas weniger als nen halben Teelöffel von dem Pulver genommen. Angeblich zieht das Teufelszeug nämlich 200mal so stark rein, wie normaler Stoff!
Ich hätte besser nur eine Messerspitze genommen, denn mich hats richtig vom Hocker gehauen. Ich kann echt froh sein, daß ich noch lebe nach dem Zuckertrip!

Zucker? Nein, besser.
Stevia!

Das aus der Stevia Pflanze gewonnene Pulver schaut aus wie Zucker und schmeckt wie Zucker. Aber es hat so gut wie keine Kalorien, keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel, es ist gut für die Zähne (es gibt Stevia Zahnpasta) und in Form von Stevia Blättern soll es entzündungshemmend, antibakteriell und blutdrucksenkend wirken. Anders als die gebräuchlichen Süßstoffe Aspartam und Saccharin steht es außerdem nicht im Verdacht krebserregend zu sein.

In der EU ist Stevia, obwohl es als unbedenklich gilt noch nicht als Nahrungsmittelzusatz erlaubt, aber in Japan wird es seit 10 Jahren genutzt, sogar in stinknormaler Cola Light. Bei den Japanern sind im Gegenzug künstliche Süßstoffe wie Sacharin und Aspartam verboten.
Einziges Risiko bei  Stevia scheint zu sein, daß unter Umständen die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigt wird. Aber als Radfahrer brauch ich mir da keine Gedanken zu machen (-;

Also ich bin zufrieden mit der Stevia Lösung, gegen meine Diät-Cola Vieltrinkerei ist jetzt ein Kraut gewachsen. Ein Fertigprodukt wäre mir natürlich lieber als dauernd Tee aufzukochen. Vielleicht lege ich mir einfach ein paar Liter Eistee auf Vorrat an.

Abwarten und Teedrinken!

Lehrer sein

Ich bin seit dieser Woche alleinig und ausschließlich arbeitssuchend. Vorletzte Woche war mein Diplomarbeitsvortrag und letzte Woche habe ich ein Orientierungspraktikum am Röntgen-Gymnasium gemacht, weil es wegen dem Lehrkräftemangel in den Fächern Mathematik und Physik eine Sondermaßnahme zum Quereinstieg für Diplom-Physiker, Diplom-Mathematiker und Diplom-Informatiker geben sollte. Die Maßnahme gibt es nun doch nur für Physiker, aber ich habe nach der Woche eh keine Ambitionen mehr gehabt Lehrer zu werden.

Das Praktikum und meine erste Unterrichtsstunde haben zwar Spass gemacht und Lehrer ist an sich ein toller Beruf. Allein die Möglichkeit den Schülern etwas mitzugeben, was wirklich einen Unterschied macht ist äußerst reizvoll. Besonders fasziniert hat mich auch das Sabbatjahr, man kann sich auf diese Art als Lehrer durch Gehaltseinbußen ein Jahr Auszeit erkaufen. Wer hat gesagt Zeit kann man nicht kaufen?
Aber trotz der überdurchschnittlich vielen und vor allem flexiblen Freizeit stell ich mir den Beruf sehr stressig vor und was nützt das Sabbatjahr, wenn ich es dann auch absolut nötig habe. Außerdem ist das Niveau an der Schule schon verdammt niedrig angesiedelt, wenn man die Uni gewohnt ist. Leider muss das aber auch so sein. Die starren Strukturen sind mir außerdem ziemlich unangenehm aufgefallen, z.B. daß immer erst der Gong die Stunde beendet auch wenn das Unterrichtsziel schon vorher erreicht wurde.

Letztendlich gab die beängstigende Vorstellung den Ausschlag, den Rest meines Lebens immer und immer wieder das Gleiche an der Tafel vorzukäuen. Das kann ich mir einfach nicht für mich vorstellen. Den Rest meines Lebens Programmieren kann ich mir hingegen sehr, sehr gut vorstellen, weil jedes Projekt anders und in sich abwechslungsreich ist. Leider ist der Beruf als Anwendungsentwickler auch mit (viel) weniger Freizeit verbunden.

Weiß jemand in Würzburg nen Job als Anwendungsentwickler Java oder C# mit netten Mitarbeitern und nicht all zu vielen Überstunden?

Projekt Bergfloh

Mich gibts jetzt auch in leichter. Rund 10kg weniger als Mitte Februar hab ich auf den Hüften und damit das niedrigste Gewicht seit über 12 Jahren. Die Motivation dazu kam durchs Radfahren. Jeden Anstieg mit Maximalpuls hochzukeuchen und bergab in der Gruppe bremsen zu müssen ist net so erbauend.
Also hab ich mich Anfang des Jahres intensiv mit dem Thema Gewichtsreduktion auseinandergesetzt und alle möglichen Diäten unter die Lupe genommen. Zu guter Letzt bin ich zu dem glorreichen Schluss gekommen, daß man weniger essen muss um abzunehmen…

Es gibt aber auch einen richtig guten Trick, den möchte ich jetzt mal ausführlicher beschreiben. Vor einem guten Jahr, am Ende einer heftigen Rennrad Trainingsausfahrt hat ein Vereinskollege zum Thema Ernährung gesagt:

Lass die Kohlenhydrate weg!

Ich habe sofort vehement widersprochen. Jedes Kind weiß doch, daß ein Ausdauersportler Nudeln essen muss um schnell zu sein. Damit haben die Kinder auch recht, aber die Kohlenhydratspeicher sind sehr begrenzt. Und wenn die Speicher erst mal voll sind werden überschüssige Kohlenhydrate in Fett umgewandelt.
Es gibt nun einen großen Unterschied zwischen Fett, das man direkt aufnimmt und Kohlenhydraten, die erst noch zu Fett umgewandelt werden. Aufgenommene Kohlenhydrate erhöhen den Blutzuckerspiegel. Wenn der steigt, dann steigt als Reaktion auch der Insulinspiegel. Das viele Insulin bewirkt eine Einlagerung der Kohlenhydrate als Fett und bremst die Fettverbrennung. Man fühlt sich außerdem sehr satt.
Spätestens 2 Stunden später sind durch die Trägheit des Regelungssystems so viele Kohlenhydrate als Fett eingelagert worden, daß der Blutzuckerspiegel unter dem Ausgangsniveau liegt. Man bekommt spätestens jetzt Hunger, unter Umständen Heißhunger.
Eine Reduktionsdiät ohne Hungerattacken sollte also dem einfachen Prinzip folgen:

Lass die Kohlenhydrate weg!

Nun ist es aber auch nicht empfehlenswert komplett auf Kohlenhydrate verzichten. Man kann nicht ohne Kohlenhydrate leben, weil das Hirn welche braucht. Und ob es gesund ist sehr wenig Kohlenhydrate zu essen, dazu gibt es viele kontroverse Meinungen.
Eine Reduktion des typischen Anteils von 50% der Gesamtkalorien auf unter 30% reicht völlig. Man sollte außerdem auf die Art der verzehrten Kohlenhydrate achten. Fructose beeinflusst den Insulinspiegel nur ein Fünftel so stark wie Glucose. Man spricht dabei von einem niedrigen glykämischen Index.
Es sollten also Früchte und Gemüse als Kohlenhydratquellen bevorzugt werden. Die vielen Vitamine und Mineralstoffe, die man dabei aufnimmt sind ein überaus angenehmer Nebeneffekt.
Eine Verbesserung des Prinzips könnte also lauten:

Lass die Glucose weg!

Und genau das hab ich getan.
Die Auswirkungen sind phänomenal! Früher war ich tagein, tagaus Sklave meines Hungergefühls. Jetzt sind die Hungerfesseln größtenteils abgeschüttelt. Ich habe zwar immer noch Appetit, aber keinen Hunger mehr. Nach einer Weile ohne Süßkram vermisse ich das Zeug auch nicht mehr so sehr. Es relativiert sich einfach. Ein Apfel kann die köstlichste Speise der ganzen Welt sein, wenn man nicht vorher eine Tüte Gummibärchen genascht hat.
Selbst mit Gemüse konnte ich mich trotz jahrelanger Beinahe-Abstinenz sehr gut arrangieren. Nur ohne Diät-Cola, das krieg ich net hin. Süßungsmittel wie Aspartam und Sacharin widersprechen zwar nicht dem Glucose-Prinzip, weil sie keine Glucose enthalten und nachweislich den Adrenalinspiegel in Ruhe lassen. Gesund sind sie trotzdem net, wobei zu dem Thema auch jeder seine Meinung hat.

Dieser einfache Trick ist nix Neues und nennt sich “Low Carb-Diät”, “Banting-Kur”, “Glyx-Diät” oder in der krassen Version ganz ohne Kohlenhydrate “Atkins-Diät”, “anabole Diät” und  ”ketogene Diät”.


Damit ist der erste und wichtigste Schritt gemacht um dem Hunger dauerhaft zu entgehen. Was aber die Frage nach gesunder Ernährung angeht ist das noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Demnächst kommt Teil 2 von flocs kleiner Ernährungskunde. (-;

Abschließend noch ein paar Lebensmittel, die viel Glucose enthalten und gemieden werden sollten:

  • Kartoffelprodukte: Kartoffeln, Pommes, Chips
  • Getreideprodukte: Brot, Kuchen, Nudeln, Müsli, Reis
  • Zucker: Gummibärchen, Schokolade, Bonbons, Eiscreme

[Nachtrag]
Eine Ausnahme stellen harte, anaerobe Trainingseinheiten und Wettkämpfe dar. Kurz vorher, während und zur Regeneration noch mehrere Stunden nach so einer Einheit sollte man unbedingt zur Glucose greifen. Schneller gehts nicht mit der Energiebereitstellung.

Weiter gehts im 2. Teil.

Der Ernst des Lebens

Die Diplomarbeit ist abgegeben, der Diplomarbeitsvortrag ist gehalten und mein schönes, schönes Studium ist vorbei. Jetzt steht der Ernst des Lebens vor der Tür. Um vorzusorgen rüste ich besser auf Web 2.0 auf (-;

Meine alte Web 1,0 Seite hat mich 1 1/2 Jahre lang treu begleitet. Sie war ursprünglich für GPS Tracks und AlpenX Berichte gedacht und damit eher auf spärliche Aktualisierung ausgelegt. Außerdem war sie angepasst an die Einschränkungen des kostenlosen Arcor Webspace (kein php, keine Datenbank). Mittlerweile nervt mich das umständliche xslt-Konstrukt zum Aktualisieren und bevor ich stundenlang mein xslt pimpe spring ich lieber auf den fahrenden Wordpress-Zug auf.

Willkommen im flocblog!

Everything starts now…